Mediaportal AOK Baden-Württemberg http://example.com Mediaportal AOK Baden-Württemberg-RSS-Beschreibung de-de Mediaportal AOK Baden-Württemberg Sat, 28 Nov 2020 00:23:09 +0100 Sat, 28 Nov 2020 00:23:09 +0100 Mediaportal AOK Baden-Württemberg news-4058 Tue, 24 Nov 2020 11:17:11 +0100 Ortenau: Mit dem Alter steigt das Risiko https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/ortenau-mit-dem-alter-steigt-das-risiko.html Die Behandlungszahlen wegen Magen- und Zwölffingerdarm-Geschwüre sind rückläufig. Im Ortenaukreis begaben sich im letzten Jahr 866 AOK-Versicherte in ambulante oder stationäre Behandlung. Vier Jahre zuvor waren es noch 1.146 Versicherte. „Damit beobachten wir in der Ortenau einen ähnlichen Trend wie im Land“, erklärt Norbert Limberger, Leiter des AOK-KundenCenter-Netzwerks in der südlichen Ortenau. In Baden-Württemberg erfasste die AOK 2015 noch knapp 31.000 Versicherte, die wegen Magen- oder Darmgeschwüren in ärztlicher Behandlung waren, 2019 zählte die Kasse dann 28.300 erkrankte Versicherte. „Jährlich erkranken in Deutschland etwa 50 von 100.000 Menschen an einem Magengeschwür“, so Limberger. Die meisten sind älter als 50 Jahre, Frau und Männer sind etwas gleich häufig betroffen. Anders bei Zwölffingerdarmgeschwüren. An ihnen erkranken Männer etwa drei Mal häufiger als Frauen. Die Diagnose Zwölffingerdarmgeschwür erhalten pro Jahr etwa 150 von 100.000 Menschen.

 

Bei Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren handelt es sich um abgegrenzte entzündliche Defekte in der Schleimhaut, die in tiefere Schichten der Magen- bzw. Darmwand hineinreichen. „Schmerzen im Oberbauch, die oft in direkten Zusammenhang mit den Mahlzeiten stehen, können auf ein Geschwür hinweisen“, erklärt AOK-Ärztin Sabine Knapstein. „Verschwinden diese nach dem Essen für einige Stunden, könnte ein Magengeschwür dafür verantwortlich sein. Treten sie nachts bei leerem Magen auf, könnte dies ein Anzeichen auf ein Zwölffingerdarmgeschwür sein“, so die Medizinerin. Oft blieben solche Geschwüre über einen längeren Zeitraum unentdeckt – gerade wenn die Beschwerden nicht eindeutig sind oder als weniger belastend wahrgenommen werden. Bei etwa 20 von 100 Betroffenen beginnt das Geschwür zu bluten. „Das kann ernsthafte Folgen haben“, warnt Knapstein. Dazu zählen beispielsweise Eisenmangel und Blutarmut, bei stärkeren Blutungen auch Teerstuhl und das Erbrechen von Blut.

 

„Um eine sichere Diagnose stellen zu können, ist eine Spiegelung von Magen und Dünndarm verbunden mit der Entnahme einer Gewebeprobe notwendig. Dies dient vor allem dem Ausschluss einer bösartigen Erkrankung und dem Nachweis einer Infektion mit dem Erreger Heliobacter pylori“. Eine solche Infektion wird meist bereits in er Kindheit erworben. Auch entzündungshemmende und schmerzlindernde Medikamente wie beispielsweise Ibuprofen oder ASS können die Ursache solcher Geschwüre sein. „Dies gilt insbesondere, wenn die Medikamente über einen längeren Zeitraum eingenommen werden. Auch Medikamente, die oft gegen Depression eingesetzt werden oder Chemotherapeutika können zu einer Geschwürbildung führen“.

 

Aber auch ein ungesunder Lebensstil – Rauchen, zu viel Alkohol, zu viel Kaffee – genetische Veranlagung oder psychosozialer Stress können die Entstehung solcher Geschwüre begünstigen. Zur Behandlung kann der Patient selbst etwas beitragen. Neben der Einschränkung von Nikotin, Alkohol und Kaffee könne auch der Verzicht auf fette und scharfe Gerichte sowie das Reduzieren von Stress die Genesung und die Vorbeugung erneuter Erkrankungen unterstützen. Ist eine Helicobacter-pylori-Infektion nachgewiesen, kann eine Kombination aus Medikamenten zum Magenschutz und Antibiotika erfolgreich sein. „Geschwüre, die nach sechs Monaten noch nicht abgeheilt sind, sollten in der Regel operiert werden“.

 

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news-4024 Tue, 10 Nov 2020 09:19:13 +0100 Ortenau: Gesundheitsatlas Asthma - Ortenauer leiden seltener an Asthma bronchiale als die Einwohner der meisten anderer Landkreise https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/ortenau-gesundheitsatlas-asthma-ortenauer-leiden-seltener-an-asthma-bronchiale-als-die-einwohner.html Bei den Bewohnern des Ortenaukreises liegt die Asthmahäufigkeit bei 3,5 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) in ihrem gerade vorgelegten Gesundheitsatlas Asthma. Überhaupt leidet die baden-württembergische Bevölkerung seltener an Asthma bronchiale als die Einwohner der meisten anderen Bundesländer. Liegt der Patientenanteil mit Asthma im bundesweiten Schnitt bei 4,2 Prozent, so liegt er im Süden bei lediglich 3,7 Prozent Einer Hochrechnung von WIdO zufolge waren 2018 in Baden-Württemberg 410.000 Menschen an Asthma erkrankt. In den Reihen ihrer eigenen Versicherten ermittelte die AOK Südlicher Oberrhein im gleichen Zeitraum etwas mehr als 16.000 erkrankte Versicherte, davon im Ortenaukreis 7.355 Versicherte. Frauen sind mit 4.148 Versicherten stärker betroffen als Männer mit 3.207 Versicherten. Aber auch hier ist ein Trend deutlich: Vier Jahre zuvor zählte die AOK im Kreis noch 6.346 an Asthma erkrankte Versicherte, 2017 kletterte die Zahl über die 7000er Marke.

 

„Tendenziell sind Großstädter häufiger betroffen als Menschen im ländlichen Raum“, erklärt AOK-Pressesprecher Frank Kölble die Auswertung. „Möglicherweise lässt sich das durch die Luftqualität erklären. Aber auch Alter und Geschlecht sind wichtige Einflussfaktoren“. So sind bei Kindern und Jugendlichen bis 14 Jahre zunächst die Jungen deutlich häufiger von Asthma betroffen als Mädchen, mit zunehmendem Alter tritt die Krankheit dagegen häufiger bei Frauen als bei Männern auf.

 

Auch Freiburg schneidet mit einem Patientenanteil von 3,3 Prozent im Ranking der sieben untersuchten Großstädte unter 500.000 Einwohner sehr gut ab und wird lediglich von Heidelberg (2,9 Prozent) überholt. Im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten mit mehr als einer halben Million Einwohnern hat Stuttgart mit 3,7 Prozent den niedrigsten Anteil an Asthmapatienten (zum Vergleich: Dortmund 5,0 Prozent, Essen 4,9 Prozent)

 

Zu den Risikofaktoren, die Asthma verursachen können, zählen allergische Erkrankungen, eine genetische Veranlagung, Luftverschmutzung sowie eingeatmete lungenschädigende Stoffe wie Tabakrauch. Selbst nach einer Diagnose von Asthma bronchiale haben die Patientinnen und Patienten gute Möglichkeiten, den Krankheitsverlauf durch die Teilnahme an einem Disease-Management-Programm (DMP) positiv zu beeinflussen. Entscheidend ist – neben einer strukturierten Therapie – auch die Motivation für einen gesunden Lebensstil. „Eine gute Entscheidung wäre es“, so Tobias Haller, Leiter des Bereichs Gesundheitsförderung bei der AOK Südlicher Oberrhein, „mit dem Rauchen aufzuhören. Aber auch eine ungesunde Ernährung und daraus resultierendes Übergewicht kann Asthma befördern“. Auch sollten Asthma-Patienten nicht ihre sportlichen Aktivitäten einstellen. Schließlich stärken diese Fitness und Belastbarkeit.

 

Das Behandlungsprogramm Curaplan Asthma bronchiale, das auch die AOK Baden-Württemberg anbietet, gewährleistet eine intensive Behandlung, regelmäßige Kontrolluntersuchungen und eine differenzierte individualisierte Therapieplanung. Hinsichtlich Corona weisen erste Studienergebnisse darauf hin, dass bei einem gut kontrollierten Asthma nicht von einem erhöhten Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf ausgegangen werden kann.

 

Hinweise an die Redaktion:

 

Der „Gesundheitsatlas Baden-Württemberg“ zu Asthma bronchiale steht zum kostenlosen Download zur Verfügung unter gesundheitsatlas-deutschland.wido.bv.aok.de

 

Für den Gesundheitsatlas wurde ein Hochrechnungsverfahren verwendet, das für diesen Zweck vom WIdO in Zusammenarbeit mit der Universität Trier entwickelt worden ist. Es erlaubt auf Basis der Abrechnungsdaten der AOK-Versicherten zuverlässige Aussagen zu Krankheitshäufigkeiten in der Gesamtbevölkerung bis auf die lokale Ebene.

 

 

 

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news-4023 Tue, 10 Nov 2020 09:18:54 +0100 Südlicher Oberrhein: Gesundheitsatlas Asthma - Menschen am südlichen Oberrhein leiden seltener an Asthma bronchiale als die Einwohner der meisten anderer Landkreise https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/suedlicher-oberrhein-gesundheitsatlas-asthma-menschen-am-suedlichen-oberrhein-leiden-seltener-an-as.html Die Asthmahäufigkeit liegt in der Region am südlichen Oberrhein unter dem Landesdurchschnitt von 3,7 Prozent. Der Patientenanteil beträgt im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald 3,10 Prozent, in Freiburg 3,30 Prozent und im Ortenaukreis 3,55 Prozent. Im Landkreis Emmendingen liegt der Anteil mit 3,67 noch knapp unter dem Landesdurchschnitt.  Zu diesem Ergebnis kommt das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) in seinem gerade vorgelegten Gesundheitsatlas Asthma. Überhaupt leidet die baden-württembergische Bevölkerung seltener an Asthma bronchiale als die Einwohner der meisten anderen Bundesländer. Liegt der Patientenanteil mit Asthma im Süden bei 3,7 Prozent, so klettert er im bundesweiten Schnitt auf 4,2 Prozent.

 

Einer Hochrechnung von WIdO zufolge waren 2018 in Baden-Württemberg 410.000 Menschen an Asthma erkrankt. In den Reihen ihrer eigenen Versicherten ermittelte die AOK Südlicher Oberrhein im gleichen Zeitraum etwas mehr als 16.000 erkrankte Versicherte, davon im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald 3.240 Versicherte, in Freiburg 2.807 Versicherte, im Ortenaukreis 7.355 Versicherte und im Landkreis Emmendingen 2.693 Versicherte. Frauen sind dabei deutlich stärker betroffen als Männer. Ein Trend ist erkennbar: Wies die Statistik vier Jahr zuvor noch 13.767 erkrankte Versicherte am südlichen Oberrhein aus, so kletterte die Zahl 2018 über die 16.000er Marke.

 

„Tendenziell sind Großstädter häufiger betroffen als Menschen im ländlichen Raum“, erklärt AOK-Pressesprecher Frank Kölble die Auswertung. „Möglicherweise lässt sich das durch die Luftqualität erklären. Aber auch Alter und Geschlecht sind wichtige Einflussfaktoren“. So sind bei Kindern und Jugendlichen bis 14 Jahre zunächst die Jungen deutlich häufiger von Asthma betroffen als Mädchen, mit zunehmendem Alter tritt die Krankheit dagegen häufiger bei Frauen als bei Männern auf.

 

Auch Freiburg schneidet mit einem Patientenanteil von 3,3 Prozent im Ranking der sieben untersuchten Großstädte unter 500.000 Einwohner sehr gut ab und wird lediglich von Heidelberg (2,9 Prozent) überholt. Im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten mit mehr als einer halben Million Einwohnern hat Stuttgart mit 3,7 Prozent den niedrigsten Anteil an Asthmapatienten (zum Vergleich: Dortmund 5,0 Prozent, Essen 4,9 Prozent)

 

Zu den Risikofaktoren, die Asthma verursachen können, zählen allergische Erkrankungen, eine genetische Veranlagung, Luftverschmutzung sowie eingeatmete lungenschädigende Stoffe wie Tabakrauch. Selbst nach einer Diagnose von Asthma bronchiale haben die Patientinnen und Patienten gute Möglichkeiten, den Krankheitsverlauf durch die Teilnahme an einem Disease-Management-Programm (DMP) positiv zu beeinflussen. Entscheidend ist – neben einer strukturierten Therapie – auch die Motivation für einen gesunden Lebensstil. „Eine gute Entscheidung wäre es“, so Tobias Haller, Leiter des Bereichs Gesundheitsförderung bei der AOK Südlicher Oberrhein, „mit dem Rauchen aufzuhören. Aber auch eine ungesunde Ernährung und daraus resultierendes Übergewicht kann Asthma befördern“. Auch sollten Asthma-Patienten nicht ihre sportlichen Aktivitäten einstellen. Schließlich stärken diese Fitness und Belastbarkeit.

 

Das Behandlungsprogramm Curaplan Asthma bronchiale, das auch die AOK Baden-Württemberg anbietet, gewährleistet eine intensive Behandlung, regelmäßige Kontrolluntersuchungen und eine differenzierte individualisierte Therapieplanung. Hinsichtlich Corona weisen erste Studienergebnisse darauf hin, dass bei einem gut kontrollierten Asthma nicht von einem erhöhten Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf ausgegangen werden kann.

 

Hinweise an die Redaktion:

 

Der „Gesundheitsatlas Baden-Württemberg“ zu Asthma bronchiale steht zum kostenlosen Download zur Verfügung unter gesundheitsatlas-deutschland.wido.bv.aok.de

 

Für den Gesundheitsatlas wurde ein Hochrechnungsverfahren verwendet, das für diesen Zweck vom WIdO in Zusammenarbeit mit der Universität Trier entwickelt worden ist. Es erlaubt auf Basis der Abrechnungsdaten der AOK-Versicherten zuverlässige Aussagen zu Krankheitshäufigkeiten in der Gesamtbevölkerung bis auf die lokale Ebene.

 

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news-3992 Wed, 04 Nov 2020 16:12:15 +0100 AOK-Rückenstudios verringern Arbeitsunfähigkeitszeiten - Prävention steigert Lebensqualität https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/aok-rueckenstudios-verringern-arbeitsunfaehigkeitszeiten-praevention-steigert-lebensqualitaet.html „Prävention muss die Menschen da erreichen, wo sie einen Großteil ihres Tages verbringen“. Zu diesem Schluss kommt die AOK in ihrem Qualitätsbericht Prävention 2020. „Es ist wichtig, dass wir die Menschen dort abholen, wo sie sind – in den Kitas, in der Schule, den Betrieben, den Pflegeheimen oder in den Kommunen“, ist Tobias Haller, Leiter des Gesundheitsteams bei der AOK Südlicher Oberrhein, überzeugt. Ein besonders erfolgreiches Beispiel für gelungene Prävention sei das AOK-Rückenkonzept. „Immerhin“, so Haller, „leiden in Baden-Württemberg über 700.000 AOK-Versicherte unter chronischen Rückenschmerzen“ Eine echte Volkskrankheit also. Die AOK zählt in ihren Reihen am südlichen Oberrhein mehr als 79.000 Versicherte, die die wegen Rückenleiden in ambulanter oder stationärer Behandlung waren. Tendenz steigend. Rund 15 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitsfälle gehen auf das Konto der Muskel-Skelett-Erkrankungen – darunter zählen auch die Rückenleiden.

 

Das Rückenkonzept ist nachweislich effektiv bei Rückenschmerzen und senkt die Krankheitskosten“, erklärt Haller. Je ein Rückenstudio betreibt die AOK in Emmendingen, Lahr und Offenburg, ein neues Gesundheitszentrum mit Rückenstudio wird die AOK in Betrieb nehmen, sobald Covid-19 einen sowohl für Versicherte als auch für Mitarbeiter sicheren Betrieb ermöglicht. Eine Evaluation zeigt: Die Rückenschmerzen der Teilnehmer verringern sich im Durschnitt um 38 Prozent, der Anteil derjenigen mit mittleren bis starken Einschränkungen, halbiert sich. „Arbeitnehmer, die am Rückenkonzept teilnehmen, sind durchschnittlich sieben Tage weniger arbeitsunfähig“.

 

Ihre Angebote zur Prävention und Gesundheitsförderung stellt die AOK immer wieder auf den Prüfstand und ermittelt, ob diese die hohen Anforderungen erfüllen. Dazu hat sie gemeinsam mit renommierten Wissenschaftlern ein Werkzeug entwickelt, dem auch Aspekte wie Praxistauglichkeit, Effektivität, Zielgruppenorientierung und Nachhaltigkeit zugrunde liegen. Mir ihren Programmen für mehr Bewegung und gesunde Ernährung nimmt die AOK die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in den Blick und stärkt Kinder aus suchtbelasteten Familien. Ziel des Programms Lebe Balance ist es, die Teilnehmer zu befähigen, Alltagsstress gesünder zu bewältigen und mit kritischen Lebenssituationen besser umzugehen.

 

Im vergangenen Jahr führte die AOK Südlicher Oberrhein 271 Bewegungskurse, 32 Ernährungskurse und 74 Entspannungskurse durch. In 1158 Beratungen ging es um eine gesunde Ernährung. „Insgesamt investierte die AOK am südlichen Oberrhein 3,45 Millionen Euro in Prävention und Gesundheitsförderung. Auch in den Betrieben erreicht die AOK die Menschen. In 182 Unternehmen am südlichen Oberrhein organisierten die Gesundheitsexperten 986 Maßnahmen – von Arbeitsplatzanalysen über moderierte Arbeitskreise Gesundheit, Seminare und Workshops zu Mobbing, Erkennen von individuellen Stressfaktoren und Resilienz bis hin zu Seminaren für Führungskräfte.

 

Prävention in der Pandemie

 

Tobias Haller warnt davor, die Prävention zu vernachlässigen, weil man sich mit anderen zur Zeit nicht treffen kann und die eigenen Kontakte heruntergefahren werden. „Es gibt viele Online-Angebote, die den Menschen dabei helfen, den Blick auf die eigene Gesundheit zu richten oder etwas für die eigene Fitness zu tun“, erklärt Haller. Und diese würden auch sehr stark nachgefragt werden. Gerade in Coronazeiten. Mit den Online-Programmen kann jeder zuhause etwas für seine Gesundheit tun. Die Programme und Webinare helfen dabei, das Wunschgewicht zu erreichen, die Seele in Balance zu bringen oder dem Stress ein Schnippchen zu schlagen. Seine Empfehlung: „Die Versicherten sollten bei ihrer Kasse fragen, ob und welche Präventionsangebote es bei ihnen gibt“.

 

((mögliches Zitat Tobias Haller))

 

„Auch in turbulenten Zeiten darf die Prävention nicht auf der Strecke bleiben“.

 

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news-3991 Wed, 04 Nov 2020 16:11:46 +0100 AOK-Rückenstudios verringern Arbeitsunfähigkeitszeiten - Prävention steigert Lebensqualität https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/aok-rueckenstudios-verringern-arbeitsunfaehigkeitszeiten-praevention-steigert-lebensqualitaet-1.html „Prävention muss die Menschen da erreichen, wo sie einen Großteil ihres Tages verbringen“. Zu diesem Schluss kommt die AOK in ihrem Qualitätsbericht Prävention 2020. „Es ist wichtig, dass wir die Menschen dort abholen, wo sie sind – in den Kitas, in der Schule, den Betrieben, den Pflegeheimen oder in den Kommunen“, ist Tobias Haller, Leiter des Gesundheitsteams bei der AOK Südlicher Oberrhein, überzeugt. Ein besonders erfolgreiches Beispiel für gelungene Prävention sei das AOK-Rückenkonzept. „Immerhin“, so Haller, „leiden in Baden-Württemberg über 700.000 AOK-Versicherte unter chronischen Rückenschmerzen“ Eine echte Volkskrankheit also. Die AOK zählt in ihren Reihen in der Ortenau rund 38.000 Versicherte, die die wegen Rückenleiden in ambulanter oder stationärer Behandlung waren. Rund 15 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitsfälle gehen auf das Konto der Muskel-Skelett-Erkrankungen – darunter zählen auch die Rückenleiden.

 

Das Rückenkonzept ist nachweislich effektiv bei Rückenschmerzen und senkt die Krankheitskosten“, erklärt Haller. Zwei dieser Rückenstudios betreibt die AOK in Offenburg und Lahr. „Allein im letzten Jahr konnten in der Ortenau 1360 Menschen an diesem Gerätetraining teilnehmen“. Eine Evaluation zeigt: Die Rückenschmerzen der Teilnehmer verringern sich im Durschnitt um 38 Prozent, der Anteil derjenigen mit mittleren bis starken Einschränkungen, halbiert sich. „Arbeitnehmer, die am Rückenkonzept teilnehmen, sind durchschnittlich sieben Tage weniger arbeitsunfähig“.

 

Ihre Angebote zur Prävention und Gesundheitsförderung stellt die AOK immer wieder auf den Prüfstand und ermittelt, ob diese die hohen Anforderungen erfüllen. Dazu hat sie gemeinsam mit renommierten Wissenschaftlern ein Werkzeug entwickelt, dem auch Aspekte wie Praxistauglichkeit, Effektivität, Zielgruppenorientierung und Nachhaltigkeit zugrunde liegen. Mir ihren Programmen für mehr Bewegung und gesunde Ernährung nimmt die AOK die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in den Blick und stärkt Kinder aus suchtbelasteten Familien. Ziel des Programms Lebe Balance ist es, die Teilnehmer zu befähigen, Alltagsstress gesünder zu bewältigen und mit kritischen Lebenssituationen besser umzugehen.

 

Im vergangenen Jahr führte die AOK Südlicher Oberrhein 271 Bewegungskurse, 32 Ernährungskurse und 74 Entspannungskurse durch. In 1158 Beratungen ging es um eine gesunde Ernährung. „Insgesamt investierte die AOK am südlichen Oberrhein 3,45 Millionen Euro in Prävention und Gesundheitsförderung. Auch in den Betrieben erreicht die AOK die Menschen. In 182 Unternehmen am südlichen Oberrhein organisierten die Gesundheitsexperten 986 Maßnahmen – von Arbeitsplatzanalysen über moderierte Arbeitskreise Gesundheit, Seminare und Workshops zu Mobbing, Erkennen von individuellen Stressfaktoren und Resilienz bis hin zu Seminaren für Führungskräfte.

 

Prävention in der Pandemie

 

Tobias Haller warnt davor, die Prävention zu vernachlässigen, weil man sich mit anderen zur Zeit nicht treffen kann und die eigenen Kontakte heruntergefahren werden. „Es gibt viele Online-Angebote, die den Menschen dabei helfen, den Blick auf die eigene Gesundheit zu richten oder etwas für die eigene Fitness zu tun“, erklärt Haller. Und diese würden auch sehr stark nachgefragt werden. Gerade in Coronazeiten. Mit den Online-Programmen kann jeder zuhause etwas für seine Gesundheit tun. Die Programme und Webinare helfen dabei, das Wunschgewicht zu erreichen, die Seele in Balance zu bringen oder dem Stress ein Schnippchen zu schlagen. Seine Empfehlung: „Die Versicherten sollten bei ihrer Kasse fragen, ob und welche Präventionsangebote es bei ihnen gibt“.

 

 

 

((mögliches Zitat Tobias Haller))

 

„Auch in turbulenten Zeiten darf die Prävention nicht auf der Strecke bleiben“.

 

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news-3980 Fri, 30 Oct 2020 10:24:40 +0100 AOK berät ab 2. November nach telefonischer Terminvereinbarung https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/aok-beraet-ab-2-november-nach-telefonischer-terminvereinbarung.html Nach den von der Bundesregierung sowie den Ländern beschlossenen Einschränkungen aufgrund der hohen Corona-Infektionszahlen passt auch die AOK Südlicher Oberrhein ihre Kundenberatung den neuen Herausforderungen an. Für die Versicherten der AOK im Ortenaukreis, den Landkreisen Emmendingen, Breisgau-Hochschwarzwald und der Stadt Freiburg sind Beratungsgespräche in den Kundencentern vom 2. November bis voraussichtlich 30. November nur nach telefonischer Terminvereinbarung möglich. Ziel sei es, die Verbreitung des Virus einzudämmen und die Gesundheit von Versicherten und Mitarbeiter zu schützen.

 

Die AOK ist unter der zentralen Servicenummer 0781 2035 1858 oder den auf den Aushängen an den Kundencentern angegebenen Telefonnummer, auf den Online-Kanälen und per App über das Online-Kundencenter „Meine AOK“ sowie per E-Mail unter aok.suedlicher-oberrhein@bw.aok.de erreichbar. Das Kurs- und Seminarangebot in den AOK-Gesundheitszentren wird bis Ende November zum Schutz der Kunden und Mitarbeitenden der AOK Baden-Württemberg ebenfalls ausgesetzt. Das AOK-Rückenkonzept wird für aktuell stattfindende Maßnahmen unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsvorschriften fortgesetzt, da hier die medizinische Notwendigkeit durch die ärztliche Empfehlung gegeben ist.

 

Die Kontaktdaten und Kanäle, mit denen die Versicherten weiterhin mit der AOK Baden-Württemberg in Verbindung bleiben können, sind auf der Website www.aok.de/bw/corona-erreichbarkeit hinterlegt.

 

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news-3971 Tue, 27 Oct 2020 09:03:28 +0100 AOK Südlicher Oberrhein kritisiert Pläne von Jens Spahn - „Tasten Sie unsere Finanzreserven nicht an“ https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/aok-suedlicher-oberrhein-kritisiert-plaene-von-jens-spahn-tasten-sie-unsere-finanzreserven-nicht-an.html Berlin hat ein Auge auf die Finanzreserven der AOK geworfen. Davon ist Wolfgang Schweizer, Geschäftsführer der AOK Südlicher Oberrhein, überzeugt. Hintergrund ist ein vom Bundeskabinett beschlossenes Maßnahmenpaket zur finanziellen Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung. Hinter dem Versprechen einer „Sozialgarantie 2021“ verbirgt sich der Plan von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf die Rücklagen der Krankenkassen zuzugreifen. Damit soll ein 16,6 Milliarden schweres Finanzloch gestopft werden. „Diese Sozialgarantie hält nicht, was sie verspricht“, findet Schweizer. „Wer solch ein Versprechen abgibt, der sollte auch für die Finanzierung geradestehen und nicht nach unseren Reserven greifen und so die Beitragszahler, die Arbeitnehmer und Arbeitgeber, in die Pflicht nehmen“, kritisiert der Kassenmanager. „Schließlich haben wir diese Finanzpolster für die Versorgung in unruhigen Zeiten aufgebaut – und in diese steuern wir ja gerade hinein. Dass diese Reserven aufgebaut werden konnten, das ist der Erfolg unserer effizienten Versorgungsstruktur. Und für dieses wirtschaftliche Handeln sollen wir nun bestraft werden“. Dass im nächsten Jahr Bundestagswahlen anstehen, das möchte er nicht kommentieren.

 

Die AOK sieht die Finanzierung der Fülle der Gesetze aus der Ideenschmiede von Jens Spahn schon lange kritisch. „Der größte Teil des errechneten Finanzbedarfs hat nichts mit Corona zu tun“, ist Schweizer überzeugt. Und genau damit begründet die Bundesregierung die Finanzlücke. „Die Gesetze, die in dieser Legislatur angestoßen wurden, treiben die Ausgaben massiv in die Höhe. Wenn jetzt die Rücklagen der Kassen geplündert werden, drohen spätestens in zwei Jahren massive Steigerungen der Beitragssätze“. Gehe es nach dem Willen der Bundesregierung sollen Arbeitgeber und Arbeitnehmer aus Baden-Württemberg mit 600 Millionen Euro zur Kasse gebeten werden. Verschärft würde die Finanzsituation noch durch die Einführung einer sogenannten Regionalkomponente. „Unterm Strich würden 2021 mehr als eine Milliarde Euro aus dem Gesundheitswesen in Baden-Württemberg abfließen“ kritisiert Schweizer. „Wir würden damit für unsere qualitativ sehr hochwertige und gut funktionierende Versorgung im Südwesten bestraft werden. „Gewinner wären Regionen und Länder, die ihre Hausaufgaben einfach nicht gemacht haben“.

 

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news-3967 Fri, 23 Oct 2020 13:34:22 +0200 TÜV bescheinigt AOK exzellenten Service https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/tuev-bescheinigt-aok-exzellenten-service.html Als erstes Unternehmen ist Deutschland wurde die AOK Baden-Württemberg zum siebten Mal in Folge mit dem TÜV-Süd-Gütesiegel „ServiceExcellence“ ausgezeichnet. „Darauf sind wir besonders stolz“, betont Norbert Limberger, der neben dem Kundencenter in Wolfach auch das Kundencenter-Netzwerk in der südlichen Ortenau leitet. „Zu diesem Erfolg tragen auch die Kundencenter in der Ortenau bei“, so Limberger. Bettina Teufel, die bei der AOK für die Qualität des Kundenservice verantwortlich ist, überreichte das Siegel. „Wir sehen diese Auszeichnung einerseits als Bestätigung unseres Engagements an, andererseits aber auch als Herausforderung, die hohen Servicestandards zu halten“, erklärt Teufel.

 

Der TÜV stellt bei der Zertifizierung das gesamte Servicemanagementsystem eines Unternehmens auf den Prüfstand. Ganz genau nahmen die Prüfer die Aspekte Servicezuverlässigkeit, Umgang mit Beschwerden und die Qualifikation der Mitarbeiter unter die Lupe. Das Prüfsiegel gilt immer nur für ein Jahr und muss jährlich erneuert werden. „Wir arbeiten weiter daran, unseren Versicherten und unseren Firmenkunden den bestmöglichen Service zu bieten“, so Limberger. Der TÜV-Bericht spricht von einer außergewöhnlichen Servicekultur, die besonders von Zuverlässigkeit geprägt sei sowie von einem professionellen Umgang mit Reklamationen.

 

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news-3962 Fri, 16 Oct 2020 13:27:44 +0200 Berlin bittet Beitragszahler zur Kasse - AOK-Geschäftsführer kritisiert Maßnahmenpaket https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/berlin-bittet-beitragszahler-zur-kasse-aok-geschaeftsfuehrer-kritisiert-massnahmenpaket.html Hält die Sozialgarantie, was sie verspricht? Nein, findet Wolfgang Schweizer, Geschäftsführer der AOK Südlicher Oberrhein. Gemeint ist das Maßnahmepaket, welches das Bundeskabinett zur finanziellen Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung vor wenigen Tagen beschlossen hat. Hinter dem Versprechen einer „Sozialgarantie 2021“ verbirgt sich der Plan von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf die Rücklagen der Krankenkassen zuzugreifen, um so das 16,6 Milliarden schwere Finanzloch in der gesetzlichen Krankenversicherung zu stopfen. „Wer solch ein Versprechen abgibt, der sollte auch für die Finanzierung geradestehen und nicht die Beitragszahler, die Arbeitnehmer und Arbeitgeber, in die Pflicht nehmen“, kritisiert Wolfgang Schweizer. Dass im nächsten Jahr Bundestagswahlen anstehen, das möchte der Kassenchef nicht kommentieren.

 

Die AOK sieht die Finanzierung der Fülle der Gesetze aus der Ideenschmiede von Jens Spahn schon lange kritisch. „Der größte Teil des errechneten Finanzbedarfs hat nichts mit Corona zu tun“, ist Schweizer überzeugt. Und genau damit begründet die Bundesregierung die Finanzlücke. „Die Gesetze, die in dieser Legislatur angestoßen wurden, treiben die Ausgaben massiv in die Höhe. Wenn jetzt die Rücklagen der Kassen geplündert werden, drohen spätestens in zwei Jahren massive Steigerungen der Beitragssätze“. Gehe es nach dem Willen der Bundesregierung sollen Arbeitgeber und Arbeitnehmer aus Baden-Württemberg mit 600 Millionen Euro zur Kasse gebeten werden. Verschärft würde die Finanzsituation noch durch die Einführung einer sogenannten Regionalkomponente. „Unterm Strich würden 2021 mehr als eine Milliarde Euro aus dem Gesundheitswesen in Baden-Württemberg abfließen“ kritisiert Schweizer. „Wir würden damit für unsere qualitativ sehr hochwertige und gut funktionierende Versorgung im Südwesten bestraft werden. „Gewinner wären Regionen und Länder, die ihre Hausaufgaben einfach nicht gemacht haben“.

 

 

 

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news-3955 Mon, 05 Oct 2020 14:42:47 +0200 Psychische Erkrankungen bei Kindern und Jugendliche nehmen zu https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/psychische-erkrankungen-bei-kindern-und-jugendliche-nehmen-zu.html Etwa jeder fünfte Junge und jedes siebte Mädchen war einer Statistik der AOK zufolge wegen einer psychischen Erkrankung in ambulanter oder stationärer Behandlung. Kinder im Grundschulalter seien dabei besonders betroffen. Die Zahlen geben Anlass zur Sorge: 2018 zählte die AOK im Ortenaukreis unter ihren Versicherten 4.839 Kinder und Jugendliche, die seelisch erkrankt sind. Jungen waren mit 2.961 Betroffenen deutlich mehr beteiligt als Mädchen (1.878). „Besonders fällt der rasche Anstieg auf“, erklärt Tobias Rauber, der das Kundencenter der AOK in Offenburg leitet. Waren 2014 noch 15,4 Prozent der Kinder und Jugendlichen erkrankt, so stieg die Zahl jährlich an und erreichte 2018 16,9 Prozent. „In absoluten Zahlen bedeutet das einen Sprung von 3.679 betroffenen Kindern und Jugendliche auf 4.839. Bezogen auf den Zeitraum 2014 bis 2018 entspricht dies einer Veränderungsrate von 3,o Prozent“, so Rauber. Das liegt über der landesweiten Veränderungsrate von 2,3 Prozent im gleichen Zeitraum.

 

Insgesamt zählt die AOK Südlicher Oberrhein 12.500 Kinder und Jugendliche, die unter einer psychischen Erkrankung leiden, in Baden-Württemberg sind es rund 125.000. Den ersten deutlichen Ausschlag gibt es in der Altersgruppe der 1-4-Jährigen. Mit über 49.000 betroffenen versicherten Kindern im Land ist die Gruppe der 5-9-Jährigen am stärksten betroffen. Mit zunehmendem Alter geht die Anzahl der ärztlichen Behandlung wegen einer psychischen Erkrankung zurück.

 

„Psychische Störungen wie zum Beispiel Depression und Angststörungen gehören zu den häufigsten Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter“, erklärt AOK-Ärztin Sabine Knappstein.

 

Unter den häufigsten Diagnosen finden sich unter anderem ADHS, soziale Verhaltensstörungen und auch Essstörungen. Auch Entwicklungsstörungen, die auch beispielsweise Lese- oder Rechtschreibschwäche beinhalten, werden zu den psychischen Erkrankungen gezählt. Wenn die Seele leidet, werden Kinder und Jugendliche stark in ihrer Lebensqualität beeinträchtigt. Doch längst nicht alle benötigen eine Behandlung. „Ungefähr 6 von 100 Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren haben eine behandlungsbedürftige psychische Störung.

 

Da bei Kindern nicht leicht zu erkennen ist, wann ein Beratungs- oder Behandlungsbedarf entsteht, rät die AOK dazu, die Vorsorgeuntersuchungen wahr zu nehmen. „Das Risiko, dass psychische Störungen im Kindes- und Jugendalter chronisch werden, ist hoch“, weiß die Ärztin. Zum Entstehen und zum Verlauf von seelischen Erkrankungen tragen viele Umstände bei. „Je besser die persönliche Unterstützung im Umfeld ist, umso besser kann sich die seelische Gesundheit eines Kindes entwickeln und umso stärker wird sich die Resilienz, also die psychische Widerstandsfähigkeit ausbilden“.

 

Hinweis für die Redaktion

 

Für Kinder und Jugendliche hat sich die AOK Baden-Württemberg gemeinsam mit Hausärzten, Kinder- und Jugendärzten, Psychotherapeuten und Psychiatern darauf geeinigt, die seelische Gesundheit zu fördern und hat die multidisziplinäre Versorgung zu einem alltagsnahen Hilfenetz zusammengeführt. Zur Versorgung zählen auch der Zugang zu altersgerechten Gesundheitsangeboten zu Bewegung, Stressreduktion sowie einen erleichterten und schnelleren Zugang zu Reha-Maßnahmen. Teil dieses Netzes sind auch Sozialpädagoginnen und -pädagogen des Sozialen Dienstes der AOK, die den Betroffenen und ihren Familien vertraulich zur Seite stehen. Gerade psychisch kranke Kinder und Jugendliche benötigen langfristige bzw. wiederholte fach-spezifische Betreuung. Vor allem der Übergang von der Kinder- und Jugendpsychiatrie zur Erwachsenenpsychiatrie belastet häufig die Behandlung. Die Versorgung im FacharztProgramm der AOK Baden-Württemberg ermöglicht einen strukturierten Übergang in die Erwachsenenmedizin. In dieser Übergangszeit ist eine Behandlung beim Kinder- und Jugendpsychiater bis zum vollendeten 21. Lebensjahr möglich, in Einzelfällen sogar bis zum vollendeten 25. Lebensjahr. In dieser Phase ist es notwendig, dass sich alle an der Versorgung beteiligten Ärzte und Therapeuten eng miteinander abstimmen. Zudem sollte die Versorgung auch Reha-Maßnahmen und Unterstützung mit Blick auf die berufliche Ausbildung beinhalten.

 

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news-3902 Tue, 29 Sep 2020 10:01:49 +0200 Es muss nicht gleich Corona sein https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/es-muss-nicht-gleich-corona-sein.html Fast 48000 ihrer Versicherten waren 2019 in der Ortenau wegen einer Infektion der oberen Atemwege in medizinischer Behandlung. Das ist im Fünf-Jahres-Vergleich erneut ein hoher Stand, so die AOK Südlicher Oberrhein in einer Pressemitteilung. Lediglich im Jahr davor zählte die AOK noch mehr grippale Infekte. „Fast ein Viertel der Versicherten war 2019 wegen einer Erkältung in ärztlicher Behandlung“, berichtet Tobias Rauber, Leiter des AOK-Kundencenters in Offenburg. Da wegen einem grippalen Infekt, einer Entzündung von Hals oder Rachen oder wegen einem Erkältungsschnupfen längst nicht alle Erkrankten zum Arzt gehen, dürfte die Zahl tatsächlich deutlich höher liegen.

 

Was eigentlich als eine Bagatellerkrankung gilt, kann beim Auftreten der ersten Symptome durchaus für Unbehagen sorgen. „In den ersten Tagen ist es für Betroffene nicht möglich, zu unterscheiden, ob sie an Covid-19 oder einer Erkältung erkrankt sind“, erklärt Hausärztin Brigitte Stunder von der Gemeinschaftspraxis Stunder in Zell a.H. Vor allem bei jungen Menschen sind die Symptome beider Erkrankungen unspezifisch, können sich aber durchaus ähneln. „Beide können mit Halsschmerzen, Schnupfen und Husten einhergehen, so Stunder. Bei Covid-19 sind meist auch Fieber und typischerweise Geruchs-und Geschmackstörungen dabei. Auch hat ein grippaler Infekt nichts mit der echten Grippe, der Influenza, zu tun. Er ist normalerweise deutlich harmloser und heilt von selbst wieder aus. Die Influenza beginnt schlagartig mit sehr hohem Fieber ( > 40 c), Schüttelfrost, Husten, Abgeschlagenheit und selten mit Schnupfen. Die Ansteckungsgefahr bei Covid-19 ist wesentlich höher als bei der echten Grippe.

 

Mit diesen Zahlen folgt die Ortenau dem landesweiten Trend. Auch in Baden-Württemberg stiegen die Zahlen der AOK-versicherten Erkrankten stetig an – bis auf knapp 1,4 Millionen in 2018. Eine Behandlung mit Medikamenten ist in der Regel nicht nötig. Allerdings kann es vorkommen, dass sich nach einer primären Infektion mit Viren in den Atemwegen auch Bakterien ausbreiten. Die gravierendste Komplikation ist ggf. eine Lungenentzündung, die dann antibiotisch zu behandeln ist. Ansonsten sollte man bei Erkältungsinfekten auf Antibiotika verzichten. „Sonst könnte es sein, dass sie die Ausbildung von Resistenzen fördern und dann nicht mehr wirken, wenn sie wirklich gebraucht werden“, rät die Medizinerin.

 

Das beste Mittel gegen Erkältungen ist, sich vor einer Ansteckung zu schützen. Vor allem beim Niesen oder Husten werden Millionen von winzigen Tröpfchen in die Luft versprüht, die sich dann auf Türklinken, Treppengeländer oder auf Haltegriffen in der U-Bahn ablagern. Beim Anfassen gelangen diese Partikel an die Hände und von dort weiter an Nase oder Mund.

 

Corona hat es uns gelehrt: Wer es vermeidet, sich ins Gesicht zu fassen, kann das Ansteckungsrisiko verringern. Auch häufiges Händewaschen mit Seife ist ein guter zusätzlicher Schutz sowie Händedesinfektion.

 

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news-3903 Mon, 28 Sep 2020 10:02:16 +0200 Job-Start-Börse lädt zum Kennenlernen ein https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/job-start-boerse-laedt-zum-kennenlernen-ein.html Am Montag, 12. Oktober und am Dienstag, 13. Oktober, haben Schülerinnen und Schüler aus Waldkirch und Umgebung wieder die Gelegenheit, sich über ihren Traumberuf ein Bild zu machen und die Weichen für ihre berufliche Zukunft zu stellen. In der Stadthalle können sie sich auf Augenhöhe mit Ausbildungsleitern, Chefs und Azubis von Ausbildungsbetrieben unterhalten. Die Schirmherrschaft haben Landrat Hanno Hurth und Oberbürgermeister Roman Götzmann übernommen. Die Job-Start-Börse ist gleich in zweifacher Hinsicht von Bedeutung. Die Veranstalter sind überzeugt: „Zum einen wird sie für Unternehmen – gerade vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels - immer wichtiger, zum anderen wird die Jugendarbeitslosigkeit zunehmen, da einige Unternehmen durch die Coronakrise ihr Ausbildungsangebot sehr eingeschränkt oder ganz eingestellt haben“.

 

Viele Chancen

 

Mehr als 50 ausstellende Betriebe sehen in der Börse eine große Chance, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen und so für die Fachkräfte von morgen zu sorgen. Es gibt Unternehmen, die sich um ihren Nachwuchs keine großen Sorgen machen müssen, aber es gibt auch Branchen, deren Ausbildungsberufe weniger interessant erscheinen. Bei der Job-Start-Börse können die Unternehmen ihr Ausbildungsangebot attraktiv darstellen und für sich werben.

 

Aber nicht nur für die Betriebe ist die Job-Start-Börse ein wichtiger Termin. Auch Schüler und Eltern können sich schon seit vielen Jahren auf diese wichtige Kontaktbörse verlassen. Sie können sich an Ort und Stelle ein Bild von ihrem Traumberuf machen, sich mit Chefs, Ausbildungsleitern und Azubis austauschen. Sie können fragen, was von Auszubildenden erwartet wird, welche Stärken man in seinem Traumberuf mitbringen sollte, welche Perspektiven sich nach der Ausbildung bieten oder einfach was man verdienen wird. „Die Job-Start-Börse verbindet Schule und Berufsleben“, betonen die Veranstalter. Darin sehen sie den Erfolg der Börse begründet. Auch für jungen Menschen, die ein BA-Studium ins Auge fassen, ist die Börse hoch interessant. Diese duale Ausbildung ist sowohl für die Studenten als auch für die Betriebe sehr attraktiv. Die Bandbreite der vorgestellten Berufe wird groß sein. Kaufmännische Berufe, Berufe im Handwerk oder im Gesundheitswesen, im Bankgewerbe, in der Metall- oder in der Baubranche oder im Einzelhandel – die Liste der angebotenen Ausbildungsstellen ist lang. Auch werden Berufe vorgestellt werden, die viele Schüler gar nicht auf dem Plan hatten. Genau das macht die Job-Start-Börse spannend. Die Veranstalter sind davon überzeugt, dass die Job-Start-Börse auch in diesem Jahr einigen Schülern zu einem Ausbildungsplatz verhelfen wird.

 

Hygiene- und Sicherheitskonzept

 

Coronabedingt werden in diesem Jahr etwas weniger Firmen in der Stadthalle sein. Die Veranstalter haben ein Hygiene- und Sicherheitskonzept erstellt, das neben einer Maskenpflicht, einem Nachverfolgungsformular, engmaschigen Reinigungszyklen oder einem getrennten Ein- und Ausgang auch einen größeren Abstand zwischen den Ständen und breite Gänge vorsieht. Auch werden die Besuche der Schulklassen am 13. Oktober exakt terminiert und es wird immer nur eine bestimmte Anzahl an Besuchern eingelassen. Eltern, die mit ihrer Tochter oder ihrem Sohn die Börse besuchen möchten, haben dazu am Vorabend Gelegenheit. Auch hier gilt: Wenn die maximale Besucherzahl erreicht ist, müssen Interessenten einen Moment warten bis einige Besucher die Halle wieder verlassen haben. Besucher werden gebeten, ihre Mund-Nasen-Schutzmaske mitzubringen und zu tragen.

 

Mit einem Klick zum Traumberuf

 

Erstmals wird es in diesem Jahr auch die Möglichkeit geben, die Job-Start-Börse virtuell zu besuchen. Virtuelle Räume, Live-Chats und Direkt Downloads von Ausbildungsbroschüren und Direktbewerbungsmöglichkeiten werden die Messe auch am Handy, PC oder Tablet zu einem Erlebnis machen.

 

Veranstalter der Job-Start-Börse ist der Badische Verlag. Sie ist eine Initiative von AOK Südlicher Oberrhein, BZ-medien, der Bundesagentur für Arbeit Freiburg, der FWTM GmbH & Co.KG, der Handwerkskammer Freiburg, der IHK Südlicher Oberrhein und der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau.

 

 Termin:

 

12. Oktober 2020, 18 – 20:30 Uhr

 

13. Oktober 2020, 8.30 -13 Uhr

 

Ort: Waldkirch, Stadthalle

 

Der Eintritt ist frei

 

 

 

Virtuelle Messe:

 

2. bis 6. November 2020, 10 – 18 Uhr

 

www.jobstartboerse.de/virtuellemesse

 

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news-3900 Thu, 03 Sep 2020 12:41:13 +0200 Borkenflechte: Vor allem Kinder sind betroffen https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/borkenflechte-vor-allem-kinder-sind-betroffen.html Warme bis feuchtwarme Temperaturen bieten ideale Bedingungen für Streptokokken oder Staphylokokken – Bakterien, die eine Impetigo contagiosa verursachen. Besser bekannt als Borken- oder Eiterflechte. Sie ist hoch infektiös und tritt vor allem bei Kindern auf. Eine Fünf-Jahres-Auswertung der AOK zeigt, dass im Ortenaukreis die Zahlen der Versicherten, die sich deswegen in ärztlicher Behandlung von 572 (2014) auf 536 (2017) gesunken sind, 2018 aber wieder ein Anstieg auf 567 Versicherte zu verzeichnen ist. In der Region am südlichen Oberrhein (Ortenaukreis, Landkreise Emmendingen, Breisgau-Hochschwarzwald und Freiburg) lag die Zahl der Versicherten, die 2018 ärztlich versorgt wurden, bei 1295. In Baden-Württemberg zählte die AOK erkrankte Versicherte. Männer und Frauen sind dabei in gleichem Maß betroffen.

 

„Ein Blick auf das Alter der Patienten zeigt, dass die Ein- bis Neunjährigen tatsächlich am stärksten betroffen sind“, sagt Tobias Rauber, Leiter des Offenburger Kundencenters der AOK. „Danach nimmt die Zahl der Erkrankungen deutlich ab.“ In der Statistik enthalten sind nur Versicherte, die sich tatsächlich in ambulanter oder stationärer Behandlung befanden. Die Dunkelziffer dürfte nicht unerheblich sein.

 

Die Erkrankung beginnt meist mit roten Flecken, überwiegend im Gesicht. Auf diesem Flecken bilden sich rasch mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen, die anschließend platzen und verkrusten. „Diese honiggelbe Kruste ist das auffälligste Merkmal der Impetigo“, erklärt AOK-Ärztin Gundula Kirtschig. „Die Erkrankung ist hoch ansteckend und wird durch Schmierinfektion übertragen – also ohne direkten Kontakt“. Gerade in Kindergärten und Schulen, aber auch innerhalb der Familie könne sich die Erkrankung schnell ausbreiten. Meist heilt die Flechte ohne weitere Folgen ab – konsequente Behandlung vorausgesetzt. In wenigen Fällen wird nach dem Infekt eine Entzündungsreaktion der Niere beobachtet. Auch diese heilt meist folgenlos aus.

 

„Erst wenn die offenen, eitrigen Hautstellen abgeheilt sind, gilt die Erkrankung als infektiös. Deshalb dürfen Kinder erst wieder nach Abheilung die Kindergärten oder Schulen besuchen“.

 

„Hygiene ist besonders wichtig“, so die Medizinerin. „Es besteht zwar meist kein Juckreiz, Kratzen sollte aber unbedingt vermieden werden da sich die Bakterien sonst schnell weiterverbreiten können. Hände sollten regelmäßig gewaschen werden, Kleidung und Handtücher sollten nicht von mehreren Personen benutzt und nach Gebrauch heiß gewaschen werden“. Desinfektionsmittel können die Hygienemaßnahmen unterstützen. „Eine systematischen Antibiotikabehandlung ist nur schweren oder sehr ausgebreiteten Infektionen vorbehalten“.

 

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news-3901 Thu, 03 Sep 2020 10:03:31 +0200 AOK-Team erhält Verstärkung https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/aok-team-erhaelt-verstaerkung.html Für gleich 18 junge Menschen war am Montag Start in einen neuen Lebensabschnitt. Sie begannen ihre Ausbildung bei der AOK Südlicher Oberrhein. „Je nach Ausbildung werden ihre Wege zwar unterschiedlich sein“, erzählt Miriana Guarisco, Ausbildungsleiterin bei der AOK, „aber alle werden es mit Gesundheit, mit Dienstleistung, Service und Beratung zu tun haben“. 15 Auszubildende haben sich für eine Ausbildung zur bzw. zum Sozialversicherungsfachangestellten entschieden, zwei für die Ausbildung zum Kaufmann/-frau für Dialogmarketing. Für ein duales Studium „Soziale Arbeit im Gesundheitswesen“ hat sich eine Dame entschieden.

 

Insgesamt beschäftigt die AOK Südlicher Oberrhein 41 Auszubildende und 6 Studenten. „Dies entspricht einer Ausbildungsquote von rund neun Prozent“, so die Ausbildungsverantwortliche. Damit zählt die AOK nach eigenen Angaben zu den führenden Ausbildungsbetrieben in der Region. Während ihrer Ausbildung werden die Azubis verschiedene Bereiche an verschiedenen Standorten kennenlernen. Auch an den Standorten in Lahr, Offenburg, Kehl, Achern, Oberkirch und in den Kundencentern im Kinzigtal werden sie während ihrer zwei- bzw. dreijährigen Ausbildung eingesetzt. Nach bestandener Prüfung haben die Azubis gute Chancen, übernommen zu werden. Schon während der Ausbildung können sie sich einen Überblick verschaffen und sich schon mal überlegen, in welchem Bereich sie nach der Prüfung arbeiten wollen. „Wir versuchen, diese Wünsche nach Möglichkeit zu erfüllen“, erklärt Guarisco. Mehr als eine Woche lang werden die künftigen Sozialversicherungsexperten nun erst einmal die Kundencenter in der Region kennenlernen, erfahren schon mal vieles über gesunde Ernährung, besuchen das AOK-Rückenstudio in Offenburg und werden einen Erste-Hilfe-Kurs absolvieren. Alles natürlich unter Beachtung der gebotenen Hygiene-Regeln.

 

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news-3789 Mon, 24 Aug 2020 16:22:45 +0200 Übergewicht bei Kindern: Risiken oft unterschätzt https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/uebergewicht-bei-kindern-risiken-oft-unterschaetzt.html Zu viel Smartphone, zu wenig Bewegung und zu fettreiche Ernährung: Jedes siebte Kind in Deutschland ist zu dick oder krankhaft übergewichtig. Viele werden die Pfunde auch im Alter nicht mehr los. „Vor allem die Entwicklung sehe ich mit Sorge“, berichtet Bettina Dürr, Ernährungsberaterin im AOK-Kundencenter in Offenburg. Im Ortenaukreis waren 2018 394 AOK-versicherte Kinder bis 12 Jahre wegen Adipositas – also krankhaftem Übergewicht – in medizinischer Behandlung. Vier Jahre zuvor waren es noch 330 Kinder. Jungen und Mädchen sind etwa gleichermaßen betroffen. Die Vergleichswerte aus der Region südlicher Oberrhein und aus dem Ländle bestätigen den Trend. Waren am südlichen Oberrhein – die AOK fasst hier die Zahlen aus der Ortenau, den Landkreisen Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald sowie der Stadt Freiburg zusammen – 2014 noch 842 AOK-versicherte Kinder wegen Adipositas in ambulanter oder stationärer Behandlung, wo waren es 2018 bereits 1.153 Kinder. In Baden-Württemberg wurden 2018 10.870 Kinder gezählt (2014: 8.743). „In unserer Statistik können wir nur Kinder erfassen, die tatsächlich in Behandlung waren. Wir haben es sicher mit einer hohen Dunkelziffer zu tun“, schätzt Dürr. Dabei fällt die durchschnittliche Veränderungsrate über die letzten fünf Jahre in der Ortenau mit +0,7 Prozent sehr moderat aus. In Freiburg beträgt die durchschnittliche jährliche Steigerung rund zehn Prozent.

 

Übergewichtige Kinder werden oft gehänselt. „Mitschüler und auch Spielkameraden können oft nur schwer einschätzen, wie sehr sie mit ihrem Verhalten andere Kinder ausgrenzen und verletzen können“, weiß die Ernährungsexpertin. Das könne massive Folgen für die Psyche und das Selbstbewusstsein haben. Zu den körperlichen Folgeerkrankungen einer Adipositas zählen vor allem Störungen des Stütz- und Halteapparats, Bluthochdruck, Stoffwechselstörungen und Diabetes Typ-2. Faktoren, die zu einer Gewichtszunahme beitragen können, gäbe es viele. „Meist liegen die Ursachen in veränderten Lebensbedingungen wie zum Beispiel ein ungeeignetes Lebensmittelangebot und hier auch dem Einfluss von Werbung“, so die AOK-Expertin. Vor allem aber schätzt sie ein geändertes Freizeit- und Spielverhalten und die meist unkontrollierte Mediennutzung problematisch ein. „Haben sich die Kinder früher zum Spielen mit anderen auf der Straße getroffen, so verbringen immer mehr Kinder ihre Freizeit mit ihrem Smartphone, bei Computerspielen oder sie tummeln sich in Netzwerken wie Facebook, Instagram oder WhatsApp. Die Bewegung bleibt auf der Strecke“. Corona dürfte die Situation noch etwas verschärfen. „Viele Kinder meiden die Spiel- und Sportplätze, die Bewegung wird noch mehr eingeschränkt“ ist Bettina Dürr überzeugt. „Und wenn sich zuhause die große Langeweile einstellt, „versüßen“ sich manche Kinder den tristen Alltag und greifen zu Schokoriegel und Co“.

 

Bei der Vorbeugung spielen die Eltern eine besonders wichtige Rolle. „Kinder orientieren sich an Vorbildern und an deren Verhalten“, erklärt Dürr. Das gälte sowohl für das Ess- und Trinkverhalten wie auch für die körperlichen Aktivitäten. „Eltern sollten ihren Kindern vorleben, dass Bewegung und Sport Spaß machen. Bewegung oder sportliche Aktivitäten lassen sich hervorragend in den gemeinsamen Urlaub einbauen, auch die ein oder andere Radtour mit Mama und Papa sorgt für einen bewegten Tag“. Ein gebrauchtes Kinderrad gibt es schon für wenig Geld zu kaufen. Auch Krankenkassen bieten ihre Unterstützung an. Die Ernährungsberater und -beraterinnen der AOK Südlicher Oberrhein beispielsweise beraten und unterstützen Eltern und ihre Kinder bei einer geeigneten und individuellen Ernährungsumstellung.

 

 

 

 

 

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news-3899 Wed, 19 Aug 2020 10:20:07 +0200 AOK fordert gerechte Lastenverteilung https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/aok-fordert-gerechte-lastenverteilung.html Zu seiner ersten Präsenz-Sitzung während der Corona-Pandemie traf sich der Bezirksrat der AOK Südlicher Oberrhein im Europa-Park in Rust. Auf der Agenda ganz oben standen die Auswirkungen der Pandemie und die Mitgliederentwicklung. Auf Einladung von Armin Schmidt, Vorsitzender des Bezirksrates der AOK Südlicher Oberrhein, informierten sich die Mitglieder der Selbstverwaltung über die aktuelle Situation, über gesundheitspolitische Herausforderungen und über die Entwicklung der Versichertenzahlen.

 

Geschäftsführer Wolfgang Schweizer bestätigte, dass die AOK im ersten Halbjahr auf einen deutlichen Überschuss zusteuere. „Durch die Corona-Krise wurden viele planbare Behandlungen und Operationen verschoben, auch mieden viele Versicherte aus Furcht, sich im Wartezimmer anstecken zu können, den Gang zum Arzt oder zum Zahnarzt“. Er machte aber auch deutlich, dass er im zweiten Halbjahr mit deutlich steigenden Leistungsausgaben rechne. „Wir wissen nicht, wie groß die Bugwelle ist, die wir vor uns herschieben“, so der Kassenchef. Außerdem werden Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit negativ zum Finanzergebnis beitragen. Zur Lastenverteilung bei den pandemiebedingten Ausgaben fand Schweizer klare Worte und forderte eine deutlich stärkere Beteiligung der Privaten Krankenversicherung (PKV) an den Kosten. „Gesetzlich Versicherte und damit auch deren Arbeitgeber müssen den größten Teil der Kosten aufbringen“ rügte Schweizer. „Die ausgeweiteten Corona-Tests bei asymptomatischen Patienten, also bei Patienten ohne erkennbare Symptome, werden allein aus dem Gesundheitsfonds bezahlt – selbst für Privatversicherte. Das ist eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung, der die privaten Kassen nur teilweise nachkommen“.

 

Von sehr erfreulichen Entwicklungen berichtete er mit Blick auf die Versichertenzahlen. Trotz Corona überschritt die AOK Baden-Württemberg die Zielmarke von 4,5 Millionen Mitglieder. „Zum ersten Juli zählte die AOK am südlichen Oberrhein über 369.000 Versicherte. Das sind so viele Menschen wie nie zuvor“.

 

Schweizer informierte die Bezirksräte auch über die Beratungssituation vor Ort. Nach dem Lockdown konnte die AOK die meisten ihrer Kundencenter wieder für den Publikumsverkehr öffnen. „Uns war der Schutz der Versicherten und der Mitarbeiterteams von Anfang an sehr wichtig. Deswegen haben wir nach den vorsorglichen Schließungen mit Hochdruck daran gearbeitet, unsere Kundencenter so auszurichten, dass wir sichere Beratungen mit dem erforderlichen Abstand anbieten können“. Dazu gehörten neben den Installationen von Leitsystemen und Schutzwänden aus Plexiglas auch ein funktionierendes Einlassmanagement.

 

 

 

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news-3757 Fri, 24 Jul 2020 14:36:18 +0200 Ortenau: Wenn Sex böse Folgen hat https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/ortenau-wenn-sex-boese-folgen-hat.html Einen starken Anstieg bei Krankheiten, die durch Sex übertragen werden, meldet die AOK Südlicher Oberrhein. In ihrer Statistik beleuchtet sie die Entwicklung von Geschlechtskrankheiten im Ortenaukreis. Die schönste Nebensache der Welt ist nicht ganz ungefährlich. Zumindest dann nicht, wenn man den Partner nicht kennt oder keine Vorsichtsmaßnahmen trifft. 2018 zählt die AOK im Ortenaukreis 625 Versicherte, die wegen einer Geschlechtskrankheit in ärztlicher Behandlung waren. „Das ist der höchste Wert der letzten fünf Jahre“, weiß Pressesprecher Frank Kölble, der sich mit den Zahlen befasst hat. „2014 zählten wir 524 erkrankte Versicherte, dann gingen die Zahlen kontinuierlich nach oben. 2018 gings dann deutlich über die 600er Marke“. Mit Blick auf die benachbarten Landkreise fällt in der Ortenau mit + 2,5 Prozent die höchste jährliche Veränderung im Fünf-Jahreszeitraum auf. Mit 335 erkrankten Versicherten sind Frauen etwas stärker betroffen als Männer (290).

 

Die steigenden Zahlen belegen auch einen Blick auf die Baden-Württemberg-Statistik. Zählte die AOK 2014 im Ländle noch rund 18.500 Versicherte, die wegen einer Geschlechtskrankheit in medizinischer Behandlung waren, so lag die Zahl vier Jahre später knapp 20.800 Betroffenen.

 

Der Schwerpunkt liegt in den Altersgruppen von 20 bis 34 Jahren. Während sich Männer und Frauen in etwas gleichauf befinden, so macht die Altersgruppe 20 – 24 Jahre eine deutliche Ausnahme: „Hier zählen wir ungefähr doppelt so viele erkrankte Frauen wie Männer“, so Kölble.

 

Gemeinsame Merkmale aller sexuell übertragbaren Krankheiten ist die Übertragung der Erreger bei sexuellem Kontakt. „Ursachen können unter anderem Bakterien sein – wie zum Beispiel bei Gonorrhö – im Volksmund Tripper genannt – oder Syphilis“, erklärt AOK-Ärztin Sabine Knapstein. Auch Viren, beispielsweise bei HIV-Infektionen, Pilze oder Parasiten zählen zu den möglichen Krankheitserregern. Sexuell übertragbare Krankheiten können zum Teil zu schweren Folgeschäden führen. So kann zum Beispiel eine Chlamydien-Infektion die Ursache für Unfruchtbarkeit sein, Infektionen mit humanen Papilloma-Viren oder auch mit Hepatitis B können Krebserkrankungen zur Folge haben und eine nicht behandelte HIV-Infektion AIDS.

 

„Oft verursachen sexuell übertragbare Krankheiten keine Beschwerden und bleiben deshalb unbehandelt“, so die Medizinerin. „Zu den häufigsten Anzeichen einer solchen Erkrankung gehören Ausfluss aus Harnröhre oder Scheide, genitale Geschwüre, Schwellungen der Leistengegend oder der Hoden und Unterbauchschmerzen“.

 

Zur Prävention der Ausbreitung sexuell übertragbarer Krankheiten sei es wichtig, frühzeitig und gezielt über Infektionen und Übertragungswege zu informieren. So bieten etwa Kondome einen guten Schutz vor einer Infektion. „Liegt eine sexuell übertragbare Erkrankung vor, sollten möglichst auch die Sexualpartner auf eine Infektion untersucht und gegebenenfalls behandelt werden. Geschlechtsverkehr mit häufig wechselnden Partnern erhöht das Risiko einer Infektion“. Die Ärztin rät dringend dazu, bei Verdacht auf eine Erkrankung einen Arzt aufzusuchen.

 

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news-3758 Fri, 24 Jul 2020 14:36:03 +0200 Südlicher Oberrhein: Syphilis & Co legen deutlich zu https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/suedlicher-oberrhein-syphilis-co-legen-deutlich-zu.html Südlicher Oberrhein. Einen deutlichen Anstieg bei Krankheiten, die durch Sex übertragen werden, meldet die AOK Südlicher Oberrhein. In ihrer Statistik beleuchtet sie die Entwicklung von Geschlechtskrankheiten in der Region. Die schönste Nebensache der Welt ist nicht ganz ungefährlich. Zumindest dann nicht, wenn man den Partner nicht kennt oder keine Vorsichtsmaßnahmen trifft. 2018 zählt die AOK in Freiburg und den Landkreisen Emmendingen, Breisgau-Hochschwarzwald und dem Ortenaukreis 1536 Versicherte, die wegen einer Geschlechtskrankheit in ärztlicher Behandlung waren. „Das ist der höchste Wert der letzten fünf Jahre“, weiß Pressesprecher Frank Kölble, der sich mit den Zahlen befasst hat. „2014 zählten wir 1.362 erkrankte Versicherte, dann gingen die Zahlen kontinuierlich nach oben“. Mit 858 erkrankten Versicherten sind Frauen etwas stärker betroffen als Männer (678).

 

Die steigenden Zahlen belegen auch einen Blick auf die Baden-Württemberg-Statistik. Zählte die AOK im Ländle 2014 noch rund 18.500 Versicherte, die wegen einer Geschlechtskrankheit in medizinischer Behandlung waren, so lag die Zahl vier Jahre später knapp 20.800 Betroffenen.

 

Der Schwerpunkt liegt in den Altersgruppen von 20 bis 34 Jahren. Während sich Männer und Frauen in etwas gleichauf befinden, so macht die Altersgruppe 20 – 24 Jahre eine deutliche Ausnahme: „Hier zählen wir ungefähr doppelt so viele erkrankte Frauen wie Männer“, so Kölble.

 

Gemeinsame Merkmale aller sexuell übertragbaren Krankheiten ist die Übertragung der Erreger bei sexuellem Kontakt. „Ursachen können unter anderem Bakterien sein – wie zum Beispiel bei Gonorrhö – im Volksmund Tripper genannt – oder Syphilis“, erklärt AOK-Ärztin Sabine Knapstein. Auch Viren, beispielsweise bei HIV-Infektionen, Pilze oder Parasiten zählen zu den möglichen Krankheitserregern. Sexuell übertragbare Krankheiten können zum Teil zu schweren Folgeschäden führen. So kann zum Beispiel eine Chlamydien-Infektion die Ursache für Unfruchtbarkeit sein, Infektionen mit humanen Papilloma-Viren oder auch mit Hepatitis B können Krebserkrankungen zur Folge haben und eine nicht behandelte HIV-Infektion AIDS.

 

„Oft verursachen sexuell übertragbare Krankheiten keine Beschwerden und bleiben deshalb unbehandelt“, so die Medizinerin. „Zu den häufigsten Anzeichen einer solchen Erkrankung gehören Ausfluss aus Harnröhre oder Scheide, genitale Geschwüre, Schwellungen der Leistengegend oder der Hoden und Unterbauchschmerzen“.

 

Zur Prävention der Ausbreitung sexuell übertragbarer Krankheiten sei es wichtig, frühzeitig und gezielt über Infektionen und Übertragungswege zu informieren. So bieten etwa Kondome einen guten Schutz vor einer Infektion. „Liegt eine sexuell übertragbare Erkrankung vor, sollten möglichst auch die Sexualpartner auf eine Infektion untersucht und gegebenenfalls behandelt werden. Geschlechtsverkehr mit häufig wechselnden Partnern erhöht das Risiko einer Infektion“. Die Ärztin rät dringend dazu, bei Verdacht auf eine Erkrankung einen Arzt aufzusuchen.

 

 

 

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news-3726 Wed, 17 Jun 2020 14:57:20 +0200 Ortenau: 1683 AOK-Versicherte wegen illegaler Drogen in medizinischer Behandlung https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/ortenau-1683-aok-versicherte-wegen-illegaler-drogen-in-medizinischer-behandlung.html Die Anzahl der Versicherten, die wegen Betäubungsmittelmissbrauch in ambulanter oder stationärer Behandlung waren, steigt stetig – und deutlich. Das zeigt eine Auswertung der AOK Südlicher Oberrhein. Männer deutlich stärker betroffen als Frauen. Die Anzahl der Versicherten, die wegen ihrer Sucht in ärztlicher Behandlung waren, hat in der Ortenau 2018 mit 1683 Versicherten zwar den höchsten Stand der letzten fünf Jahre erreicht, die Steigerungsrate liegt aber deutlich unter dem Landesschnitt. Seit 2014 hat sich der Betroffenen-Anteil im Land um jährlich durchschnittlich 1,4 Prozent erhöht, im gleichen Zeitraum lag der Wert im Landkreis bei 0,8 Prozent. „Der Anteil der Männer mit Suchtproblemen ist mit 1153 Versicherten mehr als doppelt so hoch wie der Anteil der Frauen mit 530 Versicherten“, erklärt Tobias Rauber, Leiter des AOK-Kundencenters in Offenburg. „In der Altersgruppe 15 bis 19 Jahren steigt der Drogenkonsum fast wie von „Null auf hundert“ plötzlich sehr stark an“, erläutert Rauber. „In der Altersgruppe 35 bis 30 Jahren beobachten wir dann den höchsten Ausschlag“. Da die Auswertung nur Versicherte berücksichtigt, die sich in ärztlicher Behandlung befanden, schließt die AOK eine höhere Dunkelziffer nicht aus.

 

Über 15 Millionen Erwachsene im Alter zwischen 18 und 64 Jahren und etwa 477.000 Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren sollen Schätzungen zufolge mindestens einmal in ihrem leben eine illegale Droge konsumiert haben. Dabei nimmt Cannabis in allen Altersgruppen die prominenteste Rolle ein. Illegale Drogen führten zum einen mitunter sehr schnell in eine psychische oder körperliche Abhängigkeit, zum anderen unterlägen die illegal erworbenen Stoffe keiner Kontrolle. Jede Dosis könne durch Verunreinigungen oder Überdosierung unkalkulierbare Risiken für die Gesundheit bedeuten.

 

„Drogen können positive Empfindungen auslösen, weshalb sich ein starkes Verlangen danach entwickeln kann“, berichtet Sarah Seddik. Die 27-jährige ist Teamleiterin des Sozialen Dienstes der AOK in Lahr. Ihr Team unterstützt unter anderem im Ortenaukreis Menschen mit Suchterkrankungen. „Manche Drogen putschen auf, andere beruhigen und entspannen, wieder andere können Halluzinationen auslösen“. Genetische Veranlagungen spielen bei der Risikoerforschung ebenso eine Rolle wie psychologische und soziale Faktoren. „Hinzu kommen oft auch Stress, ein schwaches Selbstbewusstsein, Angststörungen oder Depressionen“, so Seddik. Der Grundstein für eine spätere Suchterkrankung könne bereits in der Kindheit gelegt werden. Beziehungskrisen in Familien und auch Erziehungsstile, die kaum Grenzen setzen oder auch zu streng erzogen wird, können dazu beitragen. „Die gute Nachricht: „Es gibt auch Faktoren, die das Risiko für eine Suchterkrankung senken“, so Seddik. Dazu zählten unter anderem ein gesundes Selbstwertgefühl, das von Eltern und anderen Bezugspersonen gestärkt werden kann. „Eltern die verantwortungsbewusst mit Alkohol, Nikotin und Medikamenten umgehen sind ein gutes Vorbild und bestärken Kinder in ihrer Kompetenz, Probleme zu bewältigen Konflikte zu lösen und auch dem Druck der Gruppe Stand zu halten“.

 

 

 

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news-3727 Wed, 17 Jun 2020 14:56:49 +0200 Breisgau-Hochschwarzwald: 751 AOK-Versicherte wegen illegaler Drogen in medizinischer Behandlung https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/breisgau-hochschwarzwald-751-aok-versicherte-wegen-illegaler-drogen-in-medizinischer-behandlung.html Die Anzahl der Versicherten, die wegen Betäubungsmittelmissbrauch in ambulanter oder stationärer Behandlung waren, steigt. Das geht aus einer Auswertung der AOK Südlicher Oberrhein hervor. Männer deutlich stärker betroffen als Frauen. Die Anzahl der Versicherten, die wegen ihrer Sucht in ärztlicher Behandlung waren, hat im Landkreis 2018 mit 751 Versicherten zwar den höchsten Stand der letzten fünf Jahre erreicht, die Steigerungsrate liegt aber deutlich unter dem Landesschnitt. Seit 2014 hat sich der Betroffenen-Anteil im Land um jährlich durchschnittlich 1,4 Prozent erhöht, im gleichen Zeitraum lag der Wert im Landkreis bei 0,4 Prozent. „Männer machen in der Auswertung mit 465 Versicherten einen deutlich höheren Anteil aus wie die Frauen mit 286 Versicherten“, erklärt Markus Schlegel, Leiter des AOK-Kundencenters in Neustadt. Die Gruppe der 35-39-Jährigen ist am stärksten vertreten.

 

„Manche Drogen beruhigen oder entspannen, andere putschen auf oder lösen Halluzinationen aus“, berichtet Elvira Steinmann. Die 51-Jährige ist Leiterin des Sozialen Dienstes bei der AOK Südlicher Oberrhein. Ihr Team unterstützt unter anderem im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald Menschen mit Suchterkrankungen. „Drogen beeinflussen das Denken, Fühlen oder auch die Wahrnehmung. Der Betroffene verliert schnell die Kontrolle über den Konsum. Der Körper gewöhnt sich an die Droge und benötigt für die gleiche Wirkung eine immer größere Menge.“. Psychologische oder soziale Faktoren aber auch genetische Veranlagungen können bei der Suchtentwicklung eine Rolle spielen. Die gute Nachricht: „Es gibt auch Faktoren, die das Risiko für eine Suchterkrankung senken“, so Steinmann. „Zum Beispiel ein gesundes Selbstwertgefühl oder auch Eltern, die verantwortungsbewusst mit Alkohol, Nikotin und Medikamenten umgehen und ein gutes Vorbild sind“.

 

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news-3904 Tue, 09 Jun 2020 10:04:08 +0200 KundenCenter Kehl nach Sanierung wiedereröffnet https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/kundencenter-kehl-nach-sanierung-wiedereroeffnet.html Das „neue“ Kundencenter in der Hauptstraße 112 hat nach umfangreichen Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen den Betrieb aufgenommen. Der Umbau dauerte rund 15 Monate. „Das alte Gebäude war einfach in die Jahre gekommen“, erklärt Michael Bächle, der das Kundencenter in Kehl leitet. „Der Stand entsprach nicht mehr den aktuellen umwelttechnischen Anforderungen, das Haus war nicht gedämmt und der Energieverbrauch einfach zu hoch“. Außerdem war das IT-Netzwerk veraltet und störanfällig. 

 

Während der Umbauzeit betreuten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Versicherten in Bürocontainern, andere verlegten ihre Arbeitsplätze an die AOK-Standorte Offenburg oder Achern.

 

Das Gebäude wurde komplett saniert, eine moderne Heizungsanlage wurde verbaut. Alle Büroräume wurden technisch auf den neuesten Stand gebracht und der Eingangsbereich wurde verlegt und barrierefrei gestaltet. Auch ein Aufzug steht zur Verfügung. Auf das Thema Datenschutz legten die Bauherren ganz besonderen Wert. „Wir haben die Arbeitsplätze der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ganz bewusst von den Beratungsplätzen getrennt“, so Bächle. „Da lenkt nichts ab, kein Telefon klingelt. Das erhöht die Konzentration auf die Beratung des Kunden“. Und auch die Diskretion konnte so deutlich verbessert werden. Außerdem sorgen nun eine ausreichende Dämmung und eine gute Beschattung auch im Sommer für ein angenehmes Klima.

 

Neben diesen Beratungsplätzen, neben dem Empfangsbereich und der Wartezone gibt es auch einen neuen multifunktionalen Raum, der sowohl für Konferenzen als auch für Schulungen geeignet ist sowie einen Aufenthaltsraum für die Mitarbeiter. Kinder werden sich künftig im neuen Kids-Club bei altersgerechten Spielen die Zeit vertreiben, bis Mama oder Papa alles erledigt haben.

 

In Kehl entstand eines der modernsten Kundencenter in Baden-Württemberg. „Wir wollen unseren Versicherten den Aufenthalt bei uns so angenehm wie möglich gestalten“, freut sich Bächle. In unmittelbarer Nähe befindet sich eine Bushaltestelle, Parkplätze sind vorhanden. Im Wartebereich mit Wasserspender verkürzen Bildschirme mit interessanten Präsentationen die Zeit.

 

Zusammen mit seinen 23 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betreut Michael Bächle in Kehl rund 26.500 Versicherte. Sie kommen aus Kehl, Willstätt und Rheinau sowie aus dem Elsass von Sélestat bis Gambsheim.

 

 

 

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news-3725 Wed, 03 Jun 2020 14:57:55 +0200 Heuschnupfen? Oder doch Corona? https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/heuschnupfen-oder-doch-corona.html Die Beschwerden können anfangs durchaus ähnlich sein. Menschen mit einer Pollenallergie sind in diesen Tagen besonders verunsichert. Auch Heuschnupfen kann zu asthmatischen Beschwerden wie Husten und Atemnot führen – beides Symptome, die auch bei einer Infektion mit dem Coronavirus auftreten können. AOK-Auswertungen zufolge waren im Ortenaukreis im Jahr 2018 über 6000 Menschen wegen Heuschnupfen in ärztlicher Behandlung. Vier Jahre zuvor waren dies 5.500 Versicherte. „Das ist ein deutlicher Anstieg“, erklärt Armin Roth, Leiter des Kundencenters in Lahr. Pollenallergien betreffen sehr viele Menschen. In Baden-Württemberg wurden 2018 deshalb 216.450 AOK-Versicherte behandelt. Auch hier ist die Tendenz stark steigend. In den Nachbarkreisen Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald erfasste die AOK 2018 2.791 bzw. 3.125 behandelte Versicherte.

 

„Eine typische Heuschnupfenreaktion sind gereizte Augen und eine laufende Nase“, klärt AOK-Ärztin Sabine Knapstein auf. „Am besten ist es, die Auslöser, sofern diese bekannt sind, zu meiden“. Sie rät auch zu einem Blick in den Pollenflugkalender. Gerade im Frühjahr sei die Pollenkonzentration besonders hoch. Sie empfiehlt, im Auto die Fenster geschlossen zu halten und sich vor dem Schlafengehen die Haare zu waschen. Hilfreich seiden zudem Pollenschutzgitter an den Wohnungsfenstern.

 

Auch ein Asthmaanfall kann durch eine Pollenallergie ausgelöst werden. Ein pfeifendes Geräusch beim Ausatmen, Atemnot, Engegefühl in der Brust oder Husten können typische Symptome sein. „Wer verunsichert ist, der sollte mit seinem Arzt Kontakt aufnehmen“, rät Roth. „Er wird auch entscheiden, ob ein COVID-19-Test sinnvoll ist“. Menschen mit Asthma sind häufig der Meinung, auf Sport verzichten zu müssen. „Wichtig ist, dass das Asthma gut kontrolliert wird und die Belastung nicht zu hoch ist“. Studien würden darauf hinweisen, dass Sport und Bewegung, die an die eigene Fitness angepasst werden, Asthmabeschwerden sogar auf Dauer verringern können.

 

Bei Kindern bleiben Allergien oft zu lange unerkannt. „Je früher man aber die richtige Diagnose stellt und eine Behandlung einleitet, desto besser lassen sich viele Allergien beeinflussen“, so Knapstein. Sie rät daher bei entsprechenden Symptomen mit kleinen Kindern frühzeitig den Haus- oder Kinderarzt aufzusuchen.

 

 

 

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news-3905 Wed, 27 May 2020 10:04:39 +0200 In Zell in neuen Räumen https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/in-zell-in-neuen-raeumen.html Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit bezog das AOK-Kundencenter in Zell neue Räume. Seit wenigen Tagen sind die Kundenberater in der Hauptstraße 14 für ihre Versicherten persönlich erreichbar – wenn auch zur Zeit coronabedingt noch eingeschränkt. Für den Besuch ist aktuell eine telefonische Terminvereinbarung erforderlich. „Wir hatten uns den Start in unserem neuen Kundencenter schon anders vorgestellt“, erklärt Martin Fester, Leiter des Kundencenters in Zell. „Wir hatten eine kleine Eröffnungsfeier geplant, aber das Kontaktverbot hat unsere Pläne leider durchkreuzt“, bedauert er. Jetzt freut sich Fester und sein Team darauf, wieder persönlich beraten zu dürfen. Die AOK Südlicher Oberrhein hatte im März zum Schutz der Versicherten und der Mitarbeiter alle Kundencenter vorsorglich geschlossen. Jetzt öffnet die AOK ihre Standorte schrittweise wieder für den persönlichen Kundenkontakt. „Wir bitten alle, die uns besuchen möchten, unter der Telefonnummer 0781 2035 1858 einen Termin zu vereinbaren“.

 

Die AOK zog in die Hauptstraße, weil in den alten Räumlichkeiten Beratungen, Datenschutz und Diskretion schwer vereinbar waren. „Die Anforderungen sind hier in den letzten Jahren deutlich gestiegen“, erklärt Fester. „Die gebotene Diskretion sicher zu stellen ist uns ein ganz wichtiges Anliegen. Da passen Großraumbüros, in denen Versicherte ja auch beraten werden, nicht mehr so recht in die heutige Zeit“. Die neuen Räume werden diesen Wünschen gerecht.

 

Im neuen Kundencenter hat die AOK gläserne und schalldichte Beraterkabinen eingerichtet, in denen die Kundenberater sich ganz individuell und diskret um die Fragen und Wünsche der Versicherten kümmern können. Auch sind in den neuen Räumlichkeiten Arbeits- und Beratungsplätze strikt getrennt. „So werden die Kundenberater nicht durch Telefon abgelenkt, können ihre ganz Aufmerksamkeit auf den Kunden legen und sich voll und ganz auf die Beratung zu konzentrieren“, ist Fester überzeugt. „Dies ist Voraussetzung für eine hohe Beratungsqualität“. Versicherte, die nur etwas abgeben möchten, können dies ohne zu Warten schnell und bequem an der Information erledigen. Das Kundencenter in der Hauptstraße ist barrierefrei. Auch Versicherte mit Handicap, im Rollstuhl oder mit Kinderwagen finden sich gut zurecht, die Toiletten sind nun behindertengerecht ausgestaltet. Eine Spielecke für kleine Besucher und gute Parkmöglichkeiten stehen ebenfalls zur Verfügung.

 

Gemeinsam mit seinem Team betreut Martin Fester rund 14000 Versicherte in Zell, Gengenbach, Ohlsbach, Biberach und Berghaupten. Das KundenCenter Zell ist eines von 21 KundenCentern in der Region am südlichen Oberrhein.

 

Bitte beachten: Zum Schutz der Kunden und der AOK-Mitarbeitenden in Zeiten des Corona-Virus wird auf die Abstandsregel von mindestens 1,5 Metern geachtet, zusätzlichen Infektionsschutz im Beratungsgespräch bieten transparente Plexiglasscheiben. Die Versicherten werden in Anlehnung an die Verordnung der Landesregierung aufgefordert, ihren Mund-Nasen-Schutz zum Termin mitzubringen.

 

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news-3728 Mon, 25 May 2020 14:42:48 +0200 Zecken: Ortenau ist Hochrisikogebiet https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/zecken-ortenau-ist-hochrisikogebiet.html Wer sich gerne in der freien Natur aufhält, sollte anschließend genauer hinschauen. Denn die Gefahr, nach einem Zeckenbiss zu erkranken, ist in der Region hoch. Die Ortenau zählt zu den Hochrisikogebieten. Gerade nach milden Wintern sind die Zecken auch immer wieder ganzjährig aktiv. „Kommt es zu einer Infektion durch ein FSME-Virus, kann es zunächst zu grippeähnlichen Beschwerden wie Fieber oder Kopfschmerzen kommen“, erklärt AOK-Ärztin Dr. Ariane Chaudhuri. Diese können den Beschwerden nach einer Corona-Infektion durchaus ähneln. „Meist heilt die FSME zwar wieder ohne bleibende Schäden aus, ist aber das zentrale Nervensystem oder das Rückenmark betroffen, kann es zu bleibenden Schäden kommen“.

 

Während man sich gegen FSME mit einer Impfung schützen kann, kann Borreliose nur nachträglich mit Antibiotika behandelt werden. Die AOK Südlicher Oberrhein hat sich die Zahlen angeschaut. Wie AOK-Sprecher Frank Kölble mitteilt, ist die Zahl der Borreliose-Erkrankungen in der Ortenau im 5-Jahresvergleich auf dem höchsten Stand. 2014 zählt die AOK 613 Versicherte, die sich in ärztlicher oder stationärer Behandlung befanden, 2018 waren dies 784 Erkrankte. Dies entspricht im 5-Jahresvergleich einer Veränderungsrate von + 4,8 Prozent. Am meisten betroffen sind die Altersgruppen der 50- bis 69-Jährigen.

 

Monate oder gar Jahre nach der Borrelien-Infektion kann es zu Gelenkentzündungen als späte Folge einer unbehandelten Borreliose kommen. Auch Entzündungen oder Rhythmusstörungen des Herzens oder eine Entzündung des Gehirns und Rückenmarks werden beobachtet. Meist fällt es den Erkrankten nach so einem langen Zeitraum schwer, die Beschwerden mit einem Zeckenbiss in Verbindung zu bringen.

 

Die AOK warnt davor, das Borreliose-Risiko zu unterschätzen. In Baden-Württemberg zählte die AOK 2018 über 17.000 an Borreliose erkrankte Versicherte, exakt 9.741 Frauen und 7.438 Männer. Auch im Land ist die Tendenz steigend. In der Region am südlichen Oberrhein, also dem Ortenaukreis, den Landkreisen Emmendingen, Breisgau-Hochschwarzwald und der Stadt Freiburg erfasste die AOK-Statistik 1.356 erkrankte Versicherte. Die benachbarten Landkreise sind deutlich weniger betroffen: im Landkreis Emmendingen waren es 224 AOK-Versicherte, im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald 221 und in Freiburg 127.

 

Gerade Menschen, die sich viel im Wald und auf Wiesen aufhalten, wie Wanderer oder Pilzesammler, sollten sich dieses Risikos bewusst sein und sich schützen. Die Ärztin rät, bei Wanderungen und Spaziergängen in hohem Gras geschlossene Schuhe, lange Hosen und lange Ärmel zu tragen – auch wenn es draußen warm ist. „Wer helle Kleidung trägt hat bessere Chancen, darauf eine Zecke zu erkennen“. Nach dem Aufenthalt im Freien sollte immer kontrolliert werden, ob sich Zecken an Kleidung oder Körper festgesetzt haben. Auch wenn man Zeckenspray verwendet. Besonders bevorzugen Zecken Stichstellen am Haaransatz, an Ohren, Hals, Achseln, Ellenbeugen, Bauchnabel, Genitalbereich oder Kniekehlen. Hat sich eine Zecke festgebissen, dann sollte diese so schnell wie möglich entfernt werden. Am besten geht das mit einer Zeckenkarte. Bei einer Zeckenzange oder einer Pinzette besteht die Gefahr, dass die Zecke gequetscht wird und diese evtl. gefährliche Körperflüssigkeit in die Wunde gibt. Dann sollte die Wunde ein paar Tage beobachtet werden. „Wer eine kreisförmige Rötung der Haut um die Stichstelle feststellt, der sollte unbedingt zum Arzt gehen“, empfiehlt die Medizinerin.

 

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt Menschen in Baden-Württemberg eine entsprechende Impfung. Schützende Antikörper werden nach etwa 7 bis 14 Tagen gebildet. Deshalb wird eine nachträgliche Impfung mit großer Wahrscheinlichkeit eine Infektion nicht verhindern können. Die Kosten der FSME-Impfung wird von den Krankenkassen bezahlt.

 

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news-3724 Mon, 04 May 2020 13:38:59 +0200 Plötzliche Homeoffice https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/ploetzliche-homeoffice.html AOK gibt Tipps wie das Arbeiten zuhause nicht zum Desaster wird Nie arbeiteten so viele Menschen im Homeoffice wie seit Beginn der Corona-Pandemie. Das ist für viele einer der größten Vorteile, die durch die digitale Arbeitswelt ermöglich wurden. Das Arbeiten im Heimbüro hilft dabei, direkte Kontakt zu Kolleginnen und Kollegen oder zu Pendlern in öffentlichen Verkehrsmitteln zu vermeiden. Sie schützen damit sich selbst, aber auch viele andere Menschen. Viele Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern an, sich zuhause das Wohnzimmer zum Büro zu machen und den Gang in die Firma zu meiden. Aber das einsame Arbeiten zuhause hat auch Nachteile und so mancher wünscht sich an seinen Arbeitsplatz im Büro zurück. Tobias Haller leitet das Gesundheitsteam der AOK Südlicher Oberrhein. Er verrät, auf was man achten sollte.

 

„Für viele Beschäftigte kam die Anweisung ihres Chefs ganz plötzlich“, weiß Haller. Sie hatten kaum Zeit, sich darauf vorzubereiten und sich zuhause einzurichten. Das ist für viele eine große Umstellung. Laut einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung waren 79 Prozent der Deutschen bisher kaum oder gar nicht auf die Arbeit im Homeoffice vorbereitet. „Plötzlich sitzt man allein vor seinem Laptop, die Kinder rennen um einen rum und im Wohnzimmersessel sitzt man zwar gemütlich vor dem Fernseher, aber zum Arbeiten ist der eher ungeeignet“. Um wirklich konzentriert arbeiten zu können, sollte man einen Arbeitsplatz einrichten, der etwas abseits liegt. Bei der Wahl sollte man darauf achten, dass Arbeit und Freizeit auch räumlich getrennt sind. „Es gehört viel Disziplin dazu, mit seiner frei verfügbaren Zeit umzugehen“, weiß Haller nur zu gut. Auch er verbringt in diesen Tagen einen Großteil seiner Arbeitszeit in den eigenen vier Wänden. Wichtig ist, dass man sich selbst Regeln auferlegt: Arbeitszeiten festlegen, Arbeitspakete definieren und Zeitpläne erstellen. Das ist deshalb wichtig, weil das Arbeiten zuhause flexiblere Arbeitszeiten erlaubt. Man kann mit dem Hund Gassi gehen, kann den Rhythmus der Kinder berücksichtigen und auch dann arbeiten, wenn man normalerweise Feierabend macht. Aber genau diese Freiheit birgt auch die Gefahr in sich, dass man Job und Privatleben nicht klar trennt – die Grenzen verwischen. „Wenn jemand am Sonntagvormittag eine E-Mail schickt, sollte er nicht erwarten, dass diese am Sonntag auch beantwortet wird. Das sollte man innerhalb des Teams klar formulieren“. Einer AOK-Studie unter 2000 Beschäftigten zufolge klagen fast 75 Prozent der Beschäftigten, die zuhause arbeiten, über Erschöpfung, Konzentrationsprobleme oder Schlafstörungen, ein Drittel gibt an, nach Feierabend nicht abschalten zu können. Die Freiheit, seine Arbeitszeit frei zu gestalten, hat also nicht nur Vorteile. Der Studie zufolge legt jeder Dritte einen Teil seiner Arbeitszeit auf den Abend oder ins Wochenende. „Anhaltender Stress ist ein schlechter Berater im Homeoffice. Denn er schwächt erwiesenermaßen das Immunsystem und begünstigte Herzprobleme und psychische Erkrankungen“.

 

Der Gesundheitsexperte rät dazu, zuhause einen „normalen“ Arbeitstag zu simulieren. „Niemand wird auf die Idee kommen, sich zuhause in Anzug und Krawatte ans Notebook zu setzen – aber der Schlafanzug wird sicher nicht dabei helfen, „in die Gänge zu kommen“ und so konzentriert zu arbeiten, wie man das auch im Büro machen würde“, ist Haller überzeugt. Er empfiehlt auch, sich im Team nicht nur über E-Mails auszutauschen, sondern öfters zum Telefonhörer zu greifen. „Mit den Kollegen sprechen – das ist nicht nur gut für die Zusammenarbeit und den Teamgeist – es kann auch dabei helfen, Stress abzubauen“.

 

Und er warnt davor, dass zu wenig Bewegung in den Arbeitstag eingebaut wird. Bei der Arbeit zuhause sollte man Pausen wichtig nehmen. Das ginge oft unter. Auch wenn man zuhause ist sollte man sich bewusst machen: Homeoffice ist richtige Arbeit.

 

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news-3568 Tue, 07 Apr 2020 17:50:21 +0200 Corona-Krise: AOK baut Online-Kundencenter aus https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/corona-krise-aok-baut-online-kundencenter-aus.html Um die Kommunikation mit ihren Versicherten in der Corona-Krise zu erleichtern, setzt die AOK auf kontaktlose Kundenberatung und baut die Kapazitäten bei der telefonischen und Online-Beratung aus. „Das scheint auf den ersten Blick im Widerspruch zu stehen zu unserem Gesundnah-Versprechen“, erklärt Wolfgang Schweizer, Geschäftsführer der AOK Südlicher Oberrhein, die, um ihre Versicherten und Mitarbeiter vor Infizierungen zu schützen, ihre Kundencenter vorsorglich für den Publikumsverkehr geschossen hat. „Unter dem Begriff verstehen wir aber nicht ausschließlich räumliche Nähe, immer verbinden wir damit auch die emotionale Nähe zu unseren Versicherten. Auch wenn Abstand-Halten das Gebot der Stunde ist – man kann Menschen auch sehr nahe sein, wenn sie nicht direkt vor einem stehen oder sitzen“.

 

Neue Funktionalitäten des Online-KundenCenters „Meine AOK“ würden die Möglichkeiten für die Versicherten deutlich erweitern und eine bequeme Kommunikation ermöglichen. Die Registrierung sei einfach, trotzdem ist die AOK davon überzeugt, dass durch ein besonderes Verfahren zur Authentifizierung die Daten schnell und sicher übermittelt werden. Nach der Registrierung, bei der die Kundenberater auf Wunsch telefonisch behilflich sind, können persönliche Daten wie zum Beispiel Adresse, Telefonnummer oder Bankverbindung selbst geändert werden. Auch Dokumente, wie Krankmeldungen oder Anträge, können Versicherte mit dem Smartphone fotografieren und bequem zur AOK „schicken“.

 

„Der Upload eines Bildes oder die Bestellung einer neuen elektronischen Gesundheitskarte sind Funktionen, die von den Versicherten ebenfalls gerne genutzt werden und inzwischen über alle Endgeräte zur Verfügung stehen“, berichtet Schweizer. Seit Anfang April sei dies auch über die App mit dem Smartphone möglich. Im persönlichen Postfach auf „Meine AOK“ können Kunden direkt Fragen stellen und Kundenberater haben die Möglichkeit Dokumente mit den Versicherten auszutauschen und bereitzustellen, wie zum Beispiel eine Ersatzbescheinigung für die Gesundheitskarte. Digitale Anträge und Bescheinigungen, wie zum Beispiel die Befreiung von der gesetzlichen Zuzahlung, der Antrag zur Aufnahme von Familienversicherten und die Beitragsbescheinigung für das Finanzamt sind weitere Funktionen des Online-KundenCenters.

 

„Meine AOK“ schaffe zusätzliche Transparenz durch die schnelle Einsicht in Versicherungs- und Entgeltzeiten und informiere zu abgerechneten Leistungen von Leistungserbringern.

 

Im letzten Jahr hat sich die Zahl der registrierten Nutzern AOK-Angaben zufolge auf über 125.000 Personen nahezu verdoppelt. Wöchentlich registrieren sich rund 2.800 Versicherte neu über die Website www.meine.AOK.de oder die gleichnamige App, die kostenlos im Google Play Store sowie im App-Store von Apple verfügbar ist.

 

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news-3557 Tue, 31 Mar 2020 15:42:21 +0200 Corona-Pandemie: Patientensicherheit steht in Arzneimittelversorung an erster Stelle https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/corona-pandemie-patientensicherheit-steht-in-arzneimittelversorung-an-erster-stelle.html Die Corona-Pandemie stellt die deutsche Öffentlichkeit in diesen Tagen vor ungewohnte Herausforderung. Volker Przibilla, Leiter des Bereichs Versorgungsmanagement bei der AOK Südlicher Oberrhein, ist davon überzeugt, dass die Apotheken vor Ort auch in Zeiten der Corona-Krise ein verlässlicher Partner für die Menschen in der Region bleiben. Mindestens ein Wochenbedarf im Voraus halte jede Apotheke vor, und täglich werden sie zudem neu beliefert. Sollte es in Ausnahmesituationen vorkommen, dass der Wochenbedarf eines bestimmten Präparats in sehr kurzer Zeit abgegeben wurde, bedeute das für betroffene Patienten kein Versorgungsproblem. „Mit der AOK konnte der Landesapothekerverband vereinbaren, dass wir, wenn der Vorrat an einem bestimmten Arzneimittel erschöpft ist, eine Alternative wählen können“, erklärt Christian Weber, Inhaber der Rohan-Apotheken in Ettenheim, Seelbach, Oberkirch und Kehl. Das gelte sowohl für rabattierte als auch für nicht rabattierte Arzneimittel. „Damit ersparen wir den Patienten einen zweiten Gang in die Apotheke und minimieren auch das Ansteckungsrisiko“, so Przibilla. Aktuell leisten die Rabattverträge einen wichtigen Beitrag, um die Versorgung der Apotheken und somit der Versicherten auch weiterhin zu gewährleisten. Denn in Apotheke sind primär rabattierte Arzneimittel vorrätig.

 

Kann die verordnete Packungsgröße aufgrund einer Nichtverfügbarkeit nur durch die Abgabe mehrerer kleiner Packungen erreicht werden, so kann die Apotheke auch diese abgeben – der Versicherte zahlt lediglich die Zuzahlung der verordneten Packung. „Die AOK hat auch verstanden, dass wir in diesen Tagen besonders viele Medikamente nach Hause liefern“, erklärt Weber. Dieser Botendienst soll erkrankten und oft auch älteren Menschen, die besonders risikobehaftet sind, den Weg in die Apotheke ersparen um so weitere Infektionen zu vermeiden. „Dieser sehr aufwändige Botendienst wird von der AOK mit einer Pauschale besonders vergütet. Ich wünschte mir, andere Krankenkassen würden diesem Beispiel folgen“, so der Apotheker

 

 

 

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news-3460 Thu, 19 Mar 2020 13:37:11 +0100 Ortenau: Im Durchschnitt 10,7 Tage arbeitsunfähig https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/ortenau-im-durchschnitt-107-tage-arbeitsunfaehig.html AOK analysiert Krankenstand im Ortenaukreis Der Krankenstand im Ortenaukreis lag im vergangenen Jahr bei 5,3 Prozent – und liegt damit genauso hoch wie ein Jahr zuvor. Im direkten Vergleich liegt er etwas über dem Krankenstand im Landkreis Emmendingen (4,9 Prozent) und dem im Landkreis Breisgau Hochschwarzwald (4,4 Prozent). Das geht aus dem Gesundheitsbericht der AOK Südlicher Oberrhein hervor, den die Krankenkasse auf der Basis ihrer Versicherten erstellt. Im Beobachtungszeitraum 2019 betrug der Krankenstand in Baden-Württemberg 5,2 Prozent, bundesweit lag er bei 5,4 Prozent. Die volkswirtschaftlichen Kosten für die krankheitsbedingen Fehlzeiten in Deutschland schätzt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin im Jahr 2018 auf ca. 145 Mrd. Euro. Neben diesen finanziellen Auswirkungen haben Fehlzeiten für Unternehmen und deren Mitarbeiter oft besondere organisatorische, soziale und ganz persönliche Belastungen zur Folge.

 

Die durchschnittliche Krankheitsdauer je Erkrankungsfall lag im vergangenen Jahr bei 10, 7 Tagen, die Arbeitsunfähigkeitsquote betrug 57,6 Prozent (2018 58,3 Prozent). „Das bedeutet, dass 57,6 Prozent der Beschäftigten mindestens einmal arbeitsunfähig geschrieben waren“, erklärt Tobias Rauber, Leiter des KundenCenters in Offenburg. Am vollsten waren die Wartezimmer in den Arztpraxen in den Monaten Februar und März, am wenigsten los war in den Ferienmonaten August und September.

 

Der Anteil der Kurzzeiterkrankungen lag – nach Arbeitsunfähigkeitsfällen berechnet, bei 40,8 Prozent. Die Langzeiterkrankungen machen lediglich 3,5 Prozent der Krankheitsfälle aus, sie umfassen allerdings 41,3 Prozent aller Ausfalltage. Der Anteil der Arbeitsunfälle beträgt im Ortenaukreis 3 Prozent. Die meisten Arbeitsunfälle finden sich in der Branche Land- und Forstwirtschaft, gefolgt vom Baugewerbe, der Branche Energie/Wasser/Entsorgung sowie Verkehr/Transport.

 

Mit einem Anteil von über 22 Prozent an allen Ausfalltagen spielen die Muskel-Skelett-Erkrankungen – dazu zählen insbesondere die Rückenbeschwerden - nach wie vor eine große Rolle. Dann folgen bereits die psychischen Erkrankungen mit 11,6 Prozent und die Atemwegserkrankungen mit 11,2 Prozent. „Damit haben sich die psychischen Erkrankungen an den Atemwegserkrankungen vorbei auf Platz zwei geschoben“, so Tobias Rauber. Er sieht einen Grund darin, dass viele keine klare Trennung zwischen Arbeit und Freizeit hin bekommen. „Man ist kaum zuhause, werden noch kurz berufliche E-Mails gelesen oder man nimmt sich am Wochenende Aufgaben vor und setzt sich an den Rechner. Dabei verlieren viele die Balance. Sie klagen dann über Kopfschmerzen oder Erschöpfungszustände“. Sein Tipp: „Laptop und Smartphone einfach mal ausschalten“.

 

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news-3459 Tue, 17 Mar 2020 13:18:54 +0100 Breisgau-Hochschwarzwald: Jeder Beschäftigte fehlt 16 Tage im Jahr https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/breisgau-hochschwarzwald-jeder-beschaeftigte-fehlt-16-tage-im-jahr.html Psychische Erkrankungen weiter auf dem Vormarsch Der Krankenstand im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald lag im vergangenen Jahr 4,4 Prozent und entspricht exakt dem Krankenstand 2018. Damit liegt er deutlich unter dem bundesweiten Krankenstand von 5,4 Prozent und dem landesweiten mit 5,2 Prozent. Dies hat die AOK auf Grundlage der Krankmeldungen ihrer Versicherten im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald berechnet. „Von 1000 Beschäftigten im Landkreis waren im letzten Jahr an jedem Tag 44 arbeitsunfähig erkrankt“, erklärt Mirko König, der als Leiter des AOK-Kundencenters in Breisach für das AOK-Netzwerk Breisach, Bad Krozingen, Müllheim, Hinterzarten und Titisee-Neustadt verantwortlich ist. Auch der Vergleich der Arbeitsunfähigkeitsquoten fällt im Landkreis günstiger aus. „Mit 47 Prozent war knapp jeder Zweite im Kreis mindestens einmal krankgeschrieben. Im Vergleich: Landesweit trugen 55,8 Prozent der Beschäftigten zum Krankenstand bei, bundesweit waren es 52,8 Prozent. Die durchschnittliche Krankheitsdauer je Erkrankung lag im Kreis bei 11,5 Tagen.

 

Am meisten los in den Arztpraxen war in den Monaten Februar und März, am wenigsten im Urlaubsmonat August.

 

Der Anteil der Kurzzeiterkrankungen lag – nach Arbeitsunfähigkeitsfällen berechnet – bei 38,4 Prozent, gefolgt von den Krankheiten zwischen vier bis sieben Tage mit 32,5 Prozent. Die Langzeiterkrankungen dagegen verursachen über 45 Prozent der Ausfalltage.

 

Die Statistik nach Krankheitstagen wird von den Muskel-Skelett-Erkrankungen angeführt (23 Prozent aller Ausfalltage), gefolgt von den Erkrankungen der Psyche (12,8 Prozent) und den Atemwegserkrankungen (11,0 Prozent). „Schaut mal auf die Anzahl der Erkrankungsfälle, dann findet man mit 23,6 Prozent den höchsten Anteil bei den Erkrankungen der Atemwege, gefolgt von den Muskel-Skelett-Erkrankungen mit 15,5 Prozent. Die meisten Arbeitsunfälle weist die Statistik in den Betrieben der Land- und Forstwirtschaft aus. Dann folgen Baugewerbe und die Branchen Energie/Wasser/Entsorgung sowie Verkehr/Transport.

 

Aufgrund der vielen Ausfalltagen bei den Muskel-Skelett-Erkrankungen spielen diese für die AOK weiterhin eine große Rolle. Aber auch die psychischen Belastungen können positiv beeinflusst werden, ist Fabian Singler, Leiter Betriebliches Gesundheitsmanagement bei der AOK Südlicher Oberrhein, überzeugt. „Es ist auffallend, dass diese Gruppe größer wird“. Für ihn steht fest, dass es viele nicht schaffen, Arbeit und Freizeit zu trennen. „Die Digitalisierung ermöglicht, auch am Abend oder am Wochenende zuhause zu arbeiten. Man liest E-Mails und glaubt, immer und überall erreichbar sein zu müssen“, so der Gesundheitsexperte. „Dabei bleibt oft die Balance auf der Strecke. Kopfschmerzen, Niedergeschlagenheit und Erschöpfungszustände sind die Folge“. Er rät dazu, PC, Tablett und Smartphone einfach mal abzuschalten.

 

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news-3456 Mon, 16 Mar 2020 11:37:07 +0100 AOK schließt vorübergehend KundenCenter https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/aok-schliesst-voruebergehend-kundencenter.html AOK Baden-Württemberg konzentriert Kundenkontakte auf Telefon und Internet

Gesundheit geht vor. Die AOK schießt vorsorglich alle Kundencenter für den Publikumsverkehr, nachdem das Robert-Koch-Institut weitere Regionen zum COVID-19-Risikogebiet erklärt hat und sich die Risikolage weiter verschärft hat. Die Versicherten werden telefonisch und per E-Mail betreut. Wie die AOK Südlicher Oberrhein mitteilt gilt dies auch für die 22 Kundencenter im Ortenaukreis, dem Landkreis Emmendingen, dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und der Stadt Freiburg. Ziel ist es, die Verbreitung des Virus einzudämmen. Die AOK ist unter der zentralen Servicenummer 0781 2035 1858 oder den auf den Aushängen an den Kundencentern angegebenen Nummern erreichbar. Auf ihrer Website www.aok.de/bw/ hat die AOK auch viele Informationen zum Thema eingestellt.

 

 

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news-3457 Wed, 11 Mar 2020 12:45:30 +0100 Ungesunder Lebensstil geht an die Nieren https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/ungesunder-lebensstil-geht-an-die-nieren.html Im Ortenaukreis steigt die Zahl der Menschen, die an einer Niereninsuffizienz, also an einer eingeschränkten Nierenfunktion, leiden, stark an. Waren 2014 noch 5.600 Versicherte betroffen, so stieg die Zahl auf mittlerweile über 8.300 Versicherte an. Dies entspricht auf fünf Jahre betrachtet einem Anstieg von rund neun Prozent. Das zeigt eine Statistik der AOK Südlicher Oberrhein auf der Basis ihrer Versicherten. Da Erkrankte eine chronische Nierenerkrankung oft erst durch Beschwerden durch Folgeerkrankungen in Erwägung ziehen und dadurch eine Erkrankung oft sehr spät diagnostiziert wird, geht die AOK von einer nicht unerheblichen Dunkelziffer aus.

 

Von einer Nierenschwäche oder Niereninsuffizienz sprechen Ärzte, wenn die Nierenfunktion abnimmt. Dabei unterscheidet die Medizin zwischen einer akuten Niereninsuffizienz, wie sie beispielsweise bei einer Vergiftung entstehen kann, und einer chronischen Niereninsuffizienz. Darum handelt es sich, wenn die Nieren länger als drei Monate nur eingeschränkt arbeiten oder sie dauerhaft geschädigt sind. Dann kann das Blut nicht mehr ausreichend gereinigt werden, Abfall- und Giftstoffe sammeln sich langsam im Körper an. „Unsere Nieren sind kleine wahre Kraftpakete und reinigen Tag für Tag rund 1.700 Liter Blut“, erklärt AOK-Ärztin Sabine Knapstein. „Aber sie regulieren auch den Wasserhaushalt, beeinflussen Blutdruck, Knochenstoffwechsel und Blutbildung. Sie sorgen dafür, dass Gift- und Abfallstoffe mit dem Urin ausgeschieden werden. Wertvolle Stoffe wie Eiweiße, Salze und Wasser holt die Niere zurück ins Blut“. Wenn dieses System geschädigt wird oder gar versagt, wird es lebensbedrohlich.

 

Insgesamt sind Frauen etwas häufiger betroffen als Männern. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko einer Nierenschwäche. Auch im Land wird ein Anstieg von Versicherten mit Niereninsuffizient beobachtet. Insgesamt zählt die AOK in Baden-Württemberg 2018 über 204.000 erkrankte Versicherte, davon rund 110.600 Frauen und etwas 94.500 Männer.

 

Zu den Risikofaktoren, die zur Entstehung einer chronischen Niereninsuffizienz beitragen können, zählen unter anderem starkes Übergewicht, Rauchen und starker Alkoholkonsum. Auch Diabetes und Bluthochdruck können zu einer eingeschränkten Nierenfunktion führen. „Aber auch Medikamente können das Nierengewebe schädigen“, so die Medizinerin. „Dazu zählen zum Beispiel bestimmte frei verkäufliche entzündungshemmende Schmerzmittel, die immer wieder oder über einen längeren Zeitraum hinweg eingenommen werden“. Die gute Nachricht: „Ein gesunder Lebensstil kann das Fortschreiten der Erkrankung auch dann beeinflussen, wenn die Nieren bereits geschädigt sind. Wer mit dem Rauchen aufhört, auf seine Blutzucker- und Blutdruckwerte achtet, sich regelmäßig bewegt und Übergewicht abbaut, der ist auf einem guten Weg, die Nieren vor einem weiteren Funktionsverlust zu schützen“.

 

Um Versicherte mit chronischen Nierenerkrankung bestmöglich zu unterstützen, haben die AOK und der Arztverband MEDI in Zusammenarbeit mit dem Verbund nephrologischer Praxen in Baden-Württemberg einen Facharzt-Vertrag geschlossen, der zum 1. April startet. Dieser fördert die umfassende Beratung und Unterstützung durch den Nieren-Facharzt in enger Abstimmung mit dem Hausarzt. Damit sollen frühzeitig dauerhafte Schädigungen erkannt und Spätfolgen vermieden werden. Auch in der Ortenau wird dieses Versorgungsprogramm umgesetzt.

 

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news-3441 Fri, 14 Feb 2020 16:01:44 +0100 Immer mehr Menschen mit Pflegebedarf / AOK erhebt Zahlen im Ortenaukreis https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/immer-mehr-menschen-mit-pflegebedarf-aok-erhebt-zahlen-im-ortenaukreis.html 10.900 pflegebedürftige Versicherte zählt die AOK Südlicher Oberrhein im Ortenaukreis. 2014 waren dies noch 8.735 Versicherte, drei Jahre später wurde die Marke von 10.000 überschritten. „Wir beobachten, dass der Anteil der Menschen mit Pflegebedarf kontinuierlich und deutlich steigt“, berichtet Ralph Schlegel, Leiter des Competencecenters Pflege bei der AOK. 2014 entsprach dieser Wert einem Anteil von 5,9 Prozent an allen Versicherten, heute sind es bereits über 6,7 Prozent. Daraus errechnet sich in der Fünf-Jahres-Betrachtung eine Steigerung von fünf Prozent „Eine Versorgung ohne die Leistungen, aus der Pflegeversicherung ist heute nicht mehr vorstellbar“, so Schlegel. Dabei ist die Pflegeversicherung als jüngste Säule der Sozialversicherung vor gerade einmal 25 Jahren eingeführt worden. „Das war der richtige Schritt, um den Herausforderungen der demografischen Entwicklung entgegenzutreten“. Nach den Berechnungen des Statistischen Landesamtes gab es 2017 im Ortenaukreis insgesamt 17.061 Pflegebedürftige, davon 10.580 Frauen und 6.481 Männer. Davon befanden sich 4.302 Menschen in vollstationärer Pflege. In der stationären Pflege gibt es im Ortenaukreis 69 Pflegeheime, in denen knapp über 4.500 Betten verfügbar sind. Um die ambulante Versorgung kümmern sich knapp 1.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 59 Pflegediensten.

 

Die AOK gab eigens zum Thema Pflege eine Forsa-Umfrage in Auftrag. Gut zwei Drittel der Befragten gaben an, in ihrem persönlichen Umfeld jemanden zu kennen, der einen Angehörigen oder eine ihm nahestehende Person zu Haus pflegt oder gepflegt hat oder in der professioneller Alten- bzw. Krankenpflege tätig ist oder war. Die generelle Bereitschaft, einen nahen Angehörigen zu pflegen, ist relativ hoch. Allerdings gaben auch 15 Prozent der Befragten an, dass sie sich nicht vorstellen können, eine solche Pflegeverantwortung zu übernehmen. 86 Prozent sind der Meinung, dass die Arbeitsbedingungen in der professionellen Alten- und Krankenpflege in Deutschland schlecht sind, 11 Prozent dagegen halten diese für eher gut. Auch beim Einkommen ist mit 89 Prozent ein großer Teil der Meinung, dass Pflegefachkräfte zu wenig verdienen. Befragt danach, wer die Mehrkosten tragen sollte, um Pflegefachkräfte besser bezahlen zu können, gaben 84 Prozent an, dass dies über Steuergeld getragen werden sollte. Acht Prozent finden, dass die zu Pflegenden selbst für ihre Pflege einen höheren Eigenanteil zahlen sollten. Bezahlung, Arbeitsbedingungen sowie psychische und körperliche Belastungen sind die Hauptargumente, die einer Ausbildung oder einer Umschulung entgegenstehen. Allerdings schätzt die große Mehrheit der Befragten die Arbeit der Pflegefachkräfte wert. Sie sind beeindruckt davon, was die Pflegefachkräfte leisten.

 

„Die Leistungen der sozialen Pflegeversicherung schaffen effektive Erleichterungen und spürbare Entlastung für Betroffene selbst, als auch für die Angehörigen“, ist Schlegel überzeugt. Jetzt sei es allerdings an der Zeit, zu prüfen, ob die Ausgestaltung der Pflegeversicherung mit Blick auf die Bedarfe, Bedürfnisse und Finanzierbarkeit noch übereinstimmt. „Die Pflege ist sehr komplex geworden. Deshalb ist eine strukturelle Neuaufstellung dringend erforderlich“, gibt Schlegel zu bedenken. „Die pflegebedingten Kosten müssen für alle finanzierbar sein, und zwar unabhängig davon, ob die Menschen mit Pflegebedarf zu Hause, im Betreuten Wohnen oder in einem Pflegeheim leben. Pflege darf nicht zu Armut führen“. Schlegel weist darauf hin, dass die pflegerische Versorgung der Bevölkerung eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist. „Hier gilt es, alle Branchen in die Pflicht zu nehmen und die Umsetzung konsequent einzufordern“.

 

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news-3378 Tue, 07 Jan 2020 15:21:24 +0100 Ortenau: AOK zählt 8.600 Versicherte mit Koronarer Herzkrankheit - über 400 erleiden einen Herzinfarkt https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/ortenau-aok-zaehlt-8600-versicherte-mit-koronarer-herzkrankheit-ueber-400-erleiden-einen-herzinfar.html In Baden-Württemberg waren 2018 274.000 Versicherte der AOK wegen Koronarer Herzkrankheit in ambulanter oder stationärer Behandlung. Das entspricht rund 6,2 Prozent aller Versicherten. Etwas günstiger fallen die Zahlen in der Ortenau aus. Hier sind 5,2 Prozent der Versicherten betroffen. Das entspricht 8.600 erkrankten Versicherten. "Da die Statistik nur die Versicherten berücksichtigt, die sich in ärztlicher Behandlung befanden, gehen wir von einer höheren Dunkelziffer aus“, erklärt der Leiter des Lahrer Kundencenters, Armin Roth. Diese Zahlen sind über die Jahre relativ stabil. Mit über 5.100 erkrankten Versicherten sind die Männer deutlich öfter betroffen als die Frauen mit rund 3.500 erkrankten Versicherten.

 

Bei einer koronaren Herzkrankheit sind die großen Adern verengt, die das Herz mit Sauerstoff versorgen. Deutlich verengte Gefäße können bei körperlicher Anstrengung Kurzatmigkeit und Brustschmerzen auslösen. „Wenn es in einem Herzkranzgefäß zu einem kompletten Verschluss kommt, kann ein Herzinfarkt die Folge sein“, warnt Kardiologe Hans-Joachim Ulmer, Ärztlicher Direktor der Kardiologie am Medizinischen Versorgungszentrum Ortenau in Lahr. Gesetzlich Versicherte haben ab dem Alter von 35 Jahren alle drei Jahre Anspruch auf einen Gesundheits-Check-up. Diese Untersuchung soll frühzeitig Anzeichen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Nierenerkrankungen erkennen.

 

Oft beginnt ein Herzinfarkt plötzlich mit stechenden, brennenden oder drückenden Schmerzen in der Brust. Dann sollte nicht gezögert werden und sofort ein Notruf erfolgen.

 

„Typische Beschwerden sind Schmerzen hinter dem Brustbein oder in der linken Brusthälfte mit oder ohne Ausstrahlung in den linken Arm, in den Hals-Kiefer-Bereich oder in den Oberbauch. Bei manchen Patienten tritt auch nur Übelkeit auf“, so Ulmer. „Bevor es zu einem Infarkt kommt, besteht häufig schon über Jahre eine Erkrankung der Herzkranzgefäße mit immer wiederkehrenden Schmerzen in der Brust oder Atemnot bei Belastung“, erklärt der Kardiologe. „Einige Menschen haben jedoch vorher kaum Beschwerden – ihre Erkrankung fällt erst bei einem Infarkt auf“.

 

In der Ortenau zählte die AOK bei ihren Versicherten im letzten Jahr über 400 Herzinfarkte. „Auch hier sind mit 250 Erkrankungen deutlich mehr Männer betroffen als Frauen (160)“ so Roth. Zwischen dem 40. und 59. Lebensjahr wird die größte Zunahme beobachtet. In Deutschland werden ca. 280.000 Herzinfarkte pro Jahr angegeben, in Baden-Württemberg waren es im letzten Jahr 12.800 AOK-Versicherte. Als Risikofaktoren gelten u.a. Rauchen, Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck und körperliche Inaktivität.

 

„Bei einem Herzinfarkt zählt jede Minute“, erklärt der Lahrer Herzspezialist. „Um Folgeschäden zu begrenzen ist es wichtig, bereits bei einem Verdacht auf Infarkt die 112 zu wählen. Treten die Anzeichen nachts auf sollte man auf keinen Fall bis zum Morgen warten“. Bis zum Eintreffen des Notarztes können Angehörige den Patienten beruhigen, die Kleidung lockern und ihn mit leicht erhobenem Oberkörper lagern. Die Disponenten der Rettungsleitstelle werden den Anrufern professionell zur Seite stehen.

 

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news-3379 Thu, 19 Dec 2019 15:17:20 +0100 AOK und Ärzte warnen vor Verschlechterung in der Versorgung https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/aok-und-aerzte-warnen-vor-verschlechterung-in-der-versorgung.html Die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geplanten Gesetzesänderungen könnten zahlreiche Verträge zur besseren Versorgung von Patienten gefährden. Davon ist Wolfgang Schweizer, Geschäftsführer der AOK Südlicher Oberrhein, überzeugt. Mit dem „Gesetz für einen fairen GKV-Kassenwettbewerb“ sollen Verträge zwischen Ärzten und Krankenkassen künftig für unzulässig erklärt werden. „Damit werden die Haus- und Facharztverträge, die wir mit unseren Ärztepartnern geschlossen haben, leichtfertig auf´s Spiel gesetzt“, erklärt Wolfgang Schweizer. Hintergrund ist, dass künftig, gehe es nach dem Willen des Bundesgesundheitsministers, keine Diagnosen als Voraussetzung für Vergütungen genannt werden dürfen. Genau darin sieht auch Dr. Berthold Dietsche, Hausarzt und Vorsitzender des Hausärzteverbandes Baden-Württemberg, das Problem: „Unsere Versorgungsverträge können nur dann die Versorgung verbessern, wenn sie eine passgenaue Behandlung der Patienten ermöglichen. Und genau dafür müssen wir über Diagnosen sprechen und diese in den Verträgen beschreiben“, erklärt der Mediziner. Dietsche und Schweizer wehren sich gegen Behauptungen, dass die Haus- und Facharztverträge der AOK Baden-Württemberg dazu benutzt würden, um Patienten-Diagnosen zu manipulieren.

 

In einer gemeinsamen Resolution an den Bundesgesundheitsminister hat sich die Allianz Deutscher Ärzteverbände schon im September gegen ein Verbot von spezifischen Behandlungsdiagnosen als Voraussetzung für Leistungsvergütungen ausgesprochen.

 

Im vergangenen Jahr feierten AOK, der Hausärzteverband und MEDI 10 Jahre Hausarztzentrierte Versorgung. In der Region am südlichen Oberrhein, dazu gehören neben dem Ortenaukreis auch Freiburg und die Landkreise Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald, beteiligen sich fast 400 Hausärzte, die rund 105.000 AOK-Patienten versorgen. Hinzu kommen über 200 Fachärzte der Bereiche Kardiologie, Gastroenterologie, Psychiatrie/Neurologie/Psychotherapie, Orthopädie, Rheumatologie, Urologie und Diabetologie. Im kommenden Jahr sollen die Facharztverträge Nephrologie, Pulmologie und HNO dazu kommen. Aus Anlass des 10-jährigen Jubiläums zogen renommierte Wissenschaftler Bilanz: In Baden-Württemberg weisen Patienten mit koronaren Herzerkrankungen, die an diesen Versorgungsmodellen teilnehmen, pro Jahr 1.900 weniger Krankenhausaufenthalte und rund 17.000 Krankenhaustage weniger aufgrund kürzerer Liegezeiten auf. Bei Diabetikern sind deutlich weniger schwere Komplikationen zu beobachten. Über einen Zeitraum von sechs Jahren wurden ca. 4.000 schwerwiegende Komplikationen wie Amputation, Dialyse, Erblindung, Herzinfarkt oder Schlaganfall vermieden. „Durch die Hausarztzentriete Versorgung wurden in dieser Zeit knapp 1.700 Todesfälle verhindert“, erklärt Wolfgang Schweizer. „Mit Blick auf das Wohl unserer Patientinnen und Patienten sollten wir alles dafür tun, dass diese nachweislich bessere Versorgung nicht auf der Strecke bleibt“, ergänzt Berthold Dietsche.

 

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news-3333 Wed, 04 Dec 2019 15:16:28 +0100 Keine Entwarnung beim Komatrinken https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/keine-entwarnung-beim-komatrinken.html Statistisch gesehen stimmt die Richtung: Die Anzahl der Krankenhausfälle wegen alkoholbedingter Störungen und auch die Anzahl der Einweisungen nach Komatrinken sind rückläufig. Sowohl in Baden-Württemberg als auch in der Ortenau. Die Zahl der Menschen, die mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert wurden, sank im Ortenaukreis von 188 Versicherten im Jahr 2017 auf 159 im Jahr 2018. Die Zahl der Behandlungsfälle aufgrund alkoholbedingter Störungen sank im gleichen Zeitraum von 368 auf 348. Diese Zahlen ermittelte die AOK Südlicher Oberrhein bei ihren Versicherten im Landkrei „Gerade jetzt, wo Weihnachtsfeiern und Silvester-Partys nicht mehr weit weg sind, lohnt es sich, mal einen Blick auf die Statistik zu werfen“, erklärt Tobas Rauber, Leiter des AOK-Kundencenters in Offenburg. „Da geht es oft feuchtfröhlich zu und der ein oder andere unterschätzt die Wirkung von Glühwein oder begrüßt das neue Jahr dann schon mal mit ein paar Gläschen zu viel“. Wie die AOK Südlicher Oberrhein weiter mitteilt, greifen deutlich mehr Männer zur Flasche als Frauen. Demnach wurden im letzten Jahr 272 Männer und 76 Frauen im Ortenaukreis mit alkoholbedingten Störungen stationär behandelt. Dabei ist die Altersgruppe der 50 bis 54-jährigen am häufigsten betroffen. Zum Vergleich: in Baden-Württemberg sank die Anzahl betroffener Versicherten von 11.454 in 2017 auf 10.939 in 2018. Die Anzahl der Komatrinker im Ländle sank von 5.431 auf 4.765. Ein Blick auf die Statistik verrät, dass bei den Komatrinkern die Altersgruppe der 15 bis 19-jährigen die mit Abstand größte Gruppe ist.

 

Laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben 2014 rund 28 von 100 15-Jähringen in Europa angegeben, mit 13 Jahren oder früher zum ersten Mal Alkohol getrunken zu haben. Im Jahr 2002 lag diese zahl noch bei 46 von 100 Mädchen und Jungen. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung geht davon aus, dass rund 35 von 100 Jungen im Alter von 12 bis 17 Jahren noch nie Alkohol getrunken haben. Bei den Mädchen lag diese Zahl bei knapp 41 von 100. „Diesen Trend bewerte ich zwar positiv“, erklärt Tobias Rauber, „aber es gibt Studien, die zeigen, dass Jugendliche, die besonders früh beginnen, Alkohol zu trinken und viel Alkohol konsumieren, ein erhöhtes Risiko haben, im späteren Leben einen problematischen Umgang mit Alkohol oder gar eine Abhängigkeit zu entwickeln“.

 

„In Deutschland und den meisten europäischen Ländern ist Alkohol als Genussmittel leider fest verankert“, berichtet AOK-Ärztin Sabine Knapstein. Und sie warnt vor den Gefahren: „Übermäßiger Alkoholkonsum kann das Risiko zum Beispiel für Krebs, neurologische Störungen, Krankheiten des Herz-Kreislaufsystems, Störungen im Verdauungssystem und vor allem für Leberkrankheiten erhöhen. Übermäßiger Alkoholkonsum zählt weltweit zu den fünf bedeutsamsten Risikofaktoren für Krankheiten, Beeinträchtigungen und Sterbefälle“.

 

„Ich bin davon überzeugt, dass die Präventionsmaßnahmen greifen und der positive Trend eine Folge davon ist“, mutmaßt Tobias Rauber. „Wir dürfen bei unseren Präventionsbemühungen nicht nachlassen. Nur so können wir dazu beitragen, dass Jugendliche eine gesunde Einstellung zu Alkohol erfahren“.

 

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news-3335 Tue, 05 Nov 2019 17:11:05 +0100 Gesundheitsatlas Diabetes: Ortenauer etwas öfter „zuckerkrank“ als der Durchschnitt https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/gesundheitsatlas-diabetes-ortenauer-etwas-oefter-zuckerkrank-als-der-durchschnitt.html Soziales Umfeld beeinflusst Erkrankungsrisiko Die Baden-Württemberger sind in punkto Diabetes mellitus Typ 2 etwas besser dran als der Durchschnitt in Baden-Württemberg. Allerdings gibt es deutliche regionale Unterschiede. So liegt der Anteil der Bevölkerung mit Diabetes mellitus in der Ortenau mit 8,1 Prozent zwar unter dem Bundeswert von 8,6 Prozent, aber etwas über dem Vergleichswert in Baden-Württemberg mit 7,9 Prozent. Damit liegt die Ortenau im Vergleich der Landkreis in Baden-Württemberg auf Rang 30 von 44, heißt es in einer Pressemitteilung der AOK.

 

Die Spanne in Baden-Württemberg reicht von einem Betroffenenanteil von 4,8 Prozent der Bevölkerung in Heidelberg bis Neckar-Odenwald-Kreis mit 10,1 Prozent. Im internationalen Vergleich der 28 EU-Mitgliedsstaaten befindet sich Deutschland im oberen Drittel der Länder mit dem höchsten Anteil Diabetes-Patienten.

 

Zu diesem Ergebnis kommt das Wissenschaftliche Institut der AOK in seinem aktuellen Gesundheitsatlas Diabetes. Die Studienautoren kommen zu dem Schluss, dass es Zusammenhänge zwischen Diabetes-2-Erkrankungen und den sozioökonomischen Merkmalen einer Region oder der lokalen Häufigkeit von Übergewicht gibt. Auch können die Forscher ein gewisses Stadt-Land-Gefälle nachweisen. So zeigt die Studie, dass in ländlichen Kommunen die Wahrscheinlichkeit, an Diabetes zu erkranken, höher ist als in Städten.

 

Als Diabetes mellitus bezeichnet man eine Stoffwechselerkrankung, die durch einen erhöhten Blutzuckerspiegel charakterisiert wird. Selbst nach einer Diagnose von Typ-2-Diabetes haben die Patientinnen und Patienten gute Möglichkeit, den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen. Dafür ist es wichtig, so die AOK, dass die Ärzte Hand in Hand arbeiten und dass es gelingt, den Patienten für einen gesunden Lebensstil zu motivieren. Denn neben einer genetischen Disposition gelt auch Übergewicht und mangelnde Bewegung als erhöhtes Krankheitsrisiko.

 

Diabetiker, die an der Alternativ-Versorgung, dem Haus- und Facharztprogramm der AOK teilnehmen, hätten in einem Zeitraum von sechs Jahren vor rund 4000 schweren Komplikationen wie Amputationen oder Schlaganfällen bewahrt werden können. Zu diesem Schluss kamen kürzlich namhafte unabhängige Wissenschaftler in einer Untersuchung.

 

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news-3334 Thu, 17 Oct 2019 15:16:52 +0200 AOK rät zu Grippeschutzimpfung https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/aok-raet-zu-grippeschutzimpfung.html Die Wartezimmer bei den Ärzten sind voll, Erkältung, Schnupfen und Co. haben die Ortenau fest im Griff. „Gerade bei nasskaltem Schmuddelwetter fällt eine deutliche Steigerung bei den akuten Infektionen der oberen Atemwege auf“, erklärt Frank Kölble, Pressesprecher der AOK Südlicher Oberrhein Die Wartezimmer bei den Ärzten sind voll, Erkältung, Schnupfen und Co. haben die Ortenau fest im Griff. „Gerade bei nasskaltem Schmuddelwetter fällt eine deutliche Steigerung bei den akuten Infektionen der oberen Atemwege auf“, erklärt Frank Kölble, Pressesprecher der AOK Südlicher Oberrhein.

 

Zur Vermeidung eines durch Schnupfenviren ausgelösten Erkältungsschnupfens empfiehlt Kölble gründliches Händewaschen. „Vor allem beim Händeschütteln, beim Umarmen oder nach Kontakt mit Türklinken in öffentlichen Verkehrsmitteln oder Handläufen an Treppen sollte man sehr konsequent sein“. Außerdem sollte darauf geachtet werden, ausreichend zu trinken, viel frisches Obst und Gemüse zu essen und sich regelmäßig an die frische Luft zu gehen. „Wenn Schmerzen beim Atmen auftreten sollte man auf jeden Fall zum Arzt gehen“, rät Kölble. Er wird klären, ob nicht eine Lungenentzündung Grund für das Gesundheitsproblem ist. Auch wer über kurzfristig sehr hohes Fieber oder über Fieber klagt, das länger als einen Tag anhält, sollte zum Arzt.

 

„Nicht selten beginnt aber eine Influenza, eine echte Grippe, mit ähnlichen Symptomen wie ein grippaler Infekt“, warnt Kölble. „Man sollte einen grippalen Infekt keinesfalls mit der echten Grippe verwechseln“. 2018 zählte die AOK in der Ortenau 2256 an Grippe erkrankte Versicherte. Das waren mehr als doppelt so viele wie ein Jahr zuvor. Der Anteil von Männern und Frauen ist etwa gleich groß. Nicht ganz so groß fiel der Zuwachs in Baden-Württemberg aus. Zählte die AOK 2017 63.300 an Grippe erkrankte Versicherte, so waren es 2018 rund 92.000. Aber auch im benachbarten Landkreis Emmendingen fällt die Steigerung sehr deutlich aus: Hier stieg die Zahl von 523 (2017) auf 1164 (2018).

 

Zu den Beschwerden einer echten Grippe gehören unter anderem Fieber zwischen 38° C bis 40° oder höher, Muskel- und Gelenkschmerzen im ganzen Körper, Kopfschmerzen, starke Abgeschlagenheit und ausgeprägtes Krankheitsgefühl. Auch trockener Husten ohne Schleim, Appetitlosigkeit und starke Müdigkeit können auf eine Influenza hinweisen. „Die Schutzimpfung kann das Risiko, eine Grippe zu bekommen, um mehr als die Hälfte senken“, berichtet der Offenburger Allgemeinmediziner Ulrich Geiger. Da sich Grippeviren allerdings ständig verändern sollte, wer einen ausreichenden Impfschutz möchte, sich jedes Jahr erneut impfen lassen. Nimmt die Grippe einen schweren Verlauf, kann dies zu Komplikationen führen, wie zum Beispiel einer Lungenentzündung. „Sie zählen immer noch zu den häufigsten Todesursachen junger Menschen“, klärt der Hausarzt Geiger auf. Auch bei Menschen, deren Abwehrsystem geschwächt ist, kann zusätzlich eine oft lebensbedrohliche Lungenentzündung auftreten. Einer Schätzung des Robert-Koch-Instituts zufolge sind in der Grippewelle 2017/2018 in Deutschland über 20.000 Menschen durch Influenza gestorben. „Es gibt keine andere Impfung in Deutschland, mit der sich mehr Leben retten lässt“, so das Institut.

 

Die AOK rät auch dazu, Säuglinge und Kleinkinder, deren Immunsystem noch nicht ausgereift ist, impfen zu lassen. „Das gilt auch für Schwanger ab Beginn des zweiten Schwangerschaftsdrittels und für chronisch kranke Menschen aller Altersgruppen“, sagt der AOK-Sprecher. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für die Schutzimpfung für ihre Versicherten ohne Einschränkungen.

 

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news-3336 Wed, 16 Oct 2019 17:11:58 +0200 AOK: Offenburger ServiceCenter ausgezeichnet https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/aok-offenburger-servicecenter-ausgezeichnet.html Für die Qualität ihrer Beratungen wurden den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Offenburger Service-Centers der AOK Südlicher Oberrhein eine besondere Ehrung zuteil Das Team um die Leiterin des Service-Centers Sandra Zienna wurde in Stuttgart als das beste Service-Center in Baden-Württemberg bereits zum zweiten Mal in Folge ausgezeichnet. Ausschlaggebend für die Bewertung waren Kundenbefragungen, die ein unabhängiges Institut zur Beratung und zur Beratungsqualität durchführten. Durchschnittlich nehmen die 26 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Teams im Monat rund 19.000 Telefonate entgegen und beantworten 1.700 Mails.

 

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news-3337 Wed, 02 Oct 2019 15:17:46 +0200 Schizophrenie hat viele Gesichter https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/schizophrenie-hat-viele-gesichter.html Manchmal hören sie Stimmen, wo gar keine sind, entwickeln Halluzinationen oder haben das Gefühl, ständig verfolgt zu werden. Andere glauben, dass sich die Nachbarn oder gar Geheimdienste gegen sie verschworen haben. Schizophrenie ist eine weltweit verbreitete psychische Krankheit. Sie kann ganz unterschiedlich verlaufen – von einer einzigen oder wenigen akuten Phasen bis hin zu dauerhaft anhaltenden starken Beschwerden. Lt. Mitteilung der AOK Südlicher Oberrhein erfasste diese 2018 im Ortenaukreis 908 Versicherte, die an Schizophrenie leiden. Betroffen waren 524 Männer und 394 Frauen. Da nur Versicherte erfasst werden, die sich in ärztlicher Behandlung befanden, könnte die Dunkelziffer höher sein. „Die Anzahl der Betroffenen ändert sich über die Jahre kaum“, erklärt Norbert Limberger, Leiter des AOK-Netzwerkes Lahr-Wolfach. Insgesamt zählte die AOK in der Region südlicher Oberrhein 2047 erkrankte Versicherte, in Baden-Württemberg waren es über 28.300 Versicherte. Auch hier sind die Zahlen stabil.

 

„Am stärksten Betroffen ist die Altersgruppe 50 bis 59 Jahre“, so Limberger. „Bis dahin sind deutlich mehr Männer betroffen, ab der Altersgruppe 60 legen die Frauen zu und lösen die Männer ab“. Die häufigste Erkrankungsform ist die paranoide Schizophrenie. Sie beginnt meist im Alter zwischen 25 und 35 Jahren und äußert sich durch Wahnvorstellungen und Halluzinationen sowie das Gefühl, von anderen beobachtet und beeinflusst zu werden. „Psychosen deuten sich meist in den Wochen oder Monaten vorher an“, erklärt Prof. Katharina Domschke, ärztliche Direktorin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Uniklinik Freiburg. „Häufig kündigt sich die erste Erkrankungsphase durch zunehmende Beschwerden an, die sich nicht klar zuordnen lassen. Dazu gehören Ruhelosigkeit, Schlafstörungen, depressive Verstimmung, Launenhaftigkeit, Selbstzweifel und Entscheidungsschwierigkeiten, Ängste oder Konzentrationsprobleme. Viele haben plötzlich Probleme in der Schule oder im Studium, wirken schlechter organisiert und ziehen sich von Freunden und Angehörigen zurück“.

 

Die Gründe für eine Schizophrenie sind bisher ungeklärt. „Es hat sich gezeigt, dass Menschen aufgrund ihrer Veranlagung ein höheres Risiko haben. Etwa 12 Prozent der Kinder von Müttern oder Vätern mit Schizophrenie erkranken später ebenfalls“. Aus Angst, abgestempelt zu werden, ziehen sich viele Betroffene zurück und reden auch nicht über ihre Erkrankung. Häufig tritt eine Psychose im Zusammenhang mit größeren Veränderungen im Leben auf, wie etwa Trennungen, Ortswechsel oder Veränderungen im Berufsleben. Auch Drogenkonsum oder traumatische Erfahrungen können eine Rolle spielen. Menschen mit Schizophrenie sterben im Schnitt etwa zehn Jahre früher als der Durchschnitt der Bevölkerung. Dafür gibt es viele Gründe: Sie sind oft häufiger suchtkrank oder konsumieren mehr Alkohol, Nikotin oder Drogen. Infektionen, Herzkrankheiten oder Diabetes können Folgen des Lebensstils, aber auch Nebenwirkungen von Medikamenten gegen psychotische Beschwerden sein. Behandelt wird eine Schizophrenie meist mit einer medikamentösen Therapie mit sogenannten Antipsychotika. Eine Psychotherapie kann die Therapie unterstützen. Die Gewichtung hängt von der Krankheitsphase und vom individuellen Behandlungsziel ab. „Wenn eine Schizophrenie gut behandelt wird, steigt die Lebenserwartung“, so die Freiburger Medizinerin.

 

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news-3340 Wed, 18 Sep 2019 17:13:05 +0200 AOK analysiert Krankenstand im Ortenaukreis https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/aok-analysiert-krankenstand-im-ortenaukreis.html Der Krankenstand im Ortenaukreis lag im ersten Halbjahr 2019 bei 5,5 Prozent. Verglichen mit den ersten sechs Monaten des Vorjahres ist der Krankenstand leicht gesunken. Dennoch ist er im Vergleich mit dem Landesdurchschnitt in Baden-Württemberg (5,4 Prozent) etwas erhöht. Das geht aus dem Gesundheitsbericht der AOK Südlicher Oberrhein hervor, im dem die Krankenkasse die Daten aus dem Ortenaukreis auswertet. Der Krankenstand in Deutschland lag im Vergleichszeitraum bei 5,6 Prozent. „Die Schere geht hier deutlich auseinander“, berichtet Wolfgang Schweizer, Geschäftsführer der AOK Südlicher Oberrhein“. „In Hamburg gibt es mit 4,4 Prozent einen vergleichsweise geringen Krankenstand, in Brandenburg ist er dagegen mit 6,6 Prozent deutlich höher“. Erwartungsgemäß wurden im Februar die meisten Arbeitsunfähige gezählt, im Juni die wenigsten. „Bis zur Altersgruppe bis 44 Jahre ist der Krankenstand recht ausgewogen, in der Altersgruppe ab 45 Jahren steigt er dann deutlich an“, so der Kassenchef.

 

Auffällig ist, dass sich die psychischen Erkrankungen immer weiter nach vorne schieben. Sie machen mittlerweile über 11 Prozent aller Ausfalltage aus – fast so viele wie Atemwegserkrankungen. Eine Ursache sieht Wolfgang Schweizer in der zunehmenden Arbeitsverdichtung und deutlichen gestiegenen Anforderungen an die persönliche Flexibilität. Immer mehr Menschen nutzen die Möglichkeit, von zuhause zu arbeiten. Doch bringt das Homeoffice nicht nur Vorteile, die Grenzen zwischen Beruflichem und Privatem verschwimmen. Lt. einer AOK-Studie fühlen sich 73 Prozent der Befragten, die häufig im Homeoffice arbeiten, in den letzten vier Wochen erschöpft. Bei Beschäftigten, die ausschließlich im Büro arbeiten, waren dies nur 66 Prozent.

 

Deutlicher Spitzenreiter sind bei den Arbeitsunfähigkeitsfällen die Atemwegserkrankungen.  Jede vierte Erkrankung geht auf ihr Konto. Dann folgen die Muskel-/Skeletterkrankungen – also die Erkrankungen rund um´s Kreuz – und den Erkrankungen der Verdauungsorgane. 22 Prozent aller Ausfalltage wurden bei den Muskel-/Skeletterkrankungen gezählt, 13,3 Prozent bei den Atemwegserkrankungen. Rund 40 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitsfälle liegen im Bereich der Kurzzeiterkrankungen (1 – 3 Tage). Dagegen machen die Langzeiterkrankungen (länger als sechs Wochen) fast 40 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage aus. Die durchschnittliche Krankheitsdauer je Erkrankungsfall lag bei 10,2 Tagen. Auf jedes Mitglied kamen 9,9 Arbeitsunfähigkeitstage.

 

Grundlage für die Berechnungen sind die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen der AOK-Versicherten im Kreis. Krankheitsbedingte Fehltage sind sowohl für Betriebe und Unternehmen als auch für die Krankenversicherungsträger mit erheblichen Kosten verbunden. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin schätzt die volkswirtschaftlichen Kosten durch Arbeitsunfähigkeit auf jährlich rund 113 Milliarden Euro.

 

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news-3341 Wed, 18 Sep 2019 17:12:27 +0200 AOK analysiert Krankenstand im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/aok-analysiert-krankenstand-im-kreis-breisgau-hochschwarzwald.html Krankenstand im Hochschwarzwald leicht gesunken Der Krankenstand im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald lag im ersten Halbjahr 2019 bei 4,5 Prozent. Verglichen mit den ersten sechs Monaten des Vorjahres ist der Krankenstand leicht gesunken. Damit liegt der Krankenstand in der Schwarzwaldregion deutlich unter dem Landesdurchschnitt (5,3 Prozent) und dem bundesweiten Krankenstand vom 5,6 Prozent. Das geht aus dem Gesundheitsbericht der AOK Südlicher Oberrhein hervor, im dem die Krankenkasse die Daten aus dem Landkreis und der Region auswertet.

 

Die meisten Krankheitstage wurden im Februar gezählt, die wenigsten im Juni. Deutlicher Spitzenreiter sind bei den Arbeitsunfähigkeitsfällen die Atemwegserkrankungen. Jede vierte Erkrankung geht auf ihr Konto. Dann folgen mit knapp 15 Prozent die Muskel-/Skeletterkrankungen – also die Erkrankungen rund um´s Kreuz – und die Erkrankungen der Verdauungsorgane mit 7,4 Prozent. Über 22 Prozent aller Ausfalltage wurden bei den Muskel-/Skeletterkrankungen gezählt. Auffällig ist, dass sich die psychischen Erkrankungen immer weiter nach vorne schieben. Mit 12,7 Prozent aller Ausfalltage liegen sie mittlerweile gleichauf mit den Atemwegserkrankungen

 

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news-3338 Mon, 16 Sep 2019 15:18:14 +0200 Mit Schneewittchen und Co Menschen mit Demenz berühren https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/mit-schneewittchen-und-co-menschen-mit-demenz-beruehren.html Neue Wege bei der Pflege von Menschen mit Demenz geht die AOK Baden-Württemberg. In deren Auftrag führt MÄRCHENLAND – Deutsches Zentrum für Märchenkultur eine ganz besondere Präventionsmaßnahme durch. Bei der Auftaktveranstaltung im Europa-Park, zu der sich Pfleger*innen aus verschiedenen Pflegeinrichtungen aus dem Ortenaukreis, den Landkreisen Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald und aus Freiburg angemeldet hatten, wurde das Projekt „Es war einmal…Märchen und Demenz“ vorgestellt. „Es ist schön, dass die AOK die große Chance erkannt hat, die dieses Projekt bietet“, bedankte sich Schirmherrin und Vorstandsvorsitzende von MÄRCHENLAND - Europäisches Zentrums für Märchenkultur e.V. Miriam Mack bei Wolfgang Schweizer, Geschäftsführer der AOK Südlicher Oberrhein. Denn der südliche Oberrhein ist Pilotregion in Baden-Württemberg.

 

„Mit Es war einmal fangen bekanntlich die meisten Märchen an“ erinnerte Wolfgang Schweizer. „Und meistens gibt es auch ein Happy End. Deshalb bin ich davon überzeugt, dass es richtig ist, dieses großartige Projekt zu unterstützen“. Nachdem Britta March, Leiterin des Referats Pflege bei der AOK Baden-Württemberg, die gesetzlichen Rahmenbedingungen, die eine solche Unterstützung ermöglichen, vorgestellt hatte, nahm Schauspielerin und Demenzerzählerin Annika Hofmann die Zuhörer*innen mit ins Märchenland und verzauberte mit dem Froschkönig den ganzen Saal. „Und wenn sie nicht gestorben sind….“ beendete sie unter reichem Beifall ihren Auftritt.

 

„Seit 2012 widmen wir uns dem Thema Demenz“ erklärte Monika Panse, Geschäftsführerin von MÄCHENLAND und stellte das Konzept vor. Zunächst kommen ausgebildete Demenzerzähler*innen in die Pflegeeinrichtungen und lassen Märchen lebendig werden. Die Wirkung von Märchen auf demenzielle Menschen wurde in einer Studie untersucht. „Die Ergebnisse waren sehr positiv“, freut sich Panse. „Märchen erreichen das Langzeitgedächtnis und beruhigen. Bekannte Verse bringen die Menschen dazu, Teile oder ganze Sätze mitzusprechen und zu lächeln – auch wenn sie vorher oft scheinbar teilnahmslos auf ihren Stühlen saßen“. Neben der psychischen Gesundheit werden auch zum Beispiel kognitive Fähigkeiten und das Wohlbefinden gestärkt und Depressionen vorgebeugt. Diese positiven Effekte werden dadurch verstärkt, dass in einem zweiten Schritt Mitarbeiter*innen aus den Einrichtungen selbst zu Demenzerzähler*innen ausgebildet werden. „Mit einer Maßnahme erreichen wir zwei Zielgruppen“ verriet Monika Panse. „MÄRCHEN UND DEMENZ“ hat nicht nur auf die Senioren*innen selbst eine positive Wirkung, sondern auch auf die Betreuungs- und Pflegekräfte“. Die Präventionsmaßnahme wird von der AOK unterstützt und voll finanziert.

 

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news-3339 Fri, 06 Sep 2019 15:18:29 +0200 Wenn die Kinder zappeln https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/wenn-die-kinder-zappeln.html Kann ein Kind nicht ruhig sitzen, kann es sich nicht konzentrieren oder hat Schwierigkeiten in der Schule kann das viele Ursachen haben. Es kann auch hyperaktiv sein. Dieses Zappelphilipp-Syndrom bezeichnet die Medizin als ADHS – als Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung. Nach einer Auswertung der AOK Südlicher Oberrhein waren 2017 im Ortenaukreis 1552 ihrer Versicherten wegen ADHS in ambulanter oder stationärer Behandlung. Die Zahlen steigen. Zählte die AOK 2013 in den Reihen ihrer Versicherten noch 1.104 Betroffene, so kamen in den darauffolgenden Jahren jährlich rund 100 betroffene Versicherte dazu. 2013 entsprach dies einem Anteil von 0,8 Prozent aller Versicherten, 2017 sind es 1,0 Prozent aller Versicherter. Bezogen auf den Zeitraum 2013 bis 2017 entspricht dies einer mittleren jährlichen Veränderung von knapp sechs Prozent. Männer und Jungen sind fast dreimal so oft betroffen wie Frauen und Mädchen.

 

„Der Anstieg entspricht auch der Entwicklung in Baden-Württemberg“, erklärt Tobias Rauber, Leiter des AOK-Kundencenters in Offenburg. „Im Ländle waren 2013 rund 25.500 Versicherte in medizinischer Behandlung, vier Jahre später waren es deutlich über 32.000“. „Die Krankheitshäufigkeit ist bei den 10-14-Jährigen am höchsten. „ADHS kommt relativ häufig vor“, so Rauber. „In Deutschland erhalten etwa fünf von 100 Kindern die Diagnose ADHS“. „Auch wenn Außenstehende das manchmal anders beurteilen - ADHS ist nicht die Folge von erzieherischem Versagen“, erklärt Rauber“. „Vielmehr ist es in erster Linie eine genetisch bedingte Funktionsstörung des Gehirns“. Unaufmerksamkeit, Impulsivität und übermäßige Aktivität sind bei Kindern und Jugendlichen grundsätzlich nicht ungewöhnlich. Bei ADHS nehmen sie allerdings ein Ausmaß an, das sich deutlich vom Verhalten Gleichaltriger unterscheidet. „Eine ausgeprägte ADHS kann das Leben und den Alltag des Kindes, aber auch seiner Eltern und Geschwister massiv beeinträchtigen“, weiß AOK-Ärztin Sabine Knapstein. „Die Kinder verhalten sich anders, als von ihnen erwartet wird. Deshalb ecken sie oft an, verhalten sich trotzig und geraten mit Gleichaltrigen in Konflikt“, erklärt die Medizinerin Auffälligkeiten. „Auch Probleme in der Schule, zum Beispiel in der Lese- und Rechtschreibfähigkeit oder Schwierigkeiten in der Sprachentwicklung können die Folge sein“. Ein ausführliches Gespräch mit dem Arzt und eine körperliche Untersuchung seien wichtig, um andere Ursachen für das auffällige Verhalten auszuschließen.

 

Wie stark eine ADHS ausgeprägt ist und welche Verhaltensweisen besonders auffallen, kann sehr unterschiedlich sein. Während manche Kinder besonders impulsiv und hyperaktiv sind, überwiegt bei anderen Kindern eher die Unaufmerksamkeit. „Sie werden als Tagträumer wahrgenommen“. Welche Hilfen geeignet sind, hängt davon ab, wie alt das Kind ist, ob es eher unaufmerksam oder hyperaktiv ist und welche Lebensbereiche besonders beeinträchtig sind. „Bei einer leichten ADHS kann möglicherweise eine aufklärende Elternschulung ausreichen, bei ausgeprägteren Formen könnte eine medikamentöse Therapie die Symptome lindern“.

 

Eltern von Kindern mit ADHS finden auch online Unterstützung. Der ADHS-Elterntrainer basiert auf einem Therapieprogramm, das sich seit vielen Jahren in der Praxis bewährt. Seine Wirksamkeit wurde in vielen wissenschaftlichen Arbeiten untersucht.

 

Weitere Informationen unter www.adhs.aok.de

 

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news-3342 Thu, 05 Sep 2019 17:14:06 +0200 19 Auszubildende verstärken AOK-Team https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/19-auszubildende-verstaerken-aok-team.html Für gleich 19 junge Menschen war am Montag Start in einen neuen Lebensabschnitt. Sie begannen ihre Ausbildung bei der AOK Südlicher Oberrhein. „Je nach Ausbildung werden ihre Wege zwar unterschiedlich sein“, erzählt Miriana Guarisco, Ausbildungsleiterin bei der AOK, „aber alle werden es mit Gesundheit, mit Dienstleistung, Service und Beratung zu tun haben“. 15 Auszubildende haben sich für eine Ausbildung zur bzw. zum Sozialversicherungsfachangestellten entschieden, zwei für die Ausbildung zum Kaufmann/-frau für Dialogmarketing. Zwei weitere beginnen ein duales Studium „Soziale Arbeit im Gesundheitswesen“. Insgesamt beschäftigt die AOK Südlicher Oberrhein 44 Auszubildende und 5 Studenten. „Dies entspricht einer Ausbildungsquote von rund neun Prozent“, so die Ausbildungsverantwortliche. Gerade haben 16 Auszubildende ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Damit zählt die AOK nach eigenen Angaben zu den führenden Ausbildungsbetrieben in der Region. Während ihrer Ausbildung werden die Azubis verschiedene Bereiche an verschiedenen Standorten kennenlernen. Auch an den Standorten in Lahr, Offenburg, Kehl, Achern, Oberkirch und in den Kundencentern im Kinzigtal werden sie während ihrer zwei- bzw. dreijährigen Ausbildung eingesetzt. Nach bestandener Prüfung haben die Azubis gute Chancen, übernommen zu werden. Die Azubis können sich während der Ausbildung einen guten Überblick verschaffen und sich eventuell schon festlegen, in welchem Bereich oder Spezialgebiet sie nach der Ausbildung arbeiten wollen. „Wir versuchen, den Auszubildenden hier entgegenzukommen und versuchen, diese Wünsche zu erfüllen“, erklärt Guarisco. Mehr als eine Woche lang werden die künftigen Sozialversicherungsexperten nun erst einmal die Kundencenter in der Region kennenlernen, werden einen Erste-Hilfe-Kurs absolvieren und sich bei einem Ausflug besser kennenlernen.

 

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news-3343 Fri, 30 Aug 2019 17:15:49 +0200 Mit coolem Ranzen gesund zur Einschulung https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/mit-coolem-ranzen-gesund-zur-einschulung.html Endlich zu den Großen gehören. Das ist einer der Gründe, warum viele Kinder ihren ersten Schultag kaum erwarten. Eine große Schultüte und ein cooler Ranzen dürften zwei andere sein. Der Schulranzen begleitet die Kinder die nächsten Jahre. Deshalb ist es nicht nur wichtig, dass er den Kindern gefällt – er sollte vor allem passen, sicher sein und leicht. Aber auf was genau sollte beim Kauf geachtet werden? „Als erstes sollte man schauen, ob der Ranzen mit dem GS-Zeichen oder dem Hinweis „entspricht DIN 58124“ ausgezeichnet ist“, verrät Emily Hekele vom AOK-Rückenstudio in Offenburg. „Das zeichnet einen guten Schulranzen aus“. Auch das Gewicht spielt eine große Rolle. Ein guter Ranzen sollte leicht sein. Deshalb sollte auch darauf geachtet werden, was die Kinder in den Ranzen packen. Als Faustregel gilt: Der Ranzen sollte samt Inhalt höchstens zehn bis zwölf Prozent des eigenen Körpergewichts betragen. Wiegt der Erstklässler 25 Kilo, sollte der Ranzen maximal drei Kilo wiegen. „Damit wird die kindliche Wirbelsäule nicht überlastet“, weiß die Sportwissenschaftlerin der AOK Südlicher Oberrhein. Sie weiß auch: „Das ist nicht viel. Deshalb sollte Mama oder Papa abends gemeinsam mit dem Kind überlegen, was wirklich in den Ranzen muss. Oft kann man Dinge, die nicht für die Hausaufgaben benötigt werden, in der Schule lassen“. Wichtig ist auch, dass der Schulranzen ein atmungsaktives und körpergerechtes Rückenpolster hat, die Gurte Tragegurte sollten mindestens vier Zentimeter breit sein. Dann wird der Druck gut verteilt und der Ranzen lässt sich angenehm tragen.

 

Richtig tragen

 

Der Schulranzen sollte waagrecht sitzen und am Körper anliegen. Die Oberkante sollte mindestens mit der Schulterhöhe abschließen. Das kann man bei einem guten Ranzen mit den Riemen regulieren. „Hängt der Ranzen zu tief, rutscht das Kind ins Hohlkreuz, sitzt er zu hoch machen die Schüler einen Rundrücken. Dauerhafte Fehlbelastungen können zu Rückenbeschwerden und Fehlhaltungen führen“, warnt die AOK-Rücken-Trainerin.

 

Nur rein, was nötig ist

 

Kinder tragen gerne alles Mögliche im Ranzen durch die Gegend - von gesammelten Steinen über Stofftiere bis zum Farbkasten. Das ist meist unnötiger Ballast. Auch bei den Schulbüchern und Heften sollte man genau hinschauen. „Ein Blick auf den Stundenplan verrät meist, was die Kinder am nächsten Tag brauchen - und was nicht“

 

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news-3344 Wed, 28 Aug 2019 17:16:00 +0200 Forsa-Studie: Zu viel Internet https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/forsa-studie-zu-viel-internet.html „Das Internet ist eine Spielerei für Computerfreaks, wir sehen darin keine Zukunft". Mit dieser markanten Aussage sollte der damalige Telekom-Chef Ron Sommer 1990 völlig daneben liegen. Heute ist das Internet nicht mehr wegzudenken. Was früher für Freaks galt beherrscht heute unseren Alltag. Beruflich wie vielfach auch privat. Computerspiel- und Internetabhängigkeit hat in den letzten Jahren zunehmend an Aufmerksamkeit gewonnen. In Baden-Württemberg sagen 83 Prozent der 14- bis 60-jährigen Internetnutzer, dass sie das Internet in der Regel jeden Tag privat nutzen. In vielen Haushalten – auch in Kinderzimmern – wird der Rechner gar nicht mehr ausgeschaltet. Rund jeder Dritte ist laut spontaner eigener Einschätzung unter der Woche mindestens zwei Stunden pro Tag privat im Netz unterwegs. Zu diesem Ergebnis kommt eine von der AOK Baden-Württemberg in Auftrag gegebene repräsentative Forsa-Umfrage. Die Mehrheit (55 Prozent) der Befragten spielt regelmäßig Computerspiele. Knapp jeder dritte „Gamer“ (30 Prozent) ist laut Selbsteinschätzung unter der Woche in der Regel mindestens eine Stunde täglich mit Computerspielen beschäftigt.

 

„Das Smartphone als Allrounder hat unser Medienkonsum komplett verändert“, sagt Elvira Steinmann,. Leiterin des Sozialen Dienstes der AOK Südlicher Oberrhein. „Wir hören damit Musik, wir spielen, wir chatten und fotografieren – und manchmal telefonieren wir damit auch“. Immer mehr Apps drängen auf den Markt, immer unverzichtbarer scheint das Smartphone zu werden. Da intensive Internetnutzung und häufiges Computerspielen im Verdacht stehen, der Gesundheit zu schädigen, hat die AOK Baden-Württemberg eine Studie zur Internet- und Computerspielnutzung in Auftrag gegeben. Im Fokus standen dabei gesundheitliche oder soziale Auswirkungen und Folgen. „Zwei von zehn Befragten haben schon einmal andere Hobbies vernachlässigt, weil sie lieber online unterwegs waren“, erklärt Steinmann. Etwas jeder Zweite hat schon einmal lieber Zeit im Internet verbracht als mit anderen. Spielsucht wurde auch kürzlich offiziell von der Weltgesundheitsorganisation als Krankheit anerkannt. „Das sollte uns nachdenklich machen“, findet die Sozialpädagogin.

 

„Es spricht nichts dagegen, dass man sich digital vernetzt. Das kann gerade bei älteren Menschen, deren Mobilität eventuell deutlich eingeschränkt ist, vor völliger Isolation bewahren und die Lebensqualität erhöhen. Es darf aber nicht dazu führen, dass zwischenmenschliche Kontakte auf der Strecke bleiben“.

 

39 Prozent der Befragten geben an, dass aufgrund der Internetnutzung hin und wieder der Schlaf zu kurz kommt. Fast alle Befragten (91 Prozent) sind auch in sozialen Medien beziehungsweise sozialen Netzwerken unterwegs wie z. B. WhatsApp, Facebook, Twitter oder Instagram. „Wir täten gut daran, auf die Balance zu achten“ empfiehlt Elvira Steinmann. „Also Kontakte nicht nur online pflegen sondern sich auch mal mit Freunden verabreden, vielleicht gemeinsam Sport treiben oder einen Ausflug unternehmen“.

 

Die repräsentative Online-Umfrage wurde vom Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der AOK Baden-Württemberg durchgeführt. Befragt wurden zwischen dem 20. und 31. Mai 2019 insgesamt 505 nach einem systematischen Zufallsverfahren ausgewählte Internetnutzer im Alter von 14 bis 60 Jahren in Baden-Württemberg.

 

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news-3345 Mon, 19 Aug 2019 17:16:10 +0200 Familienstudie belegt: Eltern leben Gesundheit vor https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/familienstudie-belegt-eltern-leben-gesundheit-vor.html Eltern kommen ihrer Vorbildfunktion, gerade in punkto Gesundheit, nicht ausreichend nach. Zu diesem Ergebnis komm die AOK-Familienstudie, zu der die Autoren fast 5000 Eltern mit Kindern im Alter von vier bis 14 Jahren befragt hat. Die Familienstudie erscheint alle vier Jahre. „Wie gut es Eltern gelingt, ihre Vorbildfunktion zu erfüllen und ihren Kindern ein gesundes Aufwachsen zu ermöglichen, hängt davon ab, welche zeitlichen, finanziellen, aber auch körperlichen und psychischen Ressourcen ihnen zur Verfügung stehen und welchen Belastungen sie selbst ausgesetzt sind“, erklärt Tobias Haller, Leiter des Bereichs Gesundheitsförderung bei der AOK Südlicher Oberrhein. Die Studienautoren kommen zwar zu dem Ergebnis, dass es Familien in Deutschland im Großen und Ganzen gut geht, dass aber viele Eltern mit Zeitmangel, finanziellen Sorgen und Problemen in der Beziehung kämpfen. „Stehen Eltern unter Druck, kann sich das auf das Familienleben, auf die eigene Gesundheit und auch auf die der Kinder auswirken“. Bei der Umfrage gaben 27 Prozent der Befragten an, psychisch unter Druck zu stehen. Stark zugenommen haben Beziehungsprobleme. So gab jeder Fünfte an, Stress mit dem Partner zu haben. Bei der Umfrage 2014 klagten nur 14 Prozent der Eltern über partnerschaftliche Belastungen.

 

Mehr als die Hälfte der Eltern sind übergewichtig bis adipös. Nur 42 Prozent der Eltern hatten ein normales Gewicht. Für jede dritte Familie gehört körperliche Aktivität nicht zum Alltag dazu. Dabei zeigen Tausende von Studien: Wer sich täglich bewegt, bleibt länger gesund, denkt schneller, ist gelassener und zufriedener. „Bei Bewegung müssen Eltern mit gutem Beispiel vorangehen und ihre Kinder immer wieder neu für Bewegung begeistern“, ist Haller überzeugt. Denn: „Bewegungsmangel bei Kindern war noch nie zuvor ein so großes Problem wie heute“. In Deutschland erreichen nur zehn Prozent der Kinder und Jugendlichen die von der Weltgesundheitsorganisation geforderten mindestens 60 Minuten täglicher Aktivität. Im Durchschnitt bewegen sie die Kinder der befragten Eltern gerade einmal an 3,6 Tagen pro Woche. „Kinder verbringen viel Zeit am Bildschirm, sind also passiv“ bedauert Haller. Kinder bis sechs Jahren sollten höchstens eine halbe Stunde am Tag Medien nutzen, für Sieben- bis Zehnjährige gilt maximal 60 Minuten täglich. Doch das Ergebnis zeigt, dass acht von zehn Kindern die Medien intensiver nutzen als empfohlen.

 

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news-3348 Thu, 15 Aug 2019 17:16:23 +0200 AOK befürchtet Verschlechterungen bei der regionalen Gesundheitsversorgung https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/aok-befuerchtet-verschlechterungen-bei-der-regionalen-gesundheitsversorgung.html Der Bezirksrat der AOK Südlicher Oberrhein hat sich in seiner Sommer-Sitzung klar gegen den von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vorgelegten Gesetzentwurf zur Kassenwahl ausgesprochen. „Sollte der Entwurf durchgewunken werden, würde dies eine Verschlechterung bei der Gesundheitsversorgung in unserer Region bedeuten und diese in hohem Maße gefährden“, so Hermann Spieß, alternierender Vorsitzender des Bezirksrates. Spieß empfahl seinen Ratskolleginnen und -kollegen, eine Resolution der AOK Baden-Württemberg mitzutragen und die Bundestagsabgeordneten, deren Wahlkreise sich in der Region befinden, aufzufordern, die Position der AOK zu unterstützen und für eine starke regionale gestaltete Gesundheitsversorgung und die Wahrung des Selbstverwaltungsprinzips einzutreten.

 

„Der Entwurf gefährdet bewährte Versorgungsgestaltung in unseren Landkreisen“, so Spieß. So gehe zum Beispiel die zwangsweise bundesweite Öffnung klar in die falsche Richtung. Die AOK wehrt sich entschlossen gegen die Pläne aus Berlin. Niemand kenne die Bedürfnisse der Versicherten vor Ort besser als die Krankenkassen. „Wir sind in der Lage, Versorgung passgenau zu gestalten und dabei die regionalen Gegebenheiten immer im Blick zu haben“. Das zeige die Hausarztzentrierte Versorgung und den damit vernetzten Facharztverträge von AOK und ihren Partnern, dem Hausärzteverband und MEDI am besten, so der Vorsitzende. Erst kürzlich kamen namhafte Wissenschaftler in einer Studie zu dem Ergebnis, dass in der hausarztzentrierten Versorgung, welche den Hausarzt in den Mittelpunkt der Versorgung stellt, in einem Zeitraum von sechs Jahren bei Diabetes-Patienten rund 4000 schwere Komplikationen wie Amputationen, Dialyse, Erblindung, Herzinfarkt oder Schlaganfall und fast 1.700 Todesfälle vermieden wurden.

 

Bei diesem Modell würden die Versicherten profitieren von einer schnelleren Terminvergabe, kürzeren Wartezeiten und einer engeren Vernetzung der Ärzte. Darüber hinaus setze eine bessere und transparente Vergütung auch Anreize bei der Praxisübergabe an jüngere Kollegen. Dies sei, gerade mit Blick auf den ländlichen Raum, von großer Bedeutung. Solche Versorgungsangebote können nur Kassen leisten, die lokal verwurzelt und regional organisiert sind. „Im Falle einer bundesweiten Öffnung würde von uns Geld in Regionen fließen, von denen unsere Versicherten vor Ort nichts haben“, erklärt Spieß. „Der Entwurf von Spahn zielt auf einen reinen Preiswettbewerb, im Interesse der Versicherten sollte es aber um einen Versorgungswettbewerb gehen“. Deshalb sollte es mehr Gestaltungsmöglichkeiten geben, und nicht weniger. Auch die Selbstverwaltung sollte gestärkt werden, statt sie zu schwächen. „Diese Ideen zur Zentralisierung und Gleichmacherei der Krankenkassen lehnen wir entschieden ab“.

 

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news-3346 Thu, 15 Aug 2019 15:20:22 +0200 Schwangerschaftsdiabetes auf hohem Stand – Tendenz weiter steigend https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/schwangerschaftsdiabetes-auf-hohem-stand-tendenz-weiter-steigend.html Bei knapp 750 300 AOK-versicherten schwangeren Frauen in der Region Südlicher Oberrhein wurden im Jahr 2017 eine Schwangerschaftsdiabetes diagnostiziert. Dies sei laut einer Presseinformation der AOK Südlicher Oberrhein im Fünf-Jahres-Vergleich der höchste Wert. „In Freiburg, dem Ortenaukreis und den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen waren es 2013 noch 377 AOK-Versicherte mit einer Gestationsdiabetes, so der medizinische Fachausdruck, so waren es 2015 bereits über 500 Frauen, die ambulant oder stationär versorgt wurden“ erklärt AOK-Geschäftsführer Wolfgang Schweizer die Statistik. In Baden-Württemberg entspricht die Quote 13,3, Prozent aller Frauen, die 2017 ein Kind zur Welt brachten, am Südlichen Oberrhein 16 Prozent, wobei mit 12,4 Prozent der Anteil im Ortenaukreis deutlich geringer war als im Landkreis Emmendingen mit 23,7 Prozent. In der Altersgruppe der 45 bis 49-Jährigen ist der Anteil der Betroffenen an allen Schwangeren mit 33 Prozent am höchsten.

 

 

 

Bei den meisten Frauen bleiben die Blutzuckerwerte während der Schwangerschaft normal. Die Schwangerschaftsdiabetes wird in Deutschland bei etwas zehn von 100 Frauen festgestellt. Die Tendenz ist auch hier steigend. „Durch den erhöhten Blutzuckerspiegel nimmt das Risiko für bestimmte seltene Geburtskomplikationen etwas zu“, erklärt die AOK-Ärztin Sabine Knapstein. „Meist lässt sich das Risiko durch eine Ernährungsumstellung wieder senken“. Die meisten Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes bringen ein gesundes Kind zur Welt. Allerdings: Bei erhöhtem Blutzucker steigt das Risiko für eine andere seltene Schwangerschaftserkrankung, die sogenannte Präeklampsie. „Dies geht mit einer erhöhten Eiweißausschüttung im Urin einher, der Blutdruck steigt und es kommt zu Wassereinlagerungen im Körper. Ohne Behandlung kann eine Präeklampsie Mutter und Kind schaden“. Mit einem Zuckertest kann eine Schwangerschaftsdiabetes nachgewiesen werden. Das Testergebnis wird im Mutterpass dokumentiert. „Die Kosten für den Test werden von den Kassen übernommen“. Meist lässt sich der erhöhte Blutzucker alleine schon durch eine Veränderung der Ernährungsgewohnheiten ändern. Die AOK empfiehlt hierzu eine spezielle Ernährungsberatung. ‚Da eine Schwangerschaftsdiabetes normalerweise keine Beschwerden verursacht, kommt die Diagnose oft aus heiterem Himmel. Knapstein warnt davor, sich zu sehr zu sorgen und empfiehlt, sich bewusst zu machen, dass trotz Schwangerschaftsdiabetes die allermeisten Kinder gesund zu Welt kommen.

 

 

 

Manche Schwangere haben so anhaltend hohe Zuckerwerte, dass sie Insulin spritzen müssen. „Betroffene sollten mit Zucker gesüßte Getränke und Softdrinks, Süßigkeiten und Süßspeisen meiden. Auch Nahrungsmittel mit einem hohen Anteil gesättigter Fettsäuren wie zum Beispiel Wurst, fetter Käse und andere Milchprodukte mit hohem Fettgehalt sowie stark gesalzene Lebensmittel wie Fertiggerichte Salzgebäck oder Chips sollten aus dem Speiseplan gestrichen werden.

 

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news-3347 Thu, 15 Aug 2019 15:19:31 +0200 Schwangerschaftsdiabetes: Tendenz steigend. https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/schwangerschaftsdiabetes-tendenz-steigend.html Bei über 300 AOK-versicherten schwangeren Frauen im Ortenaukreis wurde im Jahr 2017 eine Schwangerschaftsdiabetes diagnostiziert. Dies sei laut einer Presseinformation der AOK Südlicher Oberrhein im Fünf-Jahres-Vergleich der höchste Wert. „Jahr für Jahr sind mehr Frauen betroffen“, erklärt Tobias Rauber, der das Kundencenter der AOK in Offenburg leitet. Waren es 2013 noch 174 AOK-Versicherte mit einer Gestationsdiabetes, so der medizinische Fachausdruck, so waren es 2015 bereits 290 Versicherte, die ambulant oder stationär versorgt wurden. In Baden-Württemberg entspricht die Quote 13,3 Prozent aller Frauen, die 2017 ein Kind zur Welt brachten. In der Ortenau lag der Anteil mit 12,4 Prozent unter dem Landeswert. In der Altersgruppe der 45 bis 49-Jährigen ist der Anteil der Betroffenen an allen Schwangeren mit 33 Prozent am höchsten.

 

Bei den meisten Frauen bleiben die Blutzuckerwerte während der Schwangerschaft normal. Die Schwangerschaftsdiabetes wird in Deutschland bei etwas zehn von 100 Frauen festgestellt. Die Tendenz ist auch hier steigend. „Durch den erhöhten Blutzuckerspiegel nimmt das Risiko für bestimmte seltene Geburtskomplikationen etwas zu“, erklärt die AOK-Ärztin Sabine Knapstein. „Meist lässt sich das Risiko durch eine Ernährungsumstellung wieder senken“. Die meisten Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes bringen ein gesundes Kind zur Welt. Allerdings: Bei erhöhtem Blutzucker steigt das Risiko für eine andere seltene Schwangerschaftserkrankung, die sogenannte Präeklampsie. „Dies geht mit einer erhöhten Eiweißausschüttung im Urin einher, der Blutdruck steigt und es kommt zu Wassereinlagerungen im Körper. Ohne Behandlung kann eine Präeklampsie Mutter und Kind schaden“. Mit einem Zuckertest kann eine Schwangerschaftsdiabetes nachgewiesen werden. Das Testergebnis wird im Mutterpass dokumentiert. „Die Kosten für den Test werden von den Kassen übernommen“. Meist lässt sich der erhöhte Blutzucker alleine schon durch eine Veränderung der Ernährungsgewohnheiten ändern. Die AOK empfiehlt hierzu eine spezielle Ernährungsberatung. ‚Da eine Schwangerschaftsdiabetes normalerweise keine Beschwerden verursacht, kommt die Diagnose oft aus heiterem Himmel. Knapstein warnt davor, sich zu sehr zu sorgen und empfiehlt, sich bewusst zu machen, dass trotz Schwangerschaftsdiabetes die allermeisten Kinder gesund zu Welt kommen.

 

Manche Schwangere haben so anhaltend hohe Zuckerwerte, dass sie Insulin spritzen müssen. „Betroffene sollten mit Zucker gesüßte Getränke und Softdrinks, Süßigkeiten und Süßspeisen meiden. Auch Nahrungsmittel mit einem hohen Anteil gesättigter Fettsäuren wie zum Beispiel Wurst, fetter Käse und andere Milchprodukte mit hohem Fettgehalt sowie stark gesalzene Lebensmittel wie Fertiggerichte Salzgebäck oder Chips sollten aus dem Speiseplan gestrichen werden.

 

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news-3349 Tue, 13 Aug 2019 17:17:00 +0200 Armin Roth feiert Dienstjubiläum https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/armin-roth-feiert-dienstjubilaeum.html Seit 40 Jahren für „seine“ Versicherten da Auf 40 Jahre Betriebszugehörigkeit kann Armin Roth dieser Tage zurückblicken. Der Seelbacher ist AOK-Spezialist durch und durch und leitet seit mehr als 23 Jahren das Kundencenter in Lahr.

 

Mit 16 Jahren startete Armin Roth seine Laufbahn als Versicherungsfachangestellter bei der früheren AOK Lahr-Wolfach. Nach seiner Ausbildung knüpfte er eine Weiterbildung zum AOK-Betriebswirt an und unterstützte als Betriebsprüfer Unternehmen und deren Mitarbeiter in den Personalbüros. 1987 betraute ihn die Geschäftsführung mit der Umorganisation des Betriebsdienstes – dem Wandel von der klassischen Betriebsprüfung zur Betriebsberatung. 1994 übernahm er die Vertretung des Leiters „Beitragsabteilung“ bis er schließlich 1996 zum Leiter des AOK-Kundencenters in Lahr ernannt wurde. Heute blickt der 56-Jährige auf 40 AOK-Jahre zurück. Er prägte, so erklärt die AOK in einer Pressemitteilung, die AOK in Lahr in ganz besonderem Maße mit. Viele Geschäftsprozesse tragen seine Handschrift. Weiterbildungen und Qualifikationen waren für ihn immer von großer Bedeutung. Ein ganz besonderes Augenmerk legt er auf die Kundenzufriedenheit. „Kundenzufriedenheit und Markterfolg sind zwei Dinge, die unzertrennlich miteinander verbunden sind“, ist Roth überzeugt.

 

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news-3350 Thu, 27 Jun 2019 15:20:44 +0200 AOK rät: Sommererkrankungen nicht unterschätzen https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/aok-raet-sommererkrankungen-nicht-unterschaetzen.html Endlich Sommer, endlich raus ins Freibad oder an den Baggersee. Das was für viele Menschen als unbeschwerte und schönste Zeit des Jahres gilt, sorgt bei anderen eher für Unbehagen und echten körperlichen Beschwerden. Im Ortenaukreis mussten 2017 rund 200 Menschen wegen Sommererkrankungen ambulant oder stationär medizinisch versorgt werden. Die Hälfte davon waren Männer. Diese Zahlen ermittelte die AOK Südlicher Oberrhein bei ihren Versicherten im Ortenaukreis.

 

„Ähnlich hoch war die Zahl 2015, mit 137 erfassten Sommererkrankungen waren 2016 deutlich weniger erkrankt“, weiß Armin Roth, Leiter des AOK-Kundencenters in Lahr. „Mit 77 Versicherten zählten wir 2014 fast zwei drittel Erkrankungen weniger“. In Baden-Württemberg zählte die AOK 2017 rund 4.500 erkrankte Versicherte, davon waren etwa 2.600 Männer. „Allerdings können wir nur diejenigen erfassen, die auch tatsächlich in Behandlung waren“. Die Dunkelziffer dürfte um ein Vielfaches höher liegen.

 

„Wir sollten uns darüber im Klaren sein, dass zu viel Sonne und zu viel Hitze sehr gesundheitsschädlich sein können“, erklärt Tobias Haller, Leiter des AOK-Gesundheitsteams. Schatten sei der beste Sonnenschutz. Er kann die UV-Strahlung um 50 bis 95 Prozent vermindern. Gerade bei Babys und kleinen Kindern sollte auf einen ausreichenden Sonnenschutz geachtet werden. „Wenn es keinen Schatten gibt, etwas beim Wandern, beim Schwimmen oder beim Surfen, sollte eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor aufgetragen werden“.

 

Kopfscherzen, Reizbarkeit, Übelkeit oder Schwindel können Anzeichen für einen Sonnenstich sein. Da diese teilweise recht spät auftreten können werden sie nicht immer gleich erkannt. „Als Erste-Hilfe-Maßnahme beim Sonnenstich sollte der Betroffene aus der direkten Sonne geholt und an einen kühlen Ort gebracht werden“, so der Gesundheitsexperte. Der Oberkörper sollte erhöht gelagert und der Kopf mit nassen Tüchern gekühlt werden. Dabei ist die wiederholte Kontrolle von Bewusstsein, Atmung und Lebenszeichen wichtig. „Im Zweifel auf Nummer sicher gehen und den Notruf 112 wählen“, rät Haller.

 

Bei Arbeit in großer Hitze oder bei sportlichen Wettkämpfen besteht die Gefahr einer Herzschädigung. Die Körpertemperatur kann, gerade beim Tragen von Schutzausrüstung oder bei hoher Luftfeuchtigkeit, schnell ansteigen. Auch das kann zu einem Hitzschlag führen. Dann kann es, in Verbindung mit körperlicher Belastung, zur Bewusstlosigkeit kommen. Erste Anzeichen für einen Hitzenotfall können Kreislaufprobleme, ein plötzlicher Kreislaufkollaps aber auch Muskelkrämpfe sein. Kalte Umschläge und eine kühle Apfelschorle sind geeignete Sofortmaßnahmen. Durch das Öffnen zu enger Kleidung kann ein Wärmestau vermieden werden.

 

Mindestens zwei Liter Wasser oder ungesüßte Früchtetees sollten an heißen Sommertagen getrunken werden. Patienten mit Herzschwäche und bestimmten Nierenerkrankungen sollten mit ihrem Arzt die tägliche Trinkmenge besprechen. „Da bei älteren Menschen oft das Durstgefühl verloren geht, sollten wir auf sie besonders achten“, rät Tobias Haller. Der Flüssigkeitsverlust kommt häufig vor. Allein im Ortenaukreis wurden im letzten Jahr fast 2.400 AOK-Versicherte wegen Volumenmangel, so der medizinische Fachausdruck, stationär behandelt. Wichtig sei auch zu wissen, dass bestimmte Medikamente entwässernd wirken und das Alkohol zu vermehrtem Flüssigkeitsverlust führt.

 

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news-3003 Thu, 06 Jun 2019 11:30:02 +0200 Wenn der Schlag trifft: Schnelles Handeln rettet Leben https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/wenn-der-schlag-trifft-schnelles-handeln-rettet-leben.html In Deutschland erleiden jedes Jahr etwa 270.000 Menschen einen Schlaganfall. Eine von der AOK ausgeführte Auswertung ergab, dass im Jahr 2017 im Ortenaukreis 542 AOK-Versicherte wegen eines Schlaganfalles in ärztlicher Behandlung waren. Wenn der Schlag trifft: Schnelles Handeln rettet Leben

 

In Deutschland erleiden jedes Jahr etwa 270.000 Menschen einen Schlaganfall.

 

Eine von der AOK ausgeführte Auswertung ergab, dass im Jahr 2017 im Ortenaukreis 542 AOK-Versicherte wegen eines Schlaganfalls in ärztlicher Behandlung waren.

 

„Diese Zahl ist etwas rückläufig“, erklärt Tobias Rauber, Leiter des Offenburger Kundencenters der AOK. 2014 erfasste die Krankenkasse 649 betroffene Versicherte im Kreis, 2016 waren es 618 Versicherte. Am südlichen Oberrhein, also in der Ortenau, den Landkreisen Emmendingen, Breisgau-Hochschwarzwald und der Stadt Freiburg, zählte die AOK 2017 insgesamt 1.131 betroffene Versicherte. Weltweit treffen drei von vier Schlaganfällen Menschen über 70 Jahre, doch sind in Deutschland pro Jahr etwa 9.000 bis 14.000 Männer und Frauen unter 50 Jahren betroffen. Außerdem trifft es jedes Jahr auch etwa 300 Kinder.

 

„Nach Krebs- und Herzerkrankungen ist der Schlaganfall die dritthäufigste Todesursache“, berichtet Rauber. Etwa die Hälfte der überlebenden Patientinnen und Patienten trägt dauerhafte Schäden davon. Bei 85 von 100 Schlaganfällen kommt es zum vollständigen oder teilweisen Verschluss eines Hirngefäßes oder einer das Gehirn mit Blut versorgenden Arterie“, erklärt Dr. Jan Paulus von der AOK Baden-Württemberg. „Weil das Gehirn in dieser Situation nicht ausreichend mit Sauerstoff und Blut versorgt wird, kommt es zum Untergang von Hirngewebe“. Zwar ist das Alter ein wichtiger Risikofaktor, neben genetischer Veranlagung zählen auch Bluthochdruck, unbehandeltes Vorhofflimmern, sowie Rauchen, Alkohol und Bewegungsmangel zu den Risikofaktoren.

 

Wie schwer die langfristigen Folgen eines Schlaganfalles sind, hängt stark davon ab, wie schnell Betroffene die richtige Hilfe bekommen. Bei einem Hirninfarkt und einer Hirnblutung sterben mit jeder Minute Gehirnzellen ab, da sie keinen Sauerstoff mehr bekommen. „Jeder Schlaganfall ist ein Notfall und erfordert sofortige Diagnostik und Therapieentscheidung“, macht der Mediziner klar. Deshalb ist es wichtig, die Alarmzeichen zu kennen und schnell zu reagieren: Einseitige Lähmungen, Schwäche oder Taubheitsgefühl in einem Arm, Bein oder im Gesicht, wenn die Sprache nicht gehorcht, der Betroffene undeutlich spricht oder Worte wiederholt oder er die Worte nicht finden kann, wenn die Augen nicht gehorchen, man verschwommen sieht oder gar vorübergehend blind ist. Auch Schluckstörungen, Gleichgewichtsstörungen oder starke, schlagartig einsetzende Kopfschmerzen können Vorboten sein.

 

Jede Minute zählt. Mit dem FAST-Test kann der Schlaganfall-Verdacht binnen Sekunden geprüft werden. FAST steht für Face (Gesicht), Arms (Arme), Speech (Sprache) und Time (Zeit).

 

FACE: Bitten Sie den Betroffenen zu lächeln. Ist das Gesicht einseitig verzogen, deutet das auf eine Halbseitenlähmung hin.

 

ARMS: Bitten Sie den Betroffenen, die Arme nach vorn zu strecken und dabei die Handflächen nach oben zu drehen. Bei einer Lähmung können nicht beide Arme gehoben werden.

 

SPEECH: Bitten Sie die Person, einen einfachen Satz nachzusprechen oder einen Gegenstand zu benennen. Ist sie nicht in der Lage oder klingt die Stimme verwaschen, liegt vermutlich eine Sprachstörung vor.

 

TIME: Verlieren Sie keine Zeit, wählen sie die 112 und schildern sie die Symptome.

 

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news-3002 Sat, 01 Jun 2019 11:25:27 +0200 Neue Bedarfsplanung soll ärztliche Versorgung verbessern - Ob das hilft? AOK ist skeptisch https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/neue-bedarfsplanung-soll-aerztliche-versorgung-verbessern-ob-das-hilft-aok-ist-skeptisch.html Eine Änderung in der Bedarfsplanung soll zusätzlich Ärzte ins Land spülen. In den Raumschaften Kehl und Offenburg könnten auch heute schon Ärzte eine Praxis eröffnen. Tun sie aber nicht. Die AOK Südlicher Oberrhein ist daher skeptisch. Am 1. Juli sollen mehr Ärzte die Versorgung der gesetzlich Versicherten in Deutschland verbessern. So zumindest der Plan des Gemeinsamen Bundesausschusses, der zu zusätzlichen Zulassungen von Ärzten und Psychotherapeuten führen soll.

 

Bundesweit könnten zu den bundesweit rund 3.440 derzeit offenen Niederlassungsmöglichkeiten weitere 3.470 hinzukommen. Tobias Rauber, Leiter des AOK-KundenCenters in Offenburg, hat Zweifel, dass diese Aufstockung in der Region ankommt.

 

Das Grundproblem, fehlende Ärzte und die ungleiche Verteilung in den Regionen, in den Städten und im ländlichen Raum“, so Rauber, „wird dies nicht lösen“. Schließlich stehen schon heute Arztpraxen leer, die eigentlich besetzt sein könnten. „In der Raumschaft Kehl zum Beispiel könnten sofort sechs Ärzte eine Praxis eröffnen, in Offenburg vier. Tun sie aber nicht“, bedauert Rauber. Deshalb sei es unrealistisch, anzunehmen, dass mehr Niederlassungsmöglichkeiten auch mehr Ärzte an den Start bringen.

 

„Wir brauchen innovative und sektorenübergreifende Versorgungskonzepte“, ist er überzeugt. Ein Grund für die schwindende Attraktivität des Hausarztberufs auf dem Land dürfte bei vielen Jungmedizinern die Vorstellung sein, rund um die Uhr zur Verfügung stehen zu müssen und kaum Zeit für sich und seine Familie zu finden. Die meisten jungen Ärzte würden eine Festanstellung und geregelte Arbeitszeiten bevorzugen. Außerdem wird der Arztberuf zunehmend weiblicher und viele Ärztinnen befürchten einen Konflikt zwischen beruflicher Verantwortung, Familienplanung und der eigenen Balance. „Es wird in Zukunft darum gehen, die Chancen der digitalen Möglichkeiten zu erkennen und besser zu nutzen“, ist sich Rauber sicher. „Die Telemedizin wird, wie auch die Versorgungsassistentinnen, die ihrem Chef in der Hausarztzentrierten Versorgung Hausbesuche abnehmen können, für eine deutliche Entlastung sorgen“.

 

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news-3004 Wed, 15 May 2019 11:43:22 +0200 AOK zählt in der Region 800 Versicherte mit Multipler Sklerose. Tenden steigend https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/aok-zaehlt-in-der-region-800-versicherte-mit-multipler-sklerose-tenden-steigend.html Von den 807 Versicherten, die wegen MS in ambulanter oder stationärer Behandlung waren, sind 560 Frauen und 247 Männer“. Jährlich kommen in Deutschland rund 2.500 Menschen mit MS dazu Starke Müdigkeit, Gefühlsstörungen in den Beinen, Unsicherheiten beim Gehen oder Sehstörungen. Diese Erscheinungen können völlig harmlos sein, können aber auch der Beginn einer Multiplen Sklerose sein. Bei dieser Erkrankung des zentralen Nervensystems schädigt das eigene Immunsystem die Nervenbahnen in Gehirn und Rückenmark. In Deutschland leben nach Zahlen des Bundesversicherungsamtes mehr als 240.000 Menschen, die an Multipler Sklerose erkrankt sind. Tendenz steigend. Auch am Südlichen Oberrhein. Hier hat die AOK im Jahr 2017 807 Versicherte mit dieser Nervenerkrankung gezählt. Vier Jahre zuvor waren es noch 694 Versicherte. Dies entspricht über die letzten fünf Jahre einem Zuwachs von 1,1 Prozent.

 

Auffällig ist, dass deutlich mehr Frauen an Multipler Sklerose erkranken als Männer.

 

Von den 807 Versicherten, die wegen MS in ambulanter oder stationärer Behandlung waren, sind 560 Frauen und 247 Männer“. Jährlich kommen in Deutschland rund 2.500 Menschen mit MS dazu. Die Erkrankung beginnt meist zwischen dem 20. und dem 40. Lebensjahr, selten vor der Pubertät oder nach dem 60. Lebensjahr. Die Krankheitshäufigkeit ist bei Menschen zwischen 50 und 54 Jahren am höchsten“.

 

Im Verlauf der Erkrankungen können unter anderem Muskelverkrampfungen und damit große Probleme beim Gehen, Kraftlosigkeit in den Beinen, Schwierigkeiten beim Entleeren von Blase und Darm, Seh- und Sprechstörungen und Schmerzen hinzukommen. Multiple Sklerose ist eine chronische Krankheit, die entscheidend vom Lebensstil und von psychologischen Faktoren mit beeinflusst wird. Die Erkrankung äußert sich bei jedem Patienten anders. Bei den meisten verläuft sie in Schüben mit beschwerdefreien Phasen. Eine MS kann medikamentös behandelt werden. Diese Medikamente dämmen die akuten Entzündungen ein und können ein Fortschreiten der Erkrankung verhindern. Körperliche Aktivität kann der Entstehung von Begleiterkrankungen vorbeugen. Patienten mit MS können grundsätzlich jede Sportart ausüben. Allerdings können sich im Verlauf der Erkrankung die körperlichen Voraussetzungen so verändern, dass bestimmte Sportarten nicht mehr betrieben werden können. Die AOK empfiehlt Patienten auch, sich zu Unterstützungsorganisationen, Reha-Einrichtungen und einen gesundheitsfördernden Lebensstiel beraten zu lassen

 

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news-3005 Thu, 11 Apr 2019 11:47:44 +0200 Immer mehr Arthrosepatienten - auch eine Frage des Alters https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/immer-mehr-arthrosepatienten-auch-eine-frage-des-alters.html Ortenau: Die Zahlen sprechen für sich: 21.661 Versicherte aus der Ortenau befanden sich 2017 in ambulanter oder stationärer Behandlung. Wie die AOK mitteilt bewegen sich diese Zahlen im Fünf-Jahres-Vergleich auf Rekordniveau. Immer mehr Arthrosepatienten

 

Auch eine Frage des Alters

 

Ortenau: Die Zahlen sprechen für sich: 21.661 Versicherte aus der Ortenau befanden sich

 

2017 in ambulanter oder stationärer Behandlung. Wie die AOK mitteilt bewegen sich diese Zahlen im Fünf-Jahres-Vergleich auf Rekordniveau.

 

Die Auswertung auf der Basis der AOK-Versicherten lässt von 2013 bis 2017 eine mittlere jährliche Veränderung von +2,7 Prozent erkennen. 2013 befanden sich im Ortenaukreis 18.523 Versicherte in Behandlung, 2015 bereits über 20.000. Arthrose ist die häufigste aller Gelenkerkrankungen. Etwa fünf Millionen Frauen und Männer leiden unter den Beschwerden, die durch einen Verschleiß des Knorpels an den Gelenkflächen verursacht werden.

 

„Eine Arthrose entwickelt sich langsam – mit zunehmendem Lebensalter“ beschreibt der Offenburger Orthopäde Dr. Oliver Niemeyer den Verlauf. „Bemerkbar wird dies häufiger erst ab dem 50. Lebensjahr“. Grundsätzlich könne zwar alle Gelenke betroffen sein, aber die Arthrose tritt am häufigsten an den großen gewichtstragenden Gelenken wie dem Hüft- und dem Sprunggelenk und seltener an den Schultergelenken auf. „Meist beginnt die Erkrankung mit leichten Schmerzen, die sich im Laufe der verschiedenen Stadien zu teils sehr starken belastungs- und bewegungsabhängigen Schmerzen entwickeln können, die unter Umständen auch mit einer Bewegungseinschränkung des Gelenks einhergehen“

 

„Wir gehen davon aus, dass die Zahl der Erkrankten weiter steigen wird“, erklärt Norbert Limberger, Leiter des AOK-KundenCenter-Netzwerks Lahr – Wolfach. „Denn die Zahl der Personen ab 65 Jahre wird in Deutschland von rund 17,7 Millionen in 2017 auf knapp 22 Millionen in 2030 zunehmen“. Für Behandlung und Rehabilitation von Arthrosepatienten mussten im Jahr 2015 8,7 Milliarden Euro aufgebracht werden. Hinzu kommen die Kosten für die Arbeitsunfähigkeit und Frühberentung. „Genetische Faktoren, kindliche Entwicklungsstörungen, frühere Verletzungen und Brüche und daraus resultierende einseitige Belastungen, vor allem aber das Alter, in Kombination mit Übergewicht und mangelnder Bewegung zählen zu den relevantesten Risikofaktoren“, erklärt Niemeyer.

 

Etwa 20 von 100 Männern und Frauen im Alter zwischen 75 und 84 Jahren haben eine Arthrose des Hüftgelenks. „Das Risiko für diese Erkrankung steigt vor allem zwischen dem 65. und 74. Lebensjahr“. Bei Versicherten um die 40 Jahre liegt der Anteil Betroffener bei etwa 3 Prozent, bei 60-Jährigen bei etwas 25 Prozent und bei über 85-Jährigen bei rund 50 Prozent. „Eine primäre Arthrose ist grundsätzlich noch nicht heilbar“, erklärt der Orthopäde. „Wir versuchen aber mit unterschiedlichen Behandlungsmethoden ein schnelles Fortschreiten zu verhindern und die damit verbundenen Beschwerden zu lindern“. Die Palette reicht von konservativen Therapien über Korrekturen von Fehlstellungen bis letztlich zum Einsetzen eines künstlichen Gelenks. Bei starkem Übergewicht sollte auch immer eine Gewichtsabnahme empfohlen werden, insbesondere bei Menschen mit einer Knie- oder Hüftarthrose. Auch der Patient kann selbst die Behandlung unterstützen. Ein Mangel an körperlicher Aktivität wird den Knorpelabbau beschleunigen. „Deshalb ist bei einer Arthrose eine regelmäßige und gelenkschonende körperliche Aktivität ganz besonders wichtig, insbesondere wenn Kniegelenk oder Hüfte betroffen sind“. Der Mediziner empfiehlt beispielsweite Gehen, Radfahren oder Schwimmen. „Dies ist elementar, da der Knorpel nur durch die im Gelenk vorhandene Flüssigkeit, wenn sie bei der Bewegung regelmäßig in den Knorpel einmassiert wird, den Knorpelabbau bremst“.

 

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news-3007 Wed, 13 Mar 2019 12:03:08 +0100 KGS Keller Geräte & Service GmbH investiert in die Gesundheit der Mitarbeiter https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/kgs-keller-geraete-service-gmbh-investiert-in-die-gesundheit-der-mitarbeiter.html Egal, ob es in der Produktion schwere Lasten zu bewegen gilt oder ob im Büroalltag mehr Bewegung gut täte - in beiden Fällen geht es darum, die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Fokus zu nehmen. Grund genug für die KGS in Renchen zusammen mit der AOK Südlicher Oberrhein für ihre Belegschaft ein Gesundheits-Jahresprogramm aufzulegen. Gesund unterwegs

 

KGS Keller Geräte & Service GmbH investiert in die Gesundheit der Mitarbeiter

 

Egal, ob es in der Produktion schwere Lasten zu bewegen gilt oder ob im Büroalltag mehr Bewegung gut täte – in beiden Fällen geht es darum, die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Fokus zu nehmen. Grund genug für die KGS in Renchen zusammen mit der AOK Südlicher Oberrhein für ihre Belegschaft ein Gesundheits-Jahresprogramm aufzulegen.

 

„Es ist wichtig, den Belastungen, die der Arbeitsplatz nun mal mit sich bringt, gegenzusteuern“, erklärt Personalreferentin Anika Schmidt das Engagement des Baumaschinenherstellers. „Dabei spielt es im Grunde keine Rolle, ob jemand in der Produktion arbeitet, in der Entwicklung oder im Vertrieb beschäftigt ist oder in der IT an Softwarelösungen arbeitet“, so Schmidt weiter. Als Partner für das Betriebliche Gesundheitsmanagement setzt das Unternehmen bereits seit 2016 auf die Erfahrungen der AOK Südlicher Oberrhein.

 

„Der Slogan der Keller-Gruppe „Think safe – work safe – go home safe“ verrät bereits, worum es uns und unserem Mutterkonzern geht“, erklärt Jürgen Walter, KGS-Fachkraft für Arbeitssicherheit. „Wir möchten, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich das Thema Sicherheit verinnerlichen, dass sie sicher arbeiten und schließlich auch sicher und gesund wieder nach Hause kommen“. Mit einem ersten Gesundheitstag vor zwei Jahren startete die KGS Keller Geräte & Service GmbH ihre aktuelle Gesundheitsinitiative. Knapp 170 Mitarbeiter konnte das Unternehmen mit Fachvorträgen, Infoständen und Gesundheitschecks sensibilisieren.

 

Es folgte im Sommer 2017 eine Mitarbeiterbefragung. Dabei äußerte die Mehrheit den Wunsch, etwas gegen Rückenbeschwerden zu unternehmen. Die AOK-Präventionsspezialisten organisierten daraufhin den Fachvortrag „Rückengesundheit“, gefolgt von einem achtwöchigen Rückenkurs im Renchener Fitnessstudio iQ. Die KGS beteiligt sich zudem seit vier Jahren an einem großen deutschen Fitnessnetzwerk, wodurch die teilnehmenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu vergünstigen Konditionen in zertifizierten Studios trainieren können. „Auch die Installation von arbeitsplatzbezogenen Schwenkkränen und Montagehubtischen in den Produktionshallen sowie vom Steh-Sitz-Arbeitsplätzen in den Büros konnten die Mitarbeiter dauerhaft entlasten“, ist sich Walter sicher. Ebenfalls in AOK-Kooperation organisierte das Unternehmen exklusiv für die weibliche Belegschaft der KGS und des Schwesterunternehmens Keller Grundbau GmbH einen vierwöchigen Pilates-Kurs.

 

„Wir haben 2018 mit verschiedenen Veranstaltungen für die Auszubildenden der KGS auch schon die Gesundheit der Nachwuchskräfte in den Fokus gestellt“, erklärt Michael Federer von der AOK Südlicher Oberrhein. „Wir machen Ausdauertraining, gesunde Ernährung und psychische Belastungen in der Ausbildung zum Thema“. Seit September können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen einer Gehaltsumwandlung Fahrräder leasen. Ganz egal ob E-Bike, Mountainbike oder gewöhnlicher Drahtesel – „durch Steuervorteile und andere Ermäßigungen spart der Mitarbeiter bares Geld“, freut sich Personalreferentin Schmidt. Viele Mitarbeiter nutzen das Rad, um damit zur Arbeit zu fahren. In 2019 sind bereits mehrere neue Maßnahmen gestartet (Betriebssportgruppe, Rückenschule, Obstkorb) und weitere sind in Planung (Erste-Hilfe-Kurs, Fahrradausflug, Grippeschutzimpfung, u.a.). „Dieses Engagement zahlt sich auch für das Unternehmen aus“, ist Federer überzeugt. „Die Krankenstatistik zeigt bereits deutliche positive Effekte“.

 

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news-3006 Wed, 13 Mar 2019 11:56:33 +0100 Die Ortenau hat Rücken https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/die-ortenau-hat-ruecken.html Fast 38.000 Versicherte aus der Ortenau befanden sich 2017 wegen Rückenleiden in ambulanter oder stationärer Behandlung. Das geht aus einem Bericht der AOK Südlicher Oberrhein hervor, den die Krankenkasse auf der Basis ihrer Versicherten ausgewertet hat. Die Ortenau hat Rücken

 

Ortenau: Fast 38.000 Versicherte aus der Ortenau befanden sich 2017 wegen Rückenleiden in ambulanter oder stationärer Behandlung. Das geht aus einem Bericht der AOK Südlicher Oberrhein hervor, den die Krankenkasse auf der Basis ihrer Versicherten ausgewertet hat. Das ist der höchste Anteil der vergangenen fünf Jahre.

 

Fehlhaltungen, falsche Belastung im Alltag und zu wenig Bewegung erhöhen das Risiko für das Auftreten von Rückenschmerzen. Lt. Robert-Koch-Institut lassen sich die Schmerzen bei rund 85 von 100 Betroffenen auf diese Ursachen zurückführen. Laut einer von der AOK in Auftrag gegebene Forsa-Umfrage treibt gut jeder dritte Baden-Württemberger seltener als einmal pro Woche oder nie Sport. Knapp zwei Drittel wird mindestens einmal pro Woche sportlich aktiv. Jeder zweite von Ihnen sagt, dass er mit Sport etwas gegen gesundheitliche Beschwerden wie beispielsweise Rückenschmerzen oder Bluthochdruck tun will.

 

Bei akuten Rückenschmerzen hilft Wärme“, erklärt Thomas Erb, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie in Lahr. „Wichtig ist, dass der Patient schnell wieder in Bewegung kommt. Daher kann es sinnvoll sein, nach Abstimmung mit dem Arzt für maximal zwei Wochen ein entzündungshemmendes Schmerzmittel zu einzunehmen. „Es ist wichtig, den Teufelskreis aus Schmerzen und Schonung zu durchbrechen“, so der Orthopäde.

 

Zählte die AOK 2013 noch knapp 33.400 erkrankte Versicherte, die wegen Rückenproblemen ärztlich versorgt wurden, so stieg der Anteil über die Jahre hinweg auf knapp 38.000 – Tendenz steigend. „Auswerten können wir nur die Versicherte, die sich tatsächlich in Behandlung befanden“, erklärt Tobias Rauber, Leiter des AOK-Kundencenters in Offenburg. „Die Dunkelziffer dürfte weit höher sein“. Das entspricht rund 23,8 Prozent an allen AOK-Versicherten im Ortenaukreis. Damit liegt der Kreis etwas unter dem landesweiten Vergleichswert mit 25,1 Prozent.

 

Frauen waren mit 22.000 betroffener Versicherter deutlich stärker betroffen als die Männer mit rund 16.000 Versicherten. Auch wenn sich die meisten Versicherten mit Rückenleiden in den Altersgruppen ab 50 Jahren bis etwa 79 Jahre befinden – die Krankheitshäufigkeit ist in der Gruppe der 80-84-Jähringen am höchsten. In dieser Altersgruppe ist jeder zweite betroffen. Im vergangenen Jahr gingen 14,9 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitsfälle auf das Konto „Muskel-Skeletterkrankungen“. Diese Diagnosegruppe enthält auch die Rückenleiden. „Insgesamt verursachte diese Gruppe mehr als ein Fünftel (21,7 Prozent) aller Ausfalltage“, berichtet Rauber. „Das ist der Spitzenreiter unter den Diagnosegruppen“.

 

In Baden-Württemberg unterzogen sich 2017 knapp 5.500 Versicherte einer Bandscheibenoperation. Im Ortenaukreis entschlossen sich 211 Versicherte zu dieser Operation. Männer und Frauen lagen dabei etwa gleichauf. „Die Anzahl der Bandscheiben-Operationen ist bei unseren Versicherten in der Ortenau rückläufig“, stellt Rauber fest. 2013 zählte die AOK 356 Bandscheibenoperationen, 2017 nur noch 211. „Bevor die Entscheidung für eine Operation getroffen wird, ist es wichtig, dass Betroffene gemeinsam mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt das Für und Wider sorgfältig abwägen“, rät Thomas Erb.

 

 

 

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news-2835 Tue, 19 Feb 2019 13:17:30 +0100 Große Kochshow in Lenzkirch https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/grosse-kochshow-in-lenzkirch.html Festhalle wird zum Küchenstudio  

 

Am Dienstag, 19. März, lädt die AOK Südlicher Oberrhein alle Kochfans und solche, die es werden wollen, zur Kochshow in die Festhalle nach Lenzkirch ein.

 

Wer schon immer einmal einen Kochprofi hautnah erleben wollte und schmecken will, wie einfach und lecker gesunde Küche sein kann, der sollte sich diesen Termin vormerken. Die AOK Südlicher Oberrhein und die Meistervereinigung Gastronom laden alle, die Freude am Kochen haben, dazu ein. Hans Joachim Burger, Mitglied der Meistervereinigung Gastronom und Küchenchef der Pension Endehof in Elzach-Oberprechtal, wird gemeinsam mit der AOK-Ernährungsberaterin Bettina Dürr in der Festhalle vor Publikum zu Kochlöffel und Schürze greifen. „Bei dem, was wir heute über gesunde Ernährung wissen, sollte man meinen, dass ernährungsbedingte Krankheiten abnehmen“, erklärt die Ernährungsexpertin. „Doch das Gegenteil ist der Fall“. Deshalb heißt das Motto „Fit und Gesund“. Aber mehr wird nicht verraten. „Früher kam gesunde Ernährung oft langweilig daher, war nicht gerade für Kreativität, Vielfalt und Genuss bekannt“, findet Bettina Dürr. „Das ist mit der gesunden und ideenreichen Küche von heute nicht mehr vergleichbar“. Die beiden zeigen am Herd, dass gemeinsam Kochen mit und für Familie oder Freunde viel Spaß machen kann. „Alles, was auf der Showbühne zubereitet wird, kann von den Besuchern auch gekostet werden. Unterstützt werden die beiden dabei von den Volleyball-Damen vom Turnverein Neustadt. Was Dürr dagegen nicht verrät ist, was genau gekocht wird. „Das soll ja auch ein bisschen spannend bleiben. Es wird aber ein leichtes dreigängiges Frühlingsmenü sein“.

 

Die Gäste erwartet eine kurzweilige Mischung aus ungezwungenem Herdgeplauder und wertvollen Expertentipps für genussvolles und gesundes Essen, einer guten Lebensmittelauswahl und zeitsparenden Küchentricks und -trends. Hans Joachim Burger ist mehrfacher Medaillengewinner bei internationalen Kochwettbewerben. „Die Rezepte können auch gleich mit nach Hause genommen werden, dann kann jeder das Menü auf dem eigenen Herd nachkochen“, erklärt Bettina Dürr. Bei einem Gewinnspiel winkt als erster Preis zwei Übernachtungen mit Überraschungsmenü für zwei Personen in der Pension Endehof. Auch Nicht-AOK-Versicherte sind willkommen.

 

Termin: Dienstag, 19. März, 19.30 Uhr, Einlass 18.00 Uhr

 

Ort: Lenzkirch, Festhalle, Schulstraße 7

 

Der Besuch ist kostenlos, eine Anmeldung erforderlich unter Telefon 0761 2103 - 221

 

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news-2837 Mon, 28 Jan 2019 13:35:57 +0100 Gesundheit: Erst kommt der Rücken, dann lange nichts https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/gesundheit-erst-kommt-der-ruecken-dann-lange-nichts.html AOK nimmt Krankenstand in der Region unter die Lupe  

 

Der Krankenstand am südlichen Oberrhein lag im vergangenen Jahr bei 5,0 Prozent. Dies ist der höchste Stand im 5-Jahres-Vergleich. Damit folgt der regionale Krankenstand dem Baden-Württemberg-Trend. Auch hier stieg der Krankenstand leicht auf 5,1 Prozent. Mehr als die Hälfte der Mitglieder der AOK-Baden-Württemberger war 2018 mindestens einmal krankgeschrieben (55,9 Prozent).

 

Das teilt die AOK Südlicher Oberrhein in einer Presseinformation mit. Grundlage für die Berechnungen sind die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen der AOK-Versicherten in der Region.

 

Im Schnitt wurden 2018 je Mitglied 11,1 Arbeitsunfähigkeitstage verzeichnet.

 

Mit 22,5 Prozent Anteil an allen Ausfalltagen stellen die Rückenbeschwerden und Muskel-Skeletterkrankungen die deutlich größte Gruppe. „Zu dieser Gruppe gehören insbesondere die Rückenerkrankungen“, erklärt Tobias Haller, Leiter des Bereichs Gesundheitsförderung bei der AOK Südlicher Oberrhein. „Zu den Hauptursachen für Rückenbeschwerden zählen Bewegungsmangel, Fehlhaltungen und einseitige Belastungen im Beruf“. Akuten Rückenschmerzen könne man oft mit Wärme zu Leibe rücken. Wichtig wäre, so Haller, „dass der Patient schnell wieder in Bewegung kommt“. Daher könne es sinnvoll sein, nach Abstimmung mit dem Arzt für maximal zwei Wochen ein entzündungshemmendes Schmerzmittel einzunehmen. „Es ist wichtig, den Teufelskreis aus Schmerzen und Schonung zu durchbrechen“, erklärt der Gesundheitsexperte.

 

An zweiter Stelle findet sich die Diagnosegruppe der Atmungserkrankungen mit 12,8 Prozent Anteil aller Ausfalltage, gefolgt von den psychischen Erkrankungen mit 11,9 Prozent (11,3 Prozent in Baden-Württemberg). Wie die AOK weiter mitteilt, ist der Anteil der psychischen Erkrankungen im 5-Jahres-Vergleich ebenfalls gestiegen. 2014 lag der Anteil bei 10,5 Prozent. „Psychische Belastungen und Störungen sind weiterhin auf dem Vormarsch“, stelle Haller fest. Infolge einer Verletzung fielen im Süden des Landes 11 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage aus.

 

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news-2836 Mon, 28 Jan 2019 13:25:21 +0100 Gesund im Betrieb https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/gesund-im-betrieb.html KGS Keller Geräte & Service GmbH investiert in die Gesundheit der Mitarbeiter  

 

Egal, ob es in der Produktion schwere Lasten zu bewegen gilt oder ob im Büroalltag mehr Bewegung gut täte – in beiden Fällen geht es darum, die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Fokus zu nehmen. Grund genug für die KGS in Renchen zusammen mit der AOK Südlicher Oberrhein für ihre Belegschaft ein Gesundheits-Jahresprogramm aufzulegen.

 

„Es ist wichtig, den Belastungen, die der Arbeitsplatz nun mal mit sich bringt, gegenzusteuern“, erklärt Personalreferentin Anika Schmidt das Engagement des Baumaschinenherstellers. „Dabei spielt es im Grunde keine Rolle, ob jemand in der Produktion arbeitet, in der Entwicklung oder im Vertrieb beschäftigt ist oder in der IT an Softwarelösungen arbeitet“, so Schmidt weiter. Als Partner für das Betriebliche Gesundheitsmanagement setzt das Unternehmen bereits seit 2016 auf die Erfahrungen der AOK Südlicher Oberrhein.

 

„Der Slogan der Keller-Gruppe „Think safe – work safe – go home safe“ verrät bereits, worum es uns und unserem Mutterkonzern geht, erklärt Jürgen Walter, KGS-Fachkraft für Arbeitssicherheit. „Wir möchten, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich das Thema Sicherheit verinnerlichen, dass sie sicher arbeiten und schließlich auch sicher und gesund wieder nach Hause kommen“. Mit einem ersten Gesundheitstag vor zwei Jahren startete die KGS Keller Geräte & Service GmbH ihre aktuelle Gesundheitsinitiative. Knapp 170 Mitarbeiter konnte das Unternehmen mit Fachvorträgen, Infoständen und Gesundheitschecks sensibilisieren.

 

Es folgte im Sommer 2017 eine Mitarbeiterbefragung. Dabei äußerte die Mehrheit den Wunsch, etwas gegen Rückenbeschwerden zu unternehmen. Die AOK-Präventionsspezialisten organisierten daraufhin den Fachvortrag „Rückengesundheit“, gefolgt von einem achtwöchigen Rückenkurs im Renchener Fitnessstudio iQ. Die KGS beteiligt sich zudem seit vier Jahren an einem großen deutschen Fitnessnetzwerk, wodurch die teilnehmenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu vergünstigen Konditionen in zertifizierten Studios trainieren können. „Auch die Installation von arbeitsplatzbezogenen Schwenkkränen und Montagehubtischen in den Produktionshallen sowie vom Steh-Sitz-Arbeitsplätzen in den Büros konnten die Mitarbeiter dauerhaft entlasten“, ist sich Walter sicher. Ebenfalls in AOK-Kooperation organisierte das Unternehmen exklusiv für die weibliche Belegschaft der KGS und des Schwesterunternehmens Keller Grundbau GmbH eine vierwöchigen Pilates-Kurs.

 

„Wir haben 2018 mit verschiedenen Veranstaltungen für die Auszubildenden der KGS auch schon die Gesundheit der Nachwuchskräfte in den Fokus gestellt“, erklärt Michael Federer von der AOK Südlicher Oberrhein. „Wir machen Ausdauertraining, gesunde Ernährung und psychische Belastungen in der Ausbildung zum Thema“. Seit September können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen einer Gehaltsumwandlung Fahrräder leasen. Ganz egal ob E-Bike, Mountainbike oder gewöhnlicher Drahtesel – „durch Steuervorteile und andere Ermäßigungen spart der Mitarbeiter bares Geld“, freut sich Personalreferentin Schmidt. Viele Mitarbeiter nutzen das Rad, um damit zur Arbeit zu fahren. Im neuen Jahr wird es eine Neuauflage des Gesundheitstages geben, weitere Maßnahmen sind in Planung. „Dieses Engagement zahlt sich auch für das Unternehmen aus“, ist Federer überzeugt. „Die Krankenstatistik zeigt bereits deutliche positive Effekte“.

 

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news-2839 Sat, 26 Jan 2019 13:40:54 +0100 AOK-KundenCenter in Zell unter neuer Leitung https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/aok-kundencenter-in-zell-unter-neuer-leitung.html Einen Wechsel gab es im KundenCenter Zell zu Jahresbeginn. Martin Fester trat Anfang Januar die Nachfolge von Miriana Guarisco an, die künftig bei der AOK Südlicher Oberrhein als Ausbildungsleiterin die Ausbildung des AOK-Nachwuchses koordiniert. Der 25-jährige Martin Fester absolvierte von 2013 bis 2015 eine Ausbildung zum Sozialversicherungsfachangestellten und sattelte danach ein Studium zum AOK-Betriebswirt auf. Kürzlich beendete der die Zusatzausbildung Ausbildung der Ausbilder.

 

 

 

Fester hat bereits als Kundenberater in der Geschäftsstelle in Freiburg, im CompetenceCenter Freiwillige Mitglieder und als Teamleiter „Krankengeld“ Erfahrungen gesammelt. Außerdem ist er als Dozent im unternehmenseigenen Bildungszentrum im schwäbischen Untersteinbach tätig. In den vergangenen zwei Jahren war er bereits als Teamleiter im KundenCenter-Netzwerk tätig – unter anderem an den Standorten Zell, Haslach und Wolfach.

 

 

 

Am 2. Januar übernahm der Krankengeld-Experte die Leitung des KundenCenters in Zell, eines von 21 KundenCentern der AOK Südlicher Oberrhein. „Mir ist die optimale und kundennahe Betreuung und Versorgung unserer Versicherten vor Ort besonders wichtig“, erklärt der Leiter. „Wir setzen auf Kompetenz und auf die Freundlichkeit unserer Kundenberater und bieten Ansprechpartner in allen Kundenanliegen rund um das Thema Gesundheit“. Neben Fester kümmern sich weitere vier Mitarbeiterinnen um knapp 13.000 Versicherte aus Zell, Gengenbach, Ohlsbach, Berghaupten, Biberach, Nordrach und Oberharmersbach. „Wir bekennen uns klar zur Region“, verrät Fester. „Deshalb sind uns Wohnortnähe und gute Erreichbarkeit sehr wichtig“. Das AOK-KundenCenter liegt nur wenige Meter vom historischen Stadtkern entfernt und ist auch zu Fuß bequem zu erreichen. Apropos: Michael Fester ist gerne zu Fuß unterwegs. Gerne verbringt er seine Pause im Städtchen oder schnürt sich auch schon mal gerne die Joggingschuhe um in Zell eine Fitness-Runde zu drehen. Ansonsten ist Feger Fan des SC Freiburg und geht auch selbst als Stürmer in der Bezirksliga auf Torejagd. Der gebürtige Freiburger lebt zur Zeit in Friesenheim, will aber mittelfristig seinen Wohnsitz ins Kinzigtal verlegen.

 

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news-2838 Mon, 21 Jan 2019 13:35:31 +0100 Wenn Essen zum Problem wird https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/wenn-essen-zum-problem-wird-8.html Immer mehr Menschen leiden an Essstörungen Wegen Essstörungen wurden 2017 im Ortenaukreis 331 AOK-versicherte Frauen und 82 Männer in ambulanter oder stationärer Behandlung. Insgesamt wurden 413 AOK-Versicherte deswegen medizinisch versorgt. Wie die AOK informiert ist die Tendenz steigend.

 

Im Jahr 2013 weist die gleiche Statistik im Ortenaukreis 293 Versicherte aus, nur ein Jahr später waren es bereits 364. 2017 kletterte der Wert auf über 400 Versicherte mit Essstörungen. Männer spielen in dieser Statistik nur eine Nebenrolle, Frauen und Mädchen sind deutlich stärker betroffen. Das bestätigt auch ein Blick auf die Zahlen in Baden-Württemberg. Auch hier steigen die Zahlen in den vergangenen Jahren kontinuierlich von rund 11.000 im Jahr 2013 auf 13.300 im Jahr 2017. Und auch landesweit liegt der Wert der behandelten Frauen rund vier mal höher als der der Männer.

 

Formen von Essstörungen gibt es viele: die Ess-Brechsucht, die sogenannte Bulemie nervosa, die Esssucht, das Binge-Eating und Mischformen. Die Magersucht ist eine besondere Form der Essstörung. An ihr leiden 82 AOK-Versicherte in der Ortenau. Auch hier steigende Tendenz. Ein Blick auf die Altersstatistik verrät schnell, dass Magersucht vor allem ein Thema für Mädchen und junge Frauen ist. Die höchsten Raten finden sich bei den 20-24-Jährigen, dann folgen die 15-19-Jährigen und die 25-29-Jährigen. „Magersucht ist die vermutlich bekannteste Form der Essstörung“, erklärt Bettina Dürr, Ernährungsberaterin bei der AOK in Offenburg. „Wenn auch nicht die häufigste“. Eine Magersucht ist eine schwerwiegende und meist sehr langwierige Erkrankung. „Sie muss unbedingt behandelt werden“, rät Dürr. Typisch seien ein starker Gewichtsverlust oder anhaltendes Untergewicht. Betroffene hätten Angst davor, zuzunehmen. Sie essen immer weniger und nehmen weiter ab. Oft beginnt die Erkrankung mit einer ganz normalen Diät, die allerdings nicht beendet wird. Man beginnt bewusst zu hungern. „Der Körper wird dann nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt, es kommt zu Mangelerscheinungen. Die Betroffenen sind oft müde und frieren. Sie haben einen langsamen Herzschlag oder Herzrhythmusstörungen und Kreislaufprobleme“.

 

„Bei allen Formen von Essstörungen handelt es sich um Verhaltensstörungen rund um das Essen mit oft schweren Folgen für die körperliche und psychische Gesundheit“, so die Ernährungsberaterin. Als Risikofaktoren gelten ein hohes Maß an Perfektionismus, beispielsweise Angst davor, Fehler zu machen, an eigenen Handlungen zu zweifeln oder die Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper. Auch genetische Veranlagungen können eine Rolle spielen. Zwischen 1998 und 2012 starben in Deutschland pro Jahr zwischen 33 und 100 Menschen an Essstörungen, rund 90 Prozent davon waren Frauen. „Werden Essstörungen frühzeitig erkannt und behandelt, sind die Aussichten auf eine vollständige Genesung besonders gut. Ein wichtiger Aspekt ist dabei die psychotherapeutische Unterstützung“.

 

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news-2854 Fri, 18 Jan 2019 14:50:56 +0100 Chefs auf Zeit https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/chefs-auf-zeit.html Als Azubi den Laden schmeißen. Davon träumt so mancher in der Ausbildung. In Müllheim lässt die AOK ihre Nachwuchskräfte ran. Mit Erfolg. Eine Ausbildung bei der AOK hat viele Facetten. „Es geht aber nicht nur darum, alles theoretisch zu beherrschen“, erklärt Miriana Guarisco, Ausbildungsleiterin bei der AOK Südlicher Oberrhein. „Wichtig ist auch, mit dem umgehen zu können, was man gelernt hat“. Fünf junge Menschen, alle im zweiten Ausbildungsjahr zum/zur Sozialversicherungsfachangestellte/n, übernahmen“ drei Wochen lang das KundenCenter in Müllheim. Selbst KundenCenterleiter Steffen Nerz räumte dafür seinen Schreibtisch und überließ Sebastian Blum, der gerade mitten in seinem Studium zum Betriebswirt steckt, seinen Stuhl. „Wenn schon, dann richtig“, findet Steffen Nerz. „Dann gehört auch die Leitung in Nachwuchshände“.

 

„Ich bin richtig stolz darauf, in Müllheim dabei sein zu können“, erzählt Jana Weismann, die gerade einem Kunden die Wohnadresse auf seiner Gesundheitskarte geändert hat. Ihr Kollege Marc Nundorf sieht es ähnlich positiv. „Mich hat beeindruckt, wie schnell wir als Team zusammengefunden haben“. Die Ausbildungsleiterin war von Anfang an davon überzeugt, dass ihre Schützlinge mit ihren Aufgaben wachsen und sich hochmotiviert und mit viel Selbstvertrauen ans Werk machen würden. Auch bei den meisten Kundinnen und Kunden kam das Projekt gut an. So wie bei Jaqueline Scherer, die mit ihren beiden Kindern Justin und Marvin im KundenCenter etwas zu erledigen hatte. „Ich finde es klasse, wie wertschätzend die AOK mit ihren Auszubildenden umgeht und wie kompetent und souverän die Azubis das angehen“. Das Team um KundenCenter-Leiter Steffen Nerz stand übrigens immer in Rufweite bereit. Für den Fall, dass doch mal eine „Zweitmeinung“ gut getan hätte.

 

 

 

„Wir wollen unsere Nachwuchskräfte schon früh mit Führungsaufgaben vertraut machen. Das funktioniert am besten, wenn man Verantwortung überträgt“.

 

Miriana Guarisco, Ausbildungsleiterin

 

 

 

Fragen zur Ausbildung bei der AOK?

 

Telefon 0761 2103-399

 

miriana.guarisco@bw.aok.de

 

 

 

bw.karriere.aok.de

 

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news-2840 Mon, 14 Jan 2019 14:25:02 +0100 Scheckübergabe im Korczak-Haus https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/scheckuebergabe-im-korczak-haus.html Hilfe, die ankommt Bei ihrer Weihnachtsfeier veranstalteten die AOK-Mitarbeiter eine große Tombola. „Die Idee dahinter war von Anfang an, Geld für eine gute Sache zu sammeln und dieses dann zu spenden“, erzählt Rudi Fehr, Personalratsvorsitzender der AOK Südlicher Oberrhein. Dafür haben die Mitglieder der Personalvertretung bei vielen Firmen und Partner-Unternehmen angeklopft und nach Preisen gefragt.

 

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kauften kräftig Lose. So kamen über 3.000 Euro zusammen. Diesen Erlös stiftete die AOK-Belegschaft jetzt dem Korczak-Haus Freiburg, einer Einrichtung für geistig und mehrfachbehinderte Kinder. Das Haus beherbergt neben einem Schulkindergarten und der Janusz-Korczak-Schule auch einen familienentlastenden Dienst. „Das Geld kommt tatsächlich bei dem familienentlastenden Dienst an“, freut sich Schulleiterin Cornelia Rüthlein. Der Dienst bietet seine Betreuung im Elternhaus oder im Korczak-Haus an. „Das ist eine große Entlastung der Eltern und der betroffenen Angehörigen“.

 

Das Foto zeigt neben drei Kindern: Rudi Fehr und Sandra Lampart vom Personalrat der AOK und Schulleiterin Cornelia Rüthlein (stehend, von links)

 

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news-2843 Thu, 29 Nov 2018 13:58:53 +0100 Date mit der Ortenau: "Wir brauchen sie alle" https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/date-mit-der-ortenau-wir-brauchen-sie-alle.html Die Ortenau wirbt um Ärztenachwuchs Zu einem Date mit der Ortenau hatten AOK Südlicher Oberrhein und die Kreisärzteschaft junge Medizinstudierende nach Gengenbach eingeladen. Die Veranstalter machten es sich zur Aufgabe, für die Region zu werben und den jungen Medizinern zu zeigen, warum es sich lohnt, in der Ortenau zu leben und als Arzt zu arbeiten.

 

„Wir wollen nicht abwarten und zuschauen, wie sich die Zukunft entwickelt“, erklärt Petra Spitzmüller, stv. Geschäftsführerin der AOK Südlicher Oberrhein, „sondern den Nachwuchsmedizinern zeigen, welche hervorragenden Möglichkeiten sich in der Ortenau bieten“. Gemeinsam mit Ulrich Geiger, Hausarzt in Offenburg und Vorsitzender der Kreisärzteschaft, entwickelte Spitzmüller das Konzept „Ein Date mit der Ortenau“. Die Hintergründe sind bekannt: Etwa jeder vierte niedergelassene Hausarzt ist über 60 Jahre alt und denkt an den Ruhestand. Heute sind die Wege zum Hausarzt noch relativ kurz. Doch viele Studien zeigen, dass schon in wenigen Jahren die Wege deutlich länger sein werden.

 

„Die meisten Studierenden kennen die Ortenau nur von der Durchreise: Letzter ICE-Stopp vor Freiburg oder hier wird die Autobahn zweispurig“, ist sich Geiger sicher. Das Date mit der Ortenau soll die Region bekannter machen.

 

20 Studenten meldeten sich und ergatterten einen der begehrten Plätze. Im Schwarzwaldhotel in Gengenbach brachten die Veranstalter die Nachwuchsmediziner mit Hausärzten und anderen bedeutenden Akteuren des Gesundheitswesens zusammen. Dabei stellte Carina Heitmann, Personaldirektorin des Ortenau Klinikums, unter anderem die vielen Weiterbildungsmöglichkeiten vor. Dominik Fehringer, Geschäftsführer der Wirtschaftsregion Ortenau, ging auf die außergewöhnlichen wirtschaftlichen Vorzüge der Region ein, während Stefan Kranz und Angélique Klein von der Sparkasse Möglichkeiten vorstellten, wie man eine Praxisübernahme finanzieren kann. Verschiedene Vertreter der Wirtschaft sind es auch, die als Sponsoren die Veranstaltung erst ermöglichten. In unterschiedlichen Vorträgen und Gesprächsrunden erfuhren die Studenten, wie das regionale Gesundheitsnetzwerk funktioniert, was die Ortenau kulinarisch zu bieten hat und wie es um das Freizeitangebot bestellt ist. Besonders aufschlussreich waren die Besuche verschiedener Arztpraxen. Hier konnten sich die Studenten auf Augenhöhe mit den Ärzten austauschen und ganz gezielt fragen, was den Beruf des Hausarztes auszeichnet, worauf es bei einer Praxisübernahme ankommt und welche Unterstützung man bekommen kann. Die Teilnehmer sind sich einig: Das Date schließt eine Wissenslücke im Medizinstudium. Und weil die Entscheidung über den künftigen Lebensmittelpunkt meist partnerschaftlich beschlossen wird, haben AOK und Kreisärzteschaft den Partner oder die Partnerin gleich mit eingeladen. „Wir möchten einfach zeigen, wie hoch die Lebensqualität in der Ortenau ist und dass man als Landarzt bei uns viele Möglichkeiten hat, sowohl beruflich als auch privat“, erklärt Spitzmüller. „Wir brauchen sie in jedem Fall alle – ob Haus- oder Fachrichtung, ob Klinik oder Niederlassung.“, resümiert Geiger.

 

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news-2841 Thu, 29 Nov 2018 13:54:01 +0100 Alter schützt vor Vollrausch nicht https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/alter-schuetzt-vor-vollrausch-nicht.html Dass viele Jugendliche und junge Menschen einen riskanten Umgang mit Alkohol pflegen, davon wird immer wieder berichtet. Die AOK Südlicher Oberrhein ermittelte nun, wie es um das Trinkverhalten älterer Menschen steht. Im Süden des Landes waren im Jahr 2017 1944 AOK-Versicherte, die 60 Jahre und älter waren, mit alkoholbedingten Störungen in ärztlicher Behandlung. 141 Versicherte waren wegen eines Vollrausches im Krankenhaus. Eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der AOK zeigt, dass Senioren deutlich häufiger zur Flasche greifen als Jüngere. Allerdings verrät die Statistik auch, dass bei alkoholbedingten Störungen in der Region ein Rückgang zu verzeichnen ist.

 

Zählte die AOK im Jahr 2013 noch 2345 Versicherte, die wegen alkoholbedingter Störungen in Behandlung waren, so waren es vier Jahre später nur noch 1944.

 

Laut der Studie ist Bier das mit Abstand am meisten konsumierte alkoholische Getränk. Rund 20 Prozent der Menschen ab 60 Jahre trinkt mindestens drei Mal pro Woche Bier. Bei den 30- bis 44-Jährigen sind das acht Prozent, bei den 45- bis 59-Jährigen 16 Prozent. Jeder dritte Baden-Württemberger trinkt mindestens einmal die Woche Bier, jeder vierte Wein oder Sekt. Dass Männer tendenziell mehr Bier, Frauen dagegen mehr Wein und Sekt trinken, überrascht nicht.

 

Die Zahl der im Vollrausch ins Krankenhaus eingelieferten Patienten ist in den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen, dem Ortenaukreis und dem Stadtkreis Freiburg seit Jahren relativ konstant. Insgesamt waren Akute Alkohol-Intoxikation bei 141 Senioren die Einlieferungsdiagnose. „In Deutschland haben etwa 9,5 Millionen Menschen einen Alkoholkonsum, der als gesundheitsgefährdend gilt“, erklärt Elvira Steinmann, Leiterin des Sozialen Dienstes der AOK Südlicher Oberrhein in Freiburg. Zusammen mit ihrem Team berät sie Menschen in schwierigen Lebenssituationen, auch in Verbindung mit Suchtproblemen. Als riskant gilt ein Alkoholkonsum von im Durschnitt mehr als einem Glas (Bier 0,25 Liter, Wein ein achtel Liter) pro Tag bei Frauen und mehr als durchschnittlich zwei Gläsern pro Tag bei Männern. Mit zunehmendem Alter nimmt die Alkoholverträglichkeit ab. Auch die Leber brauche mit steigendem Ater länger, um den Alkohol abzubauen, so die AOK.

 

Einen mindesten wöchentlichen Konsum riskanter Alkoholmengen weisen 13,8 Prozent der Frauen und 18,2 Prozent der Männer auf. Männer konsumieren demnach signifikant häufiger Alkohol in riskanten Mengen als Frauen. „Eine Alkoholabhängigkeit kann sich auch noch im höheren Alter entwickeln oder aber sich verfestigen“ erklärt die Sozialpädagogin. „Wer trinkt, um körperliche Beschwerden zu lindern oder negative Gefühle wie zum Beispiel Trauer, Einsamkeit oder Langeweile besser ertragen zu können, ist gefährdet“. Der Übergang von einem riskanten Alkoholkonsum zur Abhängigkeit ist oft schleichend und entwickelt sich oft über einen längeren Zeitraum. Es gibt jedoch eine Reihe von Warnsignalen. „Wer nach durchzechten Nächten Erinnerungslücken hat, ohne Alkohol unruhig ist und nicht einschlafen kann oder andere Interessen zugunsten des Alkohols hinten anstellt, der sollte sich beraten lassen“, so Elvira Steinmann. Untersuchungen zeigen, dass bei mindesten 50 von 100 Betroffenen schon eine Beratung von 10 bis 30 Minuten durch den Hausarzt dazu führt, dass die Trinkmenge nachhaltig gesenkt wird.

 

Die Gründe für riskanten Alkoholkonsum können sehr unterschiedlich sein. „Spielen bei Jugendlichen oft Identitätsfindung, Gruppendruck, das Austesten von Grenzen und der Ablöseprozess vom Elternhaus eine Rolle“, erklärt Elvira Steinmann, „so weiß man von älteren Menschen, dass sie mit Alkohol häufig auf aktuelle Schwierigkeiten wie etwa der Übergang vom Berufsleben in den Ruhestand oder den Verlust des Lebenspartners reagieren. Etwa 80 von 100 Menschen, die alkoholabhängig sind, suchen mindestens einmal einen niedergelassenen Arzt auf. Häufig kommen sie wegen anderer Beschwerden, beispielsweise wegen Verletzungen, Infekten, Magen-Darm-Beschwerden oder weil sie eine Krankschreibung benötigen. „Die Mehrzahl verleugnet den Alkoholkonsum und die damit einhergehenden Probleme“.

 

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news-2842 Wed, 28 Nov 2018 13:56:08 +0100 Alter schützt vor Vollrausch nicht https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/alter-schuetzt-vor-vollrausch-nicht-1.html Dass viele Jugendliche und junge Menschen einen riskanten Umgang mit Alkohol pflegen, davon wird immer wieder berichtet. Die AOK Südlicher Oberrhein ermittelte nun, wie es um das Trinkverhalten älterer Menschen steht. Im Ortenaukreis waren im Jahr 2017 907 AOK-Versicherte, die 60 Jahre und älter waren, mit alkoholbedingten Störungen in ärztlicher Behandlung. 69 Ortenauer waren wegen eines Vollrauschs im Krankenhaus. Eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der AOK zeigt, dass Senioren deutlich häufiger zur Flasche greifen als Jüngere. Allerdings verrät die Statistik auch, dass bei alkoholbedingten Störungen in der Ortenau ein leichter Rückgang zu verzeichnen ist. Zählte die AOK im Jahr 2013 noch über 1000 Versicherte, die wegen alkoholbedingter Störungen in Behandlung waren, so waren es vier Jahre später nur noch knapp über 900.

 

 

 

Laut der Studie ist Bier das mit Abstand am meisten konsumierte alkoholische Getränk. Rund 20 Prozent der Menschen ab 60 Jahre trinkt mindestens drei Mal pro Woche Bier. Bei den 30- bis 44-Jährigen sind das acht Prozent, bei den 45- bis 59-Jährigen 16 Prozent. Jeder dritte Baden-Württemberger trinkt mindestens einmal die Woche Bier, jeder vierte Wein oder Sekt. Dass Männer tendenziell mehr Bier, Frauen dagegen mehr Wein und Sekt trinken, überrascht nicht.

 

 

 

Die Zahl der im Vollrausch ins Krankenhaus eingelieferten Patienten ist im Ortenaukreis seit Jahren nahezu unverändert. Insgesamt waren Akute Alkohol-Intoxikation bei 69 Senioren die Einlieferungsdiagnose. „In Deutschland haben etwa 9,5 Millionen Menschen einen riskanten Alkoholkonsum“, erklärt Johannes Schrempp vom Sozialen Dienst der AOK in Lahr. Er und sein Team beraten u.a. Menschen in schwierigen Lebenslagen, auch in Verbindung mit Suchtproblemen. Als riskant gilt ein Alkoholkonsum von im Durschnitt mehr als einem Glas (Bier 0,25 Liter, Wein ein achtel Liter) pro Tag bei Frauen und mehr als durchschnittlich zwei Gläsern pro Tag bei Männern. Mit zunehmendem Alter nimmt die Alkoholverträglichkeit ab. Auch die Leber brauche mit steigendem Alter länger, um den Alkohol abzubauen, so die AOK.

 

 

 

Die Gründe für riskanten Alkoholkonsum können sehr unterschiedlich sein. „Bei Jugendlichen spielen beispielsweise Identitätsfindung, Gruppendruck, das Austesten von Grenzen und der Ablöseprozess vom Elternhaus eine Rolle“, erklärt der Sozialpädagoge. In diesem Alter bilde sich ein Konsummuster aus, das häufig auch im Erwachsenenalter beibehalten wird. „Gefährlich wird es, wenn man Alkohol konsumiert, um Stress oder Wut zu vergessen“. Von älteren Menschen weiß man, dass sie damit häufig auf aktuelle Schwierigkeiten reagieren, beispielsweise nach dem Wechsel vom Berufsleben in den Ruhestand oder den Verlust des Lebenspartners. Es wurde mehrfach nachgewiesen, dass exzessiver Alkoholkonsum verschiedenste Formen gesundheitlicher und sozialer Probleme verursachen kann. „Er erhöht das Risiko diverser Krebsarten, neurologische und psychische Störungen, kardiovaskuläre und Magen-Darm-Krankheiten, perinatale Erkrankungen, Unfälle, Suizide und durch Gewalt verursachte Todesfälle“, so Schrempp weiter. „Doch auch wer schon die gesundheitlich unbedenklichen Grenzen überschreitet schädigt seinen Körper und senkt die Lebenserwartung deutlich“.

 

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news-2844 Fri, 16 Nov 2018 14:25:27 +0100 AOK diskutiert in Kehl aktuelle Gesetzgebung https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/aok-diskutiert-in-kehl-aktuelle-gesetzgebung.html Zu seiner letzten Sitzung in diesem Jahr hat sich der Bezirksrat der AOK Südlicher Oberrhein in Kehl getroffen. Auf Einladung von Christian Zerfaß, Leiter Personal- und Sozialwesen und Mitglied im AOK-Bezirksrat, tagte das Gremium in den Badischen Stahlwerken in Kehl. Nach der Begrüßung durch den alternierenden Vorsitzenden Armin Schmidt informierte Wolfgang Schweizer, Geschäftsführer der AOK Südlicher Oberrhein, über aktuelle Entwicklungen in der Gesundheitspolitik. „Ab dem 1. Januar wird die paritätische Finanzierung der Beitragssätze in der Gesetzlichen Krankenversicherung wieder hergestellt“, berichtete Schweizer. „Ab diesem Zeitpunkt wird die Finanzierung des Zusatzbeitrages wieder zu gleichen Teilen durch Versicherte und Arbeitgeber getragen“. Bisher war der Zusatzbeitrag von den Versicherten alleine zu bezahlen. Er berichtete auch vom Vorhaben der Bundesregierung, die Versorgung Pflegebedürftiger weiter auszubauen. Geplant ist u.a., dass pflegende Angehörige, die selbst eine Kur benötigen, ihre zu pflegenden Familienmitglieder in die gleiche Einrichtung mitnehmen können.

 

Mit dem Terminservice- und Versorgungsgesetz sollen Ärzte verpflichtet werden, ihr Sprechstundenangebot zu erweitern. Allerdings sieht die AOK weite Teile des Gesetzes kritisch, da die Veränderungen zu keinen Verbesserungen in der Versorgung führten. „Die EU-Kommission hat Deutschland zu mehr Kostendisziplin im Gesundheitswesen aufgefordert“, berichtet der Geschäftsführer. Deutschland habe die höchste Dichte an Krankenhausbetten und gibt für die medizinische Versorgung pro Kopf 43 Prozent mehr aus als im EU-Schnitt. „Trotzdem liegt die durchschnittliche Lebenserwartung nur bei 80,7 Jahren. Das bedeutet lediglich Platz 18 in der EU“. Deutschland müsse dafür sorgen, die Ressourcen im Gesundheitswesen effizienter einzusetzen, so der EU-Kommission.

 

„Die AOK liegt weiterhin auf Wachstumskurs. Zum 1. Oktober zählt die AOK Südlicher Oberrhein knapp 360.500 Versicherte. Seit dem 1. Januar 2009 verzeichnet sie einen Zuwachs von 64.400 Versicherten.

 

Im Anschluss an die Sitzung lud Christian Zerfaß zu einer Besichtigung der Badischen Stahlwerke ein.

 

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news-2845 Fri, 16 Nov 2018 14:25:17 +0100 10 Jahre Hausärztliche Versorung im Südwesten https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/10-jahre-hausaerztliche-versorung-im-suedwesten.html Ärzte und AOK ziehen Bilanz Vor 10 Jahren wurde vom Hausärzteverband, MEDI und der AOK Baden-Württemberg der bundesweit erste Vertrag zur hausarztzentrierten Versorgung (HZV) unterzeichnet. Damit wurde der Hausarzt als Lotse im Gesundheitssystem etabliert. Gemeinsam mit renommierten Wissenschaftlern zog die AOK nun Bilanz.

 

Landesweit nehmen 1,6 Millionen AOK-Versicherte am Hausärztevertrag teil. Auf Medizinerseite sind rund 5.000 Hausärzte inklusive Kinder- und Jugendärzte im Rahmen des Vertrages aktiv. Hinzu kommen knapp 2.500 Fachärzte, die rund 640.000 AOK-Kunden im Facharztprogramm betreuen.

 

In der Region am südlichen Oberrhein, dazu gehören neben dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald auch Freiburg, der Landkreis Emmendingen und der Ortenaukreis, beteiligen sich fast 390 Hausärzte, die fast 105.000 AOK-Patienten versorgen. Hinzu kommen 190 Fachärzte der Bereiche Kardiologie, Gastroenterologie, Psychiatrie/Neurologie/ Psychotherapie (PNP), Orthopädie, Rheumatologie, Urologie und Diabetologie, denen knapp 31.000 AOK-Versicherte vertrauen.

 

„Die HZV stärkt meine Rolle als Allgemeinmediziner“, betont Dr. Berthold Dietsche, Hausarzt in Freiburg und Vorsitzender des Hausärzteverbandes Baden-Württemberg. Als Lotse koordiniere er die Behandlung und steht im engen Austausch mit fachärztlichen Kolleginnen und Kollegen. Dadurch werden Fehlmedikationen sowie unnötige und belastende Doppeluntersuchungen vermieden. Außerdem seien die im HZV-Vertrag vorgesehenen engmaschigen Betreuungsmodule für die Gesundheit chronisch erkrankter Personen bedeutsam.

 

Nachweislich besser versorgt

 

Die aktuelle Evaluation der vergangenen 10 Jahre der Universitäten Frankfurt/Main und Heidelberg machen deutlich, welche Verbesserungen zu Buche schlagen. HZV-Patienten mit koronaren Herzerkrankungen weisen pro Jahr 1.900 weniger Krankenhausaufenthalte und ca. 17.000 Krankenhaustage weniger aufgrund kürzerer Liegezeiten auf. Bei Diabetikern sind deutlich weniger schwerwiegende Komplikationen zu beobachten. Über einen Beobachtungszeitraum von sechs Jahren (2011 bis 2016) wurden ca. 4.000 schwerwiegende Komplikationen wie Amputation, Dialyse, Erblindung, Herzinfarkt oder Schlaganfall in der HZV-Gruppe vermieden. Die Evaluation hat auch gezeigt, dass durch die HZV knapp 1.700 Todesfälle verhindert wurden.

 

Auch die Ärzte profitieren. „Die leistungsgerechte Honorierung in festen Eurobeträgen ohne Budgetierung sichert die wirtschaftliche Zukunft unserer Praxen und bietet Planungssicherheit für Investitionen und laufende Kosten“, sagt Dietsche. Und mit der Versorgungsassistentin in der Hausarztpraxis - der VERAH- steht die HZV für moderne, teamorientierte Praxisstrukturen. Über 160 solcher speziell qualifizierten Versorgungsassistentinnen sind am südlichen Oberrhein im Einsatz. Sie entlasten die Mediziner, führen Hausbesuche durch und übernehmen Tätigkeiten, für die nicht zwingend der Arzt kommen muss. Und noch ein anderer Punkt ist dem Mediziner wichtig: „HZV-Praxen sind für die Übernahme durch den ärztlichen Nachwuchs erheblich attraktiver“, erklärt der Freiburger Mediziner. Damit seien sie auch ein Mittel gegen den Ärztemangel im ländlichen Raum.

 

Obwohl der Hausarztvertrag für die AOK Baden-Württemberg mit hohen Ausgaben verbunden ist, lohnt er sich in der Endabrechnung. 2017 investierte die AOK Baden-Württemberg 618 Millionen Euro in die Hausarzt- und Facharztverträge. Im gleichen Zeitraum hätte die AOK in der Regelversorgung rund 50 Millionen Euro mehr ausgegeben. „Die Investitionen sind sehr gut angelegtes Geld, weil sie vor allem der

 

Gesundheit unserer Versicherten zu Gute kommen“, ist Wolfgang Schweizer überzeugt.

 

Mit Nephrologie, Pulmologie und HNO peilt die AOK 2019 weitere Facharztverträge an.

 

„Außerdem arbeiten wir intensiv an den IT-Anwendungen elektronischer Arztbrief, digitaler Medikationsplan und an der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung. „Dadurch werden wir künftig Krankengeld noch schneller überweisen können“, ist Schweizer überzeugt.

 

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news-2848 Wed, 07 Nov 2018 14:19:25 +0100 Übergewicht und Bewegungsmangel erhöhen das Diabetes-Risiko https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/uebergewicht-und-bewegungsmangel-erhoehen-das-diabetes-risiko-2.html Durst, starker Harndrang, Müdigkeit und trockene Haut: Diese Anzeichen können auf eine Stoffwechselerkrankung hindeuten – den Diabetes Mellitus. Laut Weltgesundheitsorganisation sind weltweit 422 Millionen Menschen betroffen. 1980 waren es noch 108 Millionen. Der Diabetes Mellitus Typ 2, früher oft als Altersdiabetes bezeichnet, zählt zu den großen Volkskrankheiten. Nach einer Auswertung der AOK Südlicher Oberrhein waren in Baden-Württemberg 2017 etwas mehr als 429.000 AOK-Versicherte betroffen. Im Fünf-Jahres-Zeitraum bedeutet das einen leichten Anstieg von 17.800 betroffenen Versicherten seit 2013.

 

Am Südlichen Oberrhein zählte die AOK 2017 fast 31.900 Versicherte, die an einem Diabetes Mellitus Typ 2 erkrankt waren. Das sind fast 1.600 Menschen mehr als vier Jahre zuvor. „Das sieht in den Landkreisen Ortenau, Emmendingen, Breisgau-Hochschwarzwald und Freiburg tendenziell sehr ähnlich aus“, erklärt Wolfgang Schweizer, Geschäftsführer der AOK Südlicher Oberrhein.

 

„Allerdings nimmt der prozentuale Anteil der Erkrankten an allen Versicherten leicht ab“, so Schweizer. Im Südwesten waren 2017 9,4 Prozent aller AOK-Versicherten an der Stoffwechselerkrankung erkrankt, vier Jahre davor waren dies 9,9 Prozent. Da die Erkrankung einen erhöhten Blutzuckerspiegel zur Folge hat, wird sie im Volksmund auch Zuckerkrankheit genannt.

 

„Meist entsteht diese Erkrankung im Zusammenhang mit dem Lebensstil“, erklärt die Lahrer Ernährungsberaterin Heike Neumann. „Auffällig ist, dass Übergewicht und Bewegungsmangel heute schon bei jungen Menschen beobachtet werden“. Zusammen mit einer entsprechenden Erbanlage verstärken diese Faktoren eine Insulin-Unempfindlichkeit und gelten als Hauptverantwortliche. „Normalerweise leitet Insulin, ein Hormon aus der Bauchspeicheldrüse, den Zucker aus dem Blut in die Zellen, die aus ihm Energie gewinnen“, erklärt die Ernährungsberaterin. Bei einer Insulinresistenz kann das Insulin dieser Aufgabe nicht mehr nachkommen – der Insulinspiegel sinkt, der Blutzuckerspiegel steigt. Mit einer einfachen Blutzuckermessung beim Arzt lässt sich ein Typ-2-Diabetes feststellen.

 

 

 

Im Gespräch mit der Ernährungsberaterin Heike Neumann

 

Vier Fragen – vier Antworten

 

Worauf sollten Typ-2-Diabetiker achten?

 

Er sollte sich kritisch mit seinem Lebensstil auseinander setzen. 80 von 100 Typ-2-Patienten sind mindestens übergewichtig. Und sehr oft kommt Bewegungsmangel dazu. Daher ist die Empfehlung klar: fettärmer ernähren und körperlich aktiver werden. Das ist übrigens auch mein Rat zur Vorbeugung.

 

Sollten Betroffene auf eine spezielle Diät setzen?

 

Sie sollten auf eine Ernährung achten, die dem Empfehlungen für eine vollwertige ausgewogene Ernährung entspricht. Spezielle Diabetiker-Produkte bringen gegenüber üblichen Lebensmitteln keine wesentlichen Vorteile.

 

Diabetes und Sport – passt das zusammen?

 

Ja, sogar sehr gut. Mehr Bewegung bedeutet langfristig auch eine Gewichtsabnahme. Das verbessert die Wirkung des Insulins und senkt den Blutzuckerspiegel. Bei manchen Betroffenen reicht das schon, um ihre Erkrankung und die damit verbundenen Risiken in den Griff zu bekommen. Man sollte es allerdings mit dem Sport dann nicht übertreiben. Diabetiker haben ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

 

Haben Sie noch einen Rat für Typ-2-Diabetiker?

 

Eine ganz individuelle Ernährungsberatung ist sicher eine gute Unterstützung. Ich würde auch empfehlen, den Arzt auf die Teilnahme in einem Programm für chronisch kranke Menschen anzusprechen. So bietet zum Beispiel Curaplan eine Vielzahl von genau zugeschnittenen Kursangeboten. Und auch die Einschreibung im Facharzt-Programm Diabetologie verspricht Vorteile in der medizinischen Versorgung.

 

 

 

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news-2847 Wed, 07 Nov 2018 14:15:40 +0100 Übergewicht und Bewegungsmangel erhöhen das Diabetes-Risiko https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/uebergewicht-und-bewegungsmangel-erhoehen-das-diabetes-risiko.html Durst, starker Harndrang, Müdigkeit und trockene Haut: Diese Anzeichen können auf eine Stoffwechselerkrankung hindeuten – den Diabetes Mellitus. Laut Weltgesundheitsorganisation sind weltweit 422 Millionen Menschen betroffen. 1980 waren es noch 108 Millionen. Der Diabetes Mellitus Typ 2, früher oft als Altersdiabetes bezeichnet, zählt zu den großen Volkskrankheiten. Nach einer Auswertung der AOK Südlicher Oberrhein waren in Baden-Württemberg 2017 etwas mehr als 429.000 AOK-Versicherte betroffen. Im Fünf-Jahres-Zeitraum bedeutet das einen leichten Anstieg von 17.800 betroffenen Versicherten seit 2013.

 

Im Landkreis Emmendingen zählte die AOK 2017 5.425 Versicherte, die an einem Diabetes Mellitus Typ 2 erkrankt waren. „Das sind rund 300 Menschen mehr als vier Jahre zuvor“, erklärt der Leiter des Emmendinger AOK-Kundencenters, Jürgen Dreher. Im benachbarten Ortenaukreis, dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und Freiburg werden ähnliche Steigerungen beobachtet. „Allerdings nimmt der prozentuale Anteil der Erkrankten an allen Versicherten leicht ab“, so Dreher. Dies lässt vermuten, dass die Bevölkerung insgesamt etwas jünger wird. Im Landkreis Emmendingen waren 2017 9,9 Prozent aller Versicherten an der Stoffwechselerkrankung erkrankt, vier Jahre davor waren dies 10,4 Prozent. Da die Erkrankung einen erhöhten Blutzuckerspiegel zur Folge hat, wird sie im Volksmund auch Zuckerkrankheit genannt.

 

„Meist entsteht diese Erkrankung im Zusammenhang mit dem Lebensstil“, erklärt Heike Neumann, Ernährungsberaterin bei der AOK. „Auffällig ist, dass Übergewicht und Bewegungsmangel heute schon bei jungen Menschen beobachtet werden“. Zusammen mit einer entsprechenden Erbanlage verstärken diese Faktoren eine Insulin-Unempfindlichkeit und gelten als Hauptverantwortliche. „Normalerweise leitet Insulin, ein Hormon aus der Bauchspeicheldrüse, den Zucker aus dem Blut in die Zellen, die aus ihm Energie gewinnen“, erklärt die Ernährungsberaterin. Bei einer Insulinresistenz kann das Insulin dieser Aufgabe nicht mehr nachkommen – der Insulinspiegel sinkt, der Blutzuckerspiegel steigt. Mit einer einfachen Blutzuckermessung beim Arzt lässt sich ein Typ-2-Diabetes feststellen.

 

Im Gespräch mit der Ernährungsberaterin Heike Neumann

 

Vier Fragen – vier Antworten

 

Worauf sollten Typ-2-Diabetiker achten?

 

Er sollte sich kritisch mit seinem Lebensstil auseinander setzen. 80 von 100 Typ-2-Patienten sind mindestens übergewichtig. Und sehr oft kommt Bewegungsmangel dazu. Daher ist die Empfehlung klar: fettärmer ernähren und körperlich aktiver werden. Das ist übrigens auch mein Rat zur Vorbeugung.

 

Sollten Betroffene auf eine spezielle Diät setzen?

 

Sie sollten auf eine Ernährung achten, die dem Empfehlungen für eine vollwertige ausgewogene Ernährung entspricht. Spezielle Diabetiker-Produkte bringen gegenüber üblichen Lebensmitteln keine wesentlichen Vorteile.

 

Diabetes und Sport – passt das zusammen?

 

Ja, sogar sehr gut. Mehr Bewegung bedeutet langfristig auch eine Gewichtsabnahme. Das verbessert die Wirkung des Insulins und senkt den Blutzuckerspiegel. Bei manchen Betroffenen reicht das schon, um ihre Erkrankung und die damit verbundenen Risiken in den Griff zu bekommen. Man sollte es allerdings mit dem Sport dann nicht übertreiben. Diabetiker haben ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

 

Haben Sie noch einen Rat für Typ-2-Diabetiker?

 

Eine ganz individuelle Ernährungsberatung ist sicher eine gute Unterstützung. Ich würde auch empfehlen, den Arzt auf die Teilnahme in einem Programm für chronisch kranke Menschen anzusprechen. So bietet zum Beispiel Curaplan eine Vielzahl von genau zugeschnittenen Kursangeboten. Und auch die Einschreibung im Facharzt-Programm Diabetologie verspricht Vorteile in der medizinischen Versorgung.

 

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news-2846 Wed, 07 Nov 2018 14:13:07 +0100 Übergewicht und Bewegungsmangel erhöhen das Diabetes-Risiko https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/uebergewicht-und-bewegungsmangel-erhoehen-das-diabetes-risiko-1.html Durst, starker Harndrang, Müdigkeit und trockene Haut: Diese Anzeichen können auf eine Stoffwechselerkrankung hindeuten – den Diabetes Mellitus. Laut Weltgesundheitsorganisation sind weltweit 422 Millionen Menschen betroffen. 1980 waren es noch 108 Millionen.  

 

Der Diabetes Mellitus Typ 2, früher oft als Altersdiabetes bezeichnet, zählt zu den großen Volkskrankheiten. Nach einer Auswertung der AOK Südlicher Oberrhein waren in Baden-Württemberg 2017 etwas mehr als 429.000 AOK-Versicherte betroffen. Im Fünf-Jahres-Zeitraum bedeutet das einen leichten Anstieg von 17.800 betroffenen Versicherten seit 2013.

 

In der Ortenau zählte die AOK 2017 15.990 Versicherte, die an einem Diabetes Mellitus Typ 2 erkrankt waren. „Das sind rund 500 Menschen mehr als vier Jahre zuvor“, berichtet Armin Roth, Leiter des Lahrer Kundencenters der AOK. In den benachbarten Landkreisen Emmendingen, Breisgau-Hochschwarzwald und Freiburg werden ähnliche Steigerungen beobachtet. „Allerdings nimmt der Anteil der Erkrankten an allen Versicherten leicht ab“, so Roth. Dies lässt vermuten, dass die Bevölkerung insgesamt etwas jünger wird. Im Ortenaukreis waren 2017 10 Prozent aller Versicherten an der Stoffwechselerkrankung erkrankt, vier Jahre davor waren dies 10,7 Prozent. Da die Erkrankung einen erhöhten Blutzuckerspiegel zur Folge hat, wird sie im Volksmund auch Zuckerkrankheit genannt.

 

„Meist entsteht diese Erkrankung im Zusammenhang mit dem Lebensstil“, erklärt die Lahrer Ernährungsberaterin Heike Neumann. „Auffällig ist, dass Übergewicht und Bewegungsmangel heute schon bei jungen Menschen beobachtet werden“. Zusammen mit einer entsprechenden Erbanlage verstärken diese Faktoren eine Insulin-Unempfindlichkeit und gelten als Hauptverantwortliche. „Normalerweise leitet Insulin, ein Hormon aus der Bauchspeicheldrüse, den Zucker aus dem Blut in die Zellen, die aus ihm Energie gewinnen“, erklärt die Ernährungsberaterin. Bei einer Insulinresistenz kann das Insulin dieser Aufgabe nicht mehr nachkommen – der Insulinspiegel sinkt, der Blutzuckerspiegel steigt. Mit einer einfachen Blutzuckermessung beim Arzt lässt sich ein Typ-2-Diabetes feststellen.

 

((Zusatzinfo – darf gerne verwendet werden))

 

Im Gespräch mit der Ernährungsberaterin Heike Neumann

 

Vier Fragen – vier Antworten

 

Worauf sollten Typ-2-Diabetiker achten?

 

Er sollte sich kritisch mit seinem Lebensstil auseinander setzen. 80 von 100 Typ-2-Patienten sind mindestens übergewichtig. Und sehr oft kommt Bewegungsmangel dazu. Daher ist die Empfehlung klar: fettärmer ernähren und körperlich aktiver werden. Das ist übrigens auch mein Rat zur Vorbeugung.

 

Sollten Betroffene auf eine spezielle Diät setzen?

 

Sie sollten auf eine Ernährung achten, die dem Empfehlungen für eine vollwertige ausgewogene Ernährung entspricht. Spezielle Diabetiker-Produkte bringen gegenüber üblichen Lebensmitteln keine wesentlichen Vorteile.

 

Diabetes und Sport – passt das zusammen?

 

Ja, sogar sehr gut. Mehr Bewegung bedeutet langfristig auch eine Gewichtsabnahme. Das verbessert die Wirkung des Insulins und senkt den Blutzuckerspiegel. Bei manchen Betroffenen reicht das schon, um ihre Erkrankung und die damit verbundenen Risiken in den Griff zu bekommen. Man sollte es allerdings mit dem Sport dann nicht übertreiben. Diabetiker haben ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

 

Haben Sie noch einen Rat für Typ-2-Diabetiker?

 

Eine ganz individuelle Ernährungsberatung ist sicher eine gute Unterstützung. Ich würde auch empfehlen, den Arzt auf die Teilnahme in einem Programm für chronisch kranke Menschen anzusprechen. So bietet zum Beispiel Curaplan eine Vielzahl von genau zugeschnittenen Kursangeboten. Und auch die Einschreibung im Facharzt-Programm Diabetologie verspricht Vorteile in der medizinischen Versorgung.

 

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news-2850 Tue, 09 Oct 2018 14:29:54 +0200 Depressionen - die Zahlen steigen https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/depressionen-die-zahlen-steigen.html 2017 litten am südlichen Oberrhein rund 35.800 AOK-Versicherte unter Depressionen Wenn schon das Aufstehen morgens schwerfällt, wenn der Antrieb fehlt und das, was man tut, sinnlos erscheint, dann lautet die Diagnose oft Depression. Sie verändert das Leben stark und nachhaltig. Betroffene empfinden eine große Leere, können sich kaum noch freuen und verlieren das Interesse an sozialen Kontakten. Menschen, die an Depressionen leiden, werden immer mehr. Die AOK Südlicher Oberrhein beobachtet seit Jahren einen Anstieg bei ihren Versicherten.

 

Am südlichen Oberrhein zählte die AOK im Jahr 2017 rund 35.800 Versicherte, die sich wegen Depressionen in ambulanter oder stationärer Behandlung befanden. Das entspricht 10,6 Prozent aller AOK-Versicherten in der Region. In Baden-Württemberg waren rund 465.400 AOK-Versicherten betroffen. Das entspricht rund 10.9 Prozent der Versicherten.

 

Die Krankheitshäufigkeit steigt mit zunehmendem Alter tendenziell an. Die meisten Betroffenen zählt die AOK zwischen dem fünfzigsten und fünfundsechzigsten Lebensjahr

 

Professorin Katharina Domschke, Ärztliche Direktorin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Uniklinik Freiburg:

 

Obwohl die Zahl der Frühberentungen insgesamt zurückgeht, hat sich diese Zahl bei Menschen mit depressiven Störungen vom Jahr 2000 bis 2013 mehr als verdoppelt.

 

Anzeichen für eine Depression sollten vom Hausarzt aktiv erfragt werden. Denn viele Patienten berichten von sich aus zunächst von körperlichen Beschwerden wie Schlaflosigkeit, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen oder Magen-Darm-Problemen.

 

Wenn abzusehen ist, dass sich die Symptome einer depressiven Episode ohne Behandlung nicht zurückbilden, sollte eine leitliniengerechte Behandlung erwogen werden. Zu den Zielen der Behandlung gehört unter anderem, dass sich die Beschwerden verringern, dass sich die Krankheit zurückbildet und dass der Betroffene wieder am sozialen wie am beruflichen Leben teilhaben kann.

 

Zur Behandlung mittelschwerer bis schwerer Depressionen haben sich Psychotherapie und medikamentöse Therapien bewährt. Studien weisen darauf hin, dass körperliche Bewegung Depressionen vorbeugen kann. Untersucht wurden vor allem Jogging, Walking, aber auch Aerobic und Kraftsport.

 

Von großer Bedeutung ist die Entstigmatisierung der Volkskrankheit Depression, woran zum Beispiel vom Freiburger Bündnis gegen Depression e.V. gearbeitet wird

 

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news-2849 Tue, 09 Oct 2018 14:24:45 +0200 Ortenau: Depressionen weiter auf hohem Stand https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/ortenau-depressionen-weiter-auf-hohem-stand.html 2017 litten im Ortenaukreis rund 15.800 AOK-Versicherte unter Depressionen Wenn schon das Aufstehen morgens schwerfällt, wenn der Antrieb fehlt und das, was man tut, sinnlos erscheint, dann lautet die Diagnose oft Depression. Sie verändert das Leben stark und nachhaltig. Betroffene empfinden eine große Leere, können sich kaum noch freuen und verlieren das Interesse an sozialen Kontakten. Menschen, die an Depressionen leiden, werden immer mehr. Die AOK Südlicher Oberrhein beobachtet seit Jahren einen Anstieg bei ihren Versicherten.

 

Im Ortenaukreis zählte die AOK im Jahr 2017 rund 15.800 Versicherte, die sich wegen Depressionen in ambulanter oder stationärer Behandlung befanden. Das entspricht fast zehn Prozent aller AOK-Versicherten in der Ortenau. „Drei Jahre zuvor waren dies noch 9,7 Prozent und 15.180 Versicherte“, erklärt Tobias Rauber, Leiter des Offenburger AOK-Kundencenters. Etwas doppelt so viele Frauen wie Männer waren davon betroffen.

 

Die Vergleichszahlen aus Baden-Württemberg sprechen eine ähnlich deutliche Sprache. Über 465.000 Versicherte waren 2017 an einer Depression erkrankt. Und auch in der gesamten Region Südlicher Oberrhein, dazu zählen neben dem Ortenaukreis auch die Landkreise Emmendingen, Breisgau-Hochschwarzwald und die Stadt Freiburg, meldet die Statistik mit 35.800 Versicherten einen hohen Stand (2014: 32.800 Versicherte).

 

Die Krankheitshäufigkeit steigt mit zunehmendem Alter tendenziell an. Die meisten Betroffenen zählt die AOK zwischen dem fünfzigsten und fünfundsechzigsten Lebensjahr.

 

„Obwohl die Zahl der Frühberentungen insgesamt zurückgeht, hat sich diese Zahl bei Menschen mit depressiven Störungen vom Jahr 2000 bis 2013 mehr als verdoppelt“, erklärt Prof. Katharina Domschke, ärztliche Direktorin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Uniklinik Freiburg. Anzeichen für eine Depression sollten vom Hausarzt aktiv erfragt werden. Denn viele Patienten berichten von sich aus zunächst von körperlichen Beschwerden wie Schlaflosigkeit, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen oder Magen-Darm-Problemen. „Wenn abzusehen ist, dass sich die Symptome einer depressiven Episode ohne Behandlung nicht zurückbilden, sollte eine leitliniengerechte Behandlung erwogen werden“, erklärt die Medizinerin. Zu den Zielen der Behandlung gehört unter anderem, dass sich die Beschwerden verringern, dass sich die Krankheit zurückbildet und dass der Betroffene wieder am sozialen wie am beruflichen Leben teilhaben kann.

 

„Zur Behandlung mittelschwerer bis schwerer Depressionen haben sich Psychotherapie und medikamentöse Therapien bewährt. „Studien weisen darauf hin, dass körperliche Bewegung Depressionen vorbeugen kann“, macht Katharina Domschke Hoffnung. Untersucht wurden vor allem Jogging, Walking, aber auch Aerobic und Kraftsport. „Von großer Bedeutung ist die Entstigmatisierung der Volkskrankheit Depression, woran zum Beispiel vom Freiburger Bündnis gegen Depression e.V. gearbeitet wird.“

 

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news-2851 Thu, 20 Sep 2018 14:33:54 +0200 Unter neuer Leitung https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/unter-neuer-leitung.html Corinna Binninger leitet das AOK-KundenCenter in Waldkirch Einen Wechsel gab es im AOK-KundenCenter Waldkirch. Corinna Binninger trat vor wenigen Tagen die Nachfolge von Torsten Rombach an, der künftig bei der AOK seine Erfahrungen im Rahmen von überregionalen Projekten einbringen wird.

 

Corinna Binninger kam 1983 zur AOK. Die Sozialversicherungs-Expertin absolvierte eine Ausbildung und erwarb 1994 das Wirtschaftsdiplom Betriebswirtin VWA. Sie sammelte in verschiedenen Bereichen Erfahrungen, u.a. in der Assistenz der Geschäftsführung, als Kundenberaterin im Kundencenter für Studierende und als Marketing- und Produktmanagerin. Vor ihrem Wechsel nach Waldkirch leitete sie zweieinhalb Jahre lang das Competencecenter Zahngesundheit in Freiburg. Binninger gilt als kompetente Allrounderin in allen Fragen rum um den Krankenversicherungsschutz und Kundenservice.

 

Das Kundencenter in der Fabrik Sonntag gilt als das modernste Kundencenter in Baden-Württemberg. „Hier fühlen sich unsere Versicherten besonders gut betreut“, erklärt die neue Leiterin. „Und diese hohe Kundenzufriedenheit als auch unser Ziel, die Qualität weiter auszubauen, das wird unsere Herausforderung sein.“ Beide Werte lässt die AOK regelmäßig überprüfen.

 

Wie Binninger betont, liegen ihr besonders die Betreuung der Versicherten aber auch der Partner am Herzen. Deshalb setzt die AOK auch auf Regionalität, Nähe und schnelle Erreichbarkeit. „Unsere Kunden haben Anspruch auf zuverlässige Qualität, hohe Kompetenz und erstklassige Versorgung“, erklärt die Gundelfingerin, die die Region bestens kennt. Gesundheit und Fitness ist für Binninger auch privat ein wichtiges Thema. Um fit zu bleiben schnallt sie sich im Winter gerne die Ski an, geht joggen und hat sich dem Jazzdance verschrieben.

 

Waldkirch ist eines von 21 Kundencenter der AOK Südlicher Oberrhein. Mit ihrem Team betreut Binninger rund 17.500 Versicherte aus Waldkirch, aus Elzach, aus dem Elztal und aus dem Glottertal. In Waldkirch kümmert sich die AOK außerdem um Versicherte, die ihren Wohnsitz außerhalb Baden-Württembergs haben. Das Kundencenter ist barrierefrei, Menschen mit Handicap oder Eltern mit Kinderwagen kommen bequem zu ihren Kundenberatern.

 

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news-2852 Fri, 14 Sep 2018 14:39:08 +0200 Breisgau-Hochschwarzwald: Leichte Veränderunen bei Demenzerkrankungen https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/breisgau-hochschwarzwald-leichte-veraenderunen-bei-demenzerkrankungen.html Anlässlich des Welt-Alzheimertages am 21.9. legt die AOK eine Bestandsaufnahme für die Region vor. Demnach waren 2016 insgesamt 1580 AOK-Versicherte im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald an Demenz erkrankt. Das entspricht einem Anteil von 2,4 Prozent aller Versicherten. Ein Jahr zuvor waren es 1565 bzw. 2,5 Prozent. Mit 1065 Versicherten waren deutlich mehr Frauen als Männer (515) betroffen. Für die Auswertung wurden ausschließlich die Daten von AOK-Versicherten herangezogen. Und auch nur von Versicherten, die deshalb tatsächlich in ärztlicher Behandlung waren. Die Dunkelziffer könnte höher sein.

 

Bei der Anzahl der Neuerkrankungen verzeichnet die AOK einen leichten Rückgang. Im Landkreis erkrankten 2016 430 Versicherte neu, das entspricht einem Anteil von 0,8 Prozent der Versicherten. Ein Jahr zuvor waren es 463 Versicherte bzw. 0,9 Prozent aller Versicherten.

 

„Das Risiko, an Demenz zu erkranken, steigt mit zunehmendem Alter an“, erklärt AOK-Ärztin Sabine Knapstein. Frauen sind deutlich häufiger betroffen. Die häufigste Demenzform ist die Alzheimer-Krankheit. Als mögliche Ursache werden genetische Veranlagungen, Umwelteinflüsse und Stoffwechselstörungen im Gehirn diskutiert. Eine fortschreitende Störung des Gedächtnisses, auch des Langzeitgedächtnisses, der Konzentrationsfähigkeit sind typische Krankheitszeichen. Einfache Dinge wie Einkaufen oder Kochen fallen zunehmend schwerer, die Fähigkeit, sich selbst zu versorgen, schwindet. „Übergewicht, Tabakkonsum, Bluthochdruck oder Diabetes erhöhen das Risiko. Wer auf körperliche Bewegung uns ausgewogene Ernährung achtet, kann das Demenzrisiko dagegen senken.

 

„Wenn man feststellt, dass man auffallend vergesslich geworden ist, viele kleine Fehler im Alltag macht oder sich in der gewohnten Umgebung nicht mehr so gut orientieren kann sollte man sich untersuchen lassen“, rät die Medizinerin.

 

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news-2853 Wed, 06 Sep 2017 14:43:07 +0200 Alternativen zum Pflegeheim https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/alternativen-zum-pflegeheim.html Ob Betreutes Wohnen oder eine Pflege-Wohngemeinschaft. Entscheidend ist: was passt?  

 

Die meisten Menschen leben für sich – sei es in einem Haushalt mit der Familie, als Single in einer kleinen Wohnung oder unter einem Dach mit Oma und Opa, mit den Eltern und manchmal auch noch mit den Enkelkindern. Dass auch eine andere Form des Zusammenlebens funktionieren kann, bewies der Bremer Alt-Bürgermeister Henning Scherf schon in den 80er Jahren. Gemeinsam mit seiner Ehefrau und Freunden gründete er in Bremen eine Haus- und Wohngemeinschaft. Eine Vorsorge gegen die Vereinsamung im Alter sollte es sein – und, wenn es drauf ankommt, die gegenseitige Pflege ermöglichen.

 

Alternativen können auch heute in Frage kommen. Und zwar dann, wenn pflegebedürftige Menschen nicht mehr in ihrer Wohnung bleiben können aber auch nicht in einer Pflegeeinrichtung untergebracht werden möchten. „Die Auswahl einer Wohnform für Pflegebedürftige hängt von der individuellen Situation ab“, meint Ralph Schlegel, Leiter des Competence-Centers Pflege bei der AOK Südlicher Oberrhein. „Je nachdem, wie selbstständig die betroffene Person ist und welche Wünsch sie hat, kommen auch Alternativen in Betracht. Diese Angebote gibt es in der Region in allen Land- und Stadtkreisen.

 

Betreutes Wohnen

 

In einer Wohnanlage, in der betreutes Wohnen angeboten wird, zahlen die Bewohner zusätzlich zur Wohnungsmiete einen festen monatlichen Betrag für Serviceleistungen. Das kann der Hausnotruf sein oder organisierte Ausflüge gemeinsam mit den anderen Bewohnern. Je nach Bedarf lassen sich bei den meisten Anbietern weitere Leistungen zukaufen wie beispielsweise ein Begleitservice zum Arzt oder Hilfe beim Einkauf. Die ambulante Pflege durch einen Pflegedienst müssen sich die Bewohner allerdings meist selbst organisieren. „Welche Serviceleistungen angeboten werden, variiert von Anbieter zu Anbieter“, erklärt Schlegel. „Deshalb sollte man verschiedene Wohnanlagen, deren Serviceangebot und Preise miteinander vergleichen“.

 

Pflege-Wohngemeinschaft

 

Anders als beim betreuten Wohnen leben in ambulant betreuten Wohngruppen mehrere Seniorinnen und Senioren gemeinsam in einer Wohnung. In einer solchen Wohngemeinschaft haben alle Bewohner ihr eigenes Zimmer – nur Küche, Bad und Wohnzimmer teilen sie sich. Gemeinsam mit ihren angehörigen organisieren sie ihre jeweilige Pflege selbst. „Manche Anbieter bieten Leistungen wie beim Betreuten Wohnen an, in anderen solcher Alten-WGs organisieren sich die Bewohner komplett selbst“, erklärt der Pflegeexperte. Der Staat fördert diese Wohnform nach Angaben der AOK Südlicher Oberrhein besonders: Für die Gründung einer Wohngruppe gibt es unter bestimmten Voraussetzungen Fördergelder.

 

Jeder Bewohner und jede Bewohnerin einer ambulanten Wohngemeinschaft mit einem Pflegegrad bekommt von seiner Pflegekasse 214 Euro pro Monat Aufschlag aufs Pflegegeld für eine sogenannte Präsenzkraft. Diese kümmert sich um organisatorische, verwaltende, betreuende oder das Gemeinschaftsleben fördernde Tätigkeiten oder leistet Unterstützung im hauswirtschaftlichen Bereich.

 

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news-1680 Thu, 04 May 2017 14:49:29 +0200 Komatrinken_ Niedrigster Wert seit Jahren https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/komatrinken-niedrigster-wert-seit-jahren.html Komatrinken kommt aus der Mode. Diese Hoffnung macht eine Statistik, die die AOK Südlicher Oberrhein nun vorstellte. Wenn die Temperaturen steigen steigt auch das Angebot an Bierhocks, Vatertagsausflügen und anderen geselligen Betriebsamkeiten. Nicht immer enden diese Vergnügen allerdings wie geplant. In den Monaten April, Mai und Juli kam es im vergangenen Jahr zu den meisten alkoholbedingten Krankenhauseinweisungen. Mehr Einweisungen gab es nur an den närrischen Tagen.

 

Im Ortenaukreis zählte die AOK im vergangenen Jahr 175 Personen aller Altersgruppen, die stationär wegen akuter Alkoholvergiftung in ein Krankenhaus aufgenommen wurden. „Das ist der mit Abstand niedrigste Wert seit Jahren“, erklärt Tobias Rauber, Leiter der AOK in Offenburg. Damit folgt die Ortenau einem landesweiten Trend. Ein Blick in die Statistik verrät: Der Mittelwert von 2008 bis 2015 lag bei 255 Einweisungen. Insgesamt mussten sich 2016 49 Frauen und 126 Männer stationär behandeln lassen.

 

Die Statistik zeigt auch, dass die Altersgruppe der 15 bis 19-Jährigen besonders stark beteiligt ist. Danach nimmt die Zahl der Einweisungen deutlich ab. „Offensichtlich werden die meisten Menschen mit zunehmendem Alter vernünftiger und können mit dem Thema Alkohol verantwortungsvoller umgehen“, vermutet Rauber. „Oder Komatrinken ist einfach aus der Mode gekommen“.

 

Im letzten Jahr hat die AOK knapp sechs Millionen Euro für die alkoholbedingten Krankenhauseinweisungen ausgegeben, davon fast elf Prozent für die 15 bis 19-Jährigen.

 

Im Vergleich mit den benachbarten Landkreisen steht die Ortenau gut da. Bezieht man bei der Auswertung der Statistik die Einwohnerzahl mit ein, so liegt der Stadtkreis Freiburg mit 410 Krankenhausfällen deutlich von dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald (309), dem Landkreis Emmendingen (290) und dem Ortenaukreis mit 237 Einweisungen (jeweils pro 100.000 Versicherte).

 

Trotz dieser erfreulichen Entwicklung sieht die AOK keinen Grund zur Entwarung. Nach wie vor sei der Umgang mit Alkohol ein großes gesellschaftliches Problem. „Wir sehen zwar, dass die Prävention greift, dürfen aber bei unseren Präventionsbemühungen nicht nachlassen“, betont Rauber. „Nur so können wir dazu beitragen, dass Jugendliche eine gesunde Einstellung zu Alkohol erfahren. Studien zeigen, dass Eltern eine entscheidende Rolle dabei spielen. Gerade Kinder abhängiger Eltern sind besonders gefährdet. Ihr Risiko, selbst und meist sehr früh abhängig zu werden, sei deutlich erhöht.

 

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news-1543 Mon, 16 Jan 2017 13:25:46 +0100 Demografischer Wandel und Leistungsausweitung:Die Situation in der Pflege wird sich deutlich verändern https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/demografischer-wandel-und-leistungsausweitungdie-situation-in-der-pflege-wird-sich-deutlich-veraende.html Offenburg. Vor wenigen Tagen trat die größte Reform der Pflegeversicherung seit ihrem Bestehen in Kraft. In Zukunft werden mehr Menschen Leistungen aus der Pflegeversicherung erhalten. Statt der bisher drei Pflegestufen gibt es nun fünf Pflegegrade. „Die wichtigste Änderung bei der neuen Pflege aber ist, dass sich die Einstufung, und damit die Höhe der Pflegeleistungen, künftig daran orientiert, wie stark die Selbstständigkeit bzw. die Fähigkeit eines Menschen bei der Bewältigung seines Alltags beeinträchtigt wird“, erklärt Ralph Schlegel, Leiter des CompetenceCenters Pflege bei der AOK Südlicher Oberrhein. „Dieser Änderung war längst überfällig und ist ein großer Fortschritt mit ganz enormen Auswirkungen“. Im Klartext: Je geringer der Grad der Selbstständigkeit, desto höher die Pflegebedürftigkeit. „Und zwar unabhängig davon, ob eine Pflegebedürftigkeit körperlich oder psychisch bedingt ist“, so der Pflegespezialist. Ungleichbehandlungen von Menschen mit körperlichen Beschwerden und kognitiven Einschränkungen werden aufgehoben. „Vor allem Menschen mit Demenz werden davon profitieren“.

 

 

 

Durch diese Änderung wird es künftig mehr Menschen geben, die Pflegeleistungen beziehen. Bundesweit wird mit einer Zunahme von etwa einer halben Million neuen Leistungsbeziehern gerechnet. Und auch der demografische Wandel wird sich bemerkbar machen und die Pflege vor große Herausforderungen stellen. Die AOK Südlicher Oberrhein betreut derzeit rund 16.000 Menschen, die Leistungen aus der Pflegeversicherung erhalten. Davon werden rund 12.000 zuhause gepflegt, etwa 4.000 in stationären Einrichtungen. Im Pflegereport 2030 der Bertelsmann-Stiftung gehen die Autoren davon aus, dass in der Ortenau bis 2030 die Anzahl der Pflegebedürftigen um rund die Hälfte steigen wird. Im Gegenzug ist die Geburtenrate anhaltend niedrig. Das hat zur Folge, dass immer mehr Menschen keine Angehörigen haben, die sie im Alter pflegen können. Aus diesem Grund wird langfristig auch der Anteil der Pflegebedürftigen steigen, die nicht von der Familie, sondern von professionellen Pflegekräften versorgt werden müssen. Und somit wird auch der Bedarf an Pflegefachkräften steigen.

 

 

 

„Der Beratungsbedarf ist enorm“, stellt Schlegel fest. „Viele Menschen haben zwar unsere Informationsveranstaltungen besucht oder während unseren Telefonaktionen mit den Zeitungen angerufen. Aber jetzt, nachdem der Startschuss gefallen ist, gibt es sehr viele Fragen, die zu klären sind. Das war zu erwarten, deshalb sind unsere KundenCenter darauf gut vorbereitet“. Unter der Telefonnummer 07821 928 – 315 hat die AOK auch ein Pflegetelefon eingerichtet.

 

 

 

Pflegetelefon 07821 928-315

 

 

 

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news-1502 Tue, 20 Dec 2016 13:25:37 +0100 Auf dem Wunschzettel: Mehr Sport und weniger Gewicht https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/auf-dem-wunschzettel-mehr-sport-und-weniger-gewicht.html Für gute Vorsätze ist es nie zu spät. Das wissen wir alle nur zu gut. Doch was nehmen sich die Menschen eigentlich vor? Und sind diese schon kurz nach Silvester wieder in Vergessenheit geraten? Die AOK ging diesen Fragen auf den Grund und gab bei produkt+markt eine Umfrage in Auftrag. Knapp die Hälft der Bevölkerung in Baden-Württemberg hat sich vorgenommen, mit guten Vorsätzen in das neue Jahr zu starten. Etwa jeder vierte hat auch schon ganz konkrete Vorstellungen. Meist geht es dabei um die Gesundheit. Über die Hälfte der Befragten (55 Prozent) gab an, sich vermehrt sportlich betätigen zu wollen, dicht gefolgt vom Wunsch, künftig weniger Gewicht auf die Wage zu bringen. Dabei setzen jüngere Befragte bis 45 Jahre verstärkt auf sportliche Aktivitäten während ältere Befragte eher eine Gewichtsreduktion anvisieren.

 

 

 

Häufig hielten diese Vorsätze allerdings nicht besonders lange, wie die AOK in ihrer Pressemitteilung erwähnt.  Jeder Fünfte hält die Vorsätze nicht länger als wenige Tage ein. Vor allem Frauen erinnern sich ungern an das, was sie sich vorgenommen hatten. Aber immerhin: Jeder Vierte hält seine guten Vorsätze länger als ein halbes Jahr oder grundsätzlich ein.

 

 

 

„Wer eine dauerhafte Veränderung anstrebt, sollte seine Ziele so konkret wie möglich fassen. Vorsätze wie „Ich will mich mehr bewegen“ sind meist zum Scheitern verurteilt“, weiß Tobias Haller, Leiter des Bereichs Gesundheitsförderung bei der AOK Südlicher Oberrhein. Laut Weltgesundheitsorganisation verursachen Herz-Kreislauferkrankungen, Krebs und chronische Lungenerkrankungen in Europa rund 80 Prozent aller Todesfälle. „Viele dieser Krankheiten sind auf einen ungesunden Lebensstil zurückzuführen. Mit Bewegung, Halten des Normalgewichts und ausgewogener Ernährung kann jeder selbst viel zur Vorbeugung beitragen“, erklärt der Gesundheitsexperte. Das Schöne daran: Es ist nie zu spät, etwas für seine Gesundheit zu tun. „Der Jahreswechsel ist ein guter Zeitpunkt, mit einer Veränderung des eigenen Lebensstils zu beginnen“.

 

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news-1504 Mon, 12 Dec 2016 13:25:27 +0100 Depressionen auf dem Vormarsch https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/depressionen-auf-dem-vormarsch.html Freiburg. Wenn schon das Aufstehen morgens schwerfällt, wenn der Antrieb fehlt und das, was man tut, sinnlos erscheint, dann lautet die Diagnose oft Depression. Menschen, die an Depressionen leiden, werden immer mehr. Die AOK Südlicher Oberrhein beobachtet seit Jahren einen Anstieg bei ihren Versicherten. In Freiburg zählte die AOK im Jahr 2015 rund 6.200 Versicherte, die sich wegen Depressionen in ambulanter oder stationärer Behandlung befanden. Das entspricht rund 12,2 Prozent aller AOK-Versicherten im Stadtkreis. „Vier Jahre zuvor waren dies noch 10,3 Prozent und 4.900 Versicherte“, erklärt Wolfgang Schweizer, Geschäftsführer der AOK Südlicher Oberrhein. Der Anteil der Frauen ist etwa doppelt so hoch wie der von Männern. „Frauen sind zwar wegen Depressionen öfter in Behandlung, der Anstieg fällt bei Männern aber deutlich höher aus. Hier liegt die durchschnittliche Veränderungsrate von 2011 bis 2015 bei 8,0 Prozent, bei den Frauen sind es 3,6 Prozent“, weiß Schweizer. Grund dafür dürfte sein, dass für Männer der Beruf eine ganz wesentliche Bedeutung hat. Sowohl bei Männern als auch bei Frauen sind vor allem die Altersgruppen 50 bis 64 Jahre am häufigsten betroffen. „Im Alter von 60 bis 64 Jahren sehen sich viele Männer, teilweise völlig unvorbereitet, vor ihrem eigenen Ruhestand.

 

 

 

Das kann zu psychischen Problemen führen“, erklärt die Freiburger Psychologin Lisa Lyssenko. „Gerade Männer definieren sich oft stark mit ihrem Beruf. Mit dem Renteneintritt fühlen sich viele Menschen nicht mehr gebraucht, wissen nur wenig mit sich anzufangen und verlieren das Gefühl der Sinnhaftigkeit des Lebens."  Weithin gelten Depressionen als „Frauenkrankheit“, doch ein Blick in die Selbstmordstatistik zeigt, dass sich wesentlich mehr Männer das Leben nehmen als Frauen.

 

 

 

„Depressionen gehören zu den fünf häufigsten Erkrankungen in der Hausarztpraxis“, berichtet Lyssenko. „Zwischen dem Hausarzt und seinem Patienten besteht meist ein besonderes Vertrauensverhältnis. Das kann bei der Diagnose hilfreich sein. Denn eine Depression ist nicht immer leicht zu erkennen“. Viele Patienten berichten von Symptomen wie Reizbarkeit (bei Männern besonders häufig), Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Verdauungsbeschwerden oder auch Gedächtnisstörungen. Auch im beruflichen Umfeld sind Depressionen längst angekommen. So steige, berichtet die AOK, die Nachfrage nach Angeboten zum betrieblichen Gesundheitsmanagement. Gerade das Thema psychische Balance wäre hier in den letzten Jahren in den Fokus gerückt.

 

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news-1505 Mon, 12 Dec 2016 13:25:21 +0100 Depressionen auf dem Vormarsch https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/depressionen-auf-dem-vormarsch-1.html Offenburg. Wenn schon das Aufstehen morgens schwerfällt, wenn der Antrieb fehlt und das, was man tut, sinnlos erscheint, dann lautet die Diagnose oft Depression. Menschen, die an Depressionen leiden, werden immer mehr. Die AOK Südlicher Oberrhein beobachtet seit Jahren einen Anstieg bei ihren Versicherten. Im Ortenaukreis zählte die AOK im Jahr 2015 rund 14.600 Versicherte, die sich wegen Depressionen in ambulanter oder stationärer Behandlung befanden. Das entspricht rund 9,8 Prozent aller AOK-Versicherten in der Ortenau. „Vier Jahre zuvor waren dies noch 8,3 Prozent und 11.700 Versicherte“, erklärt Tobias Rauber, Leiter des Offenburger AOK-Kundencenters. Der Anteil der Frauen ist doppelt so hoch wie der von Männern. „Frauen sind zwar wegen Depressionen öfter in Behandlung, der Anstieg fällt bei Männern aber deutlich höher aus. Hier liegt die durchschnittliche Veränderungsrate von 2011 bis 2015 bei 5,7 Prozent, bei den Frauen sind es 4,5 Prozent“, weiß Rauber. Grund dafür dürfte sein, dass für Männer der Beruf eine ganz wesentliche Bedeutung hat. Sowohl bei Männern als auch bei Frauen sind vor allem die Altersgruppen 50 bis 64 Jahre am häufigsten betroffen. „Im Alter von 60 bis 64 Jahren sehen sich viele Männer, teilweise völlig unvorbereitet, vor ihrem eigenen Ruhestand.

 

 

 

Das kann zu psychischen Problemen führen“, erklärt die Freiburger Psychologin Lisa Lyssenko. „Gerade Männer definieren sich oft stark mit ihrem Beruf. Mit dem Renteneintritt fühlen sich viele Menschen nicht mehr gebraucht, wissen nur wenig mit sich anzufangen und verlieren das Gefühl der Sinnhaftigkeit des Lebens."  Weithin gelten Depressionen als „Frauenkrankheit“, doch ein Blick in die Selbstmordstatistik zeigt, dass sich wesentlich mehr Männer das Leben nehmen als Frauen.

 

 

 

„Depressionen gehören zu den fünf häufigsten Erkrankungen in der Hausarztpraxis“, berichtet Lyssenko. „Zwischen dem Hausarzt und seinem Patienten besteht meist ein besonderes Vertrauensverhältnis. Das kann bei der Diagnose hilfreich sein. Denn eine Depression ist nicht immer leicht zu erkennen“. Viele Patienten berichten von Symptomen wie Reizbarkeit (bei Männern besonders häufig), Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Verdauungsbeschwerden oder auch Gedächtnisstörungen. Auch im beruflichen Umfeld sind Depressionen längst angekommen. So steige, berichtet die AOK, die Nachfrage nach Angeboten zum betrieblichen Gesundheitsmanagement. Gerade das Thema psychische Balance wäre hier in den letzten Jahren in den Fokus gerückt.

 

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news-1503 Fri, 09 Dec 2016 10:13:56 +0100 Depressionen - auch ein Thema für Arbeitgeber https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/depressionen-auch-ein-thema-fuer-arbeitgeber.html Wenn schon das Aufstehen morgens schwerfällt, wenn der Antrieb fehlt und das, was man tut, sinnlos erscheint, dann lautet die Diagnose oft Depression. Menschen, die an Depressionen leiden, werden immer mehr. Die AOK Südlicher Oberrhein beobachtet seit Jahren einen Anstieg bei ihren Versicherten. Am südlichen Oberrhein zählte die AOK im Jahr 2015 rund 34.000 Versicherte, die sich wegen Depressionen in ambulanter oder stationärer Behandlung befanden. Das entspricht rund 11,2 Prozent aller AOK-Versicherten in der Südwestregion. „Vier Jahre zuvor waren dies noch 9,2 Prozent und 27.300 Versicherte“, erklärt Wolfgang Schweizer, Geschäftsführer der AOK Südlicher Oberrhein. Der Anteil der Frauen ist doppelt so hoch wie der von Männern. „Frauen sind zwar wegen Depressionen öfter in Behandlung, der Anstieg fällt bei Männern aber deutlich höher aus. Hier liegt die durchschnittliche Veränderungsrate von 2011 bis 2015 bei 6,0 Prozent, bei den Frauen sind es 3,9 Prozent“, weiß Schweizer. Grund dafür dürfte sein, dass für Männer der Beruf eine ganz wesentliche Bedeutung hat. Sowohl bei Männern als auch bei Frauen sind vor allem die Altersgruppen 50 bis 64 Jahre am häufigsten betroffen. „Im Alter von 60 bis 64 Jahren sehen sich viele Männer, teilweise völlig unvorbereitet, vor ihrem eigenen Ruhestand.

 

Das kann zu psychischen Problemen führen“, erklärt die Freiburger Psychologin Lisa Lyssenko. „Gerade Männer definieren sich oft stark mit ihrem Beruf. Mit dem Renteneintritt fühlen sich viele Menschen nicht mehr gebraucht, wissen nur wenig mit sich anzufangen und verlieren das Gefühl der Sinnhaftigkeit des Lebens."  Weithin gelten Depressionen als „Frauenkrankheit“, doch ein Blick in die Selbstmordstatistik zeigt, dass sich wesentlich mehr Männer das Leben nehmen als Frauen.

 

„Depressionen gehören zu den fünf häufigsten Erkrankungen in der Hausarztpraxis“, berichtet Lyssenko. „Zwischen dem Hausarzt und seinem Patienten besteht meist ein besonderes Vertrauensverhältnis. Das kann bei der Diagnose hilfreich sein. Denn eine Depression ist nicht immer leicht zu erkennen“. Viele Patienten berichten von Symptomen wie Reizbarkeit (bei Männern besonders häufig), Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Verdauungsbeschwerden oder auch Gedächtnisstörungen. Auch im beruflichen Umfeld sind Depressionen längst angekommen. So steige, berichtet die AOK, die Nachfrage nach Angeboten zum betrieblichen Gesundheitsmanagement. Gerade das Thema psychische Balance wäre hier in den letzten Jahren in den Fokus gerückt.

 

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news-1508 Mon, 14 Nov 2016 13:39:15 +0100 Freude am Lesen vermitteln: Der Kindergarten SOS-Kinderdorf in Sulzburg und die AOK machen mit https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/freude-am-lesen-vermitteln-der-kindergarten-sos-kinderdorf-in-sulzburg-und-die-aok-machen-mit.html Sulzburg. Kinder lieben es, wenn ihre Väter oder Mütter ihnen vorlesen – seien es komische, ernste, alltägliche, abenteuerliche oder gruselige Geschichten. Solche Vorlesestunden geben Geborgenheit, regen die Fantasie an und erweitern den Wortschatz. Außerdem machen sie dem Nachwuchs Lust, selbst zu lesen. „Regelmäßiges Vorlesen trägt viel dazu bei, dass Kinder gut lesen und schreiben lernen, selbstbewusst werden und gesund aufwachsen. Deshalb unterstützt die AOK den Vorlesetag am 18. November“, sagt Jasmin Rappold von der AOK Südlicher Oberrhein, die selbst das Buch in die Hand nehmen wird. Viele Kinder in der Region kommen nur selten in den Genuss gemütlicher Vorlesestunden. 42 Prozent der Familien mit Kindern im Alter bis zehn Jahre lesen ihrem Nachwuchs nicht regelmäßig vor; das hat die bundesweite Studie „Vorlesen in Deutschland“ gezeigt. Diesen Kindern fehlt eine wichtige Unterstützung für ihre sprachliche Entwicklung, die sich auch auf ihren Erfolg in der Schule auswirken kann.

 

Die AOK engagiert sich als Mitglied im Stifterrat der Stiftung Lesen verstärkt für die Förderung der Lesekompetenz. „Denn wer nicht lesen kann, wird auch kein gesundes Leben führen können“, ist Rappold überzeugt. Die Stiftung Lesen, die Wochenzeitung DIE ZEIT und die Deutsche Bahn haben den Vorlesetag ins Leben gerufen. Die Aktion findet dieses Jahr bereits zum dreizehnten Mal statt. Am 18. November 2016 wird im Kindergarten des SOS-Kinderdorfs vorgelesen. „Mit unserer Beteiligung am Vorlesetag wollen wir der Entwicklung entgegenwirken und erreichen, dass die Tradition des Vorlesens wieder entdeckt wird“, sagt Rappold.

 

Dafür hat sie zwei Bücher dabei. Für die Kleineren liest sie aus dem Buch „Gib nicht auf, Pelle Pinguin“ vor. Da, wo die Schneeflocken wie Sterne glitzern, träumt der kleine Pinguin Pelle davon, einen bunten Garten zu pflanzen. Das geht nicht – sind sich die anderen Pinguine sicher. Aber Pelle lässt sich nicht abbringen. Und bald staunen nicht nur die anderen Pinguine über das bunte Wunder, das Pelle mit seinen Freunden inmitten von Eis und Schnee geschaffen hat.

 

Für die Größeren erzählt sie die Geschichte von Williwack: Pinguin Williwack wird es auf der völlig überfüllten Insel Nokopapakoko nahe des Südpols einfach zu dumm. Er wagt sich im eleganten Frack in die weite Welt und erlebt allerhand lustige und ergreifende Abenteuer. „Aber mehr wird nicht verraten“, sagt Jasmin Rappold.

 

Mehr Informationen zur bundesweiten Aktion gibt es im Internet unter www.vorlesetag.de

 

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news-1507 Mon, 14 Nov 2016 13:37:43 +0100 Freude am Lesen vermitteln: Der Kindergarten Regenbogen in Waldkirch und die AOK machen mit https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/freude-am-lesen-vermitteln-der-kindergarten-regenbogen-in-waldkirch-und-die-aok-machen-mit.html Waldkirch. Kinder lieben es, wenn ihre Väter oder Mütter ihnen vorlesen – seien es komische, ernste, alltägliche, abenteuerliche oder gruselige Geschichten. Solche Vorlesestunden geben Geborgenheit, regen die Fantasie an und erweitern den Wortschatz. Außerdem machen sie dem Nachwuchs Lust, selbst zu lesen. „Regelmäßiges Vorlesen trägt viel dazu bei, dass Kinder gut lesen und schreiben lernen, selbstbewusst werden und gesund aufwachsen. Deshalb unterstützt die AOK den Vorlesetag“, sagt Torsten Rombach von der AOK Südlicher Oberrhein, der selbst das Buch in die Hand nehmen wird. Viele Kinder in der Region kommen nur selten in den Genuss gemütlicher Vorlesestunden. 42 Prozent der Familien mit Kindern im Alter bis zehn Jahre lesen ihrem Nachwuchs nicht regelmäßig vor; das hat die bundesweite Studie „Vorlesen in Deutschland“ gezeigt. Diesen Kindern fehlt eine wichtige Unterstützung für ihre sprachliche Entwicklung, die sich auch auf ihren Erfolg in der Schule auswirken kann.

 

Die AOK engagiert sich als Mitglied im Stifterrat der Stiftung Lesen verstärkt für die Förderung der Lesekompetenz. „Denn wer nicht lesen kann, wird auch kein gesundes Leben führen können“, ist Rombach überzeugt. Die Stiftung Lesen, die Wochenzeitung DIE ZEIT und die Deutsche Bahn haben den Vorlesetag ins Leben gerufen. Die Aktion findet dieses Jahr bereits zum dreizehnten Mal statt. Am 18.November um 9 Uhr wird im Kindergarten Regenbogen in Waldkirch vorgelesen. „Mit unserer Beteiligung am Vorlesetag wollen wir der Entwicklung entgegenwirken und erreichen, dass die Tradition des Vorlesens wieder entdeckt wird“, sagt Rombach, der das AOK-KundenCenter in Waldkirch leitet.

 

Gleich drei Märchenbücher wird er mit dabei haben. „Ich finde die Märchen von Schneeweißchen und Rosenrot, Der Froschkönig und Sterntaler einfach toll“, erzählt der. „Ich kann mich noch erinnern, als mir daraus vorgelesen wurden. Dieses wunderbare Gefühl möchte ich gerne weitergeben“.

 

Mehr Informationen zur bundesweiten Aktion gibt es im Internet unter www.vorlesetag.de

 

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news-1506 Mon, 14 Nov 2016 13:36:08 +0100 Freude am Lesen vermitteln: Der Kindergarten Kirchgasse in Müllheim und die AOK machen mit https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/freude-am-lesen-vermitteln-der-kindergarten-kirchgasse-in-muellheim-und-die-aok-machen-mit.html Müllheim. Kinder lieben es, wenn ihre Väter oder Mütter ihnen vorlesen – seien es komische, ernste, alltägliche, abenteuerliche oder gruselige Geschichten. Solche Vorlesestunden geben Geborgenheit, regen die Fantasie an und erweitern den Wortschatz. Außerdem machen sie dem Nachwuchs Lust, selbst zu lesen. „Regelmäßiges Vorlesen trägt viel dazu bei, dass Kinder gut lesen und schreiben lernen, selbstbewusst werden und gesund aufwachsen. Deshalb unterstützt die AOK den Vorlesetag“, sagt Steffen Nerz von der AOK Südlicher Oberrhein, der selbst das Buch in die Hand nehmen wird. Viele Kinder in der Region kommen nur selten in den Genuss gemütlicher Vorlesestunden. 42 Prozent der Familien mit Kindern im Alter bis zehn Jahre lesen ihrem Nachwuchs nicht regelmäßig vor; das hat die bundesweite Studie „Vorlesen in Deutschland“ gezeigt. Diesen Kindern fehlt eine wichtige Unterstützung für ihre sprachliche Entwicklung, die sich auch auf ihren Erfolg in der Schule auswirken kann.

 

Die AOK engagiert sich als Mitglied im Stifterrat der Stiftung Lesen verstärkt für die Förderung der Lesekompetenz. „Denn wer nicht lesen kann, wird auch kein gesundes Leben führen können“, ist Nerz überzeugt. Die Stiftung Lesen, die Wochenzeitung DIE ZEIT und die Deutsche Bahn haben den Vorlesetag ins Leben gerufen. Die Aktion findet dieses Jahr bereits zum dreizehnten Mal statt. Am 21.November um 10 Uhr wird im Kindergarten Kirchgasse in Müllheim vorgelesen. „Mit unserer Beteiligung am Vorlesetag wollen wir der Entwicklung entgegenwirken und erreichen, dass die Tradition des Vorlesens wieder entdeckt wird“, sagt Nerz, der das AOK-KundenCenter in Müllheim leitet.

 

Er liest aus dem Buch „Ich weck Dich, wenn der Frühling kommt“ von Catherine Walters vor. Der kleine Bär Bastian erlebt seinen ersten Winter und natürlich besteht Mutter Bär darauf, dass er einen ordentlichen Winterschlaf hält – bis zum Frühling. „Aber wann ist es soweit?“, fragt Bastian. „Wie erkenne ich, dass er da ist?“. Mit diesem Problem ist er derart beschäftigt, dass sein Winterschlaf nicht so ausfällt, wie Mutter Bär sich das vorstellt. „Aber mehr wird noch nicht verraten“, sagt Steffen Nerz.

 

Mehr Informationen zur bundesweiten Aktion gibt es im Internet unter www.vorlesetag.de

 

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news-1509 Fri, 11 Nov 2016 13:26:52 +0100 Grippesaison - Krankenkassen sind gerüstet https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/grippesaison-krankenkassen-sind-geruestet.html Freiburg. Die Grippezeit rückt spürbar näher. Und damit wächst die besonders für Menschen ab 60 Jahren das Risiko für schwere Krankheitsverläufe. Die ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut (STIKO) empfiehlt daher besonders diesem Personenkreis eine Grippeimpfung. Die Zahl der erkrankten Versicherten der AOK ist am südlichen Oberrhein, also den Landkreisen Ortenau, Emmendingen, Breisgau-Hochschwarzwald und Freiburg von 2011 bis 2015 im Mittel um knapp 30 Prozent gestiegen. 2015 waren in der Region 4.190 ihrer Versicherten wegen Grippe in ärztlicher Behandlung, erklärt die AOK Südlicher Oberrhein in einer Pressemitteilung. Ein Jahr zuvor registrierte die Krankenkasse lediglich 1811 Behandlungsfälle. „Die milden Winter der letzten Jahre sollten uns nicht in die Irre leiten und dazu ermuntern, das Thema Grippe auf die leichte Schulter zu nehmen“, berichtet Wolfgang Schweizer, Geschäftsführer der AOK Südlicher Oberrhein. „Bei Menschen, deren Abwehrsystem bereits durch eine Grippeinfektion geschwächt ist, kann zusätzlich eine oft lebensbedrohliche Lungenentzündung auftreten“. 90 von 100 Grippetoten sind älter als 60 Jahre. Eine Grippeschutzimpfung könne die Erkrankungsraten um bis zu 50 Prozent verringern und bei Menschen über 60 Jahren auch das Risiko senken, an einer Grippeinfektion zu sterben.

 

Die AOK rät auch dazu, Säuglinge und Kleinkinder, deren Immunsystem noch nicht ausgereift ist, impfen zu lassen. „Das gilt auch für Schwangere ab Beginn des zweiten Schwangerschaftsdrittels und für chronisch kranke Menschen aller Altersgruppen“, informiert der Kassenchef. Die Südwest-AOK hat auch in diesem Jahr wieder federführend für alle gesetzlichen Krankenkassen in Baden-Württemberg Vorkehrungen getroffen und ist gegen eine mögliche Influenzawelle gut gerüstet. So stehen aktuell 1,16 Millionen an rabattierten Grippeimpfdosen für die Versorgung der Versicherten zur Verfügung. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für die Schutzimpfung für ihre Versicherten ohne Einschränkungen.

 

Mehr Informationen unter www.aok-bw.de/faktenboxen

 

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news-1512 Fri, 11 Nov 2016 13:26:35 +0100 Grippesaison - Krankenkassen sind gerüstet https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/grippesaison-krankenkassen-sind-geruestet-1.html Offenburg. Die Grippezeit rückt spürbar näher. Und damit wächst die besonders für Menschen ab 60 Jahren das Risiko für schwere Krankheitsverläufe. Die ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut (STIKO) empfiehlt daher besonders diesem Personenkreis eine Grippeimpfung. Die Zahl der erkrankten Versicherten der AOK sind in der Ortenau von 2011 bis 2015 im Mittel um rund 27 Prozent gestiegen. 2015 waren im Ortenaukreis 1.602 ihrer Versicherten wegen Grippe in ärztlicher Behandlung, erklärt die AOK Südlicher Oberrhein in einer Pressemitteilung. Ein Jahr zuvor registrierte die Krankenkasse noch 675 Behandlungsfälle. „Die milden Winter der letzten Jahre sollten uns nicht in die Versuchung bringen, auf die Grippeschutzimpfung zu verzichten“, erklärt Tobias Rauber, Leiter des Kundencenters in Offenburg. „Bei Menschen, deren Abwehrsystem bereits durch eine Grippeinfektion geschwächt ist, kann zusätzlich eine oft lebensbedrohliche Lungenentzündung auftreten“. 90 von 100 Grippetoten sind älter als 60 Jahre. Eine Grippeschutzimpfung könne die Erkrankungsraten um bis zu 50 Prozent verringern und bei Menschen über 60 Jahren auch das Risiko senken, an einer Grippeinfektion zu sterben.

 

Die AOK rät auch dazu, Säuglinge und Kleinkinder, deren Immunsystem noch nicht ausgereift ist, impfen zu lassen. „Das gilt auch für Schwangere ab Beginn des zweiten Schwangerschaftsdrittels und für chronisch kranke Menschen aller Altersgruppen“, sagt Rauber. Die Südwest-AOK hat auch in diesem Jahr wieder federführend für alle gesetzlichen Krankenkassen in Baden-Württe3mberg Vorkehrungen getroffen und ist gegen eine mögliche Influenzawelle gut gerüstet. So stehen aktuell 1,16 Millionen an rabattierten Grippeimpfdosen für die Versorgung der Versicherten zur Verfügung. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für die Schutzimpfung für ihre Versicherten ohne Einschränkungen.

 

Mehr Informationen unter www.aok-bw.de/faktenboxen

 

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news-1510 Fri, 11 Nov 2016 13:26:28 +0100 Grippesaison - Krankenkassen sind gerüstet https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/grippesaison-krankenkassen-sind-geruestet-2.html Emmendingen. Die Grippezeit rückt spürbar näher. Und damit wächst die besonders für Menschen ab 60 Jahren das Risiko für schwere Krankheitsverläufe. Die ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut (STIKO) empfiehlt daher besonders diesem Personenkreis eine Grippeimpfung. Die Zahl der erkrankten Versicherten der AOK ist im Landkreis Emmendingen von 2011 bis 2015 im Mittel um über 100 Prozent gestiegen. 2015 waren im Kreis 777 ihrer Versicherten wegen Grippe in ärztlicher Behandlung, erklärt die AOK Südlicher Oberrhein in einer Pressemitteilung. Ein Jahr zuvor registrierte die Krankenkasse noch 176 Behandlungsfälle. „Die milden Winter der letzten Jahre sollten uns nicht in die Versuchung bringen, auf die Grippeschutzimpfung zu verzichten“, erklärt Jürgen Dreher, Leiter des Kundencenters in Emmendingen. „Bei Menschen, deren Abwehrsystem bereits durch eine Grippeinfektion geschwächt ist, kann zusätzlich eine oft lebensbedrohliche Lungenentzündung auftreten“. 90 von 100 Grippetoten sind älter als 60 Jahre. Eine Grippeschutzimpfung könne die Erkrankungsraten um bis zu 50 Prozent verringern und bei Menschen über 60 Jahren auch das Risiko senken, an einer Grippeinfektion zu sterben.

 

Die AOK rät auch dazu, Säuglinge und Kleinkinder, deren Immunsystem noch nicht ausgereift ist, impfen zu lassen. „Das gilt auch für Schwangere ab Beginn des zweiten Schwangerschaftsdrittels und für chronisch kranke Menschen aller Altersgruppen“, sagt Dreher. Die Südwest-AOK hat auch in diesem Jahr wieder federführend für alle gesetzlichen Krankenkassen in Baden-Württemberg Vorkehrungen getroffen und ist gegen eine mögliche Influenzawelle gut gerüstet. So stehen aktuell 1,16 Millionen an rabattierten Grippeimpfdosen für die Versorgung der Versicherten zur Verfügung. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für die Schutzimpfung für ihre Versicherten ohne Einschränkungen.

 

Mehr Informationen unter www.aok-bw.de/faktenboxen

 

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news-1511 Fri, 11 Nov 2016 10:15:41 +0100 Grippesaison - Krankenkassen sind gerüstet https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/grippesaison-krankenkassen-sind-geruestet-3.html Breisgau-Hochschwarzwald. Die Grippezeit rückt spürbar näher. Und damit wächst die besonders für Menschen ab 60 Jahren das Risiko für schwere Krankheitsverläufe. Die ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut (STIKO) empfiehlt daher besonders diesem Personenkreis eine Grippeimpfung. Die Zahl der erkrankten Versicherten der AOK ist im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald von 2011 bis 2015 im Mittel um rund 22 Prozent gestiegen. 2015 waren im Kreis 1.068 ihrer Versicherten wegen Grippe in ärztlicher Behandlung, erklärt die AOK Südlicher Oberrhein in einer Pressemitteilung. Ein Jahr zuvor registrierte die Krankenkasse noch 580 Behandlungsfälle. „Die milden Winter der letzten Jahre sollten uns nicht in die Versuchung bringen, auf die Grippeschutzimpfung zu verzichten“, erklärt Markus Schlegel, Leiter des Kundencenters in Titisee-Neustadt. „Bei Menschen, deren Abwehrsystem bereits durch eine Grippeinfektion geschwächt ist, kann zusätzlich eine oft lebensbedrohliche Lungenentzündung auftreten“. 90 von 100 Grippetoten sind älter als 60 Jahre. Eine Grippeschutzimpfung könne die Erkrankungsraten um bis zu 50 Prozent verringern und bei Menschen über 60 Jahren auch das Risiko senken, an einer Grippeinfektion zu sterben.

 

Die AOK rät auch dazu, Säuglinge und Kleinkinder, deren Immunsystem noch nicht ausgereift ist, impfen zu lassen. „Das gilt auch für Schwangere ab Beginn des zweiten Schwangerschaftsdrittels und für chronisch kranke Menschen aller Altersgruppen“, sagt Schlegel. Die Südwest-AOK hat auch in diesem Jahr wieder federführend für alle gesetzlichen Krankenkassen in Baden-Württe3mberg Vorkehrungen getroffen und ist gegen eine mögliche Influenzawelle gut gerüstet. So stehen aktuell 1,16 Millionen an rabattierten Grippeimpfdosen für die Versorgung der Versicherten zur Verfügung. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für die Schutzimpfung für ihre Versicherten ohne Einschränkungen.

 

Mehr Informationen unter www.aok-bw.de/faktenboxen

 

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news-1514 Tue, 25 Oct 2016 13:52:22 +0200 Forsa-Umfrage: Jeder Dritte hat Pflegeerfahrungen - Neue Gesetze verbessern die Situation vieler pflegebedürftiger Menschen https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/forsa-umfrage-jeder-dritte-hat-pflegeerfahrungen-neue-gesetze-verbessern-die-situation-vieler-pfl.html Die Pflegeversicherung ist heute nicht mehr wegzudenken. Rund 2,7 Millionen Menschen in Deutschland sind pflegebedürftig, rund 16.000 davon in der Region am südlichen Oberrhein. Jetzt steht die Pflegeversicherung vor einer grundlegenden Neuorientierung mit vielen Verbesserungen. Durch das Pflegestärkungsgesetz wird sich am 1. Januar 2017 vieles ändern. Statt drei Pflegestufen wird es künftig fünf Pflegegrade geben. „Das ist ein großer Fortschritt in der Pflege und hat ganz enorme Auswirkungen“, erklärt Wolfgang Schweizer, Geschäftsführer der AOK Südlicher Oberrhein. Künftig orientiert sich die Einstufung in einen Pflegegrad und damit die Höhe der Pflegeleistungen daran, wie stark die Selbstständigkeit beziehungsweise die Fähigkeit eines Menschen bei der Bewältigung seines Alltags beeinträchtigt wird. Oder anders gesagt: Je geringer der Grad der Selbstständigkeit, desto höher die Pflegebedürftigkeit. „Und zwar unabhängig davon, ob eine Pflegebedürftigkeit körperlich oder psychisch bedingt ist“, freut sich der Kassenchef. „Damit werden Ungleichbehandlungen von Menschen mit körperlichen Beschwerden und kognitiven Einschränkungen aufgehoben“. Dadurch werden vor allem Menschen mit Demenz profitieren. „Jetzt werden alle gleich behandelt“.

 

Durch die Änderungen wird es künftig mehr Menschen mit Anspruch auf Leistungen aus der Pflegeversicherung geben. Durch die Einführung des neuen Pflegegrades 1 haben künftig auch Menschen mit nur geringen Einschränkungen erstmals Anspruch auf Pflegeleistungen. Die Leistungen aus der Pflegeversicherung sollen Menschen dabei helfen, ein möglichst selbstständiges uns selbstbestimmtes Leben in vertrauter Umgebung zu führen. Wichtig ist: „Die Überleitung in den neuen Pflegegrad erfolgt automatisch. Ein Antrag oder eine erneute Begutachtung durch den Medizinischen Dienst ist hier nicht erforderlich“ erklärt Schweizer. Der neue Bescheid mit dem ab 2017 geltenden Pflegegrad wird im Dezember automatisch verschickt. „Niemand wird finanziell schlechter gestellt“, freut sich Schweizer.

 

Von den rund 16.000 Versicherten, die in der Region Pflegeleistungen erhalten, werden rund 11.500 zuhause gepflegt. Viele davon von Familienangehörigen. Eine im Auftrag der AOK Baden-Württemberg durchgeführte Forsa-Umfrage stellt fest, dass jeder Dritte im Südwesten Pflegeerfahrung hat. Und außerdem: Pflegende sind hohen psychischem Belastungen ausgesetzt. An der Spitze stehen emotionale Betroffenheit (73 Prozent), gefolgt von Gereiztheit (63 Prozent), Müdigkeit (56 Prozent) und dem Gefühl, allein zu sein (48 Prozent).

 

„Menschen, die pflegen, bewegen sich nicht selten am oberen Limit“, weiß Schweizer. Viele müssen die Pflegesituation mit Beruf und Familie in Einklang bringen. Dabei bleibt der Blick auf die eigene Gesundheit schnell auf der Strecke. Für ihn steht fest: „Wer pflegt braucht Hilfe. Die eigene Balance muss stimmen – Urlaub und Freizeit dürfen nicht komplett aus dem Kalender gestrichen werden“. Zur Unterstützung der Pflegenden bieten die Pflegekassen neben Pflegekursen auch Unterstützung an, wenn es darum geht, den zu Pflegenden kurzfristig, beispielsweise wegen Urlaub oder Krankheit, unterzubringen. Wenn die häusliche Pflege oder die Aufnahme in einer Einrichtung der Tages- und Nachtpflege zeitweise nicht ausreichen, können Pflegebedürftige der Pflegegrade 2-5 vorübergehend in eine vollstationäre Einrichtung aufgenommen werden. Umso erstaunlicher findet Schweizer, dass lediglich 14 Prozent der Befragten angaben, die angebotene Pflegeberatung der Pflegekasse schon genutzt oder einen Pflegekurs besucht zu haben.

 

Neue Leistungen ab 2017

 

Sachleistungen: Künftig bietet jeder ambulante Pflegedienst neben körperbezogenen Pflegemaßnahmen und Hilfen bei der Haushaltsführung auch pflegerische Betreuungsmaßnahmen an. Diese können als Sachleistung abgerechnet werden.

 

Betreuungsleistungen in teil-/vollstationären Pflegeeinrichtungen: Die Pflegeeinrichtungen müssen ab 2017 zusätzliche Betreuungsleistungen anbieten. Diese stehen Pflegebedürftigen aller Pflegegrade zur Verfügung und werden durch zusätzliches, über die Krankenkasse finanziertes Personal erbracht.

 

Entlastungsbetrag: Bis zu 125 Euro pro Monat stehen pflegenden Angehörigen als Entlastungsbetrag (bisher Betreuungs- und Entlastungsleistungen) zur Verfügung, die die Krankenkassen nach Vorlagen entsprechender Rechnungen erstatten.

 

Wohngruppenzuschlag: Dieser erhöht sich von 205 auf 214 Euro.

 

Beitragszahlungen für pflegende Angehörige: Die Pflegekasse zahlt künftig in den Pflegegraden 2.5 Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung (bei Pflege an mind. 2 Tagen/Woche für 10h). Musste außerdem der Beruf wegen der Pflege unterbrochen werden, werden auch die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung gezahlt.

 

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news-1513 Mon, 17 Oct 2016 13:27:10 +0200 KundenCenter Ettenheim in neuen Räumen https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/kundencenter-ettenheim-in-neuen-raeumen.html Das AOK-KundenCenter Ettenheim ist umgezogen. Ab sofort befindet sich das neue KundenCenter in der Carl-Schneider-Straße 18. „Eine Modernisierung der Räume in der Festungsstraße wäre zu aufwändig gewesen“, erklärt Wolfgang Schweizer, Geschäftsführer der AOK Südlicher Oberrhein. Ein kundengerechter Umbau war wirtschaftlich nicht vertretbar. So wären die Kundenberater nicht barrierefrei zu erreichen gewesen, was Versicherte im Rollstuhl oder mit Kinderwagen vor große Herausforderungen stellte. Diskrete Gespräche wären in den alten Räumen kaum möglich gewesen, da oft mehrere Kunden im gleichen Raum anwesend waren. Und auch die sanitären Anlagen waren in einem schlechten Zustand und hätten saniert werden müssen. „Deshalb haben wir uns für eine Verlegung des KundenCenters entschieden“, so der AOK-Chef. „Damit stärken wir gleichzeitig den Standort Ettenheim“. Künftig kommen Kunden barrierefrei in das neue KundenCenter, kleine Beratungsräume sorgen für eine geschützte Atmosphäre. Die AOK ist davon überzeugt, dass der neue Standort in der Nähe zu den angrenzenden Geschäften genau der richtige ist. „So lässt sich der Besuch bei der AOK sehr gut mit dem Einkauf verbinden“. Vor dem Haus stehen drei Kundenparkplätze zur Verfügung, auch eine Bushaltestelle ist in unmittelbarer Nähe.

 

„Wir legen großen Wert darauf, dass unsere Kunden sich bei uns wohlfühlen“, erklärt Stefan Zetting, Leiter der AOK in Ettenheim. Dazu tragen die kleinen Beratungsräume bei, die viel Platz für vertrauliche und diskrete Gespräche bieten. „Denn die Privatsphäre und auch die Zufriedenheit unserer Kunden ist uns wichtig“, betont Zetting. Im KundenCenter in Ettenheim werden rund 10.500 Versicherte aus Ettenheim, Kappel-Grafenhausen, Mahlberg, Ringsheim und Rust betreut.

 

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news-1516 Tue, 20 Sep 2016 13:55:09 +0200 Demenzerkrankungen nehmen zu https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/demenzerkrankungen-nehmen-zu.html Anlässlich des heutigen Welt-Alzheimertages präsentiert die AOK Südlicher Oberrhein aktuelle Zahlen zu Demenzerkrankungen im Ortenaukreis. Demnach verzeichnete die AOK 2014 bei ihren Versicherten im Ortenaukreis rund 3.900 Menschen, die sich in ambulanter oder stationärer Behandlung befanden. „Das ist gegenüber 2013 mit rund 3.350 Versicherten ein deutlicher Anstieg“, stellt Tobias Rauber, Leiter des AOK KundenCenters in Offenburg, fest. „Das ist seit 2008 der höchste Wert“. Damit leiden im Ortenaukreis 2,6 Prozent aller AOK-Versicherten an einer Demenzerkrankung. Dieser Wert ist auch höher als der Anteil der Betroffenen in den benachbarten Landkreisen Emmendingen, Breisgau-Hochschwarzwald und Freiburg. Die Anzahl der an Demenz erkrankten personen steigt zwar in der zweiten Lebenshälfte mit zunehmendem Alter deutlich an, dennoch ist Demenz keine zu erwartende Alterserscheinung. In Deutschland sind bei den 65-69-Jährigen nur etwa 1,2 Prozent betroffen, bei den 80-84-Jährigen etwa 13 Prozent. Für Frauen ist das Risiko, an einer Demenz zu erkranken, höher als bei Männern. Bundesweit leiden schätzungsweise mehr als 1,4 Millionen Menschen an einer Demenz, wobei die Alzheimer-Krankheit die häufigste Demenzursache ist. Eine fortschreitende Störung des Gedächtnisses, auch des Langzeitgedächtnisses, der Konzentrationsfähigkeit sind typische Krankheitszeichen. Einfache Dinge wie Einkaufen oder Kochen fallen zunehmend schwerer. Demente Mitmenschen können ungewohnt ängstlich, misstrauisch oder auch aggressiv werden.

 

„Da Vergesslichkeit, Verhaltensänderungen und Orientierungsprobleme auch ganz andere Ursachen haben können, ist es wichtig, nicht voreilig eine Demenzdiagnose zu stellen“, weiß AOK-Ärztin Dr. Sabine Knapstein. Zu den Risikofaktoren zählen unter anderem ein erhöhter Cholesterinspiegel, Rauchen, Diabetes, Depression und wenig soziale Kontakte. „Tanzen oder eine andere körperliche Bewegung, eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse, Getreide, Nüssen, Olivenöl, Fisch und mäßiger Alkoholkonsum beugen Demenz ebenso vor wie geistige Aktivitäten“, ist die Ärztin überzeugt. Studien, so die AOK, hätten gezeigt, dass Menschen mit Demenz, die an Bewegungsprogrammen teilnehmen, länger mobil bleiben können.

 

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news-1515 Tue, 20 Sep 2016 13:53:38 +0200 Demenzerkrankungen nehmen zu https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/demenzerkrankungen-nehmen-zu-1.html Anlässlich des heutigen Welt-Alzheimertages präsentiert die AOK Südlicher Oberrhein aktuelle Zahlen zu Demenzerkrankungen in der Region am südlichen Oberrhein. Demnach verzeichnete die AOK 2014 bei ihren Versicherten in Freiburg und den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen und dem Ortenaukreis rund 7.650 Menschen, die sich in ambulanter oder stationärer Behandlung befanden. „Das sind gegenüber 2013 rund 700 Menschen mehr“, erklärt Wolfgang Schweizer, Geschäftsführer der AOK Südlicher Oberrrhein. Damit leiden in der Region 2,3 Prozent aller AOK-Versicherten an einer Demenzerkrankung. Die Anzahl der an Demenz erkrankten Personen steigt zwar in der zweiten Lebenshälfte mit zunehmendem Alter deutlich an, dennoch ist Demenz keine zu erwartende Alterserscheinung. In Deutschland sind bei den 65-69-Jährigen nur etwa 1,2 Prozent betroffen, bei den 80-84-Jährigen etwa 13 Prozent. Für Frauen ist das Risiko, an einer Demenz zu erkranken, höher als bei Männern. Bundesweit leiden schätzungsweise mehr als 1,4 Millionen Menschen an einer Demenz, wobei die Alzheimer-Krankheit die häufigste Demenzursache ist. Eine fortschreitende Störung des Gedächtnisses, auch des Langzeitgedächtnisses, der Konzentrationsfähigkeit sind typische Krankheitszeichen. Einfache Dinge wie Einkaufen oder Kochen fallen zunehmend schwerer. Demente Mitmenschen können ungewohnt ängstlich, misstrauisch oder auch aggressiv werden.

 

„Da Vergesslichkeit, Verhaltensänderungen und Orientierungsprobleme auch ganz andere Ursachen haben können, ist es wichtig, nicht voreilig eine Demenzdiagnose zu stellen“, weiß AOK-Ärztin Dr. Sabine Knapstein. Zu den Risikofaktoren zählen unter anderem ein erhöhter Cholesterinspiegel, Rauchen, Diabetes, Depression und wenig soziale Kontakte. „Tanzen oder eine andere körperliche Bewegung, eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse, Getreide, Nüssen, Olivenöl, Fisch und mäßiger Alkoholkonsum beugen Demenz ebenso vor wie geistige Aktivitäten“, ist die Ärztin überzeugt. Studien, so die AOK, hätten gezeigt, dass Menschen mit Demenz, die an Bewegungsprogrammen teilnehmen, länger mobil bleiben können.

 

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news-1517 Thu, 01 Sep 2016 13:56:55 +0200 Rücken. Immer wieder Rücken! https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/ruecken-immer-wieder-ruecken.html Über 11 Prozent der Arbeitnehmer in der Region Südlicher Oberrhein waren im vergangenen Jahr wegen Rückenbeschwerden mindestens einen Tag arbeitsunfähig erkrankt. Zusammen brachten sie es auf rund 33.500 Arbeitsunfähigkeitstage. Das errechnete die AOK Südlicher Oberrhein auf der Basis ihrer Versicherten in den Landkreisen Ortenau, Emmendingen, Breisgau-Hochschwarzwald und dem Stadtkreis Freiburg. Tendenz steigend. Der Anteil der betroffenen Versicherten ist zwar nahezu unverändert, die Anzahl der rückenbedingten Ausfalltage nimmt dagegen von Jahr zu Jahr zu. Waren es 2012 noch rund 31.700 Tage, so waren es im letzten Jahr knapp 33.500 Tage. Die Region liegt damit etwas unter den Vergleichswerten des Landes. In Baden-Württemberg lag der Anteil der Betroffenen bei rund 12,5 Prozent aller Versicherten. Das entspricht rund 213.500 Versicherten und knapp einer halben Million Ausfalltagen. Männer sind von Rückenleiden deutlich öfter betroffen. Nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts verursacht dies Kosten von etwa 17,5 Milliarden Euro jährlich.

 

Besonders häufig betroffen sei die Gruppe der 50 – 54-Jährigen. „Allerdings ist der Rücken schon bei den 20 – 24-Jährigen ein Thema“, berichtet Tobas Haller vom Präventionsteam der AOK. „Zu den Hauptursachen für Rückenbeschwerden zählen Bewegungsmangel, Fehlhaltungen und einseitige Belastungen im Alltag und im Beruf. Dadurch werden wichtige Muskeln im Haltungsapparat nicht ausreichend ausgeprägt“, erklärt Haller. Bei akuten Rückenschmerzen hilft Wärme. Wichtig ist, dass der Patient schnell wieder in Bewegung kommt. Daher kann es sinnvoll sein, nach Abstimmung mit dem Arzt für maximal zwei Wochen ein entzündungshemmendes Schmerzmittel zu einzunehmen. „Es ist wichtig, den Teufelskreis aus Schmerzen und Schonung zu durchbrechen“, so der Gesundheitsexperte.

 

Wer einmal Rückenschmerzen hatte, hat ein erhöhtes Risiko, irgendwann wieder davon geplagt zu werden. Deshalb sei es sinnvoll, dauerhaft mehr Bewegung in den Alltag einzubauen und auf ausreichend Entspannung zu achten. Durch die Bewegung werden Muskeln und Bandscheiben gestärkt und die Durchblutung angekurbelt. Entspannung dagegen wirkt sich positiv auf muskuläre Verspannungen aus.

 

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news-1518 Thu, 18 Aug 2016 14:08:07 +0200 Trau dich Mann! AOK rät zur Krebsvorsorge https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/trau-dich-mann-aok-raet-zur-krebsvorsorge.html Südlicher Oberrhein. Ganze Generationen junger Männer wurden bei ihrer Musterung auf Wehrdiensttauglichkeit untersucht. „Husten Sie mal“ – der darauf folgende Leistengriff war für viele junge Männer die erste Vorsorgeuntersuchung. Nach Ende der Abschaffung des Wehrdienstes endete damit auch dieser Vorsorge-Check junger Männer. „In den Landkreisen Ortenau, Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald sowie dem Stadtkreis Freiburg erleben wir in den letzten Jahren eine deutlich Zunahme an Hodenkrebserkrankungen“, erklärt Wolfgang Schweizer, Geschäftsführer der AOK Südlicher Oberrhein. 2008 zählte die AOK 94 erkrankte Versicherte, 2010 waren es schon 120 Betroffene. 2014 erhöhte sich die Zahl auf 150 AOK-Versicherte. „Das scheint zwar eine recht kleine Zahl zu sein, aber die Zunahme im Durchschnitt der letzten sieben Jahre liegt in der Region bei 6 Prozent“, so Schweizer. „Hodenkrebs ist der Krebs des jungen Mannes, erklärt der Offenburger Urolge Thomas Herde. Die meisten Fälle treten im Alter zwischen 20 und 40 Jahren auf. In dieser Altersgruppe ist Hodenkrebs die häufigste bösartige Tumorerkrankung beim Mann. Hodenhochstand in der Vorgeschichte gilt als einer der Risikofaktoren. Hatten Vater oder Bruder Hodenkrebs ist das Risiko, selbst daran zu erkranken, ebenfalls erhöht. Die gute Nachricht: „Bei den meisten dieser Tumoren sind die Heilungschancen sehr gut“, weiß Thomas Herde. Wichtigstes Symptom ist die schmerzlose Vergrößerung des Hodens. Da die Tumoren sehr selten sind und recht schnell wachsen gibt es keine wirkliche Früherkennung durch eine Vorsorgeuntersuchung. Die Tumore werden meist von den Patienten selbst entdeckt. „Daher empfiehlt sich eine regelmäßige Selbstuntersuchung. Stellt man Veränderungen fest, sollte man dann zu seinem Arzt gehen“.

 

Deutlich höher fallen die Zahlen beim Prostatakrebs aus. Hier lag die Zahl der erkrankten AOK-Versicherten in der Region im Jahr 2008 bei 1.757, sechs Jahre später wurden 2.184 betroffene Versicherte gezählt. Prostatakrebs ist ebenfalls eine bösartige Tumorerkrankung und gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen des Mannes. .“Bei einer frühzeitigen Erkennung gibt es auch beim Prostatakrebs gute Heilungschancen“, so der Urologe.

 

Lt. Robert-Koch-Institut lebten 2014 in Deutschland ca.222.300 Männer, die in den vorangegangenen fünf Jahren an Prostatakrebs erkrankt waren. Für 2016 werden fast 67.000 Neuerkrankungen prognostiziert. Die Betroffenen sind hier deutlich älter. Die meisten Erkrankten stellt die AOK in der Altersgruppe 75 bis 79 Jahren fest. Als Risikofaktoren gelten unter anderem fettes Essen, Übergewicht und Rauchen.

 

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news-1519 Thu, 18 Aug 2016 14:00:30 +0200 Trau dich Mann! AOK rät zur Krebsvorsorge https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/trau-dich-mann-aok-raet-zur-krebsvorsorge-1.html Ganze Generationen junger Männer wurden bei ihrer Musterung auf Wehrdiensttauglichkeit untersucht. „Husten Sie mal“ – der darauf folgende Leistengriff war für viele junge Männer die erste Vorsorgeuntersuchung. Nach Ende der Abschaffung des Wehrdienstes endete damit auch dieser Vorsorge-Check junger Männer. „In der Ortenau erleben wir in den letzten Jahren eine deutlich Zunahme an Hodenkrebserkrankungen“, erklärt Tobias Rauber, Leiter des AOK-Kundencenters in Offenburg. 2008 zählte die AOK 48 erkrankte Versicherte, 2010 waren es schon 59. 2014 befanden sich wegen Hodenkrebs 73 AOK-Versicherte in ambulanter oder stationärer Behandlung. „Das scheint zwar eine recht kleine Zahl zu sein, aber die Zunahme im Durchschnitt der letzten sieben Jahre liegt bei 5 Prozent“, so Rauber. „Hodenkrebs ist der Krebs des jungen Mannes, erklärt der Offenburger Urolge Thomas Herde. Die meisten Fälle treten im Alter zwischen 20 und 40 Jahren auf. In dieser Altersgruppe ist Hodenkrebs die häufigste bösartige Tumorerkrankung beim Mann. Hodenhochstand in der Vorgeschichte gilt als einer der Risikofaktoren. Hatten Vater oder Bruder Hodenkrebs ist das Risiko, selbst daran zu erkranken, ebenfalls erhöht. Die gute Nachricht: „Bei den meisten dieser Tumoren sind die Heilungschancen sehr gut“, weiß Thomas Herde. Wichtigstes Symptom ist die schmerzlose Vergrößerung des Hodens. Da die Tumoren sehr selten sind und recht schnell wachsen gibt es keine wirkliche Früherkennung durch eine Vorsorgeuntersuchung. Die Tumore werden meist von den Patienten selbst entdeckt. „Daher empfiehlt sich eine regelmäßige Selbstuntersuchung. Stellt man Veränderungen fest, sollte man dann zu seinem Arzt gehen“.

 

Deutlich höher fallen die Zahlen beim Prostatakrebs aus. Hier lag die Zahl der erkrankten AOK-Versicherten im Ortenaukreis im Jahr 2008 bei 841, sechs Jahre später wurden 1.101 betroffene Versicherte gezählt. Prostatakrebs ist ebenfalls eine bösartige Tumorerkrankung und gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen des Mannes.“Bei einer frühzeitigen Erkennung gibt es auch beim Prostatakrebs gute Heilungschancen“, so der Urologe.

 

Lt. Robert-Koch-Institut lebten 2014 in Deutschland ca.222.300 Männer, die in den vorangegangenen fünf Jahren an Prostatakrebs erkrankt waren. Für 2016 werden fast 67.000 Neuerkrankungen prognostiziert. Die Betroffenen sind hier deutlich älter. Die meisten Erkrankten stellt die AOK in der Altersgruppe 75 bis 79 Jahren fest. Als Risikofaktoren gelten unter anderem fettes Essen, Übergewicht und Rauchen.

 

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news-1520 Tue, 16 Aug 2016 14:02:52 +0200 Multiresistente Keime auf dem Vormarsch - Wird die Wunderwaffe Antibiotika langsam stumpf? https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/multiresistente-keime-auf-dem-vormarsch-wird-die-wunderwaffe-antibiotika-langsam-stumpf.html Die weltweite Zunahme von Antibiotika-Resistenzen gehört zur größten Gefahr für die menschliche Gesundheit. Davor warnt die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Denn wenn Antibiotika die Wirkung gegen Infektionskrankheiten verlieren, besteht die Gefahr, dass eigentlich schon besiegt geglaubte Krankheiten wieder so gefährlich werden wie vor dem Antibiotika-Zeitalter. Die WHO schätzt, dass allein in Deutschland jährlich mindestens 10.000 Menschen an den Folgen einer Antibiotika-Resistenz sterben, weltweit rund 700.000. Wer kennt nicht den „Dritten Mann“, den Filmklassiker von Orson Welles als kriminellen Penicillin-Schieber Harry Lime, der im Nachkriegs-Wien sein Unwesen treibt. Penicillin war teuer und knapp, es wurde gestreckt und dadurch gefährlich. Hauptsache die Kasse stimmte. Heute ist es kein Problem, Penicillin oder andere Antibiotika zu bekommen. Ganz im Gegenteil. Oft werden Antibiotika viel zu schnell verschrieben, auch bei Erkrankungen, bei denen sie völlig wirkungslos sind. Das Gefährliche daran: Weil Antibiotika viel zu leichtfertig eingenommen werden, wirken sie immer weniger. Es entwickelt sich eine Antibiotika-Resistenz. Und da kann sich rächen.

 

Die AOK Südlicher Oberrhein hat sich die Antibiotika-Verordnungen in den Landkreisen Ortenau, Emmendingen, Breisgau-Hochschwarzwald und Freiburg genauer angeschaut: Über 92.000 AOK-Versicherte erhielten 2015 Antibiotika auf Rezept. Der Anteil der Frauen ist mit rund 63.000 Versicherten deutlich höher als der der Männer.“Wir beobachten zwar, dass die Ärzte in Deutschland insgesamt etwas weniger Antibiotika verschreiben als noch vor ein paar Jahren“, erklärt Wolfgang Schweizer, Geschäftsführer der AOK Südlicher Oberrhein. Seit 2010 sinkt der Anteil der Versicherten, die Antibiotika erhalten, um durchschnittlich 1,5 Prozent. „Trotzdem wird noch immer viel zu sorglos mit dem Medikament umgegangen“. Und das ist nicht ohne Risiko.

 

„Es werden nach wie vor zu viele Antibiotika verordnet“, ist der Freiburger Hygiene- und Antibiotikaexperte Prof. Franz Daschner überzeugt. „Selbst bei einer Mittelohr- oder einer Blasenentzündung müssen nicht immer Antibiotika verordnet werden. Oft wird die körpereigene Immunabwehr damit fertig, auch gibt es verschiedene gut wirksame pflanzliche Arzneimittel, die zur Infektionsbekämpfung eingesetzt werden können“. Die gelte ganz besonders bei Erkältungskrankheiten, die in der Regel von Viren verursacht werden, gegen die Antibiotika nicht wirken. „Besonders groß ist die Gefahr der Resistenzentwicklung, wenn Antibiotika zu lange eingenommen werden“. Bei den meisten bekannte bakteriell verursachten Erkrankungen genüge es, Antibiotika bis drei Tage nach Entfieberung einzunehmen. Nur bei wenigen Infektionskrankheiten, wie z.B. Osteomyelitis, Endokarditis oder Meningitis, müssen Antibiotika für Wochen oder Monate gegeben werden. „Ärzte sollten Antibiotika nur dann verordnen, wenn es medizinisch wirklich notwendig ist. Es muss unbedingt versucht werden, vor jeder Antibiotika-Therapie die Erreger zu isolieren. Patienten sollen diszipliniert mit den Medikamenten umgehen und sie tatsächlich nur über den vom Arzt festgelegten Zeitraum anwenden“, rät Daschner. „Je länger Antibiotika gegeben werden, umso größer ist die Gefahr der Resistenzentwicklung“.

 

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news-1400 Mon, 24 Aug 2015 00:00:00 +0200 Wenn Essen auf den Magen schlägt https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/wenn-essen-auf-den-magen-schlaegt.html Essen sollte nicht nur Nahrungsaufnahme sein, es sollte auch Spaß machen. Für viele Menschen ist es aber mit dem Spaß schnell vorbei wenn Sie etwas essen oder trinken, was sie eigentlich meiden sollten. Eine Nahrungsmittelunverträglichkeit kann einem buchstäblich den Appetit verderben. Wie die AOK Südlicher Oberrhein mitteilt, gab es 2013 allein in der Ortenau rund 950 Versicherte, die wegen einer Laktoseintoleranz in ambulanter oder stationärer Behandlung waren. „Hier beobachten wir einen sehr schnellen Anstieg“, sagt Bettina Dürr, Ernährungsberaterin bei der AOK in Offenburg. „2007 waren das noch rund 270 Personen, heute sind es mehr als drei Mal so viele“. Auffällig ist, dass deutlich mehr Frauen als Männer in Behandlung sind. „Wir können nur auswerten, wer tatsächlich in ärztlicher Behandlung war“, erklärt die Ernährungsexpertin. „Wir gehen davon aus, dass die Dunkelziffer höher ist“. Wenn nach dem Essen der Magen schmerzt, der Darm rumort oder die Haut anfängt zu jucken könnten dies Reaktionen auf eine Nahrungsmittelunverträglichkeit sein. Dann sollte der Hausarzt aufgesucht werden. „Mit einer Umstellung von Ess- und Trinkverhalten lässt sich eine Unverträglichkeit meist gut in den Griff bekommen“, macht Dürr Mut. „In Milch zum Beispiel steckt viel Gutes – aber auch Milchzucker. Und den kann eben nicht jeder gut verdauen“. 15 bis 20 Prozent der Deutschen reagieren auf den Verzehr von Quark, Sahne, Käse und Molke mit Völlegefühl, Blähungen und Durchfall. Sie vertragen die in der Milch enthaltene Laktose nicht. „Oft hilft schon eine laktosearme Kost, auch findet man in den Regalen heute viele laktosefreie Lebensmittel“.

Ein Blick auf die Zutatenliste reicht normalerweise schon aus, denn Laktose ist deklarierungspflichtig. Auch Fertiggerichte, Back- oder Wurstwaren können Milchzucker enthalten „Am besten, man frägt im Geschäft oder dem Restaurant nach“, findet Bettina Dürr. Auch die Gastronomie stellt sich heute diesen besonderen Anforderungen. So bieten immer mehr Restaurants ihren Kunden laktose- und glutenfrei Gerichte an.

Wenn Weizen, Dinkel oder Gerste auf den Magen schlagen, deutet das auf eine Glutenunverträglichkeit hin. Auslöser dieser Zöliakie ist das im Getreide enthaltene Klebereiweiß Gluten. Gewichtsverlust, Durchfall und Wachstumsstörungen können die Folge sein, aber auch Mangelerscheinungen wie Osteoporose können die Folge sein. Auch hier ist ein deutlicher Anstieg sichtbar. „2007 zählten wir in der Ortenau rund 50 Versicherte, die wegen Glutenunverträglichkeit in Behandlung waren, 2013 schon 100“.

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news-1401 Mon, 24 Aug 2015 00:00:00 +0200 Wenn das Essen auf den Magen https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/wenn-das-essen-auf-den-magen.html Essen sollte nicht nur Nahrungsaufnahme sein, es sollte auch Spaß machen. Für viele Menschen ist es aber mit dem Genuss und Spaß schnell vorbei wenn Sie etwas essen oder trinken, was sie eigentlich meiden sollten. Eine Nahrungsmittelunverträglichkeit kann einem buchstäblich den Appetit verderben. 2013 gab es allein im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald 290 Versicherte, die wegen einer Laktoseintoleranz in ambulanter oder stationärer Behandlung waren. Darauf weist die AOK Südlicher Oberrhein in einer Pressemitteilung hin. „Hier beobachten wir einen sehr schnellen Anstieg“, sagt Fabian Singler, Ernährungsberater bei der AOK Südlicher Oberrhein. „2007 waren das noch 85 Personen, heute sind es mehr als drei Mal so viele“. Auffällig ist, dass deutlich mehr Frauen als Männer in Behandlung sind. „Wir können nur auswerten, wer tatsächlich in ärztlicher Behandlung war“, erklärt der Ernährungsexperte. „Wir gehen davon aus, dass die Dunkelziffer höher ist“. Wenn nach dem Essen der Magen schmerzt, der Darm rumort oder die Haut anfängt zu jucken könnten dies Reaktionen auf eine Nahrungsmittelunverträglichkeit sein. Dann sollte der Hausarzt aufgesucht werden. „Mit einer Umstellung von Ess- und Trinkverhalten lässt sich eine Unverträglichkeit meist gut in den Griff bekommen“, macht Singler Mut. „In Milch zum Beispiel steckt viel Gutes – aber auch Milchzucker. Und den kann eben nicht jeder gut verdauen“. 15 bis 20 Prozent der Deutschen reagieren auf den Verzehr von Quark, Sahne, Käse und Molke mit Völlegefühl, Blähungen und Durchfall. Sie vertragen die in der Milch enthaltene Laktose nicht. „Oft hilft schon eine laktosearme Kost, auch findet man in den Regalen heute viele laktosefreie Lebensmittel“.

Ein Blick auf die Zutatenliste reicht normalerweise schon aus, denn Laktose ist deklarierungspflichtig. Auch Fertiggerichte, Back- oder Wurstwaren können Milchzucker enthalten. „Um sicher zu sein sollte man einfach im Geschäft oder dem Restaurant nachfragen“ findet Fabian Singler. Auch die Gastronomie stellt sich heute diesen besonderen Anforderungen. So bieten immer mehr Restaurants ihren Kunden laktose- und glutenfrei Gerichte an.

Wenn Weizen, Dinkel, Roggen, Hafer oder Gerste auf den Magen schlagen, deutet das auf eine Glutenunverträglichkeit hin, einer chronischen Erkrankung des Dünndarms. Auslöser ist das im Getreide enthaltene Klebereiweiß Gluten. Gewichtsverlust, Durchfall und Wachstumsstörungen können die Folge sein, aber auch Mangelerscheinungen wie Osteoporose können die Folge sein. Auch hier ist ein deutlicher Anstieg sichtbar. „2007 zählten wir im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald rund knapp 30 Versicherte, die wegen Glutenunverträglichkeit in Behandlung waren, 2013 schon 70“. Die AOK südlicher Oberrhein bietet Ernährungsberatung an. Im vergangenen Jahr haben im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald über 600 Versicherte eine individuelle Ernährungsberatung in Anspruch genommen.

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news-1402 Thu, 06 Aug 2015 00:00:00 +0200 Schilddrüsen-Erkrankungen nehmen zu https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/schilddruesen-erkrankungen-nehmen-zu.html Erkrankungen der Schilddrüsen werden immer häufiger diagnostiziert. Eine Untersuchung der AOK Südlicher Oberrhein für ihre Versicherten im Raum Freiburg zeigt: 2013 waren über 8000 AOK-Versicherte in Freiburg mit Schilddrüsenerkrankung in medizinischer Behandlung, sechs Jahre zuvor waren es noch rund 6.800. Vor acht Jahren litten laut AOK 15 Prozent aller AOK-Versicherten in Freiburg an einer Erkrankung der Schilddrüse – zuletzt waren es 16,6 Prozent. Damit liegt die Region leicht über dem durchschnittlichen Wert in Baden-Württemberg mit 16,1 Prozent. „Die Schilddrüse schüttet zwei lebenswichtige Hormone aus, die die wesentlichen Funktionen des Körpers regulieren: unter anderem Stoffwechsel, Herz und Kreislauf, Magen und Darm“, erklärt Wolfgang Schweizer, Geschäftsführer der AOK Südlicher Oberrhein. „Schon kleine Fehlfunktionen können Gesundheit und Wohlbefinden beeinträchtigen. Etwas einer von drei Erwachsenen erkrankt an der Schilddrüse, oft ohne es zu wissen“. Am häufigsten diagnostiziert wird eine Schilddrüsenunterfunktion. Davon sind mit knapp 80 Prozent deutlich mehr Frauen als Männer betroffen. Eine Unterfunktion zeichnet sich oft aus durch extreme Kälteempfindlichkeit, andauernde Müdigkeit und Antriebsschwäche, nachlassende Leistungsfähigkeit, Gewichtszunahme obwohl sich die Essgewohnheiten nicht verändert haben und durch Konzentrations- und Gedächtnisschwäche. „Recht wenigen ist bekannt, dass eine Schilddrüsenunterfunktion auch die Ursache für Unfruchtbarkeit sein kann. Gerade junge Frauen, die trotz Kinderwunsch nicht schwanger werden und die die Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion an sich beobachten, sollten die Funktion ihrer Schilddrüse überprüfen lassen“, so der AOK-Geschäftsführer.

Jodmangel gilt als ein möglicher Auslöser einer Schilddrüsenunterfunktion. Deutschland ist aufgrund der Verwendung von jodiertem Speisesalz bei der Lebensmittelproduktion zwar offiziell kein Jodmangelgebiet mehr, aber laut der Studie zur Gesundheit Erwachsener des Robert-Koch-Instituts decken nur etwa 70 von 100 Erwachsenen den empfohlenen Jodbedarf. „Daher sollte in der Küche grundsätzlich nur jodiertes Speisesalz verwendet werden, auch wenn man mit Salz sparsam umgeht“, empfiehlt Schweizer. Als Jodlieferanten gelten außerdem Milch und Milchprodukte sowie Seefisch.

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news-1403 Mon, 03 Aug 2015 00:00:00 +0200 Immer mehr schlägt das Essen auf den Magen https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/immer-mehr-schlaegt-das-essen-auf-den-magen.html Essen sollte nicht nur Nahrungsaufnahme sein, es sollte auch Spaß machen. Für viele Menschen ist es aber mit dem Spaß schnell vorbei wenn Sie etwas essen oder trinken, was sie eigentlich meiden sollten. Eine Nahrungsmittelunverträglichkeit kann einem buchstäblich den Appetit verderben. 2013 gab es allein im Landkreis Emmendingen 260 Versicherte, die wegen einer Laktoseintoleranz in ambulanter oder stationärer Behandlung waren. Darauf weist die AOK Südlicher Oberrhein in einer Pressemitteilung hin. „Hier beobachten wir einen sehr schnellen Anstieg“, sagt Anke Blattmann, Ernährungsberater bei der AOK Südlicher Oberrhein. „2007 waren das noch 73 Personen, heute sind es fast vier Mal so viele“. Auffällig ist, dass deutlich mehr Frauen als Männer in Behandlung sind. „Wir können nur auswerten, wer tatsächlich in ärztlicher Behandlung war“, erklärt die Ernährungsexpertin. „Wir gehen davon aus, dass die Dunkelziffer höher ist“. Wenn nach dem Essen der Magen schmerzt, der Darm rumort oder die Haut anfängt zu jucken könnten dies Reaktionen auf eine Nahrungsmittelunverträglichkeit sein. Dann sollte der Hausarzt aufgesucht werden. „Mit einer Umstellung von Ess- und Trinkverhalten lässt sich eine Unverträglichkeit meist gut in den Griff bekommen“, macht Blattmann Mut. „In Milch zum Beispiel steckt viel Gutes – aber auch Milchzucker. Und den kann eben nicht jeder gut verdauen“. 15 bis 20 Prozent der Deutschen reagieren auf den Verzehr von Quark, Sahne, Käse und Molke mit Völlegefühl, Blähungen und Durchfall. Sie vertragen die in der Milch enthaltene Laktose nicht. „Oft hilft schon eine laktosearme Kost, auch findet man in den Regalen heute viele laktosefreie Lebensmittel“.

Ein Blick auf die Zutatenliste reicht normalerweise schon aus, denn Laktose ist deklarierungspflichtig. Auch Fertiggerichte, Back- oder Wurstwaren können Milchzucker enthalten. „Um sicher zu sein sollte man einfach im Geschäft oder dem Restaurant nachfragen“ findet Anke Blattmann. Auch die Gastronomie stellt sich heute diesen besonderen Anforderungen. So bieten immer mehr Restaurants ihren Kunden laktose- und glutenfrei Gerichte an.

Wenn Weizen, Dinkel, Roggen, Hafer oder Gerste auf den Magen schlagen, deutet das auf eine Glutenunverträglichkeit hin, einer chronischen Erkrankung des Dünndarms. Auslöser ist das im Getreide enthaltene Klebereiweiß Gluten. Gewichtsverlust, Durchfall und Wachstumsstörungen können die Folge sein, aber auch Mangelerscheinungen wie Osteoporose können die Folge sein. Auch hier ist ein deutlicher Anstieg sichtbar. „2007 zählten wir im Landkreis Emmendingen 20 Versicherte, die wegen Glutenunverträglichkeit in Behandlung waren, 2013 schon 34“.

Die AOK Südlicher Oberrhein bietet Ernährungsberatung an. Im vergangenen Jahr haben im Landkreis Emmendingen über 400 Versicherte eine individuellen Beratung in Anspruch genommen.

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news-1404 Thu, 18 Jun 2015 00:00:00 +0200 Tag des Schlafes am 21. Juni - Wenn die Nacht zum Tag wird https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/tag-des-schlafes-am-21-juni-wenn-die-nacht-zum-tag-wird.html Wer nachts lange wach liegt, ist am nächsten Tag wie gerädert. In Baden-Württemberg leben rund 10,6 Millionen Menschen: Jeder zweite von ihnen hatte schon einmal Schwierigkeiten, abends einzuschlafen. Das ist das Ergebnis eier repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der AOK Baden-Württemberg. Allein im Landkreis Emmendingen werden dauerhaft über 2200 Menschen um den Schlaf gebracht. Von wegen Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung. Für viele Menschen gerät sie schon viel früher in Unordnung. Sie wären froh, sie könnten bis um sieben Uhr schlafen. Wie die AOK aufgrund der ärztlich festgestellten Diagnosen ihrer Versicherten mitteilt, wurde im Jahr 2013 rund 4,6 Prozent aller Versicherten von Schlafstörungen heimgesucht. Mit steigender Tendenz. 2007 waren dies noch 3,5 Prozent. „Das entspricht einer Zunahme von 6,2 Prozent innerhalb von sechs Jahren“ erklärt Jürgen Dreher, AOK-Chef in Emmendingen. „Im Jahr 2007 waren 1667 Versicherte im Landkreis betroffen, 2013 bereits 2282“.

Bei der Forsa-Umfrage gaben 16 Prozent der Befragten an, sehr häufig oder häufig unter Einschlafproblemen zu leiden. Weiteren 36 Prozent fällt es zumindest ab und zu schwer, einzuschlafen. „Wenn seit über einem Monat drei Nächte oder mehr in der Woche kein durchgehender, erholsamer Schlaf gefunden werden kann und man sich am Tag müde und kraftlos fühlt, kann dies auf eine chronische Schlafstörung hinweisen“, so Jürgen Drehen.

Ein wesentlicher Teil der Schlafstörungen machen die Atemaussetzer während des Schlafes (Schlafapnoe) aus. 824 Versicherte waren 2013 davon betroffen. Bei dieser Erkrankung kommt es während des Schlafes immer wieder zu längeren Atemstillständen. Ursachen können verengte Atemwege, zum Beispiel durch Veranlagung oder Übergewicht sein. „Bei einem Verdacht auf Schlafapnoe sollte man auf jeden Fall zum Arzt gehen“, rät Dreher. Bluthochdruck könnte die Folge sein, auch wächst die Gefahr, einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden“. Auch die Zeitumstellung im Frühjahr und Herbst beeinträchtigt den Schlaf. Am ehesten spüren die 40- bis 49-Jährigen entsprechende Auswirkungen sowie „Langschläfer“, die länger als acht Stunden pro Nacht schlafen.

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news-1405 Tue, 09 Jun 2015 00:00:00 +0200 Hautkrebs oft unterschätzt https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/hautkrebs-oft-unterschaetzt.html AOK rät zu Vorsorge Die Zahl der an Hautkrebserkrankten nimmt deutlich zu. Das hat die AOK Südlicher Oberrhein auf der Basis ihrer Versicherten ermittelt. In der Ortenau waren 2013 354 Versicherte an bösartigem Melanom, dem sogenannten Schwarzen Hautkrebs, erkrankt. Waren 2007 noch 216 AOK-Versicherte wegen Hautkrebs in Behandlung, so waren sechs Jahre später bereits 354 Menschen erkrankt. „Besonders auffällig ist ein sprunghafter Anstieg zwischen 2007 und 2009“, informiert Tobias Rauber, Chef der AOK in Offenburg. „Dies ist ein bundesweiter Trend, der in Zusammenhang mit der Einführung des Hautkrebsscreenings als Vorsorgeuntersuchung steht“ erklärt Rauber. Die AOK rechnet damit, dass Zahlen nach einiger Zeit wieder etwas sinken werden. Insgesamt meldet die AOK in der Ortenau 36 Versicherte in stationärer Behandlung, davon 23 Männer und 13 Frauen.

Hautkrebs ist eine Erkrankung, die zunächst keine Beschwerden verursacht. „Deshalb gilt sie als besonders tückisch“, berichtet der Kundencenterleiter. Hautkrebs ist ein bösartiger Tumor der Pigmentzellen. Als Hauptverursacher gilt das UV-Licht der Sonne. Nach Schätzungen erkranken in Deutschland jedes Jahr rund 200.000 Menschen an hellem und etwa 15.000 an schwarzem Hautkrebs. Die AOK rät dazu, sich vor der schädlichen Wirkung des Sonnenlichts zu schützen. Je häufiger und länger sind Menschen der UV-Strahlung aussetzen, desto größer ist das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. „Die Anzahl der Versicherten, die sich wegen Hautkrebs in Behandlung befinden, steigt mit zunehmendem Alter deutlich an. Dabei ist der Anteil der betroffenen Frauen in jüngeren Jahren höher als bei Männern. Diese sind dagegen im Alter häufiger betroffen“, so Tobias Rauber. Wie die AOK mitteilt, können für die Auswertung nur Versicherte ermittelt werden, die sich tatsächlich in ärztlicher oder stationärer Behandlung befanden. Die Dunkelziffer könnte weit höher sein.

Wenn der Hautkrebs frühzeitig erkannt wird, ist er in der Regel heilbar, viele schwere Krankheitsverläufe könnten vermieden werden. „Leider nutzt nur etwa jeder Dritte die Hautkrebsvorsorge“ bemängelt Rauber. Die AOK bietet ihren Versicherten ein sogenanntes Hautkrebsscreening bereits ab 20 Jahre alle zwei Jahre an. Dabei untersucht ein Arzt, teilweise mit Auflichtmikroskop, die gesamt Hautoberfläche. Die AOK empfiehlt ihren Versicherten diese Vorsorgeuntersuchung zu nutzen und rät auch dazu, einen ausreichenden Sonnenschutz (mindestens Faktor 30) zu verwenden sowie auf lange Sonnenbäder, insbesondere in der Mittagssonne, zu verzichten.

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news-1406 Tue, 28 Apr 2015 00:00:00 +0200 Jeder Beschäftigte fehlt rund 18 Tage im Jahr https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/jeder-beschaeftigte-fehlt-rund-18-tage-im-jahr.html Der Krankenstand im Ortenaukreis ist konstant. Dies hat die AOK auf Grundlage der Krankmeldungen ihrer Versicherten im Ortenaukreis berechnet „Von 1000 Beschäftigten im Ortenaukreis waren im letzten Jahr an jedem Tag 49 arbeitsunfähig erkrankt“, erklärt Tobias Rauber, Leiter des AOK-Kundencenters in Offenburg. Dies entspricht exakt dem Landestrend. „Mit 55,6 Prozent war mehr als jeder Zweite im Kreis mindestens einmal krank geschrieben“. Dabei stellte die AOK einen leichten Rückgang zu 2013 fest. Am meisten Betrieb herrschte in den Arztpraxen im Februar, am wenigsten in den Urlaubsmonaten Juni und August.

Mit 6,4 Prozent hatte die Branche Energie/Wasser/Entsorgung und Bergbau den höchsten Krankenstand, gefolgt vom verarbeitenden Gewerbe, Baugewerbe und Öffentliche Verwaltung. Beschäftigte in Land- und Forstwirtschaft sowie Banken und Versicherungen waren dagegen deutlich seltener krank. Der Anteil der Krankheitstage durch psychisch bedingte Erkrankungen ist mit knapp 10 Prozent unverändert hoch. Die Statistik nach Krankheitstagen wird von Muskel-Skelett-Erkrankungen angeführt (23 Prozent), gefolgt von Verletzungen (12 Prozent) sowie psychischen Erkrankungen (9,9 Prozent) und Erkrankungen der Atemwege (9,8 Prozent). „Schaut man auf die Anzahl der Erkrankungsfälle, dann findet man mit 20,7 Prozent die höchste Anzahl bei den Erkrankungen der Atemwege, gefolgt von den Muskel-Skeletterkrankungen“ berichtet der AOK-Chef.

Die durchschnittliche Krankheitsdauer liegt bei 18,1 Arbeitsunfähigkeitstagen. Allerdings liegt der weitaus größte Anteil bei den sogenannten Kurzzeiterkrankungen, also Erkrankungen zwischen einem und drei Tagen (41,5 Prozent aller Fälle im Ortenaukreis). Der Anteil der Arbeitsunfähigkeitsfälle mit einer Dauer von mehr als sechs Wochen liegt bei 3,9 Prozent. Der Anteil der Arbeitsunfälle an allen Arbeitsunfähigkeitsfällen beträgt 3,7 Prozent. „Hier findet man den höchsten Anteil im Baugewerbe, gefolgt von der Land- und Forstwirtschaft“, so Rauber.

Aufgrund der vielen Ausfalltage spielen die Muskel-Skeletterkrankungen für die AOK nach wie vor eine große Rolle. Sie sieht hier große Chancen in der Prävention – wie etwa einem ausgewogenen Rückenkonzept. Aber auch die psychischen Belastungen können positiv beeinfluss werden, ist sich Peter Bolanz, Spezialist für Betriebliches Gesundheitsmanagement, sicher: „Viele schaffen es nicht, Arbeit und Freizeit zu trennen“ so Bolanz. Die digitale Arbeitswelt erlaubt es, auch zuhause nach Feierabend oder am Wochenende zu arbeiten. Mit dem Smartphone werden dienstliche E-Mails gelesen, man glaubt, immer und überall erreichbar sein zu müssen. Kopfschmerzen, Niedergeschlagenheit und Erschöpfung sind oft die Folge. „Man muss sich einfach selbstkritisch fragen, ob dieses Engagement tatsächlich von einem erwartet wird. Wir sind nicht unentbehrlich und sollten PC und Handy auch mal ausschalten“.

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news-1407 Sun, 19 Apr 2015 00:00:00 +0200 Neue Ärzte auf Rezept https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/neue-aerzte-auf-rezept.html Gemeinsam mit Ärzten und Partnern aus Verwaltung und Wirtschaft rührte die AOK Südlicher Oberrhein die Werbetrommel: sie machten jungen Medizinern Lust auf den Kaiserstuhl. Zu einem Date mit dem Kaiserstuhl hatten die AOK, Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald und der Ärztliche Kreisverein Breisgau-Hochschwarzwald 18 junge Mediziner und ihre Partnerinnen oder Partner ins Hotel am Münster nach Breisach eingeladen. Sie sollten hautnah erleben, warum es sich lohnt, als Hausarzt am Kaiserstuhl und leben und zu arbeiten. Dabei wurde auch mit den Reizen der Landschaft und der Region nicht gegeizt.

„Bei einem Date will man sich kennenlernen und vielleicht auch verlieben“, begrüßte Wolfgang Schweizer, Geschäftsführer der AOK Südlicher Oberrhein die Teilnehmer. „Wir würden uns freuen, wenn das heute auch passiert“. Die Gründe hinter dem Informationswochenende sind klar: 30 Prozent der Hausärzte sind älter als 60 Jahre. Sie denken an den Ruhestand, bei vielen ist die Nachfolge unklar. In Baden-Württemberg scheiden jährlich rund 250 Hausärzte aus der Versorgung aus, nur jede zweite Praxis kann wieder besetzt werden. Landrätin Dorothea Störr-Ritter brauchte es auf den Punkt: „Ich sage es ganz offen. Wir werben um Sie, wir brauchen Sie!“.

„Heute fallen nur noch zehn Prozent aller Facharztanerkennungen auf die Allgemeinmedizin“, erklärte Professor Wilhelm Niebling, Hausarzt in Titisee-Neustadt. „Das ist bedenklich“. Die Folgen sind absehbar: Die Wege zu den Hausärzten werden länger. Finden Patienten heute ihren Hausarzt zum Beispiel in Vogtsburg, Endingen und Sasbach quasi um die Ecke, so könnten sie nach einer Expertenprognose in 15 Jahren zehn Kilometer und mehr in die nächste Praxis fahren müssen. „Meine Entscheidung, mich in einer ländlichen Region niederzulassen, habe ich nie bereut“, bekannte sich Niebling. „Ich kann leben und arbeiten, wo andere Urlaub machen. Es ist alles da – Schulen, Kliniken, Geschäfte. Und vor allem finden Sie hier dankbare Patienten“.

Einige der Teilnehmer kamen aus benachbarten Regionen, andere aus ganz Deutschland. „Wir sind hier zwar in einer ländlichen Region“, erklärte Wolfgang Schweizer, „aber in zehn Minuten sind Sie in einem der größten Herzzentren Europas, in 15 Minuten in einer großen Uniklinik. Beim Besuch einiger Hausärzte in ihren Praxen standen diese Rede und Antwort und erlaubten interessante Einblicke in ihr Leben als Hausarzt.

Auch dass der Kaiserstuhl landschaftlich und kulinarisch einiges zu bieten hat, sollten die Mediziner erfahren. Eine Wanderung durch die Reben sorgte für die richtige Einstimmung auf die Besichtigung eines Weingutes und eines Abendessens mit Weinprobe. Die Botschaft, da sind sich die Organisatoren sicher, kam an: „Sie sind hier herzlich willkommen.“

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news-1408 Mon, 02 Mar 2015 00:00:00 +0100 Erfolgsmodell VERAHmobil: 333 Fahrzeuge ausgeliefert https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/erfolgsmodell-verahmobil-333-fahrzeuge-ausgeliefert.html 2013 starteten die AOK Baden-Württemberg, der MEDI Verbund Baden-Württemberg und der Hausärzteverband Baden-Württemberg pünktlich zum fünfjährigen Bestehen der Hausarztzentrierten Versorgung im Südwesten die gemeinsame Initiative VERAHmobil. Anfang März wurde in Freiburg das 333. Fahrzeug übergeben. Versorgungsassistentinnen in der Hausarztpraxis (VERAH) bringen Entlastung in den Hausärztealltag. Denn schließlich müssen im ländlichen Raum bei Hausbesuchen oft viele Kilometer zurückgelegt werden. VERAHs führen Routine-Hausbesuche durch und übernehmen von ihren Chefs delegierte Versorgungsaufgaben. Die längere Lebenserwartung sorgt auch für einen Anstieg chronisch kranker bzw. multimorbider Menschen – was zu einem erhöhten Versorgungsaufwand führt.

Ziel von AOK, MEDI und Hausärzteverband war es, den VERAHs mehr Mobilität zu ermöglichen. Allen Praxen, die an der Hausarztzentrierten Versorgung teilnehmen und eine VERAH beschäftigen, wird das Fahrzeug zu Sonderkonditionen angeboten.

„Die VERAHs mobil zu machen und die Kolleginnen und Kollegen weiter zu entlasten war unser Ziel bei der Einführung 2013“, sagt Dr. Berthold Dietsche, Freiburger Hausarzt und Vorsitzender des Hausärtzeverbandes Baden-Württemberg bei der Fahrzeugübergabe in Freiburg im Autohaus Gehlert. „Die stolze Zahl von 333 Fahrzeugen zeigt uns, dass wir den richtigen Weg im Sinne unserer chronisch kranken Patienten eingeschlagen haben und wir freuen uns sehr, dass die Praxen das Angebot so gut annehmen“.

Die AOK hofft, dass durch diesen Service mehr Hausbesuche ermöglich werden. „Ich bin auch davon überzeugt, dass der Einsatz von VERAHs mit dazu beitragen wird, den Hausarztberuf ein Stück attraktiver zu machen“, sagt Wolfgang Schweizer, Geschäftsführer der AOK Südlicher Oberrhein. „Wir sehen darin auch eine gute Möglichkeit, ländliche Regionen dem medizinischen Nachwuchs attraktiv zu präsentieren und Interesse für eine Niederlassung zu wecken. So können wir medizinische Versorgung sichern“.

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news-1409 Sun, 01 Mar 2015 00:00:00 +0100 Wenn die Nacht zum Tag wird https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/wenn-die-nacht-zum-tag-wird.html In der Nacht von Samstag auf Sonntag wird die Uhr wieder auf Sommerzeit umgestellt. Viele Menschen bringt das aus dem gewohnten Rhythmus und es dauert ein paar Tage, bis wieder alles beim alten ist. Aber über 2700 Menschen im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald  werden dauerhaft um den Schlaf gebracht – Menschen mit Schlafstörungen. Von wegen Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung. Für viele Menschen gerät sie schon viel früher in Unordnung. Sie wären froh, sie könnten bis um sieben Uhr schlafen. Schlafstörungen können sich ganz unterschiedlich auswirken. Die einen finden nicht in den Schlaf, wälzen sich im Bett von einer Seite zur anderen, andere wachen nachts oft auf und bleiben lange wach. Oder aber sie wachen lange bevor der Wecker klingelt auf – obwohl sie gar nicht früh aufstehen wollten.

Auch im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald ist das Thema Schlafkrankheiten von zunehmender Bedeutung. Wie die AOK Südlicher Oberrhein aufgrund der ärztlich festgestellten Diagnosen ihrer Versicherten mitteilt, wurden im Jahr 2013 rund 4,5 Prozent aller Versicherten von Schlafstörungen heimgesucht. Mit steigender Tendenz. 2007 waren dies noch 3,2 Prozent. Die Nicht-organisch bedingten Schlafstörungen spielen dabei kaum eine Rolle.

Einen wesentlichen Teil der Schlafstörungen machen die Atemaussetzer während des Schlafes (Schlafapnoe) aus. 950 Versicherte waren 2013 davon betroffen. Bei dieser Erkrankung kommt es während des Schlafens immer wieder zu längeren Atemstillständen. Ursachen können verengte Atemwege, zum Beispiel durch eine entsprechende Veranlagung oder Übergewicht sein. „Bei einem Verdacht auf Schlafapnoe sollte man auf jeden Fall zum Arzt gehen“ rät Mirko König, Netzwerk-Chef der AOK KundenCenter im Landkreis. Bluthochdruck könnte die Folge sein, auch wächst die Gefahr einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden“.

Fast 40 Prozent der Baden-Württemberger schlafen nachts weniger als sechs Stunden wie die aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag der AOK Baden-Württemberg zeigt. Etwa jeder zweite Befragte gibt an, schon einmal Schwierigkeiten, abends einschlafen zu können, gehabt zu haben. Bei fünf Prozent ist dies sehr häufig der Fall, bei elf Prozent häufig und 46 Prozent fällt es zumindest ab und zu schwer, einzuschlafen. Die Umfrage zeigt auch: Gut jeder Dritte braucht ein paar Tage, um nach der Zeitumstellung wieder in seinen normalen Schlafrhythmus zu finden.

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news-1410 Sun, 01 Mar 2015 00:00:00 +0100 Wenn die Nacht zum Tag wird https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/wenn-die-nacht-zum-tag-wird-1.html In der Nacht von Samstag auf Sonntag wird die Uhr wieder auf Sommerzeit umgestellt. Viele Menschen bringt das aus dem gewohnten Rhythmus und es dauert ein paar Tage, bis wieder alles beim alten ist. Aber über 2200 Menschen im Landkreis Emmendingen werden dauerhaft um den Schlaf gebracht – Menschen mit Schlafstörungen. Von wegen Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung. Für viele Menschen gerät sie schon viel früher in Unordnung. Sie wären froh, sie könnten bis um sieben Uhr schlafen. Schlafstörungen können sich ganz unterschiedlich auswirken. Die einen finden nicht in den Schlaf, wälzen sich im Bett von einer Seite zur anderen, andere wachen nachts oft auf und bleiben lange wach. Oder aber sie wachen lange bevor der Wecker klingelt auf – obwohl sie gar nicht früh aufstehen wollten.

Auch im Landkreis Emmendingen ist das Thema Schlafkrankheiten von zunehmender Bedeutung. Wie die AOK Südlicher Oberrhein aufgrund der ärztlich festgestellten Diagnosen ihrer Versicherten mitteilt, wurden im Jahr 2013 rund 4,6 Prozent aller Versicherten von Schlafstörungen heimgesucht. Mit steigender Tendenz. 2007 waren dies noch 3,5 Prozent. „Das entspricht einer Zunahme von 6,2 Prozent innerhalb von sechst Jahren“ erklärt Jürgen Dreher, KundenCenterleiter in Emmendingen. „Hier fällt besonders die Veränderungsrate bei den Männern mit acht Prozent ins Gewicht“. Im Jahr 2007 waren 1667 Versicherte im Landkreis betroffen, 2013 sind es 2282. Dabei spielen die Nicht-organisch bedingten Schlafstörungen kaum eine Rolle.

Einen wesentlichen Teil der Schlafstörungen machen die Atemaussetzer während des Schlafes (Schlafapnoe) aus. 824 Versicherte waren 2013 davon betroffen. Bei dieser Erkrankung kommt es während des Schlafens immer wieder zu längeren Atemstillständen. Ursachen können verengte Atemwege, zum Beispiel durch eine entsprechende Veranlagung oder Übergewicht sein. „Bei einem Verdacht auf Schlafapnoe sollte man auf jeden Fall zum Arzt gehen“ rät der AOK-Chef. Bluthochdruck könnte die Folge sein, auch wächst die Gefahr einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden“.

Fast 40 Prozent der Baden-Württemberger schlafen nachts weniger als sechs Stunden wie die aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag der AOK Baden-Württemberg zeigt. Etwa jeder zweite Befragte gibt an, schon einmal Schwierigkeiten, abends einschlafen zu können, gehabt zu haben. Bei fünf Prozent ist dies sehr häufig der Fall, bei elf Prozent häufig und 46 Prozent fällt es zumindest ab und zu schwer, einzuschlafen. Die Umfrage zeigt auch: Gut jeder Dritte braucht ein paar Tage, um nach der Zeitumstellung wieder in seinen normalen Schlafrhythmus zu finden.

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news-1411 Sun, 01 Mar 2015 00:00:00 +0100 Wenn`s im Kopf donnert und blitzt https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/wenns-im-kopf-donnert-und-blitzt.html Sie kann einem das Leben zur Hölle machen und Betroffene zur Verzweiflung bringen. Die Migräne ist mehr als ein Kopfschmerz, der vorübergeht. Geschätzt leiden rund 13 Millionen Menschen in Deutschland im Laufe ihres Lebens an Migräneattacken. Und viele wissen es gar nicht. Im Landkreis Emmendingen waren im Jahr 2013 rund 2000 AOK-versicherte Frauen und Männer wegen Migräne in medizinischer Behandlung. Darunter sind Frauen (1575) fast vier Mal so häufig vertreten als Männer (404).Dies geht aus einer Auswertung der AOK Südlicher Oberrhein hervor. Das entspricht einer Quote von knapp über 4 Prozent. Zum Vergleich: ein Jahr zuvor die Quote bei etwa 3,8 Prozent, 2011 bei etwa 3,9 Prozent. Allerdings spricht die AOK von einer beträchtlichen Dunkelziffer. „Viele Betroffene gehen wegen Kopfschmerzen oder Migräne gar nicht zum Arzt“, erklärt Jürgen Dreher, Chef des AOK-KundenCenters in Emmendingen. „Diese sind in unseren Berechnungen folglich nicht enthalten“.

In rund 92 Prozent aller Kopfschmerzen sind Migräne und Spannungskopfschmerzen die Ursache. Wie die AOK weiter mitteilt, gilt Migräne besonders als eine Erkrankung des jungen Erwachsenen bzw. des mittleren Lebensabschnitts. Von den Kopfschmerzen am häufigsten betroffen ist bei Männern und Frauen die Altersgruppe 45 bis 49 Jahre.

Bevor eine Therapie erfolgen kann, muss zuerst geklärt werden, um welche Form von Kopfschmerzen es sich handelt. Bei der Migräne handelt es sich um anfallartig auftretende heftige Kopfschmerzen von pulsierendem sowie pochendem Charakter. Die Attacke kann zwischen vier und 72 Stunden andauern. Im Durchschnitt treten bis vier Attacken im Monat auf. Fest steht heute, dass es sich dabei um eine erst zu nehmende Erkrankung handelt. Dabei können verschiedene Faktoren die Attacken auslösen: Änderungen des Schlaf-Wach-Rhythmus, Stress, Hormone oder auch bestimmte Lebensmittel. Auch Schlafmangel, Reizüberflutung oder bestimmte Wetterlagen wie z.B. Föhn können Auslöser sein. Meist stellen sich bei einer Attacke auch Übelkeit, Appetitlosigkeit, Lichtscheu, Geräuschempfindlichkeit oder Erbrechen ein.

Wie die AOK mitteilt, wurden im Jahr 2013 in Baden-Württemberg knapp 1.300 Krankenhausfälle mit der Diagnose Migräne registriert, die Kosten dafür liegen bei knapp 1,8 Mio. Euro. Um Migräneanfälle zu verhindern, sollten Betroffene auf die Auslöser achten und diese möglichst meiden. Zu einer geeigneten Migränebehandlung sollten Betroffene sich immer von ihrem Arzt beraten lassen.

Diese Tipps helfen bei Migräne:

Regelmäßiges Entspannungstraining und Sport

Abschalten mit leichter Beschäftigung

Regelmäßige Schlafens- und Essenszeiten

Wenn Kaffee, dass regelmäßig

Keine Angst vor der nächsten Attacke

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news-1412 Mon, 26 Jul 2010 00:00:00 +0200 Gesundheitsförderung als zukunftsweisender Erfolgsfaktor https://aok-bw-presse.de/regionale-presseinfos/suedlicher-oberrhein/lesen/gesundheitsfoerderung-als-zukunftsweisender-erfolgsfaktor.html Wollen die Unternehmen in Baden-Württemberg konkurrenzfähig bleiben, müssen sie das Potential ihrer älteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stärker nutzen. Wissenschaftliche Studien ermitteln, dass unzufriedene und gesundheitlich beeinträchtigte Arbeitnehmer/innen früher in den Ruhestand gehen als zufriedene und gesunde Mitarbeiter“, sagt Prof. Dr. Wolfgang Schlicht von der Universität Stuttgart. „In unserer heutigen Gesellschaft wird Altern gleichgesetzt mit Krankheit, geringer Leistungsfähigkeit und Innovationsfeindlichkeit. Diese führt zu einer frühzeitigen Berentung von älteren Arbeitnehmern und vergrößert damit das Reservoir eines ungenutzten Potentials an leistungsfähigen Arbeitskräften.“ Dabei übersehe eine solche Sicht das Potential des Alters wie Erfahrung, Weisheit und Weitsicht. „Eine wesentliche Aufgabe, die sich den Betrieben stellt, ist deshalb eine am Alter der Belegschaft ausgerichtete Gesundheitsförderung und Krankheitsprävention“, fordert Schlicht.

Gesundheitsförderung hilft Kosten senken

Dass Betriebliche Gesundheitsförderung bzw. Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) zu einem noch wichtigeren Erfolgsfaktor für die Betriebe werden wird, sieht auch Dr. Christopher Hermann, stellvertretender Vorstandschef der AOK Baden-Württemberg. Doch viele Unternehmen scheuten sich noch, BGM zu nutzen. Eine Investition in BGM könne jedoch hohe Folgekosten vermeiden: „Laut einer Studie der Felix Burda Stiftung entstehen den Unternehmen durch Krankheitsausfälle pro Jahr Kosten in Höhe von rund 129 Milliarden Euro – das sind rund 50 Prozent der gesamten Gesundheitsausgaben bundesweit. Dabei sind laut Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 30 bis 40 % der Arbeitsunfähigkeitszeiten durch eigene Maßnahmen der Unternehmen vermeidbar“, sagt Hermann.

Besonders in Zeiten, in den die Ausfallzeiten wegen Depressionen und psychischen Erkrankungen immer weiter steigen – fast 10 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage in Baden-Württemberg im Jahr 2010 sind auf psychische Erkrankungen zurückzuführen – sei eine strukturierte Gesundheitsprävention im Betrieb unerlässlich. Deshalb biete die AOK seit 1997 das Betriebliche Gesundheitsmanagement an. Allein im letzten Jahr hätten rund 1.000 Betriebe dieses Angebot genutzt. Besonders erfreulich sei, dass auch vermehrt gesundheitsorientierte Veranstaltungen für Führungskräfte nachgefragt würden, z. B. Kommunikation und Führung oder fürsorgliche Krankenrückkehrgespräche.

Ohne Ältere geht es nicht – der Arbeitsmarkt muss sich anpassen

Für Eva Strobel, Leiterin der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit, kommt die gute Konjunktur im Südwesten nicht bei allen Personengruppen gleich stark an. „Jüngere profitieren stärker als Ältere. Die Jugendarbeitslosigkeit ist binnen eines Jahres um rund ein Drittel zurückgegangen. Der Rückgang bei den älteren Arbeitslosen fällt im Vergleich schwach aus. Er beträgt rund acht Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Dilemma: Das Land braucht künftig mehr Fachkräfte bei gleichzeitig sinkender Bevölkerung.“ Die Arbeitsmarktpartner müssen deshalb gemeinsam die inländischen Potentiale mobilisieren und Ältere länger in Arbeit halten.

Prävention und Rehabilitation rechnen sich

Neben der Prävention ist aus Sicht von Hubert Seiter, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg, auch die Rehabilitation der Schlüssel, um dieses Ziel zu erreichen. „Aufgrund der demographischen Entwicklung brauchen wir in Zukunft jede Arbeitskraft. Der Grundsatz Prävention vor Rehabilitation vor Rente muss deshalb in unserer Gesellschaft fest verankert werden. Denn Prävention und Rehabilitation helfen die Erwerbsfähigkeit zu erhalten und rechnen sich laut wissenschaftlichen Untersuchungen mit 2,50 Euro bis 5 Euro je eingesetztem Euro.“

Ansprechpartner für die Presse:

Prof. Dr. Wolfgang Schlicht

Tel.: 0711 / 685 63152

E-Mail: wolfgang.schlicht@inspo.uni-stuttgart.de

Infos unter: www.master-gerontologie.de oder www.sport.uni-stuttgart.de

AOK Baden-Württemberg, Pressestelle

Kurt Wesselsky (Pressesprecher)

Tel.: 0711 / 2593 – 229

E-Mail: presse@bw.aok.de

Infos unter: www.aok-bw.de

Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Baden-Württemberg, Pressestelle

Kerstin Fickus, Pressesprecherin

Tel.: 0711 / 941 1234

E-Mail: Kerstin.Fickus@arbeitsagentur.de

Infos unter: www.arbeitsagentur.de

Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg

Ulrich Hartschuh

Tel.: 0711 / 848 184 01

E-Mail: ulrich.hartschuh@drv-bw.de

Infos unter: www.deutsche-rentenversicherung-bw.de

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