AOK: 2,6 Millionen Versicherte erhalten bis Ende 2012 eine elektronische Gesundheitskarte

800 Tausend Versicherten-Fotos werden jetzt angefordert

Datum: 09.04.2012 / Kategorie: Elektronische Gesundheitskarte

Stuttgart

Bis Ende 2012 wird die AOK Baden-Württemberg 70 Prozent ihrer Versicherten mit einer elektronischen Gesundheitskarte (eGK) ausstatten. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen jetzt rund 800 Tausend Fotos angefordert werden. „Als eine der wichtigsten Neuerungen der eGK ist jede Karte mit einem Foto des Versicherten zu versehen. So wird Missbrauch erschwert“, sagt Dr. Christopher Hermann, Vorstandschef der AOK Baden-Württemberg. Deshalb beginnt die AOK ab sofort damit, ihre Versicherten zur Abgabe eines Fotos aufzufordern.

Die AOK bietet nach eigenen Angaben bereits seit 1999 freiwillig eine Versichertenkarte mit Bild und verfügt deshalb bereits über rund 1,8 Millionen Bilder. „Da bis Ende des Jahres 2,6 Millionen Versicherte eine eGK erhalten sollen, brauchen wir noch rund 800 Tausend Fotos“, sagt Hermann. Ab April erhalten deshalb alle Versicherten, von denen noch kein Foto vorliegt, einen Brief, in dem sie zur Abgabe eines Fotos gebeten werden.

Bis Jahresende werden pro Monat rund 100.000 Versicherte angeschrieben. Den Briefen beigefügt ist ein Bogen, auf den das Foto aufgeklebt werden kann. Die Kosten für die Rücksendung übernimmt selbstverständlich die AOK. Dazu befindet sich in den Briefen ein Antwortumschlag. Alternativ kann das Bild auch im Internet unter www.aok-bw.de/aok-bild hochgeladen oder der Bogen bei jedem AOK-KundenCenter in Baden-Württemberg abgeben werden.

Der AOK-Chef versichert, dass bei der Speicherung der Bilddaten der Datenschutz oberste Priorität hat: „Aufgrund unserer jahrelangen Erfahrung mit der Versichertenkarte mit Bild wissen wir genau, was beim speichern der Bilddaten erforderlich ist. Die Fotos werden datenschutzgerecht digitalisiert, gespeichert und dann vernichtet. So ist Missbrauch ausgeschlossen“, betont Hermann. Auch das Hochladen im Internet erfolge über eine gesicherte Verbindung. Zudem müssten dort die Versicherten Namen, Krankenversichertennummer und Geburtsdatum angeben, um die Echtheit des Fotos zu bestätigen.

Hermann appelliert an die Versicherten ein Foto abzugeben, um so von der neuen eGK zu profitieren. „Bei der eGK steht gegenüber der bisherigen Versichertenkarte ein deutlich verbesserter Datenschutz im Vordergrund. Durch das Bild auf der eGK ist Missbrauch deutlich erschwert. Daneben ist die Karte mit einem neuen Mikroprozessor ausgestattet, der die auf ihm gespeicherten Daten besser schützt.“

Weitere Informationen zur eGK gibt es unter www.aok-bw.de/egk sowie in jedem der über 250 AOK-Kunden-Center überall im Land. Versicherte, die eine eGK anfordern möchten, können dies im Internet tun unter: www.aok-bw.de > Leistungen und Service > Formulare > Neue Versichertenkarte.

Hinweis an die Redaktionen:

Die forcierte Einführung der eGK beschloss der Gesetzgeber im sogenannten GKV-Finanzierungsgesetz, das zum 01.01.2011 in Kraft getreten ist. Darin wurde festgelegt, dass bis Ende 2011 alle Krankenkassen mindestens zehn Prozent ihrer Versicherten mit einer eGK ausstatten müssen. Dieses Ziel hat die AOK Baden-Württemberg als eine der bundesweit ersten Krankenkassen Mitte November letzten Jahres erreicht. Bis Ende 2012 müssen nunmehr nach dem GKV-Versorgungsstrukturgesetz, das Anfang des Jahres in Kraft trat, mindestens 70 Prozent der Versicherten eine eGK erhalten. Bei Krankenkassen, die diese Frist nicht einhalten, werden die Verwaltungsausgaben für 2013 auf dem Niveau des Jahres 2012 eingefroren.

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