AOK Baden-Württemberg:

Versand der elektronischen Gesundheitskarte beginnt - 400.000 Versicherte werden bis Ende 2011 versorgt

Datum: 19.09.2011 / Kategorie: Elektronische Gesundheitskarte

Stuttgart

Die AOK Baden-Württemberg beginnt nach eigenen Angaben ab heute (Montag, 19.09.2011) mit dem Versand der neuen elektronischen Gesundheitskarte (eGK). Bis Ende 2011 sollen in einem ersten Schritt 400.000 AOK-Versicherte mit der neuen Karte versorgt werden - bis 2013 will die AOK ihre 3,8 Millionen Versicherten komplett ausgestattet haben.

„Die neue Karte ist ein Schritt in die weitere Modernisierung des Gesundheitswesens. Es wird aber darauf ankommen, die Karte sukzessive mit ihren sinnvollen Funktionen auszustatten, sodass sie ihren Zweck – mehr Effizienz und Transparenz im Gesundheitswesen – auch erfüllen kann“, sagt Dr. Rolf Hoberg, Vorstandschef der AOK Baden-Württemberg, am Montag in Stuttgart.

Bei der neuen Karte stehen gegenüber heute ein deutlich verbesserter Datenschutz im Vordergrund. Neben einem Lichtbild, das Missbrauch verhindern soll, ist die Karte auch mit einem neuen Mikroprozessor ausgestattet, welcher die auf ihm gespeicherten Daten besser schützt. „Ein Bild auf der Versichertenkarte ist bei der AOK Baden-Württemberg bereits seit vielen Jahren Praxis“, so Hoberg. „Dadurch verfügen wir bereits über 1,8 Millionen Lichtbilder und können die neue Karte fristgerecht bis Ende 2011 an zehn Prozent unserer Versicherten ausliefern. Ein entscheidender Erfahrungsvorsprung gegenüber anderen Krankenkassen, die erst die Lichtbilder beschaffen müssen und noch keine Erfahrungen mit der Produktion von Bildkarten haben.“

Für die Zukunft sind laut AOK weitere Neuerungen bei der eGK vorgesehen, beispielsweise eine Online-Mitgliedschaftsprüfung oder das elektronische Rezept. „Diese Ergänzungen dürfen aber auf keinen Fall zu Lasten unserer Versicherten gehen. Der Datenschutz muss auch zukünftig gewährleistet bleiben, und bei Ärzten und Krankenhäuser müssen die technischen Voraussetzungen lückenlos vorhanden sein“, fordert Hoberg.

Bis Ende 2011 erhalten nach AOK-Angaben zuerst Versicherte eine eGK, die bereits eine AOK-Versichertenkarte mit Bild besitzen und deren Karte im 4. Quartal 2011 oder im 1. Quartal 2012 abläuft. Ab 2012 werde die eGK Stück für Stück an alle anderen Versicherten ausgegeben.

„Selbstverständlich stehen mit der neuen Gesundheitskarte unseren Versicherten uneingeschränkt alle Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung offen. Sie muss einfach wie die bisherige Krankenversichertenkarte beim Arztbesuch vorgelegt werden“, sagt Hoberg. Versicherte, die Fragen zur eGK haben, können sich an eines von über 250 AOK-KundenCentern in Baden-Württemberg wenden.

Informationen zur AOK Baden-Württemberg unter: www.aok-bw.de

Hinweis für die Redaktionen:

Nach jahrelangen Verzögerungen bei der Einführung der eGK beschloss der Gesetzgeber im sogenannten GKV-Finanzierungsgesetz, das zum 01.01.2011 in Kraft getreten ist, dass bis Ende 2011 alle Krankenkassen mindestens 10 Prozent ihrer Versicherten mit einer eGK ausstatten müssen. Krankenkassen, welche diese Frist nicht einhalten, werden die Verwaltungsausgaben für 2012 um 2 Prozent gekürzt.

Weitere Informationen zur eGK gibt es im beigefügten FAQ oder im Internet unter: www.aok-bw.de > Leistungen & Service > Leistungen & Services von A-Z > Leistungen Buchstabe E > Elektronische Gesundheitskarte.

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