AOK Baden-Württemberg investiert zusätzliche 3 Millionen Euro in die Ausbildung von Heilberufen

Immer weniger Pflegepersonal bei immer mehr Pflegebedürftigen

Datum: 02.01.2013 / Kategorie: Gesundheitspolitik

Stuttgart

Immer weniger Pflegepersonal ist in den Krankenhäusern in Baden-Württemberg beschäftigt. Die Bilanz: Allein in den letzten 10 Jahren ist die Zahl der Beschäftigten um weit über 2.000 Vollzeitstellen gesunken, das entspricht einem Rückgang von mehr als 6 Prozent, trotz Pflegesonderprogramm der GKV. „Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels besteht dringender Handlungsbedarf. Die AOK Baden-Württemberg investiert daher im Jahr 2013 nochmals zusätzliche 3 Millionen Euro in die Ausbildung von Heilberufen,“ so Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg.

„Wir dürfen den steigenden Pflegebedarf und die seit Jahren rückläufigen Zahlen des Pflegepersonals nicht ignorieren. Es wird immer wichtiger, dass wir frühzeitig in den Nachwuchs investieren und so möglichen Engpässen entgegentreten,“ so Hermann weiter. Laut Berechnungen des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg werden bis 2030 allein für die stationäre Pflege über 40.000 zusätzliche professionelle Pflegekräfte benötigt werden.

Daher stellt die AOK Baden-Württemberg für das Jahr 2013 die Rekordsumme von mehr als 88. Mio. Euro für den Ausbildungsfonds zur Verfügung, auf dessen Fortschreibung sich die Landesverbände der Krankenkassen und der Verband der Ersatzkassen mit der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft geeinigt haben. Mit dem Geld können Krankenhäuser die Ausbildung ihres Pflegepersonals finanzieren, aber auch die für Hebammen, Logopäden und viele andere Heilberufe. „Wir appellieren an die Krankenhäuser mit diesen Mitteln wieder mehr Pflegepersonal auszubilden. Die Krankenkassen übernehmen die volle Finanzierung dieser Ausbildung. Wir unterstützen also jedes Krankenhaus, das ausbilden möchte, dies auch zu tun,“ so Hermann.

Für 2013 umfasst der Fonds eine Summe von über 200 Mio. Euro, die für die Ausbildung von Fachkräften im Krankenhaus zur Verfügung gestellt wird. Damit fließen den Krankenhäusern über 5 Prozent mehr zu als im Jahr 2012. Insgesamt können damit im neuen Jahr über 230 zusätzliche Ausbildungsplätze finanziert werden.

Hinweis an die Redaktion:

Der Ausbildungsfonds wird von der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft verwaltet und von allen Krankenkassen in Baden-Württemberg finanziert. Pro Patient rechnet jedes Krankenhaus bei den Krankenkassen einen Ausbildungszuschlag von 89,91 Euro ab, unabhängig davon, ob es ausbildet oder nicht. Dieser Zuschlag wird an den Fonds weitergeleitet und von dort an die tatsächlich ausbildenden Krankenhäuser verteilt.

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