AOK Baden-Württemberg: Junge und ältere Menschen besonders von Sommererkrankungen betroffen

Fallzahlen bei Hautkrebs steigen weiter an

Datum: 06.08.2013 / Kategorie: Sonstiges

Stuttgart

Die gesundheitlichen Risiken, die mit den Sonnen- und Hitzetagen im Sommer verbunden sind, werden häufig unterschätzt. Übermäßige Sonneneinstrahlung führt nicht nur zu Sonnenbrand, sondern fördert auch die Entstehung von Hautkrebs. Bei dieser tückischen Erkrankung registriert die AOK Baden-Württemberg einen deutlichen Anstieg der Fallzahlen.

Waren es 2008 insgesamt rund 9.000 AOK-Versicherte im Land, die sich wegen eines bösartigen Melanoms der Haut ambulant beim Hautarzt behandeln lassen mussten, stieg deren Zahl auf fast 13.000 im Jahr 2011. Die altersstandardisierte Erkrankungsrate, welche die Erkrankungshäufigkeit am durchschnittlichen Alter der Bevölkerung misst, stieg im gleichen Zeitraum sogar um rund 32 Prozent. Hautkrebs muss vor allem bei Älteren ab 65 Jahren behandelt werden: die meisten Fälle werden in der Altersgruppe zwischen 70 und 74 Jahren gezählt (1.872 Fälle).

Um dem Hautkrebs vorzubeugen, müsse Sonnenbrand unbedingt vermieden werden, so Dr. med. Gudula Kirtschig, Fachärztin für Dermatologie bei der AOK Baden-Württemberg.

Besonders Heranwachsende und junge Erwachsene im Alter zwischen 15 und 24 Jahren laufen Gefahr, sich einen schweren Sonnenbrand zu holen. 413 Fälle (von 3.453 insgesamt) gab es im Jahr 2011 bei den 15- bis 19-Jährigen; bei den 20- bis 24-Jährigen sogar 456. Aber auch bei kleineren Kindern im Alter zwischen 5 und 14 Jahren passiert es häufiger als in den höheren Altersgruppen, dass sie wegen eines Sonnenbrandes zum Arzt müssen. „Kleine Kinder haben eine weit empfindlichere Haut als Erwachsene und brauchen einen besonders intensiven Sonnenschutz“, rät die Dermatologin, „aber auch für Ältere gilt: Auf exzessives Sonnenbaden sollte verzichtet werden.“

Sommerhitze kann zudem zu Flüssigkeitsmangel, Hitzekrämpfen und im schlimmsten Fall sogar zu einem Hitzschlag führen. In 2.611 Fällen mussten AOK-Versicherte im Land im Laufe des Jahres 2011 wegen eines Hitzschlags, Sonnenstichs oder Hitzeermüdung einen Arzt aufsuchen. Auch hier waren Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 15 und 24 Jahren besonders häufig betroffen (343 Fälle bei den 15- bis 19- Jährigen und 413 Fälle bei den 20- bis 24-Jährigen). Es sei ratsam, stets eine Kopfbedeckung zu tragen und übermäßige Anstrengung zumal in der prallen Sonne zu vermeiden, so Dr. Kirtschig. Schließlich müsse auf genügend Flüssigkeitszufuhr geachtet werden. „Am besten Wasser oder ungesüßte Früchte- oder Kräutertees“, rät AOK-Ernährungsberaterin Sabine Drexler. „Mindestens zwei Liter pro Tag müssen es an heißen Sommertagen sein.“ Auf schwere Kost und Alkohol sollte gänzlich verzichtet werden.

Besonders ältere Menschen erleiden gesundheitliche Schäden, weil sie bei Hitze zu wenig trinken: Die Fallzahl steigt ab dem Alter von 75 Jahren signifikant an: Nahezu 79 Prozent aller Fälle ereignen sich in dieser Altersgruppe. „Pflegebedürftige Menschen sind besonders gefährdet“, betont Drexler. „Deshalb ist es wichtig, dass Angehörige und Betreuer besonders darauf achten, dass alte Menschen genügend Flüssigkeit zu sich nehmen.“

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