AOK Baden-Württemberg ruft Versicherte zur Teilnahme an Schutzimpfungen auf

Impfquote im Südwesten noch steigerungsfähig
Umfassender Schutz vor allem auch für Säuglinge und Kleinkinder wichtig

Datum: 05.11.2012 / Kategorie: Wissenschaft / Statistiken / Studien / Zahlen

Stuttgart

Die AOK Baden-Württemberg hat aktuelle Zahlen zu den Impfquoten im Land veröffentlicht und ihre Versicherten zur aktiven Teilnahme an Schutzimpfungen aufgerufen. Danach ist die Durchimpfungsrate bei den von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) für alle Personen empfohlenen Impfungen auf gutem Niveau, aber durchaus noch steigerungsfähig. So sind zum Beispiel 84,8 Prozent der bei der AOK Baden-Württemberg versicherten Kleinkinder gegen Wundstarrkrampf (Tetanus) geimpft. Bei Masern und Mumps liegt die Impfquote in Baden-Württemberg nur bei jeweils 78,7 beziehungsweise 78,6 Prozent.

„Gerade bei Säuglingen und Kleinkindern ist ein umfassender Impfschutz besonders wichtig, da sie vermehrt anfällig für Infekte sind“, sagt Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg. Von den bei der AOK Baden-Württemberg versicherten Kleinkindern bis zum Alter von 3 Jahren sind z.B. 84,8 Prozent gegen Wundstarrkrampf (Tetanus), Diphtherie und Keuchhusten (Pertussis) geimpft. „Die Impfrate von mehr als 84 Prozent zeigt, dass die Eltern die Vorsorge sehr ernst nehmen“, so Hermann. Er sieht hier allerdings noch Steigerungspotenzial und warnt vor Impfmüdigkeit: „Ziel ist es, die Impfquote in den nächsten Jahren noch weiter zu erhöhen.“ Denn Impfungen bieten nicht nur dem/der Geimpften selbst Schutz vor den jeweiligen Erkrankungen und deren z.T. schwerwiegenden Komplikationen. Eine hohe Durchimpfungsrate in einer Population schützt auch nicht Geimpfte, da sich die Krankheitserreger dann kaum ausbreiten können und die sog. Infektionskette gestoppt wird.

Laut AOK Baden-Württemberg liegt die Impfquote bei Masern bei 78,7 Prozent. Gegen Mumps und Röteln sind jeweils 78,6 Prozent der Versicherten geimpft. Gegen Windpocken (Varizellen) sind 70,7 Prozent geimpft. Eine Pneumokokken-Impfung haben 70,1 Prozent aller Versicherten in Anspruch genommen. Gegen Kinderlähmung (Poliomyelitis) haben sich 84,5 Prozent der Versicherten geimpft.

Seit Juli übernimmt die AOK Baden-Württemberg zudem die Kosten für die Rotaviren-Impfung für Säuglinge vollständig. Rotaviren-Infektionen sind hoch ansteckend und verursachen Brechdurchfall. Kleine Kinder können dabei innerhalb kurzer Zeit viel Flüssigkeit verlieren. Für Säuglinge kann diese Infektion durch hohes Fieber sogar lebensbedrohlich sein. Die Rotaviren-Impfung wird als Schluckimpfung, bei Säuglingen bis zur 26. Lebenswoche durchgeführt. Das Robert-Koch Institut empfiehlt die Impfung für Säuglinge, die häufig Kontakt zu anderen Kindern haben, beispielsweise in Kindertagesstätten oder beim Babyschwimmen.

Hinweis an die Redaktionen:

Aktuelle Daten zu der Durchimpfungsrate gibt es auch beim Robert-Koch-Institut unter www.rki.de/DE/Home/homepage_node.html

Die im Text genannten Zahlen weichen in einigen Fällen von der Erhebung des Robert-Koch-Instituts ab. Diese Abweichung ist unter anderem auf die unterschiedliche Altersspanne der untersuchten Kinder zurückzuführen.

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