AOK Baden-Württemberg schließt „Open-House-Verträge“ ab

Wirtschaftlicher Einsatz von Blutzuckerteststreifen gesichert

Datum: 16.02.2016 / Kategorie: Arzneimittel

Stuttgart

Auf dem Weg zu mehr Wirtschaftlichkeit bei der Versorgung mit Blutzuckerteststreifen hat die AOK Baden-Württemberg einen weiteren Schritt gemacht. Zu Beginn des Monats konnte sie mit LifeScan, Med Trust, Sanofi-Aventis und STADApharm Vereinbarungen schließen, die den Einsatz sämtlicher Teststreifen dieser Anbieter zu einem wirtschaftlichen Preis sicherstellt. Während der vierjährigen Vertragslaufzeit haben auch weitere Unternehmen die Möglichkeit, einen Vertrag mit der größten Krankenkasse in Baden-Württemberg zu schließen.

Seit längerem steigen die Ausgaben der AOK Baden-Württemberg für Blutzuckerteststreifen und erreichten im Jahr 2014 ein Rekordniveau von über 47 Millionen Euro. Für 2015 wird nach ersten eigenen Schätzungen diese Summe trotz weitgehend konstanter Zahl insulinpflichtiger Diabetiker nochmals übertroffen.

Mit den neuen Verträgen stellt die AOK Baden-Württemberg den Ärztinnen und Ärzten weitere wirtschaftliche Optionen bei der Verordnung von Blutzuckerteststreifen zur Verfügung. Für die Versicherten ändert sich nichts: Sie erhalten die Teststreifen nach wie vor ohne Mehrpreis. Grundsätzlich gilt für die Ärzte, zunächst den patientenindividuellen Bedarf an Teststreifen zu ermitteln und regelmäßig zu überprüfen. Benötigt ein Patient planbar größere Mengen an Teststreifen zur Blutzuckermessung, sollte der gesamte Quartalsbedarf auf einem Rezept verordnet werden.

Die AOK Baden-Württemberg hat den Abschluss der neuen Verträge zum Anlass genommen, auch allgemeine Informationen zur wirtschaftlichen Verordnungsweise von Blutzuckerteststreifen online zu stellen und die verordnenden Ärzte vor Vertragsstart entsprechend informiert.

Information zur wirtschaftlichen Verordnung von Blutzuckerstreifen

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