AOK Baden-Württemberg übernimmt Kosten für Tonsillotomie

Schonendes Operationsverfahren der Gaumenmandeln

Datum: 14.01.2013 / Kategorie: AOK-Angebote und Leistungen

Stuttgart

Eine Vergrößerung der Gaumenmandeln kann Kinder erheblich belasten. Nach Untersuchungen der Berliner Charité leiden in Deutschland bis zu fünf Prozent aller Kleinkinder unter dieser Erkrankung und den damit einhergehenden Beschwerden, wie zum Beispiel Atem-, Schluck- und Sprechproblemen. Häufig ist ein operativer Eingriff empfehlenswert. Die AOK Baden-Württemberg übernimmt ab sofort die Kosten für die ambulante Laser-Teilentfernung der Gaumenmandeln, die sogenannte Tonsillotomie, die eine schonende Alternative zur Komplettentfernung darstellt.

„Das Operationsverfahren, das für Kinder zwischen zwei und sechs Jahren geeignet ist, erspart kleinen Patienten einen mehrtägigen Krankenhausaufenthalt und erhebliche postoperative Schmerzen“, macht Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg, Vorteile der Tonsillotomie deutlich. Während der Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) die vollständige Entfernung der Gaumenmandeln berücksichtigt, muss die ambulante Teilentfernung in der Regel als Zusatzleistung selbst bezahlt werden. Für Versicherte der AOK Baden-Württemberg ist nun auch dieses Behandlungsverfahren der Gaumenmandeln kostenfrei. Im Jahr 2011 haben 641 Versicherte der AOK Baden-Württemberg – zumeist Kinder – eine Teilentfernung der Mandeln stationär durchführen lassen. Die Kosten dafür beliefen sich auf mehr als 1,2 Millionen Euro.

Die Mandeln haben – insbesondere bei Kindern bis zum sechsten Lebensjahr – eine wichtige Funktion für das Immunsystem. Mögliche Folgen einer Vergrößerung der Gaumenmandeln sind Schluck- und Atemprobleme. „Typische Symptome bei Kindern mit einer starken Vergrößerung der Gaumenmandeln sind Schnarchen, Appetitlosigkeit, Schlaf- und Entwicklungsstörungen, die auf die Beeinträchtigung der Atmung und des Schluckvorgangs zurückzuführen sind“, sagt Professor Dr. med. Dr. h.c. Peter Plinkert, Ärztlicher Direktor der Hals-Nasen-Ohrenklinik der Universität Heidelberg. Die betroffenen Kinder fielen häufig durch Tagesmüdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und schlechte Leistungen in der Schule auf. Meist könne das Beschwerdebild durch eine Operation beseitigt werden.

Plinkert weist auf die Vorteile der Tonsillotomie hin: „Bei der ambulanten Teilentfernung der Gaumenmandeln bleibt die Mandel in ihrer Funktion als Abwehrorgan erhalten. Außerdem ist das Blutungs- und auch das Nachblutungsrisiko deutlich geringer als bei der kompletten Entfernung und die Kinder sind fast schmerz- und beschwerdefrei. Häufig könnten die Kinder unmittelbar nach dem Eingriff wieder nach Hause gehen und erlebten keine belastende Trennung von den Eltern.“

Listen mit HNO-Fachärzten, welche die schonende Laser-Teilentfernung der Mandeln ambulant anbieten, sind in jedem AOK-KundenCenter erhältlich.

Hinweis an die Redaktionen:

Informationen zu den Leistungen der AOK Baden-Württemberg gibt es im Internet unter www.aok-bw.de Rubrik „Leistungen & Service“

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