AOK Baden-Württemberg: Versorgung für unsere Dialysepatienten bleibt sichergestellt

Kürzung der Kostenpauschale für lebensrettende Blutwäsche zulasten der Patienten für AOK Baden-Württemberg kein Thema

Datum: 03.05.2013 / Kategorie: Versorgung in Baden-Württemberg

Stuttgart

Stuttgart, 03.05.2013Für die AOK Baden-Württemberg ist der kürzlich gefasste Beschluss des Bewertungsausschusses von Ärzten und Krankenkassen auf Bundesebene, die Sachkostenpauschale für Dialyse im einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) ab dem 1. Juli deutlich abzusenken, kein Thema. „Kürzungen zulasten schwerkranker Menschen, die auf lebensrettende Blutwäschen angewiesen sind – da spielen wir nicht mit“, sagt Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg. Für die AOK Baden-Württemberg sei eine hochwertige Versorgung ihrer Versicherten seit jeher oberstes Gebot: „Wir haben bereits seit Jahren als einzige Krankenkasse in ganz Deutschland eigenständige Dialysevereinbarungen getroffen und stellen jedes Jahr Finanzmittel zur Verfügung, die weit über die EBM-Einheitswochenpauschale hinaus gehen“, so Hermann. Auch nach dem 1. Juli 2013 werde die AOK laut Hermann unbeirrt ihren eigenständigen Weg partnerschaftlicher Verträge mit den baden-württembergischen Nephrologen weitergehen.

„Mit der Exklusivvereinbarung der AOK Baden-Württemberg sind die dort versicherten Dialysepatienten deutlich besser versorgt, dies zeigt sich durch eine niedrigere Sterberate. Auch müssen diese weniger häufig als andere Dialysepatienten ins Krankenhaus eingewiesen werden“, so Dr. Dieter Baumann, Vorsitzender des Verbundes nephrologischer Praxen in Baden-Württemberg. Ebenso wiesen die AOK-Dialysepatienten einen nachhaltig geringeren Medikamentenverbrauch auf. Durch diese Fakten gehe laut Baumann deutlich hervor, dass Dialysepatienten der AOK Baden-Württemberg eine qualitativ hochwertige Dialyseversorgung erhielten, die mit einer gesteigerten Lebensqualität einhergeht. „Somit richtet sich die bundesweite Protestaktion der Dialysepatienten gegen alle Krankenkassen mit Ausnahme der AOK Baden-Württemberg", betont Baumann.

Eine Abrechnung nach EBM-Einheitsvorgaben kommt für die AOK Baden-Württemberg nicht in Frage: „Versorgungsqualität und Zufriedenheit der Dialysepatienten haben für uns weiterhin absolut Priorität“, sagt Hermann. Für die Nephrologen bedeute dies im Gegensatz zum EBM, bei dem Wochenpauschalen abgerechnet werden, dass insbesondere jede einzelne erbrachte Dialysebehandlung, also auch eine gegebenenfalls notwendige vierte bzw. fünfte Behandlung pro Woche, weiterhin von der AOK übernommen werde. Auch bleibe es für Dialysebehandlungen, die während der Nacht durchgeführt werden, bei einem speziellen Zuschlag von der AOK.

 

Hintergrund: Der Bewertungsausschuss von Ärzten und Krankenkassen hat am 19. März 2013 unter anderem beschlossen, die Vergütung für die Dialysebehandlung von 520 Euro pro Patient und Woche um 5,7 Prozent, also knapp 34 Euro zu senken.

Zudem soll größeren Dialysezentren ab dem 51. Patienten die Vergütung zusätzlich auf 466 Euro gekürzt werden, ab dem 151. Patienten sogar auf 398 Euro. 100 Millionen Euro würden dadurch pro Jahr für die Dialyseversorgung wegfallen. Die AOK Baden-Württemberg hat als einzige Krankenkasse in Deutschland eigene Verträge, die jede Dialysebehandlung mit bis zu 200 Euro finanzieren.

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