AOK: Darmkrebs noch immer zweithäufigste Krebs-Todesursache in Baden-Württemberg

Neuer Facharztvertrag verbessert gastroenterologische Versorgung - Versicherte können sich ab sofort einschreiben

Datum: 14.09.2010 / Kategorie: AOK-Facharztprogramm

Stuttgart

Noch immer ist Darmkrebs in Baden-Württemberg die zweithäufigste Krebs-Todesursache - jährlich sterben daran über 3.200 Menschen. Bedauerlicherweise, denn laut AOK Baden-Württemberg können viele Erkrankungen durch regelmäßige Vorsorge vermieden werden. Doch jährlich nur rund 3 Prozent der anspruchsberechtigten Personen ab dem 56. Lebensjahr nehmen das wichtige Angebot der Vorsorge-Koloskopie (Darmspiegelung) zur Früherkennung von Darmkrebs wahr. Um die ärztliche Versorgung auch in diesem Bereich zu verbessern und ihre Versicherten für das Thema zu sensibilisieren, hat die AOK nun einen weiteren Facharztvertrag Gastroenterologie abgeschlossen, in den sich ab sofort alle Versicherten, die bereits am AOK-Hausarztprogramm teilnehmen, einschreiben können.

"Auch der Facharztvertrag ‚Gastroenterologie’ bringt unseren Versicherten viele Vorteile", sagt Dr. Rolf Hoberg, Vorstandschef der AOK Baden-Württemberg. "Wer daran teilnimmt, wird spätestens 14 Tage nach Anmeldung, in dringenden Fällen schon innerhalb von drei Tagen, einen Termin beim entsprechenden Gastroenterologen erhalten. Außerdem entfällt die Zuzahlung für darmreinigende Medikamente und für viele weitere Arzneimittel, zu denen die AOK Rabattverträge abgeschlossen hat." Zudem werde für das Thema sensibilisiert und zu Vorsorgeuntersuchungen motiviert, beispielsweise durch schriftliche Aufklärung.

Aus Sicht von Dr. med. Jürgen Merkt, Gastroenterologe und Vorsitzender des Berufsverbandes Niedergelassener Gastroenterologen e. V. (BNG), kommt der neue Vertrag genau zur rechten Zeit. Merkt: "Neun von zehn Erkrankungen an Dickdarmkrebs können durch eine Polypenentfernung vermieden werden. Es müssen deshalb mehr Versicherte eine Vorsorge-Darmspiegelung, die sogenannte Koloskopie, nutzen. Der Gastroenterologievertrag schafft nun die qualifizierte Infrastruktur, um unser Hauptproblem, den Dickdarmkrebs, endlich noch effektiver bekämpfen zu können."

Hinweis an die Redaktionen:

Weitere Informationen zum Gastroenterologievertrag der AOK Baden-Württemberg sind als Anlage beigefügt.

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