AOK: Ergotherapeuten im Land erhalten mehr Geld

Klare Regeln erleichtern Zusammenarbeit zwischen Ergotherapeuten und AOK

Datum: 06.04.2012 / Kategorie: Versorgung in Baden-Württemberg

Stuttgart

Die AOK Baden-Württemberg und der Deutsche Verband der Ergotherapeuten haben sich auf einen neuen Rahmenvertrag geeinigt. Die rund 950 von der AOK Baden-Württemberg zugelassenen Ergotherapiepraxen im Land erhalten damit ab April drei Prozent mehr Geld für ihre Leistungen. Das teilte die AOK am Freitag (6. April 2012) in Stuttgart mit. Klare Regelungen verbessern zudem die Zusammenarbeit zwischen Ergotherapeut und der AOK.

Der Vertrag bringe viele Vorteile für Versicherte der AOK. „Die Ergotherapeuten verpflichten sich zum Beispiel, eine vertraglich festgelegte Anzahl an Fortbildungen zu absolvieren“, sagt Dr. Christopher Hermann, Vorstandschef der AOK Baden-Württemberg. „Damit stellen wir eine qualitativ hochwertige ergotherapeutische Versorgung unserer Versicherten auf dem aktuellsten Stand sicher.“

Auch die Ergotherapeuten profitierten vom Vertrag. Zusätzlich zu einer höheren Vergütung wurden klare Regelungen getroffen, um die Abrechnung der Heilmittelverordnungen bei der AOK zu erleichtern. „Jeder Ergotherapeut weiß jetzt eindeutig, welche Angaben auf der Verordnung vor Beginn der Behandlung der Patienten vorhanden sein müssen“, sagt Hermann. Hier habe es in der Vergangenheit gelegentlich Unklarheiten gegeben, wodurch erbrachte Leistungen von der AOK nicht bezahlt werden konnten.

Zusätzlich habe man geregelt, dass Änderungen an der Verordnung zum Teil auch nach telefonischer Rücksprache zwischen Ergotherapeuten und den verordnenden Vertragsärzten vorgenommen werden dürfen. „Die Zusammenarbeit zwischen Ergotherapeuten, den verordnenden Vertragsärzten und der AOK wird damit erheblich erleichtert“, sagt Hermann.

Der AOK-Chef zeigt sich zufrieden, jetzt diesen fairen Abschluss mit dem Deutschen Verband der Ergotherapeuten erreicht zu haben. Der letzte Rahmenvertrag liege fast 10 Jahre zurück. Die AOK Baden-Württemberg hat damit nach eigenen Angaben als bundesweit erste Krankenkasse auf Basis der neuen Heilmittel-Richtlinie einen verbesserten Versorgungsvertrag mit den Ergotherapeuten geschlossen. Bereits im Februar 2012 hatten die AOK Baden-Württemberg und die baden-württembergischen Physiotherapeutenverbände einen ähnlichen Rahmenvertrag vereinbart.

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