AOK fördert Nachsorge für schwerkranke Kinder

Hilfestellung für Familien in Not

Datum: 26.02.2013 / Kategorie: Sonstiges

Stuttgart

Wenn Kinder schwer erkranken, ist das Familienleben schnell auf den Kopf gestellt. Nach langen Klinikaufenthalten stehen viele Eltern mit ihrem Kind vor einer neuen Lebenssituation, die leicht überfordern kann. Rückhalt und Hilfe bekommen Familien durch die sozialmedizinische Nachsorge. Diese soll die Übergangsphase zwischen Klinikaufenthalt und der Rückkehr nach Hause erleichtern. Sie hilft den Familien, mit der neuen Situation zurechtzukommen. Jährlich werden etwa 200 bei der AOK Baden-Württemberg versicherte schwerkranke Kinder, darunter Frühchen, krebs- und chronischerkrankte, durch spezialisierte Nachsorge-Einrichtungen versorgt. Die AOK Baden-Württemberg und der Bundesverband Bunter Kreis haben heute einen neuen Vertrag unterzeichnet, wodurch auch die Vergütung für die Einrichtungen verbessert wird.

2006 war die AOK Baden-Württemberg bundesweit die erste Kasse, die Verträge über sozialmedizinische Nachsorge mit dem „Bunten Kreis“ geschlossen und umgesetzt hat. Der Bundesverband Bunter Kreis e.V. ist die gemeinsame Vertretung von bundesweit rund 75 Nachsorge-Einrichtungen. Seit 2009 gehört die Nachsorge für schwerkranke Kinder zum Leistungskatalog der Krankenkassen.

„Inzwischen sind die Leistungen der sozialmedizinischen Nachsorge für die betroffenen Familien unverzichtbar“, sagt Dr. Christopher Hermann,

Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg, der bereits den ersten Vertrag 2006 für die AOK Baden-Württemberg verhandelt hatte. „Für Familien, die sich in solch belastenden Situationen wiederfinden, ist eine qualitativ hochwertige Versorgung und Unterstützung mit Anleitung zur Selbsthilfe wichtig. Wir zählen auf die Qualitätsstandards des Bunten Kreises und haben unseren Vertrag weiter angepasst. In diesem Zug wird auch die Vergütung in zwei Schritten um insgesamt 8 Prozent erhöht“, so Hermann.

Andreas Podeswik, Geschäftsführer des Bundesverbandes Bunter Kreis e.V., freut sich über die deutschlandweite Signalwirkung des Vertrags: „Noch immer gibt es jährlich bundesweit viele betroffene Familien, die wir nicht versorgen können. Eine bessere Vergütung ist ein essentiell wichtiger Schritt, damit die Nachsorge-Einrichtungen ihre Kosten decken. Nachsorge wird zukünftig nicht nur bei Früh- und Risikogeborenen, sondern auch bei Krebs-, Herz- und Stoffwechselkrankheiten etabliert werden.“

Ansprechpartner AOK Baden-Württemberg:

Kurt Wesselsky (Pressesprecher)

Telefon: 0711 2593-229

kurt.wesselsky@bw.aok.de, www.aok-bw.de

Ansprechpartner Bunter Kreis e.V.:

Jacqueline Gräubig, Geschäftsstelle

Telefon: 0821-400 4840

jacqueline.graeubig@bv.bunter-kreis.de

Über den Bundesverband Bunter Kreis e.V.:

Der Bundesverband Bunter Kreis e.V. organisiert, informiert, fördert und vernetzt bundesweite Nachsorge-Einrichtungen, die Patienten und deren Familien nach der Entlassung aus dem betreuten Klinikalltag weiterversorgen. Oberstes Ziel des Bundesverbandes ist es, eine flächendeckende Nachsorge in Deutschland aufzubauen. Um dies zu erreichen, müssen neue Nachsorge-Zentren errichtet, bestehende Versorgungsgebiete vergrößert, die Qualität überwacht sowie die Finanzierung gesichert werden. Der Bundesverband vertritt die Interessen seiner Mitglieder-Einrichtungen aktiv bei Kostenträgern und Politik und sorgt dafür, dass das Bestehen der Einrichtungen auch finanziell langfristig und nachhaltig gesichert ist.

Die AOK Baden-Württemberg versichert rund 3,9 Millionen Menschen im Land und zahlt mehr als 12 Milliarden Euro pro Jahr an Leistungen in der Kranken- und Pflegeversicherung.

Informationen zur AOK Baden-Württemberg unter: www.aok-bw.de

Kontakt zur Pressestelle

AOK Baden-Württemberg Pressestelle

Kontaktdaten der AOK Baden-Württemberg Pressestelle

E-Mail: presse@bw.aok.de
Telefon: 0711 2593-229
Telefax: 0711 2593-100

Presselstraße 19
70191 Stuttgart