AOK-Geschäftsbericht 2012: 319 Millionen Euro Überschuss erwirtschaftet

AOK Baden-Württemberg: Mehr Investitionen in die Verbesserung der Versorgungsstruktur

Datum: 12.09.2013 / Kategorie: Sonstiges

Stuttgart

Die AOK Baden-Württemberg ist weiter auf Erfolgskurs. Das Geschäftsjahr 2012 wurde mit einem Einnahmeplus abgeschlossen. Auch die Zahl der Versicherten ist im vergangenen Jahr weiter gestiegen. Dies ist die Bilanz des Geschäftsberichts 2012, den die AOK Baden-Württemberg jetzt veröffentlicht hat. „Neben der weiteren Stärkung der Solidität des Unternehmens nutzt die AOK Baden-Württemberg die Überschüsse in erster Linie, um direkt in die hochwertige Versorgung, in die Gesundheitsförderung ihrer Versicherten und in verbesserte Strukturen zu investieren“, sagt Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg. „Unser Ziel ist, diese so zu umbauen, dass sie zukunftsfähig, leistungsstark und am konkreten und realen Bedarf der Versicherten ausgerichtet sind“, so Hermann.

Mit 43 Prozent Marktanteil ist die AOK Baden-Württemberg weiterhin mit Abstand die größte gesetzliche Krankenkasse im Land und konnte ihren Marktanteil sogar noch weiter ausbauen. 3.854.769 Versicherte verzeichnete sie Ende des Jahres 2012. Gegenüber dem Vorjahr hat die AOK Baden-Württemberg damit über 58.000 neue Versicherte hinzugewonnen, gegenüber 2009 sind es sogar mehr als 150.000.

Die Gesamteinnahmen konnten gegenüber dem Vorjahr um 549 Millionen auf insgesamt 10,62 Milliarden Euro gesteigert werden, was einer Verbesserung um 5,45 Prozent entspricht. Der erwirtschaftete Überschuss liegt bei 319 Millionen Euro und konnte gegenüber dem Vorjahr (152 Millionen Euro) verdoppelt werden. 10,3 Milliarden Euro hat die AOK Baden-Württemberg insgesamt ausgegeben, dies entspricht fast 30 Millionen Euro pro Tag. Die Leistungsausgaben liegen bei 9,66 Milliarden Euro und damit 3,35 Prozent über dem Jahresergebnis von 2011.

Aktuelles Halbjahresergebnis lässt für 2013 Überschüsse erwarten

Das Halbjahresergebnis zum 30. Juni 2013 spricht weiter für eine positive Entwicklung. Mit 124 Millionen Euro Überschuss liegen die Zahlen für das laufende Jahr „im Plan“, wie Hermann betont. Dennoch berge die weitere Entwicklung Risiken: So seien die Leistungsausgaben gegenüber dem Vorjahrszeitraum um fast fünf Prozent pro Versichertem gestiegen. „Da wir aber in den vergangenen Jahren intensiv und erfolgreich in effektive Versorgungsstrukturen investiert haben und die Maßnahmen greifen, gehen wir davon aus, dass sich die Entwicklung im Rahmen halten lässt, wir auch das Jahr 2013 positiv abschließen und das Leistungsangebot für unsere Versicherten im vorgesehenen Maßstab weiter ausbauen können“, so Hermann weiter.

Hausarztzentrierte Versorgung als Erfolgsstory

Die Hausarztzentrierte Versorgung (HZV) und die Facharztverträge der AOK Baden-Württemberg, 2008 gemeinsam mit den Partnern Hausärzteverband und MEDI ins Leben gerufen, entwickeln sich immer mehr zum Erfolg. Mittlerweile nutzen 1,1 Millionen AOK-Versicherte dieses Angebot. Die 280 Millionen Euro, die im Jahr 2012 allein in die HZV investiert wurden, erweisen sich nicht nur als sinnvolle, sondern auch als zukunftsweisende Investition, die als bessere Versorgung den Versicherten direkt nutzt.

Arzneimittel-Rabattverträge wirken sich positiv aus

Den mit Abstand größten Anteil an den Ausgaben haben die Krankenhauskosten mit 3,5 Milliarden Euro oder fast 35 Prozent der Gesamtausgaben. Gegenüber dem Vorjahr sind die Ausgaben in diesem Bereich damit um 86 Millionen Euro gestiegen. Obwohl die Verweildauer im Krankenhaus im vergangenen Jahr von durchschnittlich 7,85 auf 7,80 Tage etwas gesunken ist, liegt in den Krankenhäusern einiges im Argen: Deutlich wird dies an der Anzahl der Operationen, die sich nicht alle medizinisch begründen lassen. So stieg zwischen 2008 und 2012 die Zahl der Schulter-Operationen bei AOK-Versicherten beispielsweise um 25 Prozent. Die Zahl der Eingriffe an der Wirbelsäule stieg im gleichen Zeitraum um 21 Prozent, die der Bandscheiben-OPs um 14 Prozent.

An zweiter Stelle der Ausgabeposten folgt die ambulante ärztliche Versorgung mit Ausgaben von 1,97 Milliarden Euro (19,13 Prozent der Gesamtausgaben), gefolgt von Arzneimitteln und Impfstoffen (1,72 Milliarden Euro oder 16,66 Prozent).

Obwohl die Zahl der abgerechneten Rezepte weiter um 0,24 Millionen auf 28,53 Millionen gestiegen ist, konnten die Ausgaben für Arzneimittel gegenüber dem Vorjahr um drei Millionen Euro gesenkt werden. Hier zeigt sich der Erfolg der Rabattverträge, die die AOK mit pharmazeutischen Unternehmen abschließen konnte. Lag ihr Volumen vor fünf Jahren bei 32,7 Millionen Euro, konnten hier im vergangen Jahr Einsparungen von 157,4 Millionen Euro erreicht werden.

Gesundheitsförderung als Markenzeichen

Seit nunmehr 25 Jahren gehört gezielte Gesundheitsförderung mit zum wichtigsten Anliegen der AOK Baden-Württemberg. „Wir wissen, wie wichtig Gesundheitsförderung für unsere Versicherten ist und wir wissen auch, dass man frühzeitig nach dem Motto ‘was Hänschen nicht lernt…‘ damit anfangen muss. Deshalb haben wir unsere Ausgaben dafür im vergangenen Jahr noch einmal gesteigert“, so Hermann. „Die AOK hat 2012 19 Millionen Euro in Präventionsleistungen investiert. Das sind 4,96 Euro pro Versichertem – und damit wesentlich mehr als vorgeschrieben.“ Bei rund 6.200 Kursen aus den Bereichen Bewegung, Ernährung sowie Entspannung mit 62.000 Teilnehmern lernten AOK-Versicherte, gesünder zu leben.

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