AOK gibt mehr als 70 Millionen Euro zur Kopfschmerzbehandlung aus

Tabletten kein Allheilmittel – Ausdauersport kann Schmerzen vorbeugen

Datum: 06.09.2010 / Kategorie: Gesundheitstipps

Stuttgart

Kopfschmerzen gehören zu den bundesweit 20 häufigsten Gründen für Arbeitsunfähigkeit bei AOK-Versicherten und sind einer der Hauptanlässe, einen Arzt zu konsultieren. Oft wird dann ein Schmerzmittel verschrieben. Die AOK Baden-Württemberg gibt pro Jahr für die Behandlung von über 100.000 Versicherten mit chronischen Kopfschmerzen mehr als 70 Millionen Euro aus, rund 10 Millionen davon für Medikamente. Dabei ist der Griff zur Tablette nicht die einzige Möglichkeit, von diesem Leiden befreit zu werden.

Nach Angaben der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft leiden deutschlandweit rund zehn Millionen Menschen an Migräne. Aber auch andere Arten von Kopfschmerz sind weit verbreitet. "Viele greifen dann nur zu Schmerzmitteln in der Hoffnung, von diesen Beschwerden befreit zu werden", sagt Dr. Rolf Hoberg, Vorstandschef der AOK Baden-Württemberg. Die Annahme, Schmerzmittel wären die einzige Möglichkeit, von diesem Leiden befreit zu werden, sei ein Irrtum, der oft wirksame Hilfe verhindere.

"Das Spektrum der Behandlung reicht von therapeutischen oder medikamentösen bis hin zu physiotherapeutischen Maßnahmen", sagt Dr. med. Martin Lay, Allgemeinarzt und medizinischer Berater der AOK. Von einer längeren Selbstmedikation mit Schmerzmitteln sei dagegen abzuraten. Die Behandlung gehöre unbedingt in die Hand des Arztes. Denn - auch freiverkäufliche - Schmerzmittel könnten auf Dauer Kopfschmerzen verstärken und Kopfschmerzattacken auslösen. Der Schmerz würde sich dann - unabhängig von früheren Auslösern - verselbstständigen.

Für Migränepatienten gebe es aktuell keine Therapie, welche die Migräne auf Dauer zum verschwinden bringe oder während einer Attacke völlig schmerzfrei mache. Es gebe aber Möglichkeiten, die Anzahl der Attacken zu verringern und die Schwere zu mildern. So könne allein die Umstellung der Lebensweise hilfreich sein. So sollte man zum Beispiel Stress meiden und auf einen regelmäßigen Tagesrhythmus achten. Deshalb sollten sich Patienten Entspannungstechniken sowie Techniken der Stressvermeidung und Stressbewältigung aneignen. Auch rät Dr. Lay, regelmäßig Ausdauersport zu betreiben.

Die AOK bietet Kurse und Seminare zum Thema Entspannung und Stressbewältigung an. Außerdem gibt es bei den AOK-Rad-, Walking- und Lauftreffs Gelegenheit zu einem regelmäßigen Ausdauertraining unter fachlicher Anleitung.

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