AOK: Immer mehr freiwillige Helfer kümmern sich um Demenzkranke

Betreuungsangebote innerhalb von neun Jahren versechsfacht

Datum: 29.10.2010 / Kategorie: Pflege und Rehabilitation

Stuttgart

Die Betreuung von Demenzkranken in Baden-Württemberg hat sich dank des Engagements zahlreicher freiwilliger Helferinnen und Helfer rasant verbessert. Wie die AOK Baden-Württemberg mitteilt, hat sich die Zahl der sogenannten „niedrigschwelligen“ Betreuungsangebote für Demenzkranke in den letzten Jahren versechsfacht. Seit 2001 wurden über 480 Angebote geschaffen - Baden-Württemberg ist damit bundesweiter Spitzenreiter. Insgesamt stellen die Landesverbände der Pflegekassen, das Land Baden-Württemberg und die Kommunen für den Auf- und Ausbau solcher Angebote jährlich 6,4 Millionen Euro zur Verfügung.

„Den pflegenden Angehörigen sollen keine Hürden in den Weg gelegt werden, Hilfe anzunehmen - beispielsweise durch hohe Kosten“, sagt Dr. Rolf Hoberg, Vorstandschef der AOK Baden-Württemberg. „Deswegen übernehmen bei den ‚niedrigschwelligen’ Angeboten ehrenamtliche Helferinnen und Helfer unter pflegefachlicher Anleitung die Betreuung von Pflegebedürftigen im häuslichen Bereich und unterstützen sie dabei, ihre Selbständigkeit zu erhalten und am öffentlichen Leben teilzunehmen.“ Eine intensive eins zu eins-Betreuung ausschließlich durch bezahlte Kräfte wäre laut Hoberg nicht finanzierbar.

Das enorme Wachstum zeige zum einen, dass die Baden-Württemberger sehr engagiert sind. Zum anderen aber auch, dass die Zahl der Demenzkranken immer weiter steigt. Nach Auswertungen der AOK waren allein 2008 über 80.000 AOK-Versicherte wegen Demenz in ambulanter Behandlung. Die Behandlungskosten beliefen sich auf fast 68 Millionen Euro: „Die zunehmend älter werdende Gesellschaft stellt uns vor die Herausforderung, eine effektive Versorgung von Demenzkranken aufzubauen. Mit den niedrigschwelligen Angeboten sind wir auf einem hervorragenden Weg.“

Laut Hoberg muss aber auch den pflegenden Angehörigen eine größere Aufmerksamkeit entgegen gebracht werden. Nach einer Auswertung der AOK kümmern sich heute mit über 250.000 Personen so viele Baden-Württemberger wie noch nie selbst um ihre pflegebedürftigen Familienangehörigen. Hoberg: „Die Pflege eines Menschen kann sehr anstrengend und belastend sein und bei falscher Umsetzung sogar gesundheitliche Folgen für den Pflegebedürftigen haben. Damit ist niemandem geholfen.“ Deshalb biete die AOK Baden-Württemberg unter dem Titel “Hilfen für Pflegende” spezielle Kuren, Kurse und Beratungen, die auf die seelischen und körperlichen Belastungen durch die Pflege ausgerichtet sind.

Mehr Informationen zu den Angeboten für Demenzkranke und “Hilfen für Pflegende” gibt es vor Ort bei den AOK-KundenCentern überall in Baden-Württemberg.

Hinweis an die Redaktionen:

Weitere Informationen sind als Anlage beigefügt.

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