AOK-Kinder-Gesundheits-Gipfel 2011

Ein Spot auf die Karotte

Datum: 07.07.2011 / Kategorie: AOK-Aktionen

Stuttgart

Ob Schokoriegel oder Chips – die Fernsehwerbung präsentiert Kindern rund um ihre Lieblingssendungen erstaunlich viel Lebensmittelwerbung. Von zehn Spots präsentieren fünf Lebensmittel, die nicht auf der Empfehlungsliste einer gesunden Ernährung stehen. Werbung wird daher immer wieder mitverantwortlich gemacht für die steigende Zahl übergewichtiger Kinder. Kindern die nötige Medienkompetenz zu vermitteln war das Ziel beim AOK-Kinder-Gesundheits-Gipfel 2011 der AOK Baden-Württemberg. Am 6. und 7. Juli 2011 lernten Schüler der Anne-Frank-Realschule in Marbach, wie Werbung wirklich funktioniert.

Die Marketingexpertin Carola Laun analysierte zunächst Werbung mit den Kindern, um dann Lebensmittel wie den Apfel, die Karotte, den gesunden Pausensnack oder gesunde Freizeitbeschäftigungen wie Volleyball oder Yoga ansprechend in Szene zu setzen. „Im Hinblick auf eine gesunde Lebensweise“, sagt Marketingexpertin Carola Laun, „könnte gut gemachte Werbung bei Kindern viel bewirken, denn Werbung kann Kinder unterstützen, sich ihre eigene Meinung zu bilden und sie vermittelt Lebensstile und Werte.“ Mehr Werbung für die ‚wichtigen‘ Dinge im Leben sei durchaus wünschenswert. „Der Drink oder die Süßigkeiten, die in der Werbung cool rüberkommen, werden von einem Teil der eigentlich kritischen jungen Konsumenten ohne Hinterfragen konsumiert. Die Produkte stehen für ein angesagtes Lebensgefühl und suggerieren, dass man durch deren Konsum dazugehört. Coole Werbung für gesunde Produkte und gesundes Verhalten sind leider selten“, so Laun.

„Der AOK-Kinder-Gesundheitsgipfel knüpft an die Weiterentwicklung von ‚ScienceKids: Gesundheit entdecken’ optimal an“, so Dr. Rolf Hoberg, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg. „Bei der Entwicklung der neuen Lehr- und Lernmaterialien für die Sekundarstufe I setzen wir darauf, dass Jugendliche durch selbsttätiges, forschendes Handeln Selbst- und Alltagskompetenzen für ein gesundes Verhalten entwickeln. Dazu haben wir verstärkt erlebnis- und medienpädagogische Methoden integriert,“ so Dr. Hoberg weiter. Die Entwicklung von ScienceKids erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport sowie dem Landesinstitut für Schulsport, Schulkunst und Schulmusik Baden-Württemberg.

Der Gipfel soll laut AOK weder Werbung noch Produkte verteufeln. Die Kinder lernen durch aktives Tun einen kritischen Blick auf das, was sie angeboten bekommen. Prof. Dr. Toni Faltermaier, Gesundheitspsychologe und Experte des ScienceKids-Projektes, sagt dazu: „Jugendliche brauchen den Bezug zu ihren eigenen Erfahrungen, um sich für das Thema Gesundheit zu interessieren. Erfolgversprechende Methoden der Gesundheitsbildung müssen daher ihre Themen, Interessen und Medien aufgreifen.“ Und Werbung gehöre nun einmal in die Lebenswelt der Kinder von heute.

Anmerkung für die Redaktionen:

„Lernen Sie das Lernen neu kennen“ Einladung zur ScienceKids Lehr- und Lernwerkstatt am 27. September 2011 in der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg. Anmeldung und Informationen unter www.scienceKids.de

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