AOK: Kostenlose Pflegeberatung für die häusliche Pflege nutzen

Pflichttermine zur Verbesserung der Pflegesituation für alle Empfänger von Pflegegeld

Datum: 15.04.2011 / Kategorie: Pflege und Rehabilitation

Stuttgart

Wer Pflegegeld erhält, kann sich regelmäßig kostenlos von professionellen Pflegefachkräften beraten lassen. Darauf macht die AOK Baden-Württemberg aufmerksam. Mit dieser Hilfestellung soll die Qualität der häuslichen Pflege sichergestellt werden. Deswegen schreibt der Gesetzgeber allen Pflegegeldbeziehern regelmäßig eine solche Beratung vor. Nach AOK-Angaben werden in Baden-Württemberg über 250.000 Personen von ihren Angehörigen zuhause gepflegt.

"Die Pflicht zu dieser Beratung sollte auf keinen Fall als lästiger Pflicht- oder Kontrolltermin verstanden werden", sagt Dr. Rolf Hoberg, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg. "Vielmehr steht dabei die Beratung der Pflegenden und, falls erforderlich, die Verbesserung der Pflegesituation im Vordergrund." Laut AOK sollen die Probleme der täglichen Pflege bei diesen Terminen besprochen und konkrete Vorschläge unterbreitet werden. So wird gezeigt, wie man Sturzrisiken und Stolpersteine in der Wohnung entfernen kann oder wo beispielsweise Griffe an den Wänden angebracht werden können, damit der pflegebedürftige Mensch auf dem Weg durch die Wohnung genügend Halt findet. Auch praktische pflegefachliche Unterstützung, zum Beispiel für das Umsetzen vom Bett in den Rollstuhl ohne den eigenen Rücken zu stark zu belasten, sind Teil der Beratung.

Die regelmäßige Inanspruchnahme dieser Beratungen durch Pflegefachkräfte muss gegenüber den Pflegekassen nachgewiesen werden. In den Pflegestufen I und II jedes Kalenderhalbjahr und in der Pflegestufe III jedes Kalendervierteljahr. Geschieht dies nicht, seien die Pflegekassen verpflichtet, das Pflegegeld zu kürzen und im Wiederholungsfall sogar ganz zu entziehen.

Wer einen Dienst für die regelmäßigen Beratungstermine sucht, erhält bei jeder AOK-Bezirksdirektion eine Liste mit Diensten in seiner Umgebung und kann mit dem Anbieter seiner Wahl einen Termin vereinbaren. Die Kosten für einen solchen Beratungsbesuch rechnet der Pflegedienst direkt mit der AOK Baden-Württemberg ab.

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