AOK-Krankenhausnavigator um Behandlung mit therapeutischem Herzkatheter erweitert

Patienten können online Qualität von Kliniken vergleichen: Die AOK hat ihr Angebot des AOK-Krankenhausnavigators um eine weitere Behandlung erweitert: Ab sofort bietet das Online-Angebot auch Informationen über die Qualität bei der Behandlung mit therapeutischen Herzkathetern. „Patientinnen und Patienten können sich nun endlich deutschlandweit informieren, welches Krankenhaus bei der Behandlung welche Qualität erzielt“, so Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg. Erfreulich sei dabei, dass die 50 Standorte in Baden-Württemberg im Bundesvergleich überdurchschnittlich gut abschnitten, so Hermann weiter.

Datum: 18.07.2013 / Kategorie: Sonstiges

Stuttgart

Allein von 2008 bis 2010 wurden rund 15.000 AOK-Versicherte in Baden-Württemberg, die an verstopften Herzkranzgefäßen (Stenose) ohne Herzinfarkt leiden, mit einem Herzkatheter und der Implantation einer Gefäßstütze behandelt. Damit gehört die Behandlung zu den häufigsten Eingriffen am Herzen überhaupt. „Wir wollen unseren Versicherten mit leicht verständlichen und verlässlichen Informationen dabei helfen, das qualitativ richtige Krankenhaus für ihre Behandlung auszuwählen“, so Hermann weiter. Mit dem AOK-Krankenhausnavigator stellt die AOK ein einzigartiges Informationsinstrument für alle Patientinnen und Patienten bereit. Erweitert wird dieses Angebot nun um Informationen für den Leistungsbereich aller vollstationär oder ambulant am Krankenhaus durchgeführten therapeutischen Herzkatheterleistungen (PCI) bei Patienten ohne Herzinfarkt. Der Krankenhausnavigator gibt Patientinnen und Patienten die Möglichkeit, Kliniken, die diese Leistung anbieten, untereinander zu vergleichen. Die Anzahl der vergebenen „AOK-Bäumchen“ zeigt dabei an, wie eine Einrichtung bewertet wird: Überdurchschnittlich gut bewertete Einrichtungen erhalten dabei drei „AOK-Bäumchen“, während gute bzw. weniger gut bewertete Einrichtungen zwei oder lediglich ein AOK-Bäumchen erhalten.

„In Baden-Württemberg haben 36 Prozent der bewerteten Kliniken drei Bäumchen – der Bundesdurchschnitt liegt nur bei 20 Prozent“, erläutert Hermann. Dies liege nicht zuletzt daran, dass die AOK gemeinsam mit den anderen Krankenkassen in Baden-Württemberg mit 20 Krankenhäusern im Land ergänzende Vereinbarungen über die Qualität von Herzkatheterleistungen getroffen habe. So werde etwa darauf geachtet, dass Diagnostik und Therapie in einem Schritt erfolgen und damit keine unnötige Doppelbelastung für die Patienten entstehe. Krankenhäuser, mit denen ergänzende Vereinbarungen getroffen wurden, schneiden nach aktueller Berichtslage überdurchschnittlich gut ab: 40 Prozent werden mit drei Bäumchen bewertet.

Hinweis an die Redaktionen:

Ergebnisse für PCIs in der Nähe ihres Wohnortes können Patientinnen und Patienten auf der Seite des Krankenhausnavigators unter www.aok-gesundheitsnavi.de finden. Ergänzend zu den bereits vorhandenen Leistungsbereichen des Krankenhausnavigators unterscheidet sich die Bewertung der PCIs darin, dass auch der Qualitätsindikator „unerwünschte Folgeereignisse“ in die Bewertung einfließt, da dies eine zusätzliche schwere Belastung für den Patienten darstellt. Dies kann zum Beispiel ein erneut notwendiger Eingriff sein. Weitere Qualitätsindikatoren sind etwa die Sterblichkeit während und bis zu 30 Tage nach dem Krankenhausaufenthalt, aber auch Komplikationen wie Blutungen oder ähnliches. Eine Studie des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) hat ergeben, dass unter den deutschlandweit 443 untersuchten Kliniken das beste Viertel eine „Ereignisrate“ von 13 Prozent, während das schlechteste Viertel der Kliniken eine „Ereignisrate“ von 20 Prozent aufweist. Bundesweit ist die Zahl der Herzkatheterleistungen von 2005-2010 erneut um 20 Prozent gestiegen.

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