AOK-Programm „Lebe Balance“ stärkt die psychische Gesundheit

Krankmeldungen: Psychische Erkrankungen und Lebenskrisen nehmen zu

Datum: 14.09.2017 / Kategorie: Gesundheit und Prävention

Stuttgart

Die Fehlzeiten aufgrund von psychischen Erkrankungen und Lebenskrisen in den Betrieben Baden-Württembergs steigen von Jahr zu Jahr. Die Gründe dafür liegen häufig in einer zu hohen Belastung, Leistungsdruck, Terminstress, sich ändernden Lebensumständen oder einer privaten Krise. Im vergangenen Jahr wurden 186.717 Arbeitsunfähigkeits-Fälle (AU-Fälle) in Baden-Württemberg aufgrund einer psychischen Erkrankung diagnostiziert. 8.146 AU-Fälle wurden aufgrund einer Lebenskrise gemeldet. Mit ihrem Programm „Lebe Balance“ unterstützt die AOK Baden-Württemberg die Betriebe dabei, die psychische Gesundheit ihrer Angestellten zu stärken.

 

Fehlzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen nehmen stetig zu – auch weil die Arbeitswelt sich in den vergangenen Jahren massiv verändert hat. Beschleunigung, Informationsflut, Zunahme der Kopfarbeit, Arbeitsverdichtung – all das spielt ebenso wie beispielsweise die ständige Erreichbarkeit im Privaten eine Rolle. Die aktuellen Zahlen zur Arbeitsunfähigkeit (AU) der AOK Baden-Württemberg belegen diesen Trend. Wurden 2014 noch 167.630 AU-Fälle im Südwesten aufgrund einer psychischen Erkrankung gemeldet, waren es zwei Jahre später 186.717 AU-Fälle. Das entspricht einer Steigerung von 11,38 Prozent. Ebenfalls zugenommen haben hierzulande die Krankschreibungen aufgrund einer Lebenskrise. Im Vergleich zu 2014 (7.727) stiegen die AU-Fälle im vergangenen Jahr um 5,4 Prozent.

 

„Arbeit an sich macht in der Regel nicht psychisch krank. Aber zum Teil muss der richtige Umgang mit neuen Gegebenheiten erst gelernt werden, um nicht darunter zu leiden“, sagt Jutta Ommer-Hohl, Fachbereichsleiterin Gesundheitsförderung der AOK Baden-Württemberg. Für die psychische Gesundheit gibt es Schutzfaktoren. Dazu zählen unter anderem die Fähigkeit, von sich selbst Abstand und über sich selbst nachdenken zu können, ein wohlwollender Umgang mit sich selbst, Sinnerfülltheit, Entspannung, Sport, Hobbys und soziale Kontakte.

 

Die AOK Baden-Württemberg unterstützt umfassend bei der Prävention und Gesundheitsförderung im Betrieb. „Wir beraten Unternehmen beim Betrieblichen Gesundheitsmanagement, bieten maßgeschneiderte Programme und leisten so einen Beitrag, durch präventive Maßnahmen die Gesundheit und das Wohlbefinden zu fördern und krankheitsbedingte Fehlzeiten zu reduzieren“, sagt Jutta Ommer-Hohl. Mit dem wissenschaftlich überprüften Programm „Lebe Balance im Betrieb“ trägt die AOK Baden-Württemberg dazu bei, die Resilienz (psychische Widerstandsfähigkeit) der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu stärken.

 

Laut einer aktuellen Studie für den Fehlzeitenreport 2017 hat das AOK-Programm für psychisch Belastete einen mittleren bis starken Effekt in der Verringerung der psychischen Belastung und es ist in der Lage, die Wahrscheinlichkeit von Neuerkrankungen zu reduzieren. Aufgrund der deutlichen positiven Wirkung auf die psychische Belastung eignet sich das Programm sowohl zum Umgang mit Krisen wie auch zu deren Prävention, da bei geringerer psychischer Belastung ein effektiverer Umgang mit potenziellen Überforderungssituationen möglich ist und eine Abwärtsspirale verhindert werden kann.

 

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