AOK schreibt sechste Tranche der Arzneimittelrabattverträge aus

87 Wirkstoffe mit einem Umsatzvolumen von 4,4 Milliarden Euro über die zweijährige Vertragslaufzeit

Datum: 15.10.2010 / Kategorie: AOK-Arzneimittelrabattverträge

Stuttgart

Mit der Ausschreibung von 87 patentfreien Wirkstoffen hat die AOK-Gemeinschaft die sechste Tranche ihrer Arzneimittelrabattverträge gestartet. Nach AOK-Angaben umfassen die Wirkstoffe ein Umsatzvolumen von 4,4 Milliarden Euro über die zweijährige Vertragslaufzeit ab 1. Juni 2011. Zu den bedeutsamsten Wirkstoffen der jüngsten Ausschreibung zählen die Blockbuster Omeprazol und Simvastatin. Für die 87 Wirkstoffe werden jährlich rund 100 Millionen Verordnungen mit den AOKs abgerechnet.

„Zusammen mit der sechsten Vertragsrunde werden wir die 25 Millionen AOK-Versicherten 2011 um rund 700 Millionen Euro entlasten können. Auch aufgrund der sehr erfolgreichen Rabattverträge gibt es bei den AOKs bislang keine Zusatzbeiträge“, sagte Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvize der AOK Baden-Württemberg und Verhandlungsführer der Rabattverträge für das AOK-System am Freitag (15.10.2010) in Stuttgart. Unter den 87 Wirkstoffen der neuen Ausschreibung seien 63 dabei, für die derzeit noch Verträge laufen.

Die AOK hat die Vergabebekanntmachung europaweit im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht. Laut Hermann greift die neue Ausschreibungsrunde die Bedürfnisse mittelständischer und kleiner Pharmazeutischer Unternehmen jetzt noch stärker auf: „Wir haben die Zahl der Gebietslose von bisher fünf auf sieben erweitert. Außerdem erhalten die Bieter nun erstmals die Möglichkeit, auch Arzneimittel in ihr Angebot aufzunehmen, die zum Zeitpunkt der Ausschreibung noch nicht auf dem Markt sind.“

Bereits seit Ende 2006 schreiben die AOKs gemeinsam Arzneimittelrabattverträge aus. Seit 2008 setzt die AOK-Gemeinschaft dabei auf Gebietslose, um den Wettbewerb unter verstärkter Beteiligung kleinerer Unternehmen zu beleben. Je Gebietslos wird die AOK auch dieses Mal nur mit einem Bieter einen Vertrag schließen. Die Erfahrung aus der Startphase der Rabattverträge zeigte, dass eine Wettbewerbssituation unter mehreren Ausschreibungsgewinnern kleinere Anbieter ohne einen starken Apothekenaußendienst systematisch benachteiligte. Von 2007 bis Ende 2010 wird die AOK durch die Arzneimittelrabattverträge eine Milliarde Euro an Beitragsgeldern eingespart haben.

Hinweis für die Redaktionen

Die entsprechende Vergabebekanntmachung ist auf TED, der Online-Plattform der EU-Kommission für EU-weite Ausschreibungen, veröffentlicht: www.ted.europa.eu

Eine Grafik mit den Ausschreibungsregionen für die Arzneimittel-Rabattverträge der AOK 2011 – 2013 steht zum Download zur Verfügung.

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