AOK sichert Arzneiversorgung für Epilepsie-Patienten

Medikament Trobalt steht weiterhin zur Verfügung

Datum: 02.07.2012 / Kategorie: Arzneimittel

Stuttgart

Stuttgart, 02.07.2012 – Für Epilepsie-Patienten in Baden-Württemberg, die auf das Medikament Trobalt angewiesen sind, hat die AOK im Land die Versorgung ihrer Versicherten mit dem Arzneimittel jetzt auch für die Zeit nach dem 1. Juli sichergestellt. Laut AOK hat der Trobalt-Hersteller GlaxoSmithKline angekündigt, das Produkt zu diesem Termin zunächst vom deutschen Markt zu nehmen.

„Mangels Alternativen in Deutschland haben wir unmittelbar eine Importlösung organisiert, die jetzt für die betroffenen AOK-versicherten Patientinnen und Patienten eine nahtlose Versorgung mit Trobalt sicherstellt. Da das Mittel europaweit zugelassen ist, kann es aus dem europäischen Ausland bezogen werden“, so der Vorstandschef der AOK Baden-Württemberg, Dr. Christopher Hermann, am Montag (02.07.2012) in Stuttgart.

Hier gehe es um ein Politikum: GlaxoSmithKline werde das Medikament gegen Epilepsie Anfang Juli in Deutschland vom Markt nehmen, weil der Gemeinsame Bundesausschuss zunächst keinen Zusatznutzen gegenüber vergleichbaren Therapien sieht und dies zu einem niedrigen Erstattungspreis für den Hersteller führen würde.

Für die AOK Baden-Württemberg ist es, nach Hermanns Worten, nicht akzeptabel, dass das Wohl von Patienten rein von politischen oder finanziellen Interessen der Beteiligten abhängt. Hermann: „Nur wenn Krankenkassen hier umsichtig handeln und schwerkranken Versicherten, die von ihren Ärzten aus medizinischen Gründen auf Trobalt eingestellt wurden, in einer solchen Ausnahmesituation die Versorgung sicherstellen, steht das vielzitierte Wohl des Patienten wirklich im Mittelpunkt. Einseitige Schuldzuweisungen helfen nicht und sind nicht zielführend. Hier ist ein pragmatisches Vorgehen für die betroffenen Menschen unabdingbar.“

TROBALT® ist ein Epilepsie-Medikament (Tabletten) des Pharmaunternehmens GlaxoSmithKline und enthält den Wirkstoff Retigabin. In Baden-Württemberg nehmen nach AOK-Schätzungen 180 Patientinnen und Patienten das Mittel regelmäßig ein, davon sind etwa 70 AOK-versichert und profitieren von dieser Regelung.

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