AOK-Studie belegt: Desinteresse der Eltern an Schule und Kita macht Kinder krank

Wenn Eltern nie an Schulveranstaltungen teilnehmen, steigt der Anteil der Kinder mit psychischen Problemen von 19 auf 32 Prozent. So lautet ein Ergebnis der AOK-Familienstudie 2010.

Datum: 17.09.2010 / Kategorie: Kindergesundheit

Stuttgart

Da das Schuljahr noch jung ist, empfiehlt die AOK Baden-Württemberg allen Eltern aktives Interesse zu zeigen und an Schulveranstaltungen und Elternabenden teilzunehmen. "Die Präsenz der Eltern an solchen Terminen vermittelt den Kindern das Gefühl, wichtig zu sein und in ihrer eigenen kleinen Welt wahrgenommen zu werden, das macht sie stark", erklärt PD Dr. Sabine Knapstein, Psychotherapeutin der AOK Baden-Württemberg.

Ob Kindertagesstätte oder Grundschule, zwei Elternabende stehen pro Jahr mindestens auf dem Programm. Dort sollten Eltern die Gelegenheit nutzen, um sowohl zu anderen Eltern als auch zu Pädagogen Kontakt aufzubauen. "Der enge Bezug zu Lehrern und Betreuern ist wichtig, um beispielsweise Verhaltensauffälligkeiten rechtzeitig zu erkennen und zu besprechen oder auch um Talente frühzeitig zu entdecken und zu fördern", betont Dr. Knapstein, die selbst Mutter zweier Kinder ist.

Auch im Alltag sei es wichtig, Interesse zu zeigen. Allerdings solle man das Kind nicht, sobald es zur Tür hereinkommt, mit der Frage "Wie war's in der Schule" überfallen, sondern erst mal Zeit zum Ankommen und Entspannen geben. Wichtig sei außerdem, genau hinzuhören, wenn das Kind von sich aus bereit ist, zu erzählen.

Für die AOK-Familienstudie 2010 wurden mehr als 2.000 Mütter und Väter in Deutschland befragt, was sie tun, um im Alltag die Gesundheit der Kinder positiv zu beeinflussen.

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