AOK will mehr Transparenz beim Klinik-Service

Befragung von über 150.000 Versicherten im Land jetzt gestartet

Datum: 14.02.2012 / Kategorie: Krankenhäuser

Stuttgart

Wenn es um die Servicequalität an Krankenhäusern geht, will die AOK Baden-Württemberg mehr Transparenz schaffen. Ein erster Schritt in diese Richtung wird laut AOK durch eine jetzt gestartete Befragung von über 150.000 AOK-Versicherten im Land getan. Mittels Fragebogen würden erstmals die Erfahrungen von Patienten bei ihren Klinikaufenthalten gesammelt, strukturiert und dann im Internet veröffentlicht. „Die Service-Qualität an Kliniken ist eine weitere Beurteilungsgröße nach der medizinischen Qualität. Wir wollen mit der Befragung erreichen, dass den Patientinnen und Patienten bei der Dienstleistung von Kliniken mehr Informationen zur Verfügung stehen“, sagt Dr. Christopher Hermann, Vorstandschef der AOK Baden-Württemberg am Dienstag (14.02.2012) in Stuttgart.

Die AOK bietet nach eigenen Angaben im Internet (Stichwort: Krankenhausnavigator) bereits Informationen zur medizinischen Versorgung bei Krankenhausaufenthalten. Dazu gehörten beispielsweise Angaben zu Behandlungserfolgen bei bestimmten Erkrankungen oder wie häufig Behandlungen schon durchgeführt wurden. Dass dort dann auch Informationen zum Serviceverhalten der Kliniken abrufbar sind, sei neu und mit Aufwand für die Befragung und Auswertung verbunden. „Um plausible Angaben machen zu können, muss eine große Gruppe von Patientinnen und Patienten befragt werden. Allein in Baden-Württemberg sind über 150.000 Fragebögen im Einsatz – bundesweit sind es insgesamt über 2 Millionen“, so Hermann weiter. Für ein Krankenhaus werden die Umfrageergebnisse erst dann veröffentlicht, wenn mindestens 75 Fragebögen vorliegen.

Die ersten 30.000 Bögen seien jetzt verschickt worden, die weiteren würden im Laufe des Jahres in den Briefkästen der Patienten landen. Der Fragebogen umfasse 15 Fragen zum Umgang des Personals mit den Patienten und zur Organisation. So werde gefragt, ob die eigenen Wünsche und Bedenken in der ärztlichen Behandlung berücksichtigt wurden, ob Patienten während des Krankenhausaufenthaltes häufig warten mussten oder ob sie die betreffende Klinik insgesamt weiterempfehlen würden.

„Ein guter Service wirkt sich auf das Wohlbefinden der Versicherten aus. Wir möchten Krankenhäuser dafür sensibilisieren, dass auch damit ein Beitrag zur Genesung geleistet werden kann - denn ein glücklicher Patient wird schneller wieder gesund“, sagt Hermann. Die Ergebnisse der Versichertenumfrage böten dafür eine Hilfestellung, denn Krankenhäuser bekämen einen Überblick, wo sie noch besser werden können.

Die Umfragedaten sollen Mitte 2012 im Internet veröffentlicht werden. Grundlage der Befragung ist nach AOK-Angaben der Fragebogen „Patients‘ Experience Questionnaire“ (PEQ), der von der Bertelsmann Stiftung und dem Schweizer „Verein Outcome“ nach höchsten wissenschaftlichen Standards entwickelt wurde. Versicherte erhalten den Fragebogen zwei bis acht Wochen nach ihrem Krankenhausaufenthalt, die Befragung erfolgt strikt anonym.

Hinweis an die Redaktionen:

Weitere Informationen zur Umfrage sowie der Fragebogen sind als Anlage beigefügt:

Fragebogen zum Krankenhausaufenthalt (PDF, 20 KB)

Weitere Informationen zur Umfrage (PDF, 439 KB)

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