Baden-Württemberger treiben zu wenig Sport

Laut Forsa-Befragung hält sich mehr als die Hälfte im Südwesten für weniger sportlich oder unsportlich

Datum: 01.03.2019 / Kategorie: Wissenschaft / Statistiken / Studien / Zahlen

Stuttgart

Gut jeder dritte Baden-Württemberger (36 Prozent) treibt seltener als einmal pro Woche oder nie aktiv Sport. Zu diesem Ergebnis kommt eine von der AOK Baden-Württemberg in Auftrag gegebene repräsentative Forsa-Umfrage. 43 Prozent der Befragten halten sich für weniger sportlich und 12 Prozent sagen, dass sie unsportlich sind. „Regelmäßiges sportliches Training stärkt unter anderem das Immunsystem, hält das Herz-Kreislauf-System fit und kann einer Vielzahl von Krankheiten vorbeugen“, sagt Eva Ortlieb, Sportwissenschaftlerin bei der AOK Baden-Württemberg. Drei- bis viermal in der Woche rund 30 Minuten Walken, Rad fahren oder Joggen sei schon ausreichend, um sportlich aktiv zu sein und etwas für seine Gesundheit zu tun.

 

Laut der Forsa-Befragung treiben knapp zwei Drittel (64 Prozent) der Baden-Württemberger mindestens einmal pro Woche in ihrer Freizeit aktiv Sport. Für diesen Teil der Menschen im Südwesten steht der Wunsch, körperlich fit zu sein, an erster Stelle: 67 Prozent der „Sporttreibenden“ veranlasst dies dazu, in ihrer Freizeit sportlich aktiv zu sein. Mehr als die Hälfte der Befragten treibt Sport, um den Körper bzw. die Figur in Form zu bringen: 53 Prozent wollen durch das Training ihr Gewicht halten oder abnehmen und 28 Prozent zielen darauf ab, Muskeln aufzubauen. Jeder Zweite (50 Prozent) sagt, dass er mit Sport etwas gegen gesundheitliche Beschwerden tun will (z. B. gegen Rückenschmerzen oder Bluthochdruck). Bei 47 Prozent der „Sporttreibenden“ trägt sportliche Betätigung zur Entspannung bzw. zum Stressabbau bei und 39 Prozent lockt der Spaß am Sport. Jeder Fünfte (20 Prozent) nutzt die Trainingseinheit, um Zeit mit Freunden oder Bekannten zu verbringen.

 

Problematisch ist jedoch, dass laut Forsa-Befragung jeder dritte Baden-Württemberger seltener als einmal pro Woche (22 Prozent) oder nie (14 Prozent) sportlich aktiv ist. Als weniger sportlich (43 Prozent) oder unsportlich (12 Prozent) sieht sich sogar mehr als die Hälfte der Befragten. Die Folgen von zu wenig regelmäßiger Bewegung könnten gesundheitliche Probleme und Übergewicht sein. Umso wichtiger sei es, mit dem Sport anzufangen, weiß Luisa Brune, Psychologin bei der AOK Baden-Württemberg. „Gerade im Frühling, wenn die Temperaturen steigen, ist für Sportmuffel der richtige Zeitpunkt, um sich an der frischen Luft zu bewegen“, sagt Brune. Denn, so die Expertin, der innere Schweinehund sei meist der größte Gegner auf dem Weg zu einem aktiveren Lebensstil. Um ihn zu überwinden, sei es wichtig, dass man sich nicht direkt zu Beginn mit zu hohen Vorsätzen überfordere. „Wenn man es gemächlich angeht, fällt der Einstieg umso leichter“, so Brune.

 

Die AOK Baden-Württemberg unterstützt ihre Versicherten mit verschiedenen Präventionsangeboten dabei, sich regelmäßig zu bewegen und dadurch ihre Gesundheit aktiv zu verbessern. Weitere Informationen dazu finden sich unter anderem bei den Kursangeboten im Internet unter www.aok.de.

 

Quelle: Die repräsentative Online-Umfrage wurde vom Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der AOK Baden-Württemberg durchgeführt. Befragt wurden zwischen dem 29. Juni und dem 12. Juli 2018 insgesamt 1010 nach einem systematischen Zufallsverfahren ausgewählte Internetnutzer ab 18 Jahren in Baden-Württemberg.

 

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