Frühzeitige Grippeimpfung für Menschen ab 60

Vorbeugende Spritze schützt vor Influenzaerkrankung

Datum: 03.11.2016 / Kategorie: Gesundheitstipps

Stuttgart

Die Grippezeit rückt näher und besonders für Menschen ab 60 Jahren besteht dann ein deutlich erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe. Die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut (STIKO) empfiehlt besonders diesem Personenkreis eine Grippeimpfung. Zumal die Zahl der an Grippe erkrankten Versicherten der AOK Baden-Württemberg von 2011 bis 2015 jährlich um 20 Prozent gestiegen ist. Die freiwillige Impfung gegen Influenza ist nach wie vor die wirksamste Form der Grippevorbeugung. Das zeigt die AOK-Faktenbox, die auf www.aok-bw.de/faktenboxen veröffentlicht ist. Die Südwest-AOK übernimmt die Kosten für die Schutzimpfung für ihre Versicherten ohne Einschränkung.

„Bei Menschen, deren Abwehrsystem bereits durch eine Grippeinfektion geschwächt ist, kann zusätzlich eine oft lebensbedrohliche Lungenentzündung auftreten. 90 von 100 Grippetoten sind älter als 60 Jahre”, sagt PD Dr. Sabine Knapstein, Ärztin und Psychotherapeutin bei der Südwest-AOK. Die Grippeschutzimpfung könne die Erkrankungsraten um bis zu 50 Prozent verringern und bei Menschen über 60 Jahren auch das Risiko senken, an einer Grippeinfektion zu sterben. Wie wichtig die vorbeugende Spritze für ältere Menschen sein kann, belegen Studien, die in die AOK-Faktenbox eingeflossen sind.

In der in Zusammenarbeit mit dem Harding-Zentrum für Risikokompetenz am Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsforschung erstellten Faktenbox zeigt sich, dass nur 17 bis 45 von je 1.000 Senioren, die geimpft waren, binnen eines Jahres eine bestätigte Influenzaerkrankung hatten. Dagegen hatten 42 bis 128 von je 1.000 Senioren, die eine Scheinimpfung erhielten, eine Influenzaerkrankung.

Die Zahl der an Grippe erkrankten Versicherten der AOK Baden-Württemberg ist von 2011 bis 2015 jährlich um 20 Prozent gestiegen. Ein Grund mehr, dass sich vor allem die Menschen mit einer geschwächten Immunabwehr schützen sollten. Dazu zählen Säuglinge und Kleinkinder, deren Immunsystem noch nicht ausgereift ist, sowie Senioren ab 60 Jahren und chronisch kranke Menschen aller Altersgruppen. Auch Schwangeren wird ab Beginn des zweiten Schwangerschaftsdrittels zur Impfung geraten.

Von insgesamt 74.437 Versicherten, die im vergangenen Jahr ambulant oder stationär mit Grippesymptomen behandelt wurden, waren 11.548 älter als 60 Jahre. „Dieser Altersgruppe empfehlen wir seit vielen Jahren, sich rechtzeitig gegen Influenza zu schützen“, sagt PD Dr. Sabine Knapstein.

Die Südwest-AOK hat auch in diesem Jahr wieder federführend für alle gesetzlichen Krankenkassen in Baden-Württemberg Vorkehrungen getroffen und ist gegen eine mögliche Influenzawelle gut gerüstet. So stehen aktuell 1,16 Millionen an rabattierten Grippeimpfdosen für die Versorgung der Versicherten zur Verfügung. Weitere Anlieferungen erfolgen nach Bedarf. Die AOK Baden-Württemberg übernimmt die Kosten für die Schutzimpfung für ihre Versicherten ohne Einschränkung.

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