Geriatrische Rehabilitation

AOK Baden-Württemberg schreibt Forschungsvorhaben zur Verbesserung der Versorgungssituation aus

Datum: 17.09.2013 / Kategorie: Sonstiges

Stuttgart

Die AOK Baden-Württemberg bekennt sich zu der herausragenden Rolle der geriatrischen Rehabilitationseinrichtungen in der Versorgung älterer und multimorbider Patienten und Patientinnen. Um die Existenz der bundesweit vorbildlichen geriatrischen Rehabilitationsstrukturen in Baden-Württemberg zu sichern, beschreitet die AOK Baden-Württemberg einen eigenen, innovativen Weg. Ziel ist es, die ärztlichen, therapeutischen und pflegerischen Leistungen in der geriatrischen Rehabilitation angemessen zu vergüten und damit den Trägern entsprechender Einrichtungen eine Perspektive zu eröffnen. „Wir wollen in der geriatrischen Rehabilitation Behandlungskonzepte auf dem aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand entwickeln und an diesen eine leistungsgerechte Vergütung ausrichten“, so der Vorstandsvorsitzende der AOK Baden-Württemberg, Dr. Christopher Hermann.

Dieser Tage schreibt die größte gesetzliche Krankenkasse im Land deshalb europaweit die Entwicklung eines solchen Behandlungskonzepts aus. „AOK-proReha Geriatrie“ soll Therapieinhalte und –schritte klar definieren und eine qualifizierte und nachvollziehbare Leistungsbeschreibung vornehmen. Auch die sich daraus herleitende Vergütung, wird durch ein unabhängiges Institut ermittelt. „Mit ´AOK-proReha Geriatrie´ ist die AOK Baden-Württemberg auch hier die einzige Krankenkasse, die sich innovativ engagiert“, so Hermann weiter.

„AOK-proReha Geriatrie“ soll auf der Basis neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse in mehreren Schritten entwickelt werden und dabei auch ambulante und mobile Reha-Formen mit berücksichtigen. Den Beginn macht die Behandlung des Oberschenkelhalsbruchs (Indexdiagnose S72). Neben der Entwicklung wird als zweites Los auch die Evaluation des Konzeptes ausgeschrieben. Die AOK Baden-Württemberg könne bei diesem Projekt an hervorragende Erfahrungen anknüpfen, die sie in der orthopädischen Rehabilitation mit „AOK-proReha“ nach Hüft und Knie-TEPs (Einsetzen von künstlichen Hüft- und Kniegelenken) gesammelt hat.

Geriatrische Rehabilitation leistet einen wichtigen Beitrag, Pflegebedürftigkeit zu verhindern und dient dazu, zu vermeiden, dass ein älterer Mensch ins Pflegeheim muss. Der Erfolg ist unbestritten. Viele Patienten konnten trotz zumeist schwerer Erkrankung (beispielsweise Sturzfraktur oder Schlaganfall) nach der geriatrischen Rehabilitation wieder nach Hause entlassen werden. Dank eines vorausschauenden Geriatriekonzepts, das seit Anfang der 90er Jahre umgesetzt wird, verfügt Baden-Württemberg über eine überdurchschnittlich gute Struktur in diesem Bereich. Allerdings waren die geriatrischen Rehabilitationseinrichtungen in den letzten Jahren zunehmend strukturell und finanziell gefährdet. Dies fand seinen Ausdruck darin, dass einige Träger ihre Standorte geschlossen hatten oder dies beabsichtigen. „AOK-proReha Geriatrie“ wirkt dieser Entwicklung entgegen und sichert die geriatrische Rehabilitationsstruktur im Land für die Zukunft.

Hinweis an die Redaktionen:

Am Mittwoch, 18. September 2013, spricht Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg, auf dem 22. Geriatrietag des Landes Baden-Württemberg im Haus der Wirtschaft in Stuttgart. Weitere Informationen und das Programm finden Sie hier.

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