Geriatrische Versorgungsstrukturanalyse Baden-Württemberg: AOK-Chef fordert „klaren Blick für die Besonderheiten der Regionen“

2035 wird es in Baden-Württemberg über 1,14 Millionen Geriatrie-Patienten geben

Datum: 25.07.2019 / Kategorie: Wissenschaft / Statistiken / Studien / Zahlen

Stuttgart

„Die Zahl geriatrischer Patienten wird in Baden-Württemberg bis 2035 auf über 1,14 Millionen steigen. Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen städtischen und ländlichen Regionen“, so Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg, zu Ergebnissen einer aktuellen Analyse der geriatrischen Versorgungsstrukturen in Baden-Württemberg. Die Untersuchung sage für Stuttgart einen Anstieg im Vergleich zu 2012 von rund 27 Prozent vorher, für den ländlich geprägten Kreis Schwäbisch Hall dagegen von über 60 Prozent und für den Kreis Tübingen sogar von 68 Prozent.

 

„Als große Versorgerkasse leiten wir aus solchen Zahlen den Auftrag ab, dass wir die alternde Gesellschaft nur mit einem klaren Blick für die regionalen Besonderheiten nachhaltig versorgen können“, sagt der AOK-Chef. „Bundesweite Gleichmacherei, wie sie die Zentralisierungsbestrebungen des Bundesgesundheitsministers mit sich bringen würden, versagt vor den Notwendigkeiten in den Regionen.“

 

Baden-Württembergs Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha unterstreicht die Notwendigkeit einer bedarfsgerechten und regional angepassten Versorgung: „Die Versorgungsstrukturanalyse gibt uns Hinweise darauf, dass die geriatrischen Patientinnen und Patienten noch zu häufig in einer für sie nicht geeigneten Rehabilitationseinrichtung behandelt werden. Wichtig ist daher, dass die Steuerung im Entlassmanagement der Kliniken und auch bei den Hausärztinnen und Hausärzten noch besser wird. Hierzu braucht es auch mehr ambulante, mobile und wohnortnahe Reha-Angebote sowie Kurzzeitpflegeplätze mit rehabilitativem Ansatz“, betont Lucha.

 


Hinweis an die Redaktionen:

Die Untersuchung der geriatrischen Versorgungsstrukturen ließen die AOK Baden-Württemberg und das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg von der PMV Forschungsgruppe Köln und dem Universitätsklinikum Freiburg durchführen.

 

 

 

 

 

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