Größtes Endoprothesenregister in Europa ist gestartet

Das Modellprojekt AOK-proReha der AOK Baden-Württemberg rundet die Versorgung ab.

Datum: 07.04.2011 / Kategorie: Krankenhäuser

Stuttgart

Rund 390.000 künstliche Knie- und Hüftgelenke werden in Deutschland jährlich implantiert. Mit dem gestern gestarteten Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) wird sich die Versorgung nun weiter verbessern. Im EPRD werden Behandlungsdaten gesammelt und wissenschaftlich ausgewertet. Die Analysen sollen Erkenntnisse über die jährlich rund 35.000 Wechseloperationen bringen. Nach der Operation kommt es dann vor allem auf die richtige Rehabilitationsmaßnahme an. Patienten sollen schnell und dauerhaft wieder auf die Beine kommen. Das Modellprojekt proReha der AOK Baden-Württemberg sorgt mit seinem Behandlungskonzept für eine verbesserte Versorgung im Land.

Das EPRD soll herausfinden, ob etwa ein erneuter Eingriff Komplikationen beim Einbau oder frühzeitigem Verschleiß geschuldet war. Daraus ableitend kann die Behandlungsqualität zukünftig gesteigert und letztendlich auch Kosten beispielsweise durch weniger Wechseloperationen eingespart werden. „Produktmängel kennt man beim Auto. Es gibt sie aber auch bei Implantaten. Künftig hilft uns das EPRD, leichter als bisher, Schwachstellen bei Prothesen festzustellen und somit eine hohe Qualität in der Versorgung sicherzustellen“, erklärt Dr. Rolf Hoberg, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg. „Das EPRD schließt eine Lücke zu Beginn der Versorgung. Jetzt kann man sagen, dass bei der Prothesenversorgung eine höchstmögliche Qualität erreicht wurde“, so Hoberg.

Insbesondere die Rehabilitation, also die Behandlung nach einer Operation, sei in Baden-Württemberg – zumindest für AOK-Ver-sicherte – bereits auf höchstem Niveau angekommen. Hoberg: „Mit unserem Projekt proReha, welches wir vor knapp drei Jahren ins Leben gerufen haben, ist es uns gelungen, mehr Qualität, Transparenz und Sicherheit für alle Beteiligten in die Rehamaßnahme zu bringen.“ Bei proReha erhält der Patient zu Beginn seiner Behandlung eine konkrete Übersicht, welche Anwendungen und Therapien für ihn individuell auf Basis aktuellster Leitlinien geplant sind. Dadurch kann er sich noch aktiver an seiner Behandlung beteiligen und wird somit stärker in den Heilungsprozess eingebunden, der dadurch beschleunigt wird.

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