Im Auslandsurlaub

Die "Reiseapotheke" gehört ins Handgepäck

Datum: 27.07.2011 / Kategorie: Krankenversicherung im Ausland

Stuttgart

Im Stress letzter Reisevorbereitungen gehen wichtige Dinge manchmal unter – zum Beispiel das Durchchecken der Reiseapotheke. Das sollten aber vor allem Auslandsurlauber gründlich tun, rät die AOK Baden-Württemberg. Denn gerade im Ausland gehört die Reiseapotheke zu den wirklich unentbehrlichen Dingen.

Was zur Grundausstattung einer Reiseapotheke gehört, erläutert Dr. med. Martin Lay, Arzt für Allgemeinmedizin: „Die Reiseapotheke sollte Mittel gegen Fieber, (Kopf-)Schmerzen und Durchfall, außerdem Sonnenschutzcremes, Insektenabwehrmittel, sowie – ähnlich wie das Notfallset fürs Auto – Pflaster und sonstiges Verbandmaterial, darunter auch elastische Binden und sterile Kompressen, enthalten, ebenso eine kleine Schere, eine Pinzette, Sicherheitsnadeln, ein Fieberthermometer in bruchsicherer Hülle sowie Desinfektionsmittel und Salben zur Behandlung von Schürfwunden und anderen Verletzungen, z. B. auch Verbrennungen.“

Chronisch Kranke, die unter Dauermedikation stehen, sollten ein ausreichendes Kontingent der verordneten Arzneimittel mitnehmen, ggf. auch Medikamente für mögliche Krisen bzw. Notfälle, so der Arzt weiter. Und natürlich müsse darauf geachtet werden, dass das Verfallsdatum von Medikamenten und Salben, die man der eigenen „Hausapotheke“ entnehme, nicht abgelaufen sei.

Die Reiseapotheke müsse in einem bruch- und temperatursicheren Behältnis untergebracht werden. Und sie müsse jederzeit greifbar sein. „Die Reiseapotheke gehört deshalb ins Handgepäck“, betont Dr. Lay. Im Handgepäck sollten außerdem wichtige Gesundheitsdokumente, wie zum Beispiel ein Gesundheitspass mit möglichen Warnhinweisen für Ärzte und ein Impfausweis, mitgeführt werden. Anhand des Impfausweises sollte man den Impfstatus überprüfen. Wichtig sei vor allem ein Impfschutz gegen Tetanus.

Weiter empfiehlt der Arzt vor allem chronisch Kranken, sich über die medizinische Versorgung am Urlaubsort zu informieren: Wo liegt das nächstgelegene Krankenhaus? Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es dort? Steht ein deutschsprachiger Arzt zur Verfügung?

Für den Fall einer notwendigen medizinischen Behandlung im Ausland sollten gesetzlich Krankenversicherte die Europäische Krankenversichertenkarte (EHIC) und ggf. einen Auslandskrankenschein mit sich führen. Die EHIC ist innerhalb der EU sowie in Island, Kroatien, Liechtenstein, Mazedonien, Norwegen und in der Schweiz gültig. Bei der Krankenversichertenkarte mit Bild ist die EHIC bereits als fester Bestandteil integriert (Rückseite). In einigen weiteren Ländern, die ein Sozialversicherungsabkommen mit Deutschland abgeschlossen haben, ist eine medizinische Behandlung auf Auslandskrankenschein möglich. Zu diesen Ländern gehören Bosnien-Herzegowina (Föderationsgebiet). Bosnien-Herzegowina (Republik Srpska), Montenegro, Serbien, die Türkei und Tunesien.

AOK-Versicherte können den Auslandskrankenschein sowie die EHIC-Karte – sollte sie verlorengegangen sein – bei jeder AOK-Geschäftsstelle in Baden-Württemberg anfordern.

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