Jedem 2. Patienten hilft die ärztliche Zweitmeinung

AOK erweitert Zweitmeinung auf Kardiologie und Herzchirurgie

Datum: 10.06.2013 / Kategorie: AOK-Angebote und Leistungen

Stuttgart

Stuttgart, 10.06.2013 Die AOK Baden-Württemberg hat das Angebot der strukturierten ärztlichen Zweitmeinung jetzt um Kardiologie und Herzchirurgie weiter ausgebaut. Damit werden zwei neue wichtige Bereiche – neben den bereits bestehenden Orthopädie, Onkologie und Urologie – für Versicherte der AOK-Baden-Württemberg nutzbar gemacht. „Die ärztliche Zweitmeinung bringt höhere Sicherheit gerade dann, wenn es um schwierige medizinische Entscheidungen geht. Die bisherigen Ergebnisse, wonach es bei über der Hälfte der Patienten ergänzende oder alternative Therapievorschläge gibt, bestätigen dies,“ so Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg. Wie wichtig die Bereiche Kardiologie und Herzchirurgie seien, zeige nicht zuletzt der Blick auf die Zahlen. Für 2011 gingen nach Auswertung des statistischen Landesamtes allein 40 Prozent der Todesfälle in Baden-Württemberg auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurück. Rund 12.000 Versicherte der AOK-Baden Württemberg erlitten 2012 einen Herzinfarkt.

Die strukturierte ärztliche Zweitmeinung erfolgt ausschließlich auf Wunsch eines Versicherten. „Wir verzeichnen eine zunehmende Nachfrage unserer Versicherten nach objektiver, hochwertiger und zeitnaher Unterstützung bei lebensverändernden Diagnosen, der wir mit der weiter ausgebauten strukturierten ärztlichen Zweitmeinung noch besser nachkommen“, betont Hermann.

Rund 4500 Zweitmeinungsanfragen gingen seit Einführung 2009 bei der AOK Baden-Württemberg ein. Jede dritte Anfrage führte zu einer Vorstellung bei einem Zweitmeinungsexperten. Die Versicherten erhalten dort innerhalb von maximal 14 Tagen einen Termin. Im Bereich Orthopädie kam es in 60 Prozent zu ergänzenden oder alternativen Therapievorschlägen, im Bereich Onkologie in 45 Prozent und im Bereich Urologie in 46 Prozent der Fälle. Mehr als 90 Prozent der Versicherten, die die Zweitmeinung in Anspruch genommen haben, würden diese auch weiterempfehlen.

33 hochkarätige Experten stellen im Land die exzellente Qualität Zweitmeinung sicher. Seit dem 1. Juni 2013 nunmehr auch neun namhafte Experten der Kardiologie und Herzchirurgie. Darunter auch Prof. Dr. med. Jürgen Ennker, Ärztlicher Direktor der Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie im Herzzentrum Lahr/Baden: „Ich begrüße es, dass die AOK Baden-Württemberg auch im besonders sensiblen Bereich der Herzchirurgie die Zweitmeinung etabliert. Bei Bypasschirurgie, Herzklappenchirurgie und Chirurgie angeborener Herzfehler im Erwachsenenalter gibt es zahlreiche Alternativen in der Therapie, die mit unterschiedlichen Risiken behaftet sind. Hier sind die Patienten auf eine ärztliche Empfehlung angewiesen, eine Zweitmeinung bringt hier mehr Sicherheit und gibt den Patienten ein besseres Gefühl“, so Ennker.

Prof. Dr. med. Meinrad Paul Gawaz, Ärztlicher Direktor der Klinik für Kardiologie und Kreislauferkrankungen am Universitätsklinikum Tübingen: „Auch aufgrund der immer älter werdenden Bevölkerung ist eine weitere Zunahme von Herz-Kreislauferkrankungen zu erwarten. Es gibt in diesem Bereich ständig Innovationen in der Behandlung zu verzeichnen. Die Zweitmeinung hilft dabei, dass mehr Patienten von diesen Fortschritten profitieren, denn die Innovationsdichte ist nicht überall gleich hoch“, betont Gawaz.

Zusatzinfos für die Redaktionen:

Die strukturierte ärztliche Zweitmeinung kann neu in Anspruch genommen werden:

Zweitmeinung Kardiologie bei

- Herzrhythmusstörungen

- Herzschwäche

- Koronare Herzkrankheit (KHK)

- Herzklappendefekte

- Zustand nach Herzinfarkt

- Zustand nach Herzinnenhautentzündung (Endokarditis)

- Zustand nach Herzmuskelentzündung

- Herzmuskelerkrankungen (Kardiomyopathien)

- Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern

Zweitmeinung Herzchirurgie bei

- Bypasschirurgie (inklusive sämtlicher minimal invasiver Techniken)

- Herzklappenchirurgie (inklusive sämtlicher minimal invasiver Techniken)

- Chirurgie angeborener Herzfehler im Erwachsenenalter

Experten aus dem Bereich Kardiologie

- Prof. Dr. med. Christoph Bode, Ärztlicher Direktor der Klinik für Kardiologie und Angiologie, Herzzentrum Bad Krozingen/Freiburg

- PD Dr. med. Ralph Bosch, Cardio Centrum Ludwigsburg-Bietigheim

- Prof. Dr. med. Meinrad Paul Gawaz, Ärztlicher Direktor der Klinik für Kardiologie und Kreislauferkrankungen, Universitätsklinikum Tübingen

- Dr. med. Winfried Haerer, Herzklinik Ulm

- Prof. Dr. med. Eberhard von Hodenberg, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Innere Medizin, Herzzentrum Lahr/Baden

Experten aus dem Bereich Herzchirurgie

- Prof. Dr. med. Jürgen Ennker, Ärztlicher Direktor der Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie am, MediClin Herzzentrum Lahr/Baden

- Prof. Dr. med. Nicolas Doll, Ärztlicher Direktor der Sana Herzchirurgie Stuttgart

- Prof. Dr. med. Andreas Liebold, Ärztlicher Direktor der Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie am Zentrum für Chirurgie des Universitätsklinikums Ulm

- Prof. Dr. med. Christian Schlensak, Ärztlicher Direktor der Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie am Universitätsklinikum Tübingen

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