Jetzt Zuhause bessere Nachsorge für Frühchen und schwerkranke Kinder

Südwest-AOK erhöht Vergütung des Bunten Kreises deutlich

Datum: 21.09.2018 / Kategorie: Versorgung in Baden-Württemberg

Stuttgart/Augsburg

Fast 900 Babys kommen jährlich in Baden-Württemberg als Frühchen mit einem Geburtsgewicht von weniger als 1250 Gramm zur Welt. Sie werden im Land an 21 spezialisierten Kliniken stationär betreut und können meist nach einigen Monaten nach Hause entlassen werden. Für den guten Übergang vom Krankenhaus in die heimische Umgebung sorgt eine hochwertige sozialmedizinische Nachsorge, die seit 2002 vom Bundesverband Bunter Kreis organisiert wird. Die Kosten der Leistungen übernimmt für ihre Versicherten die AOK Baden-Württemberg. Der jetzt neu geschlossene Vergütungsvertrag sieht bis 2021 eine Erhöhung der bisherigen Vergütung von über 27 Prozent vor. Im Durchschnitt stehen dann pro Kind bis zu 1.800 Euro jährlich für Nachsorgemaßnahmen zur Verfügung.

 

Die sozialmedizinische Nachsorge hilft Familien mit Frühchen, schwerkranken oder chronisch kranken Kindern, die Übergangsphase zwischen dem Klinikaufenthalt und dem Alltag zu Hause zu bewältigen. Mit der Vergütung werden den Betreuungsteams dringend benötigte Hausbesuche ermöglicht, um den betreffenden Eltern mit oft sehr schwer erkrankten Kindern die teilweise aufwändigen Wege in die sozialmedizinischen Nachsorgeeinrichtungen zu ersparen. „Es ist uns ein großes Anliegen, für Familien und ihre Kleinsten in solchen Situationen wirklich mehr zu tun. Wir wollen damit auch die Teams würdigen, deren gute Arbeit jetzt durch noch mehr Zeit für die Familien und ihre schwierige Situation spürbar intensiver werden kann“, so der Vorstandvorsitzende der AOK Baden-Württemberg, Dr. Christopher Hermann.

 

Aktuell betreuen Bunter Kreis Einrichtungen etwa 300 Eltern und Kinder, die bei der AOK Baden-Württemberg versichert sind. „Durch die zusätzlichen Mittel können die Nachsorgemitarbeiterinnen und -mitarbeiter mehr Stunden bei den Familien zu Hause verbringen und auch mehr Familien in ländlichen Gebieten versorgen. Das sorgt im Ergebnis für noch bessere Unterstützung in der Krankheitsbewältigung“, so der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands Bunter Kreis, Andreas Podeswik. „Die Erfahrung hat gezeigt, dass zu Hause viele Fragen und Probleme auftauchen, die für die Familien in der Klinik noch nicht absehbar waren.“

 

Die Vergütung wird rückwirkend zum Jahresbeginn 2018 stufenweise über vier Jahre hinweg um insgesamt mehr als 27 Prozent erhöht.

 

2006 war die AOK Baden-Württemberg bundesweit die erste Krankenkasse, die Verträge über sozialmedizinische Nachsorge mit dem Bunten Kreis geschlossen und umgesetzt hat. Seit 2009 gehört die Nachsorge für schwerkranke Kinder zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen.

 


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