Kliniken: Konsolidierung für mehr Qualität fortsetzen

Mehr Sicherheit für Patientinnen und Patienten: Erste Positivtransparenzliste für Baden-Württemberg

Datum: 19.09.2018 / Kategorie: Krankenhäuser

Stuttgart

Die jüngsten Maßnahmen für mehr Qualität in Kliniken zeigen in Baden-Württemberg erste gute Ergebnisse. Dies geht aus der heute (19.09.2018) erstmals veröffentlichten Mindestmengen-Positivtransparenzliste der AOK Baden-Württemberg hervor. Demnach führen nur die Krankenhäuser im Land bestimmte Operationen durch, die gemessen an der Zahl der Eingriffe, also der Mindestmenge, auch tatsächlich die notwendige Erfahrung und Übung besitzen. Bislang sind bundesweit verbindliche Mindestmengen für sieben Bereiche festgelegt. „Mindestmengen sind ein gutes Instrument, um die Qualität der Behandlung zu sichern, wenn sie konsequent angewandt werden“, so Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg. Mit der vorgestellten Positivtransparenzliste erhielten die Menschen im Land eine wichtige Orientierung bei der Wahl ihres Krankenhauses.

 

„Die Versorgungsqualität in baden-württembergischen Krankenhäusern ist insgesamt gut“, so Hermann. Darauf dürfe man sich aber nicht ausruhen. „Im Interesse der Patientinnen und Patienten muss es weitergehende Mindestmengenvorgaben geben.“ Dazu sollten auf Grundlage wissenschaftlicher Studien bestehende Mindestmengen sinnvoll angehoben und neue für zusätzliche Leistungsbereiche eingeführt werden. Denn wissenschaftliche Studien zeigten, dass die Ergebnisqualität bei höheren Mindestmengenvorgaben noch verbessert werden könnte. So konnte für komplexe Eingriffe etwa an der Speiseröhre in den Niederlanden nach Anhebung der Mindestmengenfallzahl von zehn auf 20 Eingriffe pro Jahr die postoperative Krankenhaussterblichkeit auf vier Prozent reduziert werden. In Deutschland ist diese bei einer aktuellen Mindestmengenfallzahl von zehn Eingriffen pro Jahr doppelt so hoch. Und auch Mindestmengen beispielsweise in der Thoraxchirurgie helfen, die Qualität der Eingriffe und damit die Sicherheit für Patientinnen und Patienten zu steigern.

 

Bislang gelten verbindliche Mindestmengen für Leber- und Nierentransplantationen, komplexe Eingriffe an Speiseröhre und Bauchspeicheldrüse, künstliche Kniegelenke, Stammzelltransplantationen sowie die Versorgung von Frühchen mit einem Geburtsgewicht unter 1.250 Gramm.

 

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