Krampfadern an den Beinen sind mehr als ein Schönheitsproblem

Neuartige Methoden zur Entfernung von Krampfadern sind ambulant anwendbar – AOK übernimmt Kosten

Datum: 22.02.2013 / Kategorie: AOK-Angebote und Leistungen

Stuttgart

Wenn sich Blut in den Beinvenen staut, zeichnet sich das häufig in Form von Krampfadern ab. Krampfadern, auch Varizen genannt, sind „knotig“ erweiterte Venen. Sie sind optisch störend, können aber auch gesundheitliche Folgen wie Venenentzündungen oder Thrombosen nach sich ziehen. Im Jahr 2011 unterzogen sich mehr als 16.000 Versicherte der AOK Baden-Württemberg einer Venenoperation, knapp 80 Prozent dieser Patienten konnten den Eingriff ambulant durchführen lassen. Hierbei spielen auch zwei neuartige ambulante Methoden, die sogenannte endovenöse Lasertherapie sowie die Radiofrequenzablation, eine große Rolle. Die Kosten dafür übernimmt jetzt die AOK im Rahmen ihrer Erweiterung des Leistungsspektrums.

„Bei typischen Beschwerden wie Schwere und Spannungsgefühl in den Beinen, abends dicker werdenden Beinen oder auch deutlich sichtbaren Krampfadern, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Dieser entscheidet, ob eine operative Entfernung der Krampfadern sinnvoll ist oder ob andere Maßnahmen möglich sind“, erklärt Dr. Gudula Kirtschig, Dermatologin bei der AOK Baden-Württemberg. Als Alternativen zum sogenannten „Venen-Stripping“, bei dem die Venen herausgezogen werden, kämen auch zwei neuartige Verfahren in Betracht, die in der Regel ambulant durchgeführt werden könnten: die endovenöse Lasertherapie und die Radiofrequenzablation. Vorteil dieser Methoden sei, dass weniger Narben zurückbleiben und die Patienten sofort wieder nach Hause können.

Entscheidet der Arzt, dass eine dieser Therapiemethoden anzuwenden ist, übernimmt die AOK Baden-Württemberg jetzt die Kosten auch für diese Eingriffe. Im Jahr 2011 hat die AOK Baden-Württemberg Kosten von rund 11 Millionen Euro für Venen-Operationen an mehr als 16.000 Versicherten übernommen.

Venen erfüllen, so die Dermatologin weiter, eine wichtige Aufgabe: „durch sie wird das Blut zum Herzen zurücktransportiert. Viele Venen sind im Inneren mit Venenklappen versehen. Wenn diese nicht mehr vollständig schließen, wie z. B. bei einer angeborenen Schwäche des Bindegewebes, staut sich das Blut in den Beinen. Die Folge können Krampfadern sein. Krampfadern können auch nach Thrombosen oder in der Schwangerschaft entstehen. Zu viel Stehen und Übergewicht können Krampfadern begünstigen, weiterhin spielt eine familiäre Veranlagung eine Rolle.“

Um Krampfadern vorzubeugen, empfiehlt die AOK-Expertin folgende Maßnahmen: Langes Stehen und Sitzen vermeiden, zwischendurch immer wieder ein paar Schritte gehen und auch Liegen wirkt vorbeugend. Ist längeres Stehen unvermeidlich, zwischendurch immer wieder die „Muskelpumpe“ aktivieren, indem man sich kurz auf die Zehenspitzen stellt oder auch einfach die Fußknöchel bewegt. Beine sollte man beim Sitzen nicht übereinander schlagen und immer wieder hochlegen. Empfehlenswert ist Sport wie Radfahren und Walken, hierdurch werden die Muskeln gekräftigt, die helfen, das Blut zum Herz zu pumpen. Auch Wechselduschen und Bürstenmassage beugen Krampfadern vor.

Kontakt zur Pressestelle

AOK Baden-Württemberg Pressestelle

Kontaktdaten der AOK Baden-Württemberg Pressestelle

E-Mail: presse@bw.aok.de
Telefon: 0711 2593-229
Telefax: 0711 2593-100

Presselstraße 19
70191 Stuttgart