Krankenhaus-Report 2011:

AOK: Krankenhäuser in Baden-Württemberg arbeiten zunehmend wirtschaftlicher.
Qualität muss gewährleistet bleiben.

Datum: 03.03.2011 / Kategorie: Krankenhäuser

Stuttgart

Baden-Württembergs Kliniken arbeiten im Zuge des Strukturwandels im Krankenhaussektor zunehmend wirtschaftlicher. Nach Daten des Krankenhaus-Reports 2011 nehmen Bettendichte und Verweildauer ab. „Das sind positive Signale, die allerdings nicht zulasten der Qualität gehen dürfen“, kommentiert der Vorstandsvorsitzende der AOK Baden-Württemberg, Dr. Rolf Hoberg, die Entwicklung der Krankenhausdaten aus dem Jahr 2008, die im jüngsten Krankenhaus-Report analysiert wurden. „Beides ist wichtig“, so Hoberg. „Die Behandlungsqualität muss stimmen, und die Kliniken müssen wirtschaftlich arbeiten können.“

Wie aus dem Report 2011 hervorgeht, lag die Zahl der Betten je 100.000 Einwohner im Berichtsjahr 2008 in Baden-Württemberg mit 551 um 1,3 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die höchste Bettendichte wurde dabei im Bereich der inneren Medizin (166) festgestellt, gefolgt von der Chirurgie (121) und der Frauenheilkunde und Geburtshilfe (45). Die Zahl der Krankenhausfälle stieg leicht um 0,9 Prozent auf 18.397 (Bundesdurchschnitt: 21.297) Fälle je 100.000 Einwohner. Bei der Zahl der Krankenhäuser im Land gab es mit 297 Kliniken keine Veränderungen. In ganz Deutschland wurden im Berichtszeitraum 2.083 Kliniken gezählt. Von bundesweit 798.000 Vollzeitkräften waren 102.784 in baden-württembergischen Kliniken beschäftigt, von denen wiederum 16.021 ärztliche Vollkräfte waren und weitere 35.973 im Pflegedienst arbeiteten. Im Durchschnitt betreute eine Vollkraft im Jahr 2008 im Pflegedienst 449 (Bundesdurchschnitt: 474) Betten, eine ärztliche Vollkraft 1.008 (1.113) Betten.

Unverändert gegenüber dem Vergleichszeitraum blieb mit 74,5 Prozent auch die durchschnittliche Bettenauslastung. Hier gibt es nach Worten Hobergs noch einiges zu tun: „Mit diesem Wert liegt Baden-Württemberg unter dem Bundesdurchschnitt von 77,4 Prozent.“ Den Autoren des Reports zufolge gilt in vielen Bundesländern eine Bettenauslastung von 85 Prozent als Maßstab für eine bedarfsgerechte Versorgung der Bevölkerung. „Allerdings steckt der Teufel im Detail“, so Hoberg weiter. Eine genaue Betrachtung zeige deutliche Unterschiede je nach Größe der Krankenhäuser oder auch unter den einzelnen Fachabteilungen.

Die Verweildauer der Patienten in baden-württembergischen Kliniken nahm 2008 gegenüber dem Vorjahr um 1,9 Prozent auf durchschnittlich 8,2 Tage ab. In ganz Deutschland verringerte sich die durchschnittliche Verweildauer 2008 um 2,2 Prozent gegenüber dem Jahr davor auf durchschnittlich 8,1 Tage.

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