Land bei Organspenden Schlusslicht - AOK ruft zu mehr Organspenden auf

Allein in Baden-Württemberg stehen rund 1.400 Menschen auf der Warteliste

Datum: 04.06.2010 / Kategorie: Sonstiges

Stuttgart

Im Jahr 2009 ist die bundesweite Zahl der Organspenden im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen. Insgesamt wurden rund 3.900 Organe zur Verfügung gestellt. Im bundesweiten Durchschnitt gab es 14,9 Spenden pro einer Million Einwohner. Mit nur 11,8 Spenden pro einer Million Einwohner bildet Baden-Württemberg das Schlusslicht unter den Bundesländern. Zum Tag der Organspende am 5. Juni 2010 unterstützt die AOK Baden-Württemberg deshalb den Aufruf des Ministeriums für Arbeit und Soziales an die Bevölkerung, mit einem Organspendeausweis die Bereitschaft zur Organspende zu dokumentieren. Der Tag der Organspende steht unter dem Motto: „Richtig. Wichtig. Lebenswichtig!“

„Bei einer Warteliste von rund 12.000 Menschen bundesweit ist die Entwicklung des Jahres 2009 als sehr kritisch einzustufen“, sagt Dr. Rolf Hoberg, Vorstandschef der AOK Baden-Württemberg. „Dass in Deutschland jährlich etwa 1.000 Menschen sterben, weil sie vergeblich auf die rettende Organspende warteten, zeigt, wie dringlich dieses Thema ist. Deshalb müssen, besonders auch in Baden-Württemberg, wo etwa 1.400 Menschen auf der Warteliste stehen, alle Anstrengungen unternommen werden, um die Zahl der Organspenden deutlich zu erhöhen. Vor allem ist die Bevölkerung aufgerufen, sich bewusst mit dem Thema Organspende auseinanderzusetzen. Denn einer der Hauptgründe des Mangels an Spenderorganen liegt darin, dass viel zu wenige Menschen ihre Bereitschaft zur Organspende mit einem Organspendeausweis dokumentieren lassen.“

Dabei ist die Bereitschaft zur Organspende in der deutschen Bevölkerung nicht gering. Umfragen zufolge wären rund 70 Prozent der Deutschen dazu bereit, aber nur etwa 12 Prozent besitzen auch einen Organspendeausweis. Hoberg: „Nur wenn ein Organspendeausweis vorliegt, ist sichergestellt, dass die Organe eines potentiellen Organspenders auch wirklich gespendet werden dürfen. Liegt kein Organspendeausweis vor, müssen die nächsten Angehörigen befragt werden und diese verweigern in einer für sie sehr schweren Situation erfahrungsgemäß oft ihre Zustimmung.“

Hoberg weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass in einem Organspendeausweis auch die Entnahme bestimmter Organe ausgeschlossen werden darf und dass die Spendebereitschaft jederzeit widerrufen werden kann, indem der Organspendeausweis vernichtet wird.

Organspendeausweise können in den KundenCentern der AOK überall in Baden-Württemberg angefordert werden.

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