„Lebe Balance“ der AOK Baden-Württemberg: Erstes umfassendes Präventionsprogramm für psychische Gesundheit in Deutschland startet am 7. Oktober

Wissenschaftlicher Leiter Prof. Dr. Martin Bohus: Stress kann gesund sein – wenn man richtig damit umgeht

Datum: 26.09.2013 / Kategorie: Sonstiges

Stuttgart

Am 7. Oktober beginnt „Lebe Balance“, das Präventionsprogramm der AOK Baden-Württemberg für psychische Gesundheit. Die landesweite Gesundheitsaktion richtet sich an gesunde Menschen ab 20 Jahren. Ziel von Lebe Balance ist es, die Anfälligkeit für psychische Störungen zu senken, indem Menschen lernen, ihre persönlichen Schutzfaktoren zu stärken und ihr Leben intensiver nach ihren Werten auszurichten“, sagt der wissenschaftliche Leiter Prof. Dr. Martin Bohus. Den Anfang machen regionale Auftaktveranstaltungen. Diesen folgen landesweit rund 500 Lebe-Balance-Seminare, die bis Dezember dauern.

Prof. Dr. Martin Bohus, ärztlicher Direktor am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim ist der Leiter des Expertenteams aus renommierten Wissenschaftlern und Psychologen, das Lebe Balance exklusiv für die AOK Baden-Württemberg entwickelt hat. Dem Team gehören weiter Prof. Dr. Mathias Berger, Dipl. Psych. Lisa Lyssenko (beide Universitätsklinikum Freiburg) und Dipl.-Psych. Michael Wenner (Freiburg) an. Das Programm beruht auf den neuesten Erkenntnissen der Forschung über die Widerstandsfähigkeit von Menschen (Resilienz) und der Psychotherapieforschung. „Lebe Balance ist weltweit das erste Gesundheitsprogramm, das die Erkenntnisse dieser Forschungsansätze miteinander verknüpft mit dem Ziel, die Menschen darin zu unterstützen, sich selbst und dem Leben achtsam zu begegnen und Veränderungen aktiv anzugehen“, erläutert Bohus.

„Seit nunmehr 25 Jahren gehört gezielte Gesundheitsförderung zum Markenkern der AOK Baden-Württemberg“, sagt Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg. „Die rasante Zunahme an psychischen Erkrankungen wie Erschöpfung, Burnout oder Depression hat uns nun veranlasst, auch für die Gesunderhaltung der Psyche weit im Vorfeld einer Erkrankung ein maßgeschneidertes, wissenschaftlich fundiertes und lebensnahes Präventionsprogramm anzubieten.“ Mit Lebe Balance habe die AOK Baden-Württemberg unter allen Krankenkassen in Deutschland die Nase vorn und erweise sich – wie schon zuvor bei den Themen Bewegung, Ernährung und Stressmanagement – erneut als innovativer Vorreiter. „Keine andere Krankenkasse verfügt über ein vergleichbares Gesundheitsprogramm.“ Mit Informationen, einem Buch, einer Audio-CD, Veranstaltungen und den Seminaren bieten sich den AOK-Versicherten und darüber hinaus allen Interessierten vielfältige Möglichkeiten, an Lebe Balance teilzunehmen und sich mit innerer Stärke und Achtsamkeit auseinanderzusetzen. „Wir wollen möglichst viele Menschen auf unterschiedlichen Ebenen erreichen“, so Hermann.

Lebe Balance soll möglichen psychischen Störungen vorbeugen und richtet sich an gesunde Menschen. „Es geht darum, es erst gar nicht zu einer stressbedingten Erkrankung kommen zu lassen“, sagt Siegmar Nesch, Vorstandsvize der AOK Baden-Württemberg. „Wir wissen um die Vorteile guter Präventionsangebote“, so Nesch. „Bei der AOK Baden-Württemberg hat dieser Bereich in den letzten Jahrzehnten immer mehr an Bedeutung gewonnen.“ Mittlerweile lernen jährlich 62.000 Teilnehmer bei rund 6.200 Kursen, gesünder zu leben. „Ich bin mir sicher, dass wir mit Lebe Balance noch mehr Menschen motivieren können, aktiv etwas für ihre Gesundheit zu tun“, sagt Nesch. Dafür spreche schon die große Resonanz der AOK-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die interne Informationsveranstaltungen besucht haben. „1.600 AOK-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich bereits jetzt zu einem internen Seminar angemeldet.“

Das Thema Burnout hat in den letzten Jahren in der Öffentlichkeit stark an Bedeutung zugenommen. In einer Studie der Bundespsychotherapeutenkammer „Psychische Erkrankungen und Burnout“ aus dem vergangenen Jahr zeigt sich, dass die Zahl der Krankschreibungen aufgrund eines Burnouts seit 2004 um 700 Prozent, die Anzahl der betrieblichen Fehltage gar um 1.400 Prozent gestiegen ist. Erhebungen der AOK Baden-Württemberg über die Ursachen von Arbeitsunfähigkeit ihrer Versicherten weisen in eine ähnliche Richtung: Mit einem Anteil um die zehn Prozent der Krankheitstage insgesamt liegen die psychischen Erkrankungen mittlerweile an dritter Stelle aller Erkrankungen und sind besorgniserregend hoch.

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