Mehr Geld für Krankenhäuser

AOK: Zahlungen steigen um 130 Millionen Euro im Land

Datum: 31.01.2011 / Kategorie: Krankenhäuser

Stuttgart

181 Krankenhäuser im Land bekommen vom 1. Februar an mehr Geld: „Um rund 130 Millionen Euro werden die Zahlungen der gesetzlichen Krankenkassen an die Krankenhäuser steigen“, sagt Dr. Rolf Hoberg, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg. Damit können die Krankenhäuser mit jährlichen Zahlungen in Höhe von 6,5 Milliarden Euro rechnen, von denen allein die AOK Baden-Württemberg rund 2,9 Milliarden trägt. Hoberg: „Die medizinische, pflegerische Versorgung auf hohem Niveau ist gesichert.“ Zu den Behandlungskosten kommen noch die Investitionskosten in Höhe von rund 335 Millionen Euro, die vom Land getragen werden.

„Das Land und die Kassen teilen sich die Kosten für die Gesundheitsversorgung. Das Land bezahlt Krankenhausbau und andere Investitionen, die Kassen die Behandlung“, erklärt Hoberg. Maßgeblich für die Abrechnung seien sogenannte Fallpauschalen, die wiederum auf einem „Landesbasisfallwert“ beruhen, der je nach Erkrankung mit einem bestimmten Faktor multipliziert werde.

Die AOK Baden-Württemberg hat jetzt gemeinsam mit den anderen Krankenkassen auf Landesebene mit der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft einen neuen Landesbasisfallwert für 2011 vereinbart: Dieser steigt am 1. Februar von 2962,81 Euro auf 2.970,00 Euro. „Die Krankenhäuser erhalten dadurch voraussichtlich 130 Millionen Euro mehr“, schätzt Hoberg. Einkalkuliert ist in den geschätzten Kostensteigerungen auch, dass vermutlich die Zahl der Krankenhausfälle weiter steigen wird.

Mit dem neuen Landesbasisfallwert und den darauf beruhenden Fallpauschalen sei gewährleistet, dass „die medizinische, pflegerische Versorgung der Patienten im Land auf hohem Niveau bleibt.“ Dies trotz der Unwägbarkeiten durch den Gesundheitsfonds, beispielsweise im Hinblick auf die unsichere Einnahmensituation der Krankenkassen. Hoberg: „In Baden-Württemberg trägt die AOK als größte Kasse mit 3,8 Mio. Versicherten mit ca. 2,9 Milliarden Euro den Löwenanteil der Krankenhausbehandlungskosten, die mit den Fallpauschalen bezahlt werden.“

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