Messe „Pflege und Reha“ (22.05. – 24.05.2012) - Baden-Württemberg ist Spitzenreiter bei der Pflegequalität

AOK: Grundlegende Pflegereformen notwendig

Datum: 22.05.2012 / Kategorie: Pflege und Rehabilitation

Stuttgart

Stuttgart, 22.05.2012 – Zum wiederholten Male bescheinigen die Transparenzberichte des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK), dass Baden-Württemberg Spitzenreiter in der Qualität der Pflege ist. „Wir sind stolz auf diesen ersten Platz, möchten uns aber keinesfalls auf dieser Leistung ausruhen. Wir wollen alles dafür tun, das bestehende hohe Niveau in der Pflege dauerhaft aufrechtzuerhalten“, betonen die Gesundheitsministerin Katrin Altpeter und der Vorstandsvorsitzende der AOK Baden-Württemberg Dr. Christopher Hermann bei ihrem gemeinsamen Besuch des AOK-Stands auf der Messe „Pflege und Reha“ in Stuttgart.

Im Auftrag der gesetzlichen Pflegekassen prüft der MDK kontinuierlich, ob die weit über 2000 ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen im Land die vereinbarten Qualitätsstandards erfüllen. „Somit können sich Pflegebedürftige und Angehörige mit Hilfe von Noten über die Qualität der Pflege informieren. Wichtig dabei ist, sich nicht allein auf die Gesamtnote der Transparenzberichte zu verlassen, sondern sich auch die Einzelbewertungen anzusehen, um sich ein genaues Bild von den Einrichtung machen zu können“, so AOK-Vorstandschef Hermann. In Baden-Württemberg sind bereits 2.300 Transparenzberichte des MDK veröffentlicht worden, die auch im Internet über den AOK-Pflegenavigator abrufbar sind. Nach Angaben der AOK Baden-Württemberg erhielten die 1.262 geprüften stationären Einrichtungen vom "Pflege-TÜV" im Schnitt die Gesamtnote 1,1 und die 1045 geprüften ambulanten Einrichtungen die Gesamtnote 1,3. „Das sind im bundesweiten Vergleich erneut Spitzenwerte“, betont Gesundheitsministerin Altpeter. Regelmäßig wird zudem sichergestellt, dass sich die Qualitätsprüfungen der MDKs in den einzelnen Bundesländern nicht unterscheiden und somit Vergleiche zwischen den Regionen zulassen. „Die AOK Baden-Württemberg begrüßt darüber hinaus die bundesweit in Arbeit befindliche Überarbeitung und Anpassung der bisherigen Transparenzrichtlinien, um noch zielgenauer eine qualitativ hochwertige Pflege für die Pflegebedürftigen darstellen zu können“, erläutert AOK-Vorstandschef Hermann. „Mit der Überarbeitung müssen wichtige Pflegeparameter, wie beispielsweise Ernährung, Flüssigkeitsversorgung und Schutz vor Wundliegen stärker als bisher gewichtet werden.“

Um langfristig den Herausforderungen des demografischen Wandels begegnen zu können, seien außerdem grundlegende Reformschritte in der Pflegeversicherung unabdingbar, so Hermann weiter. „Das geplante Pflege-Neuausrichtungsgesetz der Bundesregierung ist nur ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Leistungsverbesserungen für Demenzkranke sowie Entlastungen für pflegende Angehörige begrüßen wir natürlich“, betont Hermann. „Allerdings kann von einer ‚Neuausrichtung’ der Pflege nicht die Rede sein. Insbesondere wurde erneut versäumt, die Pflegebedürftigkeit neu zu definieren.“ Die geplante Pflegereform, mit der unter anderem eine Beitragssatzerhöhung der Pflegeversicherung um 0,1 Prozentpunkte vorgesehen ist, soll 2013 in Kraft treten und befindet sich momentan im Gesetzgebungsprozess.

Hinweis für die Redaktionen:

Die Transparenzberichte der baden-württembergischen Einrichtungen sind im Pflegeheimnavigator der AOK Baden-Württemberg abrufbar unter www.aok-pflegeheimnavigator.de sowie im Pflegedienstnavigator unter www.aok-pflegedienstnavigator.de.

Im Bilderservice steht für Sie ein Foto von Sozialministerin Katrin Altpeter und dem Vorstandsvorsitzenden der AOK Baden-Württemberg, Herrn Christopher Hermann, zum Download bereit.

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