Mit dem „virtuellen“ Messer gegen den Krebs – AOK schließt Vertrag über alternative ambulante Strahlentherapie

Die AOK Baden-Württemberg hat mit dem RadioChirurgicum in Kooperation mit der Klinik am Eichert in Göppingen einen Vertrag zur Behandlung mit der innovativen Strahlentherapie (Cyberknife-Technologie) abgeschlossen.

Datum: 17.03.2014 / Kategorie: Sonstiges

Stuttgart

Das Cyberknife ist ein auf ein Roboterarm montiertes Bestrahlungsgerät, das Tumore millimetergenau trifft und zerstört. Die AOK-Baden-Württemberg ist damit die einzige gesetzliche Kasse im Land, die ihren Versicherten diese neuartige Form der Behandlung durch Radiochirurgie als vertragliche Leistung bei der Krebstherapie anbietet.

„Mit der Übernahme der Kosten für diese zukunftsweisende Behandlungsmethode helfen wir Patientinnen und Patienten bei schwierigen Krankheitsverläufen. Die AOK Baden-Württemberg baut ihr Profil als Versorgerkasse damit weiter aus“, sagt Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg. „Das Cyberknife ist ein richtungsweisendes Beispiel für die Innovationskraft im Gesundheitssektor und im Land.“

Die Strahlentherapie durch Radiochirurgie komme bei AOK-versicherten Patientinnen und Patienten mit benignen (gutartigen) oder malignen (bösartige) Tumoren in operativ schwer bzw. nicht zugänglichen Arealen zur Anwendung und richtet sich an klar definierten Indikationen aus. Dies können insbesondere Bereiche des Gehirns, der Wirbelsäule bzw. des Rückenmarks oder innere Organe wie Lunge oder Leber sein. Das Bestrahlungsgerät bewegt sich, von einer Software gesteuert, um den Patienten, ohne ihn dabei zu berühren. In der Regel werden Krebspatienten über einen längeren Zeitraum bestrahlt, die Strahlendosis wird auf mehrere Termine verteilt. Die Cyberknife-Technologie kann die Strahlung besser konzentrieren, in den meisten Fällen reicht eine ambulante Sitzung.

Durch die ambulante Bestrahlung mit der Cyberknife-Technologie ist keine Narkose oder offene Operation notwendig. Ein länger andauernder stationärer Krankenhausaufenthalt der Tumorpatienten ist daher nicht erforderlich. „Das OP-Risiko fällt somit weg, die gesamte Heilung verläuft besser", zeigt sich Prof. Dr. Gerd Becker, Chefarzt der Radioonkologie, überzeugt.

Das RadioChirurgicum in Göppingen ist der erste Klinikstandort in Baden-Württemberg mit einem Cyberknife-Bestrahlungsgerät.

www.radiochirurgicum.de

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