Nach Hersteller-Rückruf des Adrenalin-Autoinjektors Anapen:

AOK Baden-Württemberg übernimmt Zuzahlung für Ersatz der Notfallspritze

Datum: 17.07.2012 / Kategorie: Arzneimittel

Stuttgart

Stuttgart, 17. Juli 2012 – Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat Allergikern geraten, die Notfallspritze Anapen, die bei einem allergischen Schock eingesetzt wird, dringend gegen ein anderes geeignetes Arzneimittel auszutauschen. Der Grund: Manche dieser Spritzen können möglicherweise ihre Wirkung nicht entfalten. Jetzt weigert sich jedoch das Unternehmen, für die Kosten des Ersatzmedikaments aufzukommen. Die Folge: Patienten drohen ohne Hilfe ihrer Krankenkasse auf den Kosten sitzen zu bleiben.

Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg: „Die AOK Baden-Württemberg wird die Kosten übernehmen, damit kein finanzieller Schaden für unsere Versicherten entsteht. Dadurch ist gewährleistet, dass Betroffene die Spritze unmittelbar gegen ein anderes Medikament austauschen können.“

Laut Hermann sei es nicht akzeptabel, dass sich ein pharmazeutisches Unternehmen einfach aus der Verantwortung stehlen will. „Die Krankenkassen beraten deshalb über gemeinsame juristische Schritte gegen den Anbieter. Die AOK Baden-Württemberg tritt für ihre Versicherten in Vorleistung, da rechtliche Auseinandersetzungen nicht auf deren Rücken ausgetragen werden dürfen“, so Hermann weiter.

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