Neuestes aus der Sozialforschung: Rehaleistungen nicht nur am Lebensalter ausrichten

Erster Fachkongress am 6. Juli in Berlin stellt neueste Forschungsergebnisse vor

Datum: 19.05.2010 / Kategorie: Pflege und Rehabilitation

Stuttgart

„Bei der Verordnung von Rehabilitationsleistungen ist die einseitige Orientierung am Lebensalter des Menschen zu vermeiden“, bringt Professor Andreas Kruse, Leiter des Instituts für Gerontologie der Universität Heidelberg, den Stand der Alters- und Rehaforschung auf einen Punkt. Es sei deshalb nicht begründbar, wenn ältere Menschen allein aufgrund ihres Alters von Rehabilitationsleistungen ferngehalten würden. Kruse: „In der Einschätzung der Rehabilitationspotenziale müssen vielmehr unterschiedliche körperliche, psychische und kognitive Merkmale eine Rolle spielen.“

Im Rahmen des 1. Fachkongresses für Rehabilitationsforschung und Versorgungsmanagement will Kruse am 6. Juli ein wissenschaftlich erprobtes Instrument präsentieren, bei dem genau diese und weitere Merkmale die Ermittlung von Rehabilitationspotenzialen älterer Patienten ermöglichen.

Der Fachkongress findet am 06.07.2010 im Langenbeck-Virchow-Haus in Berlin statt und wird vom Institut für Gerontologie der Universität Heidelberg und der AOK Baden-Württemberg veranstaltet. Die AOK Baden-Württemberg hat laut Kruse mit der Förderung von Studien, in denen die Rehabilitationsverläufe älterer Menschen nach Schlaganfall untersucht wurden, einen wichtigen Beitrag zur Rehabilitationsforschung und zu dieser differenzierten Einschätzung der Rehabilitationspotenziale im Alter geleistet. Kruse: „Klinikleiter, Wissenschaftler und Experten aus dem Gesundheitswesen erhalten beim Kongress durch namhafte Referenten einen aktuellen Überblick über den Stand der Forschung.“

Anmeldung und Infos zum Fachkongress am 06.07.2010 in Berlin unter: www.gaw-kongress.de

Das Institut für Gerontologie (IfG) der Universität Heidelberg wurde

1986 von Frau Prof. Dr. Ursula Lehr - Bundesministerin a.D. - gegründet.

Es steht seit 1997 unter der Leitung von Prof. Dr. Andreas Kruse

und beschäftigt sich im Bereich der sozial- und verhaltenswissenschaftlichen

Forschung insbesondere mit den Potentialen und Ressourcen

des Alters und Alterns. Das IfG ist seit 1991 Kooperations -Zentrum der

Welt-Gesundheits-Organisation WHO.

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