Apotheker dürfen in drei Modellregionen impfen

AOK Baden-Württemberg und Apothekerverband erleichtern Zugang zu Grippeschutz

Datum: 01.09.2021 / Kategorie: Impfung

Stuttgart

In wenigen Tagen startet die diesjährige Saison zur Grippeschutzimpfung. Erstmals in Baden-Württemberg bieten auch Apotheken Influenza-Impfungen an. Möglich wird das im Rahmen eines Modellprojekts, für das der Landesapothekerverband Baden-Württemberg (LAV) und die AOK Baden-Württemberg eine vertragliche Grundlage geschaffen haben. Potentiell können rund 360 Apotheken an diesem Projekt teilnehmen.

 

Die rechtliche Grundlage für das Projekt wurde durch das Masernschutzgesetz geschaffen, das zum März 2020 in Kraft getreten ist. Innerhalb der Modellregionen können alle Apotheken teilnehmen, die Mitglied des LAV sind. Nicht-Mitglieder des Verbands können über die AOK Baden-Württemberg dem Modellversuch beitreten.

 

Drei Modellregionen

Für das Modellprojekt wurden drei baden-württembergische Regionen ausgewählt: Gegen Grippe impfen beteiligte Apotheken im Raum Mannheim, in der Region Ostwürttemberg und im Raum Esslingen/Göppingen. Die Auswahl dieser Regionen war nicht zufällig, wie AOK-Vorstandsvorsitzender Johannes Bauernfeind erläutert: "Wir haben uns angeschaut, wie gut Grippeschutzimpfungen bislang angenommen werden, und dabei sowohl ländliche als auch städtische Regionen in die Betrachtung einbezogen. Das Modellprojekt soll zeigen, ob die Bevölkerung dieses Angebot in der Apotheke annimmt und gegebenenfalls ähnlich gut akzeptiert, wie die in den vergangenen Monaten dort angebotenen Antigen-Schnelltests, sodass die Inanspruchnahme der Grippeschutzimpfungen in den Modellregionen steigt.“ LAV-Präsidentin Tatjana Zambo schließt sich diesem Gedanken an: „Dieser weitere, niedrigschwellige Zugang zur Grippeimpfung in öffentlichen Apotheken macht es den Menschen leichter, sich gegen Influenza impfen zu lassen.“

 

Nur für AOK-Versicherte

Das Impfangebot in den teilnehmenden Apotheken richtet sich an alle volljährigen Versicherten der AOK Baden-Württemberg, die auch die Kosten für die Impfung übernimmt. Die Versicherten müssen ihren Wohnsitz nicht in den Modellregionen haben. Versicherte anderer Krankenkassen und Privatversicherte können das Angebot im Rahmen des Modellprojektes nicht in Anspruch nehmen. Wer sich in der Apotheke impfen lassen möchte, sollte zum vereinbarten Termin seinen Impfausweis mitbringen.

 

Intensive Vorbereitung

Die jetzt mit der Grippeimpfung startenden Apothekerinnen und Apotheker haben sich in den Sommermonaten in ärztlich geleiteten Impfseminaren intensiv vorbereitet. Die Inhalte der durch die Landesapothekerkammer angebotenen Schulungen wurden dabei mit dem Robert Koch Institut (RKI) und dem Paul Ehrlich Institut (PEI) abgestimmt. LAV-Präsidentin Zambo erläutert: „Zum Start des Projektes werden noch nicht alle Apotheken in den Modellregionen diese Leistung anbieten können. Die wichtigen und notwendigen Schulungen konnten Corona-bedingt erst sehr spät starten. So konnte die hohe Nachfrage nach dieser Qualifizierung noch nicht in allen Fällen abgedeckt werden.“ Welche Apotheke am Modellprojekt teilnimmt und die Grippeschutzimpfung anbietet, kann im Internet auf der Seite www.apotheker.de/grippeimpfung recherchiert werden.

 

Wissenschaftliche Evaluation

Das Modellprojekt, das auf einen Zeitraum von drei Jahren hin ausgelegt ist, sieht auch eine wissenschaftliche Begleitung und Evaluation vor. Dazu wird jede in einer Apotheke verabreichte Impfung anonymisiert dokumentiert.

 

 

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