Rehabilitation nach Hüft- und Kniegelenks-Operation: Wissenschaftliche Studie liegt vor

AOK-proReha punktet mit hoher Patientenzufriedenheit und nachhaltiger Gesundheitsverbesserung

Datum: 24.04.2014 / Kategorie: Pflege und Rehabilitation

Stuttgart

Rehabilitation ist ein zunehmend wichtigerer Bestandteil in der gesundheitlichen Versorgung. Die AOK Baden-Württemberg setzt deshalb auf Transparenz und Qualität auch in diesem Bereich. Vor fast sechs Jahren startete sie das Modellprojekt AOK-proReha, ein spezielles Behandlungskonzept für die nachhaltige Rehabilitation bei Hüft- und Kniegelenkersatz. Nach 14-monatiger wissenschaftlicher Untersuchung liegt das Ergebnisjetzt vor. „Das Resultat ist erfreulich positiv ausgefallen“, sagt der Vorstandsvorsitzende der AOK Baden-Württemberg, Dr. Christopher Hermann. So punktet das qualitätsgeprüfte individuelle Therapiekonzept mit hoher Patientenzufriedenheit und überzeugt durch das nachhaltige Behandlungsergebnis. Insgesamt nahmen 832 Betroffene und 17 Kliniken an der wissenschaftlichen Untersuchung teil.

Der Abschlussbericht zur Evaluation wurde von der AQMS (Institut für Qualitätsmanagement und Sozialmedizin) des Universitätsklinikums Freiburg erstellt. Darin werden die Ergebnisse des Behandlungskonzepts mit Daten des QS-Reha-Verfahrens (ein spezielles Qualitätssicherungsverfahren auf Basis der gesetzlichen Anforderungen des GKV-Spitzenverbands) verglichen. Ziel war es, festzustellen, wie Hüft- und Kniegelenks-Rehabilitanden mit AOK-proReha im Vergleich mit der herkömmlichen orthopädischen Reha versorgt werden. Bewertet wurde die Patientenzufriedenheit sowie das Behandlungsergebnis zu Beginn, zum Ende und sechs Monate nach der Reha. So erhielten die Patienten denselben Fragebogen wie Patienten im QS-Reha-Verfahren. Letzteres weist zwar direkt nach Reha-Ende ein vergleichbar hohes Ergebnis auf, doch mittelfristig (sechs Monate später) profitieren die AOK-proReha-Patienten von dauerhaft größeren gesundheitlichen Verbesserungen. „Das spricht für nachhaltig wirkende Rehabilitationsinhalte und eine gute Nachsorge – ein zentraler Baustein des Projekts“, betont Hermann.

Als erste gesetzliche Krankenkasse in Deutschland hatte die AOK Baden-Württemberg im Mai 2008 das Behandlungskonzept auf Basis aktueller medizinischer Forschung in der orthopädischen Rehabilitation eingeführt. So erfahren Patientinnen und Patienten bereits vor Beginn der Reha, welche Maßnahmen konkret vorgesehen sind und können deren Einhaltung selbst überprüfen. „Unsere Versicherten sollen genau wissen, was auf sie zukommt, damit sie sich besser aktiv in die Gestaltung ihrer Rehabilitation einbringen können. Gleichzeitig sorgen wir somit für mehr Transparenz und Qualität in der Rehabilitation“, unterstreicht Hermann.

Seit Programmstart haben bereits 64.000 Patientinnen und Patienten an AOK-proReha in allen 54 stationären orthopädischen Reha-Kliniken in Baden-Württemberg teilgenommen. Auf hohem Niveau liegt auch die Zufriedenheit bei den Behandlungen/Therapien und in der ärztlichen/pflegerischen Betreuung: Rund 93 Prozent würden die Klinik Freunden und Bekannten weiterempfehlen.

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