Schnellere Genehmigung von Mutter-/Vater-Kind-Kuren

AOK und Diakonie verbessern die Vorsorge- und Rehabilitationsberatung für Mütter und Väter

Datum: 22.02.2012 / Kategorie: Versorgung in Baden-Württemberg

Stuttgart

Die AOK Baden-Württemberg und die Diakonie Württemberg haben sich auf ein neuartiges Verfahren geeinigt, damit Mütter- und Mutter-/Vater-Kind-Kuren schneller und unkomplizierter genehmigt werden können. Eine entsprechende Vereinbarung haben die AOK und die Diakonie Württemberg jetzt unterzeichnet. Darin werden erstmals Qualitätsstandards für die Zusammenarbeit zwischen den örtlichen Beratungs- und Vermittlungsdiensten der Diakonie Württemberg und der AOK festgelegt. Dadurch kann die AOK Kuren genehmigen, ohne diese nochmals selbst prüfen zu müssen. Die Antragsgenehmigung wird damit wesentlich beschleunigt, bisherige aufwändige Widerspruchsverfahren bei Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen werden vermieden.

„Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen für Mütter beziehungsweise für Mütter oder Väter und Kinder tragen wesentlich zur Gesundheit und Rehabilitation von Eltern und Kindern bei. Betroffenen Familien muss deshalb ein schneller und unkomplizierter Zugang ermöglicht werden“, sagt Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Württemberg. „Mit dem Qualitätskonzept schaffen wir nun das Fundament für eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der AOK bei der Gesundheitsberatung und der Vermittlung in Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen für Mütter und Väter.“

Mit dem Konzept sollen betroffene Familien auch über Kuren hinaus unterstützt werden. „Es geht nicht darum, Hilfesuchende nur in die Kur zu schicken. Wir klären in jedem Fall, welche Entlastungen und Hilfen für die Familien möglich und sinnvoll sind. Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen sind dabei eine wichtige, aber nicht die einzige Möglichkeit zur Hilfe. Die Diakonie Württemberg hat an über 50 Orten seit über 50 Jahren Erfahrung in der Sozial-, Lebens- und Gesundheitsberatung. Mit unseren breit gefächerten Beratungsdiensten sind wir bestens für eine umfassende Hilfe für Familien aufgestellt“, erklärt Oberkirchenrat Kaufmann.

„Die Prüfung von Kur-Anträgen ist bisher oft zeitaufwändig und war eine zusätzliche Belastung für die Familien. Das ändern wir jetzt“, sagt Dr. Christopher Hermann, Vorstandschef der AOK Baden-Württemberg. Durch die vorab festgelegten Qualitätsstandards bei der Beratung könne die AOK genau das tun und Vorsorge- und Reha-Maßnahmen wesentlich schneller genehmigen. Auch Widerspruchsverfahren würden dadurch vermieden. „Wir übernehmen und akzeptieren die Empfehlungen der Beratungsstelle. Die kompetenten Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter wissen genau, wie einer belasteten Familie am besten geholfen werden kann“, so Hermann. Damit sei ein sinnvoller, zielgerichteter und nachhaltig wirksamer Einsatz solcher Maßnahmen gewährleistet.

Die AOK erwartet durch die Vereinbarung, die Genehmigungsquote für Vorsorge- und Reha-Maßnahmen zukünftig noch zu steigern. „Im Jahr 2011 haben wir rund 3.500 Mutter-Vater-Kind Maßnahmen genehmigt. Damit sind wir Spitzenreiter im Land. Insgesamt hatten wir eine Genehmigungsquote von mehr als 80 Prozent“, so Hermann.

Hinweis an die Redaktionen:

Zusammen mit den im Deutschen Müttergenesungswerk zusammengeschlossenen Kurkliniken bilden die Beratungsdienste der freien Wohlfahrtsverbände mit ihrer Vor- und Nacharbeit die „therapeutische Kette des Müttergenesungswerks“. Die Diakonie in Württemberg geht nun zusammen mit der AOK Baden-Württemberg die erste Vereinbarung dieser Art ein.

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