Sozialministerin Katrin Altpeter informiert sich vor Ort über den AOK-Hausarztvertrag im Land:

"Baden-Württemberg ist bei der Hausarztzentrierten Versorgung Vorreiter"

Datum: 16.01.2012 / Kategorie: AOK-Hausarztprogramm

Stuttgart

Vor mehr als drei Jahren hat die AOK Baden-Württemberg gemeinsam mit MEDI Baden-Württemberg und dem Deutschen Hausärzteverband einen Vertrag für eine neue hausärztliche Versorgung im Land geschlossen. Das Ziel: Der Hausarzt soll als Lotse in den Mittelpunkt der ärztlichen Versorgung rücken. Bei einem Erfahrungsaustausch am 16. Januar in Waiblingen informierte sich Frau Ministerin Altpeter über die Einführung des Vertrages und die Umsetzung in der Praxis. Die Ministerin zeigte sich erfreut darüber, wie sich die neue Vertragsform in die Versorgungslandschaft einfügt und war beeindruckt von den landesweit über eine Million eingeschriebenen Versicherten und über 3.500 teilnehmenden Hausärzten. Im Kreis Ludwigsburg/Rems-Murr nehmen sogar jeder dritte AOK-Versicherte und zwei Drittel aller Hausärzte an dem Vertrag teil.

"Der Ansatz, mit einer neuen Versorgungsform für mehr Wettbewerb zu sorgen, ist richtig. Anders als in anderen Bundesländern ist es den Vertragsparteien in Baden-Württemberg trotz einiger Anfangsschwierigkeiten gelungen, die Versorgungslandschaft mit dem Vertrag zu bereichern. Insofern nimmt Baden-Württemberg eine Vorreiterrolle ein. Das ist gut für die Patienten und die Ärzte", sagte Ministerin Altpeter. Wünschenswert wäre aus ihrer Sicht auch, dass der Hausarztvertrag bundesweit ausgebaut wird. "Die Systeme müssen jedoch so aufeinander abgestimmt sein, dass eine hochwertige Versorgung für alle Bürgerinnen und Bürger – unabhängig von Ihrer Krankenkasse – erhalten bleibe", betonte Altpeter.

"Der Hausarztvertrag bietet mir Möglichkeiten, die ich vorher nicht hatte", bestätigt Hausarzt Dr. Christian Schmidt. "Ich kann meine Patienten endlich intensiver betreuen. Dank weniger Bürokratie habe ich mehr Zeit für sie, und durch die enge Vernetzung mit Fachärzten kann ich die Behandlung besser koordinieren." Die höhere Vergütung gebe ihm zudem mehr Planungssicherheit.

"Damit machen wir den Hausarztberuf wieder attraktiv und sichern so gemeinsam mit den Ärzten die zukünftige Versorgung im Land", erklärt Dr. Christopher Hermann, Vorstandschef der AOK Baden-Württemberg, die Ziele der AOK. Nicht zuletzt wegen des drohenden Ärztemangels müsse gehandelt werden. "Dafür haben wir nicht erst auf bundesweite Vorgaben gewartet. Als erste Krankenkasse haben wir mit diesem Vertrag freiwillig alle vom Gesetzgeber geschaffenen Möglichkeiten genutzt und nehmen gemeinsam mit unseren Partnern die Versorgung unserer Versicherten selbst in die Hand." Mit Erfolg: 96 Prozent der Teilnehmer äußerten sich in einer Umfrage zufrieden mit dem Hausarztvertrag.

"Auch bei den rund 3.500 teilnehmenden Hausärzten sind Akzeptanz und Zufriedenheit mit dem Hausarztvertrag der AOK hoch", so Dr. Berthold Dietsche, Vorsitzender des Hausärzteverbandes Baden-Württemberg. Er stellte insbesondere die Verbesserung der Behandlungsqualität durch das flächendeckende Netz an Qualitätszirkeln heraus, an denen die Ärzte regelmäßig teilnehmen. Für Dr. Werner Baumgärtner, Vorsitzender von MEDI Baden-Württemberg, sind die angegliederten Facharztverträge nach Paragraf 73c SGB V ein besonderes Plus des AOK-Hausarztvertrages. "Durch das Zusammenspiel von Hausarzt- und Facharztverträgen werden Synergien frei, die die Behandlungsqualität entscheidend verbessern und zu Kosteneinsparungen führen." Unnötige Krankenhauseinweisungen und Doppeluntersuchungen blieben den Patienten erspart.

Hinweis an die Redaktionen:

Weitere Zitate der Vertragspartner sowie von Patienten und der Praxis Dr. Christian Schmidt können Sie hier als PDF-Datei herunterladen. Passendes Bildmaterial und ein Radio-Beitrag stehen ebenso zum Download zur Verfügung.

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