Telefonaktion: Was tun bei Demenz?

Medizin-Experten der AOK Baden-Württemberg beraten nächste Woche am Telefon

Datum: 27.06.2012 / Kategorie: Gesundheitstipps

Stuttgart

Stuttgart, 27.06.2012 – In Deutschland leiden heute mehr als eine Million Menschen an Demenz. Mit der Diagnose müssen sich aber nicht nur Erkrankte selbst auseinandersetzen, sondern auch Angehörige und Freunde werden auf eine große Belastungsprobe gestellt. Informationen, mit dieser besser fertig zu werden, erhalten sie durch Medizinexperten der AOK Baden-Württemberg, die vom 2. bis 8. Juli 2012 am „AOK-care-Telefon“ beraten.

Unter der Telefon-Nummer 0800 10 50 501 stehen die Experten täglich von 8 bis 20 Uhr kostenlos zur Verfügung. „Unter Angabe des Stichwortes Demenz werden die Anrufer zu den Spezialisten weitergeleitet. Im genannten Zeitraum können sich auch Betroffene und Interessierte, die nicht bei der AOK versichert sind, beraten lassen“ erklärt Dagmar Bredow, Gesundheitsexpertin beim AOK-care-Telefon.

Laut Definition der AOK-Expertin sei Demenz ein komplexes Erkrankungsbild, das durch kontinuierliches Nervenzellensterben in bestimmten Gehirnbereichen mit einem Verlust des Gedächtnisses, der kognitiven Fähigkeiten und des Denkvermögens einhergehe. Das Risiko zu erkranken, steige mit dem Alter: Dennoch sei Demenz nicht mit einer normalen, altersbedingten Vergesslichkeit zu verwechseln, bei der sich Merkfähigkeit und Konzentration nur bis zu einem gewissen Punkt verschlechtern.

Mediziner unterscheiden verschiedene Formen der Erkrankung, ungefähr zwei Drittel der Patienten seien von der Alzheimer-Demenz betroffen. Die zweithäufigste Form sei die vaskuläre Demenz. „Während die vaskuläre Demenz auf Durchblutungsstörungen im Gehirn zurückzuführen ist, ist die Ursache für das Alzheimerbedingte Zellensterben bislang nicht eindeutig geklärt“, so Dagmar Bredow.

Besonders pflegende Angehörige gehen im Verlauf der Krankheit durch ein Wechselbad der Gefühle. Schmerz und Mitleid gehören ebenso dazu wie Hilflosigkeit, Ärger, Wut und Trauer. Daneben müssen sie ganz praktische Herausforderungen, wie die zunehmende Unterstützung des Patienten in einfachen Dingen des Alltags, bewältigen. Beistand und Hilfe für Angehörige und Erkrankte im frühen Demenzstadium leistet in diesem Zusammenhang das AOK-care-Telefon.

Die Gesundheitsexperten verdeutlichen die Unterschiede zwischen Altersvergesslichkeit, Alzheimer und Demenz. „Diagnosen können wir am Telefon natürlich nicht stellen. Dazu verweisen wir an den zuständigen Arzt“, beschreibt Dagmar Bredow den Gesundheitsservice der AOK. „Weil wir jedoch am Telefon ausreichend Zeit für unsere Anrufer haben, können wir sie optimal zum Beispiel auf ein Gespräch mit dem Facharzt vorbereiten.“

Über das AOK-care-Telefon:

Das AOK-care-Telefon ist eine exklusive medizinische Beratungshotline für Versicherte der AOK Baden-Württemberg. Ein Expertenteam erfahrener Ärzte und Fachkräfte gibt kompetent und umfassend Auskunft u.a. über Diagnosen und Therapien, Selbsthilfegruppen sowie Vorbeugung. Außerdem unterstützt es die Anrufer bei der Suche nach Fachärzten und Kliniken. Die Medizin-Experten sind unter der kostenfreien* medizinischen Hotline 0800 10 50 501 rund um die Uhr das ganze Jahr über erreichbar. Sonderaktionen, bei denen auch Nicht-AOK-Versicherte Rat einholen können, finden zu begrenzten Zeiträumen und zwischen 8 und 20 Uhr statt.

* Kostenfrei für alle Anrufe aus dem Inland – egal, ob aus dem Festnetz oder Handy.

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