Verbesserte Lebensqualität für Schwerstkranke:

Neue Palliativversorgung in Baden-Württemberg
AOK und weitere Krankenkassen unterzeichnen Vertrag

Datum: 05.02.2010 / Kategorie: Versorgung in Baden-Württemberg

Stuttgart

Schwerstkranke Menschen in Baden-Württemberg werden zukünftig in ihrem letzten Lebensabschnitt noch intensiver betreut. Dies ermöglicht nun der Rahmenvertrag über die spezialisierte ambulante palliative Versorgung (SAPV) zwischen Krankenkassen und Palliativnetzwerken im Land, den die AOK Baden-Württemberg entscheidend vorangebracht hat. Hierfür stehen in Baden-Württemberg jährlich 32 Millionen Euro zur Verfügung. Rund 10.000 Menschen soll dadurch ein würdevolleres Sterben in der häuslichen Umgebung ermöglicht werden.

„Mit der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung kommen wir nun dem Wunsch vieler Menschen nach, den letzten Lebensabschnitt in der gewohnten häuslichen Umgebung zu verbringen. Hierfür werden nun Verträge in ganz Baden-Württemberg mit Palliativnetzwerken geschlossen, die diese Betreuung sicherstellen“, sagt Dr. Rolf Hoberg, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg, am Freitag (05.02.2010) in Stuttgart.

In der Fachwelt gehe man davon aus, dass bei rund zehn Prozent aller Sterbenden die Möglichkeiten der allgemeinen Palliativversorgung bisher nicht ausreicht. „Diese Menschen können zukünftig im Rahmen der SAPV begleitet werden. Dadurch ermöglichen wir es den Patienten und deren Angehörigen, zu jeder Tages- und Nachtzeit den zuständigen Arzt, Pflegedienst oder andere beteiligte Leistungserbringer dauerhaft zu erreichen. Wir versuchen damit, die Lebensqualität der Betroffenen in dieser schwierigen Phase im Rahmen unserer Möglichkeiten zu verbessern“, sagt der AOK-Vorstandsvorsitzende.

Die über 30 Palliativnetzwerke in Baden-Württemberg haben sich im Rahmen der „Landesarbeitsgemeinschaft SAPV BW“ (LAG) organisiert. Neben der LAG und den Krankenkassen, waren auch die Baden-Württembergische Krankenhausgesellschaft sowie die Liga der freien Wohlfahrtspflege an den Verhandlungen beteiligt.

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