Vorsicht beim Pilzesammeln

AOK Baden-Württemberg warnt vor Pilzvergiftungen

Datum: 15.07.2011 / Kategorie: Gesundheitstipps

Stuttgart

Zum Start der Pilzsaison mahnt die AOK Baden-Württemberg zur Vorsicht beim Pilzesammeln. Im vergangenen Jahr hat die Gesundheitskasse 54 Fälle von Pilzvergiftungen registriert, 41 davon mussten im Krankenhaus behandelt werden. Die meisten Pilzvergiftungen wurden im August und September gezählt. In zwei Fällen führte der Konsum giftiger Pilze sogar zu Leber- und zu Nierenversagen. Damit erreichte die Zahl der Pilzvergiftungen in Baden-Württemberg 2010 ein Rekordhoch. Zum Vergleich: 2009 landeten lediglich 11 AOK-Versicherte Baden-Württemberger mit Pilzvergiftung im Krankenhaus, 2008 waren es 27.

Die AOK warnt eindringlich davor, ohne gute Fachkenntnisse Pilze zu sammeln und zu verzehren. Nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung werden beispielsweise häufig giftige Knollenblätterpilze mit den beliebten Champignons verwechselt. Für die meisten schweren oder tödlichen Pilzvergiftungen sind die verschiedenen Knollenblätterpilze verantwortlich, innerhalb von vier bis zwölf Stunden kommt es meist zu heftigem Erbrechen und Durchfall. Ein Kind kann schon nach dem Verzehr von nur einem Knollenblätterpilz sterben.

Treten nach einer Pilzmahlzeit Übelkeit, Schmerzen oder Missempfinden auf, rät die AOK umgehend einen Arzt aufzusuchen. Bei Verdacht auf den Verzehr von Knollenblätterpilzen sollte der Betroffene so schnell wie möglich ins Krankenhaus gebracht werden. Der Pilz oder Reste davon sollten mitgenommen werden, um die Erkennung zu vereinfachen.

Giftnotruf in Baden-Württemberg:

Auskunft bei Vergiftungen gibt die Vergiftungs-Informations-Zentrale Freiburg unter der Nummer 0761 19240.

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