Zahl der Koloskopie-Teilnehmer steigt auf über 21.000

Kampf dem Darmkrebs – „Darm-Check 2015“ der AOK Baden-Württemberg

Datum: 23.03.2015 / Kategorie: AOK-Angebote und Leistungen

Stuttgart

Jährlich erkranken laut Robert-Koch-Institut fast 64.000 Menschen in Deutschland neu an einem bösartigen Tumor im Darm – rund 26.000 Menschen sterben daran. Damit ist Darmkrebs nach Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) die dritthäufigste Tumorerkrankung in Deutschland. Einer aktuellen Auswertung der AOK Baden-Württemberg zufolge befanden sich im Jahr 2013 insgesamt fast 20.000 ihrer Versicherten wegen einer Darmkrebserkrankung in Behandlung – 9.443 Frauen und 10.490 Männer. Im gleichen Jahr nahmen mehr als 21.000 aller Versicherten an einer Koloskopie teil. Um möglichst viele Versicherte zur Vorsorge zu motivieren, bietet die AOK Baden-Württemberg im Rahmen der kostenfreien Aktion „Darm-Check 2015“ bereits ab 50 statt erst ab 55 Jahren eine Darmspiegelung an. Das Angebot richtet sich insbesondere an die Teilnehmer im AOK Haus- und Facharztprogramm.

„Unser Ziel ist es, den Darmkrebs mit Hilfe der Vorsorge-Koloskopie konsequent zu bekämpfen. Denn so kann das persönliche Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, um bis zu 90 Prozent gesenkt werden“, sagt Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg. „Wir haben in den vergangenen Jahren sehr gute Erfahrungen mit der Aktion 'Darm-Check' gemacht. Besonders erfreulich ist, dass die Koloskopie-Teilnahmerate bei den 55- bis 59-Jährigen im Rahmen der Aktion mehr als 50 Prozent höher ist als in der Kollektivversorgung.“ Aktuelle Berechnungen der AOK Baden-Württemberg zeigen außerdem, dass im Jahr 2013 über 21.000 aller Versicherten an einer Koloskopie teilgenommen haben – ein Anstieg um fast neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Professor Dr. Leopold Ludwig, Gastroenterologe aus Ulm und Vorsitzender des Berufsverbandes niedergelassener Gastroenterologen (bng) in Baden-Württemberg, ist ebenfalls von der Aktion „Darm-Check“ überzeugt: „Die Einbeziehung der 50- bis 54-Jährigen ist absolut sinnvoll, denn bei keiner anderen Krebsart kann durch die Vorsorge so viel erreicht werden. Sind Eltern oder Geschwister bereits an Darmkrebs erkrankt oder sogar verstorben, kann man von einem erhöhten Risiko ausgehen. Auch in diesen Fällen sollten Früherkennungsmaßnahmen schon in jüngerem Alter durchgeführt werden.“ Zudem sei eine Darmspiegelung dank Beruhigungsmittel oder Kurznarkose nahezu schmerzfrei.

Nach Einführung der Früherkennung konnten bundesweit schon 180.000 Darmkrebsvorstufen entdeckt und entfernt werden. Mehr als 40.000 Fälle von Darmkrebs wurden frühzeitig in einem Stadium diagnostiziert, in dem eine Heilung möglich ist (DKFZ).

Das Vorsorgeangebot „Darm-Check 2015“ wird im Rahmen des baden-württembergischen Facharztprogramms angeboten und ist eine Vorsorgeinitiative der AOK Baden-Württemberg, der Bosch BKK, des Ärzteverbands MEDI Baden-Württemberg e. V., der MEDIVERBUND AG, des Deutschen Hausärzteverbands Landesverband Baden-Württemberg e. V., der Hausärztlichen Vertragsgemeinschaft AG, des Berufsverbands niedergelassener fachärztlich tätiger Internisten e. V. sowie des Berufsverbands niedergelassener Gastroenterologen Deutschlands e. V.

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