Planungsrelevante Qualitätsindikatoren

Fragen und Antworten

Für welche Eingriffe gelten die sogenannten planungsrelevanten Qualitätsindikatoren (Plan.QI)?

Bislang existieren Plan.QI für bestimmte gynäkologische Operationen sowie für Bereiche der Geburtshilfe. Im gynäkologischen Bereich beziehen sie sich auf bestimmte Eingriffe an den Eierstöcken sowie auf Eingriffe in der Bauchhöhle (Laparoskopie). In der Geburtshilfe geht es um die Frühgeborenen-Versorgung sowie geplante und ungeplante Kaiserschnitte.


Wer erhebt die planungsrelevanten Qualitätsindikatoren?


Die Krankenhäuser leiten die zu dokumentierenden Daten über die Geschäftsstelle Qualitätssicherung im Krankenhaus (GeQiK) an das Institut für Qualität und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTiG) weiter. Das IQTiG erstellt Zwischenberichte in Form von Quartals- und rollierenden Jahresauswertungen.


Was geschieht, wenn ein Krankenhaus die planungsrelevanten Qualitätsindikatoren nicht erfüllt?

Werden Auffälligkeiten bei den Qualitätsindikatoren festgestellt, führt das IQTiG mit dem entsprechenden Krankenhaus ein Stellungnahmeverfahren durch. Dabei werden insbesondere Ausnahmetatbestände geprüft, die zu den festgestellten Auffälligkeiten geführt haben könnten. Liegen keine relevanten Ausnahmetatbestände vor, wird unzureichende Qualität festgestellt. Diese Feststellung wird – erstmals im September 2018 für das Erfassungsjahr 2017 – an die Planungsbehörde und die Landesverbände der Krankenkassen und Ersatzkassen übermittelt.


Wo kann man sich über die Qualität von Krankenhäusern informieren?


Der AOK-Krankenhausnavigator beinhaltet aktuelle Daten zur Behandlungsqualität und -zufriedenheit in deutschen Kliniken. Informationen zum Erreichen der planungsrelevanten Qualitätsindikatoren wird der Gemeinsame Bundesausschuss auf seiner Website veröffentlichen.